Bkool: Mont Ventoux Video

Seit knapp drei Wochen trainiere ich regelmäßig mit dem Bkool Turbo Rollentrainer und bin bisher sehr zufrieden. In Erkelenz regnete es gestern und so zog es mich kurzerhand nach Frankreich zum Fuße des Mont Ventoux. Die 23km lange Steigung mit 1650hm war eine gute Herausforderung zum Abschluss des Jahres.
In den ersten Einheiten war das Fahrtverhalten auf der Rolle etwas ungewohnt und die Lautstärke irritierend. Mittlerweile kann ich damit leben und finde das Fahrverhalten sogar sehr ansprechend. Dadurch, dass die Halterung des Hinterrads nur vom Hinterrad selbst gehalten wird (siehe Foto im Artikel) ist das Fahrverhalten nicht ganz so starr, sondern das Rad schwingt ein wenig mit.
Zum Jahreswechsel suchte ich mir vorgestern dann eine richtige Herausforderung und entschied mich letztendlich für den Aufstieg zum Mont Ventoux in Frankreich, witzigerweise fuhr ex-Teampartner Ralf Haupt die gleiche Strecke zur gleichen Zeit. Schade das wir uns nicht getroffen haben…
Die ersten 5km waren passabel, die Steigung lag zwischen 5-7%, danach zog sich der Weg aber gewaltig und ich kam ganz schön ins schwitzen. Bis 7km vor dem Ziel fiel die Steigung selten unter 8% und lag im Mittel eher bei 10%. Während ich früher bei ähnlichen Belastungen auf einer mechanischen Rolle vor Einöde einging, war das begleitende Video in Fahrgeschwindigkeit stets eine Motivation und sorgte für Aufschub. Insbesondere die letzten Kilometer bis zum Ziel verflogen gerade zu.
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Ein kleiner fader Beigeschmack bleibt, denn bei Steigungen >9,5% wurde die Trittschwierigkeit nicht schwieriger, sondern nur das Tempo in der Software verlangsamt. Das ist natürlich weniger authentisch, allerdings sind 9,5% Steigung auf der Rolle dann auch schon okay. Die Fahrgeschwindigkeit, Wattleistung und das Gefühl in Kopf und Beinen war hingegen sehr realistisch. Es fehlte aber die sanfte brise Wind, die für den kühlenden Effekt gesorgt hätte. Der Schweiß, der so vom Arm immer wieder aufs Bein tropfte, war dann doch arg fies.

Mavic Propane Jacket

In unserem Weihnachtsspezial Bekleidungstest stellten wir euch heute nachmittag die Mavic Inferno Bib Tight vor, als passende Jacke empfehlen wir die Mavic Propane Jacket für die kalte Jahreszeit.
Was war das Wetter abwechslungsreich in den vergangenen acht Wochen. Milde 15 Grad, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Regen, Sturm… und trotzdem blieb der Winter bis (glücklicherweise) im Westen (noch) aus. Die Testbedingungen für eine Winterjacken wären trotzdem ideal, denn so musste Mavics Flagschiff bereits den unterschiedlichsten Bedingungen stellen und wusste zu überzeugen.
Die Jacke fällt normal groß aus, was jedoch in Mavics Größentabelle nicht so einfach zu nachzuvollziehen ist. Gleich drei Größen werden pro Größe angegeben: International (Int.), Deutschland, United Kingdom und Vereinigte Staaten (D/UK/USA) und Japan. Nur des Verständnisses wegen, International M ist in D/UK/USA gleichzusetzen mit S, in Japan allerdings bereits L. Es stiftet enorm Verwirrung, wenn mn sich jedoch an der Größe D/UK/USA orientiert, dann macht man es nicht falsch.
Die eng geschnittene Jacke ist Mavics Wärmste mit Cold Ride + Isolierung und dabei um einiges leichter als zum Beispiel die Mavic Espoir Thermo Jacket. Die äußere Dura Lite Warm Schicht ist sehr dünn und hat etwas von einem Seidenballon Trainingsanzug der 90er Jahre. Dafür scheint das Material extrem winddicht und wasserabweisend. Stürze auf Schotter wird die Oberschicht aber eher weniger gut verkraften, so dass die Jacke eher Rennrad Fahrer anspricht oder man muss eben im Geländeeinsatz behutsam mit der Jacke umgehen. Die Mavic Inferno Jacket scheint hier geeigneter, bietet zudem eine praktische Brusttasche, ist dafür aber weniger warm.
Durch die gut platzierten und während der Fahrt gut erreichbaren Clima Vent Reißverschlüsse kann man aktiv die Klimatisierung der Jacke beeinflussen, so dass man auch bei über 10 Grad nicht überhitzt. Mit einem kurzen Unterhemd kann man die Jacke prima bis Temperaturen um die fünf Grad fahren, wenn es kälter wird wechsele ich auf ein langes Unterhemd. Weitere Unterziehtrikots habe ich bisher nicht benötigt und das zeichnet die Jacke eben aus.
Die drei Rückentaschen sind über einen großen Reißverschluss erreichbar und somit erst einmal grob vor Dreck geschützt. Im Innenfach sind zwei kleine Netztaschen und davor eine größere Tasche über die gesamte Verschlussbreite. Toll!
Praktisch finde ich auch die mitgelieferte Gesichtsmaske, die bei eisigen Wind ehr gut geeignet ist. Die Maske wird im Kragen mit Druckknöpfen befestigt und so wird der anfällige Halsbereich gut geschützt. Der Wind zieht nicht durch. Es muss aber schon sehr kalt sein, dass sich die Maske lohnt, denn die Wärmeleistung ist extrem.
Während ich im letzten Jahr bei Temperaturen um Null Grad schon mehrere Schichten trug und trotzdem fror, bin ich mit der Mavic Propane Jacket bisher vollkommen zufrieden und sehe durchaus noch mehr Potential für die ganz kalten Tage.
299€ UVP ist ein stolzer Preis für die Jacke. Im Vergleich mit der 150€ Fraktion (Mavic Espoir etc.) ist die Jacke aber auch ihr Geld wert. Und wer die Augen offen hält, der bekommt die Jacke auch für ab 150€ im Angebot, dann sollte man auch nicht lange überlegen!

Coffeechains Jerseys 2014

Es weihnachtet und die Auslieferung unserer Trikots für die Saison 2014 rückt immer näher. Um uns und euch die Zeit des Wartens zu versüßen, möchten wir heute das komplette Trikot und Hosen Design vorstellen. Stefan hat sich richtig ins Zeug geworfen und eine schöne Kombination entworfen.
Produziert wird unsere Teamwear von Bioracer, die uns sowohl von der Qualität ihrer Produkte als auch durch die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit überzeugt haben. Zudem war Thorsten Deimann als zuständiger Handelsvertreter kompetent und stets bemüht uns bestmöglich zu beraten.
Trikot Coffee & Chainrings für Bioracer
Unsere neue Teamwear umfasst neben einem Kurzarm Trikot auch eine passende Lycra Hose, ein Langarm Trikot (mit und ohne Isolation) und eine lange Hose. Optional stehen uns auch noch Windwesten, Arm- und Beinlinge zur Verfügung.

Saisonvorbereitung 2014

Das Training für die Saison 2014 läuft bereits seit November 2013 und langsam aber sicher füllt sich auch der Rahmenkalender. Das große Saisonhighlight, die BIKE Four Peaks, startet in rund sechs einhalb Monaten. Bs dahin warten noch so einige Vorbereitungskilometer, CTFs, RTFs und Marathon Rennen auf mich. Während mein Rennkalender noch nicht endgültig fertig ist, weil einige Termine noch fehlen, habe ich zumindest für die Vorbereitung einen konkreten Plan geschaffen.
Neben den Trainingskilometern habe ich mir für das Frühjahr 2014 mehrere CTFs in Deutschland und der Niederlande ausgesucht, um auch in der kalten Jahreszeit ein paar Tempoeinheiten in größeren Gruppen zu absolvieren. Die Veranstaltungen sind alle in ca. 150 Kilometer Reichweite, meistens weniger. Meine konkrete Auswahl besteht aus den aufgeführten Veranstaltungen, auf Google habe ich trotzdem noch eine Fülle weiterer CTF Veranstaltungen markiert und mit einem Datum in der Beschreibung versehen. Die Karte wird auch weiter für Veranstaltungen bis Anfang April erweitert.
CTF/RTF (Country Tourenfahrten):
05.01.2014 Vlodrop (NL)
12.01.2014 Valkenswaard (NL)
19.01.2014 Wegberg Klinkum (DE)
09.02.2014 Liessel (NL)
08.03.2014 Schwalmtal (DE)
16.03.2014 Herne (DE)
05.04.2014 Oudenaarde (BE)
Weitere Termine in unserer Karte
Neben den Veranstaltungen ohne Zeitnahme plane ich auch eine Teilnahme am Rothaus-Bulls-Cup. Die Rennen in der Eifel bieten eine gute Möglichkeit Früh in der Saison die ersten Härtetests zu absolvieren. Bei 66 Minuten Rennzeit bieten die technischen Rundkurse eine tolle Möglichkeit sich richtig auszupowern. Welche Rennen ich genau fahren werde, habe ich noch nicht festgelegt. Der Cup besteht aus insgesamt vier Rennen, die ebenfalls in der Karte eingezeichnet sind.
Rothaus-Bulls-Cup:
23.02.2014 Büchel
09.03.2014 Kottenheim
23.03.2014 Adenau
13.04.2014 Boos
Highlight der Vorbereitung 2014 und gleichzeitiger Startschuss in die Saison wird die Ronde van Vlaanderen 2014 werden. Auf der 130km langen Strecke gilt e die Zeit vom letzten Jahr signifikant zu verbessern. Gemeinsam mit Stefan sollte dem daraus resultierenden ersten Erfolg nichts im Wege stehen.

Trainingsrückblick November

Der November ist für die meisten Radsportler der offizielle Auftakt für die neue Saison. Die Motivation ist hoch, die Ziele vor Augen und das Wetter spielt auch noch irgendwie mit. Zumindest in der ersten Monatshälfte.
Für mich begann der Aufgalopp etwas verspätet, schuld daran war der erste richtig böse Mageninfekt seit einem Jahr. Wenn man freiwillig im Bett liegen bleibt und lieber Schlaf sucht als sein Fahrrad, dann ist das Leiden groß.
Mit dem Start in den Winterpokal stürzte ich mich wieder ins Training und begann gemeinsam mit Trainerin Stefanie Mollnhauer das strukturierte Training. Das große Saisonziel vor Augen, den Weg dorthin präsent und durchaus ein Bewusstsein dafür, dass noch viel Schweiß fließen muss bis dahin.
Der Trainingsumfang und die Trainingsintensität hielten sind überschaubar. Immerhin fast 40 Stunden kamen trotz der vier Krankheitstage zusammen, dabei aber nur 650km und die ersten Rollenkilometer. Die ersten Krafteinheiten im Studio untermauerten den Saisonstatus: Aufbau.

Fester Bestandteil im Wintertraining: Kraft Einheiten.
Fester Bestandteil im Wintertraining: Kraft Einheiten.

Im Dezember verzichten wir (noch) auf die langen Trainingseinheiten, dafür sind zwei Studio Termine pro Woche fix sowie ein Kraft-Motorik Programm auf der Rolle und Fahrtspiel/Intervalleinheiten auf dem Mountainbike.

Road Bike Party 2

Über 9 Millionen mal wurde der erste Teil von Road Bike Party bisher angesehen, den Martyn Ashton Ende 2012 veröffentlichte. Knapp ein Jahr danach folgt nun der zweite Teil seiner Trial Show auf einem Rennrad.

Martyn Ashton war es wichtig dieses Video fertigzustellen, obwohl er sich vor drei Monaten bei eine Sturz schwer verletzte. Über seinen Heilungsverlauf kann man sich auf seinem Twitter Account informieren. Wir wünschen Martyn Ashton die beste Genesung.
(Zum ersten Teil der Road Bike Party)

Trainingszeit vs. Trainingskilometer

Während ich gestern weiter meine Bkool Rolle in einer zweistündigen Intervallfahrt testete hörte ich die aktuelle Folge des Velohome Podcasts mit der Folge Velosnakk #5. Die 90 Minuten waren wie immer kurzweilig mit verschiedenen Themen, die allesamt interessant waren und einzeln einen Review verdient hätten. Aber gerade der zum Ende der Folge diskutierte Punkt Trainingszeit vs. Trainingskilometer bietet doch ganz viel Raum für das gewünschte Feedback des jungen Podcasts.
Das Thema wurde mit der Frage von Chris eröffnet, wie Markus die Kilometerleistung beim Rollentraining einträgt. Gar nicht, weil für ihm die Zeit zählt, während Christian sich eine pauschal Kilometerleistung einträgt, um den Jahresvergleich an Leistung vergleichen zu können. Die Argumentation könnt ihr euch im Detail gerne ab 1:15h anhören. Die Diskussion umfasste auch Strava und Co., die ja eher Kilometer als Zeit orientiert sind, zumindest in den Ligen und Clubs.
Ich persönlich rechne ja ausschließlich in Trainingszeit, alleine weil die Kilometerleistung auf Mountainbike (Gelände) und Rennrad (flach) sich gar nicht miteinander vergleichen lassen, die Trainingszeit jedoch schon. Nichtsdestotrotz finde ich generell einen Überblick über die geleisteten Kilometer interessant und man kann auch daraus Rückschlüsse auf die eigene Leistung ziehen. Die Kilometer stehen aber eindeutig hinter der Trainingszeit, die ja auch die maßgebliche Einheit in meinen Trainingsplänen ist.
Auf der Rolle sammele ich ebenfalls in erster Linie Zeit, danach aber auch Kilometer. Mit jeder Pedalumdrehung lege ich eben Zeit und Strecke zurück und gerade mit der Bkool Rolle scheint das Ergebnis sehr homogen zu den Outdoor-Leistungen. Insofern habe ich auch keine Bedenken, dass ich jemanden auf Strava betrüge. Für mich ist die Kilometerleistung immer ein kleines Indiz für die Formentwicklung und ein Feedback zum Körperempfinden. Ähnlich also wie bei Christian, der die Kilometerleistung über das Jahr vergleichen will. Wobei ich beim Jahresvergleich wieder die Trainingszeit in Stunden als Maß nehme, weil die Kilometerleistung stark durch Rennrad und MTB Aktivitäten schwankt.
Zurück zu Strava und der Kilometerorientierung der App. Mein Wochenziel auf der Trainingsplattform wird in Zeit gemessen, natürlich ist ein Erreichen von X-Kilometer auch eine Option. Kann temporär auch durchaus eine gangbare Zielsetzung sein in Vorbereitung auf ein entsprechendes Event. Dennoch kann man hier für sich selbst ganz deutlich die Trainingszeit in den Vordergrund rücken. Ganz wichtiges Features wie ich finde.
Im Vergleich mit anderen hängt die geleistete Zeit dann aber hinter den Kilometern und erschwert einen direktes Messen miteinander. So kann ich in einer Woche in 16 Trainingsstunden auf dem Rad mit 250km sehr zufrieden sein, weil ich viel im Gelände unterwegs war, werde dafür dann aber im Coffee & Chainrings Club trotzdem nicht die Tabelle anführen. Hier gewinnt wer länger fährt (und dabei trotzdem weniger Trainingszeit beanspruchte). Die fehlenden Reiter für die Zeitvergleiche machen auch eine individuelle Neuordnung der Tabelle nicht möglich. Und hier stehe ich dann auf Markus Seite, der eben genau diesen Punkt bemängelt. Nicht nur bei Strava, sondern im gesamten Podcast Verlauf auch bei der Qualifikation für das Brevet „Paris-Brest-Paris“ im Jahr 2015.
Aus der philosophische Ausgangsfrage von Christian, ob man seine Kilometer beim Rollentraining einträgt oder nicht, haben sich viele weitere Fragen, Diskussionspunkte und Antworten bzw. Forderungen ergeben. Ein Grund, warum ich den Velohome Podcasts so gerne höre.

Bkool Turbo Rollentrainer

Der Winter naht und das Wetter wird weiter Trainings unfreundlicher. Wind, Regen und Temperaturen zwischen 0°-5° sorgen für alles andere als Trainingsmotivation. Und in Anbetracht der Fülle an Rollenvideos stellt das Training auf der Rolle eine Alternative zum Outdoor Training dar.
Leider fehlte mir auf meiner Tacx Satori Rolle die Motivation für wirklich lange Grundlageneinheiten, die für meine Saisonplanung notwendig sind. Aus diesem Grund habe ich – nicht zuletzt wegen der positiven Berichte von Just Racing oder Freistaat Markus – eine Rolle mit elektronischer Ansteuerung gesucht. Aufgrund der negativen Kritiken üer die Tacx Software schieden diverse Modellreihen aus und ich landete durch einen Tipp vom Teamkollegen Stefan bei Bkool.
Der Transport von Spanien nach Deutschland verlief – Dank GLS – natürlich alles andere als schnell und wirtschaftlich aber gestern erreichte ich dann endlich meine neue Rolle. Ein Unboxing im engeren Sinne erspare ich euch und verweise an dieser Stelle auf den wunderbaren Artikel von DC Rainmaker.
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Auspacken und Installieren war eine Sache von ca. 30 Minuten, ein klarer Vorteil von Bkool gegenüber seinen Mitbewerbern. Aber der Reihe nach:

  • Die Hardware:
    Die Rolle wird aufgestellt und das Hinterrad in die Haltevorrichtung geklemmt. Der Arm wird von der Rolle selbst nicht gehalten, sondern durch das Hinterrad was auf der Rolle aufliegt. Das Einklemmen wird dadurch total unkompliziert. Stromkabel anschließen und die Rolle ist einsatzbereit.
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    Eine der bisher wenigen Enttäuschungen mit der Rolle musste ich aber bereits jetzt feststellen. Die Rolle ist nicht signifikant leiser als die Tacx Satori, sobald sich der Motor der Rolle einschaltet ist der Geräuschpegel insgesamt sogar sehr viel lauter. Außerdem kippelt die Rolle beim Auf- und Absteigen seitlich extrem, umso erstaunter war ich über die wesentlich bessere Stabilität beim Fahren.
  • Die Software:
    Zwar kann man die Rolle mit Garmin (ohne Ausgabe der Wattleistung) ohne Computer benutzen, aber mit der Software BSim bekommt man vollen Zugang zu verschiedenen Topographien und Landschaften. Für die Software Nutzung ist leider ein PC notwendig, BSim ist für den MAC nicht verfügbar. Allerdings ist dies bei den anderen Rollentrainern mit Software nicht anders. Dafür ist die Software schnell installiert und eingerichtet. Man meldet sich mit seinem Bkool Account, synchronisiert einmalig seine ANT+ Module (Garmin Brustgurt und Trittfrequenz werden ohne Probleme erkannt) und die Rolle mit dem PC über den mitgelieferten ANT+ Stick und schon kann man die vorher auf der Bkool Homepage erstellte Trainingssitzung abfahren.
    Das Erstellen, Verwalten und Verwenden der Trainingssitzungen ist sehr komplex und mein Wissen darüber bisher rudimentär, weshalb ich hier selbst noch zahlreiche Fragen habe. In einem weiteren Blogartikel werde ich mein Wissen darüber später teilen. Bei den Trainingssitzungen kann man zwischen Echtzeit Videos, Google Earth Daten und einem Velodrome wählen, verschiedene Topographien (außer Velodrome) und Längen sind verfügbar sowie computergesteuerte Gegner, die mich im ersten Ga-Bock auf der Rolle in Grund und Boden gefahren sind.
    blool
    Die Puls und Trittfrequenz Daten sind im Vergleich zur Garmin Anzeige 100% genau/identisch, was anderes habe ich auch nicht erwartet. Die Geschwindigkeitsanzeige passt in der Ebene und im Uphill auch, allerdings errechnet der Computer die Abfahrtsgeschwindigkeit und weicht damit extrem um bis zu 20-30kmh von den Garmin werten ab. Das ist gewöhnungsbedürftig. Die angezeigten Wattzahlen passen ungefähr zu meinen Leistungsdiagnostik werten, weitere Vergleichswerte fehlen mir. Ich habe aber bereits viele Quellen im Internet gelesen, die die Genauigkeit der Bkool Rolle in der Leistungsmessung besonders loben – zumindest im Sitzen, denn im Wiegetritt werden die Werte durch das geringere Gewicht auf das Hinterrad verfälscht. Die Leistung wird durch das Gewicht auf das Hinterrad im Zusammenspiel mit dem eigenen Körpergewicht berechnet. DC Rainmaker erklärt dies sehr genau im oben verlinkten Artikel.
    Die Grafik ist einfach und nicht sonderlich ansprechend. Die Daten (Zeit, Kilometer, Trittfrequenz, Pulsfrequenz, Watt, Gefälle) sind gut ablesbar und das transparente Höhenprofil auf der Straße ganz nett. Die Ansicht lässt sich einfach durch die Pfeiltasten verändern, so kann das Höhenprofil, die Straße, die Werte einzeln ein bzw. ausgeblendet werden, es gibt diverse Option die Abstände zu den Computer Athleten zu sehen etc.
  • Das Fahrverhalten:
    Nach der ersten Einheit über zwei Stunden möchte ich ein erstes Feedback geben aber noch nicht wirklich festlegen. Insgesamt vergeht die gefühlte Zeit schneller als auf einer mechanischen Rolle aber nach wie vor langsamer als draußen. Die Wattanzeige ist für Datenfreaks wie mich ein schönes Gimmick. Die Geschwindigkeit kommt auf dem Display nicht so gut rüber, die Steigungen viel weniger. Oftmals merkte ich kleinere Steigungen nur dadurch, dass ich dies im Feld Gefälle bemerkt habe und weil das Treten anstrengender wurde. Die Straße wirkte trotzdem sehr eben. Erst der wirkliche Anstieg auf einen spanischen Berg war gut zu erkennen, de 700hm bei 3-4% waren gut im Grundlagenbereich fahrbar sorgten aber für das bekannte Brennen beim Klettern in den Beinen. Abfahrten sind extrem laut und undefiniert. Man sieht die Geschwindigkeit aber fühlt sie nicht wirklich.

  • Fernöstliches Rennrad

    Nachdem ich bereits im Sommer sehr gute Erfahrungen mit dem Import eines Mountainbike Carbonrahmens aus China gemacht habe und das MAO-TAINBIKE sich als echter Geheimtipp erwiesen hat, soll das Storck Scenario Race zum Jahresende in Rente gehen und durch einen modernen Carbonrahmen mit sehr sportlicher Geometrie ersetzt werden.
    Die kleine Schwester vom MAO-TAINBIKE ist bisher namenlos und eure Ideen werden gerne gehört! Gekauft habe ich den Rahmen ebenfalls über Alibaba bei Hongfu Sports. Der 890gr leichte Rahmen wiegt mit der 350gr leichten Gabel zusammen keine 1250 Gramm. Die Sattelstütze im Maß 27,2mm schlägt ohne Yokes mit 138 Gramm zu Buche. Den Steuersatz habe ich bisher noch nicht gewogen. Der Rahmen hat innenverlegte Züge, kann bei Bedarf auf Di2 umgerüstet werden und hat ein modernes BB30 Innenlager. Ich habe mir nach langer Überlegung Rahmenhöhe 53 bestellt mit einem 55cm Oberrohr und einem 14,5cm kurzem Steuerrohr, was mir optisch mehr zusagt. Ob ich den Rahmen bis Weinachten oder doch erst im nächsten Jahr aufgebaut bekomme, dass kann ich jetzt noch nicht sagen.
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