Herzlich Willkommen im ersten Kapitel von Daniels Trainingstagebuch 2022. Es ist Daniels Aufbruch in ein neues Trainingskapitel gemeinsam mit seinem neuen Coach Wattwerk zu neuen Zielen und Projekten. Zurück in die Trainingsroutine, zurück zum Bewusstsein für das Warum und vor allem zurück zu Spaß und Freude am Training.

Bei aller Euphorie, Motivation und Entschlossenheit brauche ich mindestens genauso viel Geduld, Ruhe und Vertrauen. Im Ausdauersport ist der sichtbare Erfolg die Spitze des Eisbergs, darunter steckt aber eine Menge Zeit, Arbeit, Disziplin, Willenskraft, Fokus, Motivation und der Kompromiss aus Sport, Beruf und Familie.

In den ersten Wochen ist ebenso Geduld und Ruhe notwendig, um das Vertrauen zum neuen Coach aufzubauen. Ich bin von unserem Konzept überzeugt und weiß, dass Wattwerk ein ganz wichtiger Bestandteil meines künftigen Erfolgs sein wird. Nichtsdestotrotz ist der Anfang in der Trainer-Athlet Beziehung auch holprig. Insbesondere mein Schichtdienst und das Leben als Patchwork Familie erfordert auch beim Trainer umdenken und eine behutsame Dosierung der Belastung. Andererseits will der Athlet, also ich, sowieso immer mehr.

Die erste Woche mit Wattwerk verlief erfolgreich. Der Plan war gut und die Leistung sogar etwas besser. Was wiederum den ersten kleinen Protest des Coaches mit sich brachte. Dazu gleich mehr.

Daniels Training KW (Kalenderwoche) 1

7 Trainingseinheiten, Dauer: 11:30h, 6 Radeinheiten, 392km, 1700hm, 550TSS, 1 Krafttraining.

Gestartet sind wir nach einem Nachtbereitschaftsdienst mit einer Einheit zur aktiven Regeneration. Eine easy Stunde auf dem Mountainbike Rollentrainer. Anspruchsvoller war das Training dann bereits am Dienstag und Mittwoch. Die Spiked G2 Einheit am Dienstag war einerseits klassisch zur gewohnten Zeit ein Intervalltraining aber andererseits auch durch das kurzzeitige Wechseln in Zone 4 auch ein Wechsel von hard zu harder. Entsprechend anstrengend waren die zwei Stunden auf dem Mountainbike Rollentrainer auch.

Für den Rest der Woche stand klassische Arbeit an der Grundlage auf dem Plan, allerdings durch Trittfrequenzvariationen viel abwechslungsreicher als gewohnt. Allerdings bin ich dann insbesondere im Warm Up im hohen G1 (Z2) Tempo gefahren, was zum ersten Coach Protest führte. Der Jung ist übermotiviert! ;D

Am Sonntag durfte ich dann auch mit 3:30h lange in die Pedale treten und dabei eine Stunde auch Tempo fahren. Das habe ich dann für das Saris NoPinz’s Sunday Send auf Zwift genutzt. Acht Runden auf der New York Karte mit der Astoria Line 8, also knapp über 90km mit 1000hm. In der Kategorie C konnte ich das Event gewinnen, obwohl ich mit 2,7 Watt/kg über die volle Distanz meine Grundlagen Vorgaben gut eingehalten habe. Mit dem Tour de Zwift Warm Up Ride direkt im Anschluss habe ich dann auch die 3:20h Training absolviert und insgesamt 107km abgespult.

Im Kraftraum habe ich mit nur einer Einheit den Einstieg in das Gewichttraining absolviert. Hypertrophie ist hier das Ziel mit 12 Wiederholungen bei möglichst hoher Anstrengung. Mein Ziel sind möglichst schnell wieder 100kg in diesem Bereich zu bewegen.