Zuletzt aktualisiert am 19. November 2021.

Aus verschiedensten Gründen viel mir der Trainingsalltag zum Jahresstart schwer. Wenig Motivation durch hohe Stressbelastung und eine mangelnde Perspektive durch fehlende Straßenwettkämpfe waren unter anderem der Auslöser.

Auf der Suche nach Anreizen stieß mich eine Freundin auf eine virtuelle Challange die es sich zum Ziel setzte innerhalb des ersten Quartals 500km zu schaffen. Ein realistisches Ziel fast schon zu leicht aber für meinen damaligen Gemütszustand genau das richtige. Ich entschied mich mit zu machen und erkannte schnell das die nächste Stufe der Challange nämlich 100km im ersten Quartal ein interessanteres Ziel sein könnte. So fing ich unbewusst an jede mögliche Trainingszeit zu nutzen um meinen Wochenumfang nach oben zu schrauben. Dies gelang mir sehr gut, so dass ich am Ende die 1000km um knappe 40km verpasste.

Ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung merkte aber schnell dass während der ganzen Zeit die Richtung und der Trainingsinhalt verloren gegangen war. Wohin wollte ich und für welches Ziel in der Zukunft sollte mein Training gedacht sein? Fragen auf die ich lange keine Antwort fand. Ein Zufall nahm mir die Entscheidung ab. In einem meiner Longruns probierte ich einen neuen Laufpodcast aus und erfuhr dort vom Laufbericht eines Läufers der aus einer Verletzung raus etwas aussergewöhnliches ausprobiert hatte. Er war das Everesting gelaufen.

Das Everesting war mir natürlich aufgrund meiner Begleitung im Team Daniel aus dem Radsport ein Begriff doch war mir bis dahin nicht klar das es auch für den Laufssport zugelassen war. Ich war sofort begeistert. Es fühlte sich an als ob plötzlich alle Antworten auf die vielen Fragen die mein Training in den letzten Wochen begleitet hatten auf dem Tisch lagen.

Basecamp

Wie oft hatte ich mich in den vergangenen Wochen gefragt ob ein Straßenrennen das richtige wäre. Warum es mich nicht mehr motivierte schneller zu werden? Wie eine Neuausrichtung meines Trainings aussehen konnte? Wie ich eine größere Zufriedenheit im Training erreichen konnte? Was der neue Reiz meines zukünftigen Trainings sein könnte?

Schnellstmöglich suchte ich den ausführlichen Bericht von Christian Bruneß über sein Everesting im Siebengebirge. Wenn es bis dahin noch Zweifel gegeben hatte waren diese damit hinfällig. Eine zusätzliche Motivation ergab sich als ich herausfand das bis dato noch keine deutsche Frau das Vorhaben realisiert hat. Ich wusste was ich will. Ich will das schaffen.

Was dann folgte ist eigentlich typisch für mich. Noch am selben Tag überlegte ich was und wen ich für die Realisierung brauchte. Innerhalb von 3 Tagen hatte ich meine Physiotherapeutin im Boot, das Training umgestellt und meine Trainingsbegleitung beauftragt mit mir gemeinsam eine passende Strecke auszusuchen. Gemeinsam mit Daniel steckte ich einen passenden zeitlichen Rahmen ab um mein Vorhaben in die gemeinsame Saisonplanung zu integrieren. Somit freue ich mich im Herbst mit ihm und weiteren Unterstützern an der Strecke mein Vorhaben Basecamp Everesting zu realisieren.

Bis dahin werde ich euch natürlich an meiner Vorbereitung teilhaben lassen.

In diesem Sinne B.active Trainingsernst = Wettkampfspaß  Erfolg ist kein Glück