Die Zielplanung für Daniels Saison 2022 hat begonnen und es wird schnell klar, alles ist anders als sonst. Nach einem sportlich durchwachsenen Jahr ohne Wettkampf und mit vielen Rückschlägen ist eine Zielsetzung für 2022 nicht einfacher geworden. Zudem die mangelnde Planungssicherheit das Thema nach wie vor nicht leichter macht. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen.

Es hat ein wenig gedauert Daniel davon zu überzeugen, dass die Planung zum jetzigen Zeitpunkt wichtig und ein erster Schritt ist. Wichtig, um wieder mehr Motivation in jedes einzelne Training zu stecken. Wichtig, um den Glauben an das Sportler-Ich zurückzugewinnen. So schnell gebe ich bekanntlich nicht auf und nachdem ich Daniel also von der Notwendigkeit einer Zielsetzung überzeugt habe, kommen wir der Planung näher.

Die Entscheidung

Bleibt die Frage nationales oder internationales Rennen als Höhepunkt 2022? Diese Entscheidung fällt Daniel bis Jahresende. Es gibt verschiedene Optionen. Die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft findet in diesem Jahr wieder in Finale Ligure statt. Finale Ligure zählt weltweit zu den beliebtesten und attraktivsten Rennstrecken im 24h Mountainbike Bereich. Dazu verbindet Daniel mit dieser Strecke seinen größten Erfolg und viele positive Emotionen. Außerdem kann das Vertrauen helfen, dass dort alles möglich ist, um mit Mentaler Stärke neue Ziele zu erreichen.

Weitere Optionen stellt aber auch die wembo 24h Europameisterschaft in Jilhava, Tschechien dar. Daniel lernte Petr Petrilak bei der wembo 24h Europameisterschaft in Penafiel kennen und Petr schwärmt von seinem Heimrennen. Die zeitliche Nähe zu Finale Ligure bedeutet, dass eines der beiden Rennen eher nicht in Frage kommt.

Darüberhinaus finden auch in Deutschland eine Menge attraktive Rennen statt, wie zum Beispiel die Night on Bike, Rad am Ring, 24h München, Aktivsee – 24H Mountainbike-Rennen am Alfsee, sowie weitere intressante Wettkämpfe.

Nach einem Jahr Rennpause fällt die Entscheidung nicht leichter aber ich bin mir sicher, dass Daniel bis zum Ende des Jahres die richtige Entscheidung trifft.

Die Entfernung ist egal. Was zählt ist der erste Schritt.

Zieldefinition

Womit wir beim nächsten Schritt wären, der Zieldefinition. Nur wenn ein klares Ziel bestimmt wird kann im nachhinein ein Erfolg gemessen werden. Noch viel wichtiger, je genauer das Ziel benannt ist, desto weniger Spielraum für den Kopf. Man erinnere sich an Daniels Rennbericht nach der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure.

Damals bekam er kurz nach der Rennhälfte von seinem Team die Nachricht, dass das Podium für ihn eine realistische Option wird. Da dieses Ziel für Daniel in der Vorbereitung nie eine Rolle gespielt hatte, brachte ihn dies damals völlig aus dem Konzept. Der Kopf suchte sofort nach einem Ausweg. Die drohende Belastung durch Erfolgsdruck wurde sofort umgangen. Daniel korrigierte seinem Team gegenüber damals seine Erwartungshaltung. Er äußerte schon mit Platz 5 zufrieden zu sein. Das Ziel bloß klein halten und nicht festlegen.

Das Ende kennen wir. Daniel lieferte trotz allem eine Mega Leistung und fuhr aufs Podium. Im Nachhinein, sagt er selbst, ihm fehlte es an Selbstvertrauen. Selbstvertrauen das es ihm erlaubte das Podium als realistische Chance für sich anzuerkennen. Anzugreifen und alles zu geben.

Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Mit einer passgenauen Planung und festgelegten Zielen sowie gestärktem Selbstvertrauen will Daniel sein Ziel 2022 angehen. Immer vor Augen: Ich hab es in der Hand.

Der Projektname

Um die emotionale Bindung an das Ziel zu erhöhen und einen omnipräsenten Stellenwert im täglichen Training zu erzeugen wird im nächsten Schritt (also nach der Zielbennennung) die Suche nach dem Projektnamen beginnen. Ich bin gespannt was Daniel sich überlegt.

Hättet ihr eine Idee für einen passenden Namen?