Eigentlich habe ich es im Januar schon kommen sehen, als ich selbst an meine Geduld appelliert habe und von einem Kompromiss aus Sport, Arbeit und Familie geschrieben habe. Es kam anders aber wir laufen nicht davon. Ich bin „back in the game“. Ein Rückblick vor dem Ausblick.

Mit höchster Motivation in das Jahr 2022 gestartet, holte uns im Februar kurz vor dem ersten Familienurlaub Corona ein. Die angerodnete Quarantäne zeigte mir, wie wenig bedeutsam unsere Freiheitsgefühl im Alltag ist. Darüberhinaus lockte mich das Virus aus, insbesondere nach der Genesung. Ein Motivationsloch. Dazu berufliche Entscheidungsprozesse, die meine Energie und Fokus benötigt haben sowie auch den Sport in den Hintergrund rückten. Nach 9 Jahren Jugendhilfe werde ich im April in die Eingliederungshilfe wechseln und im Geschützen Bereich als Teamleiter einer Gruppe meine pädagogischen Fähigkeiten einsetzen und in einem absolut herausfordernden Bereich neue Eindrücke sammeln. Weniger Schichtdienst, noch weniger (nämlich keine) Nachtbereitschaften und vor allem ein neues Aufgabenprofil. Als Koordinator einer Gruppe in der Jugendhilfe weiß ich, was mich erwartet und freue mich darauf.

Neben Corona und Beruf gab es aber auch familiär einige Probleme. Das ein psychologisches Problem eine Belastung für eine Beziehung darstellt, muss ich niemanden erklären. Das die sportliche Entwicklung dann stagniert oder sogar zum erliegen kommt, ist blöd aber nicht zu verhindern. Lange war die Frustration bei mir aber sehr hoch, mit anzusehen wie meine Form ins bodenlose fällt war nicht schön. Und da stehe ich jetzt: Bei Null. Und lasse dich teilhaben auf meinem Weg zurück zu meinen Zielen. Es werden kleinere Brötchen gebacken (ich wiege eh zu viel) aber diese dafür nicht weniger emotional. Ich bin back in the game.

Erkenntnis des Tages

Nach dem. das Training gestern von positiven wie negativen Gefühlen begleitet war, konnte ich heute zum ersten Mal seit fast einem Monat wieder neutral-positiv trainieren. Zwar ist die Leistung weit unter meinem Standard und der Puls nach wie vor deutlich zu hoch aber das dritte Training in Folge ist in dieser Woche im Sack. Von Düren ging es über dem Highspeed Way nach Heppenheim, um dann an der Tagebau Kante und Sophienhöhe zurück nach Linnich zu fahren. 50 MTB-Kilometer in 1:50h. Ich bin noch nie so lange am Stück gerade aus gefahren wie heute!

Frage des Tages

Wann fahre ich die ersten 100km 2022?