Das Neue Jahr hat begonnen und die erste Trainingswoche ist absolviert. Zeit für einen kurzen Rückblick bevor ich euch daran teilhaben lassen wie mein Start geglückt ist. 

Als leidenschaftliche Läuferin war 2021 ein schweres Jahr für mich. Ich hatte große Ziele  ,unter anderem das Everesting laufen, und war im ersten Quartal auch auf dem besten Weg dorthin. Unser Aufenthalt auf Mallorca im April war mein stärkster Monat und ich war top motiviert. Was dann kam habe ich in meinem Beitrag zu Depression im Sport bereits beschrieben. Es begann mit einer Verletzung und Schmerzen in der Hüfte und endete darin das ich in ein tiefes Loch viel und das Laufen für längere Zeit sogar ganz pausieren musste. Aber ich versuchte auch neue Sachen in diesen Monaten und begann das Radfahren auszubauen. Was mir viel Spaß brachte. 

Meine Ziele im Laufen musste ich zwangsläufig alle verschieben.  Da es mir im letzten Quartal wieder besser ging begann ich ab da den Anschluss wieder zu finden. Auch wenn es viele düstere Momente für mich in 2021 gab kann ich sagen, dass ich daraus auch sehr viele positive Dinge gezogen habe. Ich habe viel über mich gelernt noch einmal meine Einstellung zum Sport für mich korrigiert. Auch meine Mentale Stärke konnte ich ausbauen. Vor allem aber hatte ich genug Zeit mich auf den Einstieg in ein neues Jahr und damit verbundenen neue Ziele vorzubereiten. 



Was will ich also erreichen in 2022? 

Soviel sei schonmal verraten : ich möchte mich wieder auf meine Leidenschaft das Laufen konzentrieren, der Ausbau der Laufkilometer wird also in den nächsten Wochen im Vordergrund stehen. Aber auch meine ersten Wettkampferfahrungen im Mtb Bereich möchte ich machen. So wird auch das Mountainbike immer wieder im Plan stehen. 

Nun aber zu meiner ersten sehr gelungenen Trainingswoche: Mein Ziel die Laufeinheiten zu steigern habe ich erfolgreich absolvieren können und mit 38 Wochenkilometer eine gute Basis geschaffen. Das beste daran: ganz ohne Schmerzen und mit viel Spaß. Unmittelbar nach dem Jahreswechsel habe ich mich sogar schon wieder an 5 x 400 Meter Intervalle getraut und war begeistert von den erzielten Werten. Die letzte Vergleichbare Einheit habe ich im März vergangenen Jahres gemacht und so konnte sich die Zeit von 3:35 min/km wirklich sehen lassen da sie fast identisch geblieben ist.

Ein weiterer Beweis dafür, das dass gesteigerte Radtraining neben einer Menge Spaß auch zur Erhaltung meines Leistungsstandes beigetragen hat. Die Leichtigkeit kehr zurück und damit auch mein Selbstvertrauen. Das wiederum gibt mir die nötige Motivation jeden Tag das beste aus mir rauszuholen. Mein Motto lautet weiterhin:

Trainingsernst = Wettkampfspaß

Das Mountainbike bleibt!

Wie bereits erwähnt bleibt aber auch das Mountainbike fest im Trainingsplan verankert und verbucht in dieser Woche 156 Trainingskilometer. Trotz kalter Temperaturen bin ich weiter ein Verfechter von Outdoortraining und habe wenig Probleme der Kälte zu trotzen. Im Gegenteil die dadurch entstehenden besonderen Landschaftsbilder entschädigen in meinen Augen für alles. Ein Nachteil in diesen Tagen ist jedoch eindeutig die schnelle Dunkelheit. Diese , sowie Familie und Job führen dazu das ab und zu dann doch drinnen trainiert wird. So kam ich dann zum Ende der Woche zu meiner bisher längsten Zwifteinheit mit 2 Stunden. Um mir eine gebührende Eröffnung hierfür zu geben und für ein bisschen Abwechslung zu sorgen begann ich die Einheit mit dem Tour de Swift Warm up Ride. Dieser führte tatsächlich dazu , das die ersten 20 Minuten sehr schnell vergingen doch nach 1 Stunde musste ich mich dann wirklich durchbeißen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich festzustellen das der Kopf wesentlich schneller abbaut als der Körper. Während es körperlich keinerlei Problem darstellt wieder längere Einheiten zu bestreiten wehrt der Kopf sich immer noch mit aller Kraft egal ob Indoor oder Outdoor. Ein Zeichen das Mentaltraining in den nächsten Wochen wieder mehr in den Vordergrund rücken muss.

Ich brauche einen Trainer!

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Wiedereinstieg und top motiviert dran zu bleiben. Doch obwohl ich mit meiner eigenen Planung zufrieden bin muss ich feststellen, dass mir etwas fehlt. Ja ich bin in der Lage mir einen eigenen Plan zu schreiben mich zu motivieren und dran zu bleiben. Was mir aber definitiv fehlt ist der nötige Blick von Außen. Immer wieder stelle ich fest das mein eigener Anspruch zu hoch ist und ich geneigt bin zu schnell zu Viel von mir zu verlangen. Aus unter anderem diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Trainer gemacht. Einige Anfragen laufen und in der kommenden Woche finden die ersten Gespräche statt. Ich bin sehr optimistisch das ich zeitnah fündig werde und halte euch natürlich auf dem laufenden.