Zuletzt aktualisiert am 5. Januar 2022.

Hi, ich bin Natascha. Sport war nicht immer meine Leidenschaft. Als Kind noch eher zum Kinderturnen geschleift habe ich während meiner Jugend Bewegung eher gemieden. Erst mit 19 bin ich dann zum Krafttraining gekommen und habe langsam Spaß daran gefunden. Ausdauertraining war dagegen nie meins so dass ich einige Jahre nur klassisch an Geräten im Fitnessstudio trainiert habe.



Nach drei Schwangerschaften wurde für mich dann aber klassisch das Ausdauertraining zum Muss, weil die Kilos nicht mehr weichen wollten. Mit damals 79 Kilo bei 1,71m fühlte ich mich bei weitem nicht mehr wohl und musste einsehen das mit Krafttraining allein kein Erfolg zu erzielen ist. So fing ich 2015 an mir eine Hausrunde von ca 6 km zu suchen und begann zu laufen.

An Ehrgeiz hatte es mir noch nie gemangelt und so begann ich schnell mich selbst anzutreiben diese Runde immer schneller zu laufen. Die schnellen Erfolge spornten mich an und so kam als nächstes eine Verlängerung der Laufstrecke. Nach und nach steigerte ich mich weiter und so kam ich auf die Idee den ersten Halbmarathon zu versuchen. Meine Premiere gab ich im Jahr 2016 in Bonn. Es war mein erster Laufwettkampf. Ich weiß noch heute wie aufgeregt und unsicher ich war.

Bei der Startnummernausgabe lief ich über die Messe und sah die verschiedenen Stände der umliegenden Marathonveranstaltungen. Das Training war bis dato super gelaufen und in meiner Euphorie kam ich auf die verrückte Idee mich für den Köln Marathon im Oktober anzumelden. In diesem Moment kam mir keine Sekunde in den Sinn das meine weiteste Trainingsstrecke bis dahin gerade einmal 20 km gewesen war und ich gerade im Begriff war dann das Doppelte laufen zu wollen. Auch das ich keine Ahnung hatte wie eine Marathonvorbereitung genau aussah oder wie ich das zeitlich unterbringen sollte, beachtete ich nicht.

In diesem Moment zählte nur: ich wollte das, also machte ich das. Meinen ersten Halbmarathon finishte ich dann auch relativ problemlos. Ok die Zeit war ausbaufähig aber mein Ziel war ja auch ankommen. Eins wusste ich genau, als ich ins Ziel lief: Ich hatte Blut geleckt und es würde sicher nicht mein letzter Laufwettkampf gewesen sein. Für letzteres hatte ich ja schließlich schon vor dem Startschuss gesorgt. 

In den nächsten Wochen kam mit der Ernüchterung dann aber auch schnell der Entschluss sich einen Trainer zu suchen und sich dem Thema etwas professioneller zu stellen. Ich wurde schnell fündig und begann eine Zusammenarbeit mit Jürgen Nettekoven.

In dieser Zeit bekam ich viele Einblicke in die Trainingsplanung und Gestaltung. Ich lernte die Vielfalt von Trainingseinheiten kennen und bekam schnell ein Verständnis dafür was wie zusammenhing. Das Interesse wurde so groß das ich beschloss mich selbst in diesem Bereich weiterzubilden und so begann ich im Dezember 2019 eine Ausbildung zur Fitnesstrainer B Lizenz sowie zur Personaltrainerin. Nach erfolgreichem Abschluss entschied ich mich meine Leidenschaft zu teilen und gründete B.active Personaltraining. 

Trotz eigener Trainingskenntnisse und Coachingerfahrung musste ich einsehen, dass mein eigenes Training bei einem Trainer in guten Händen war da meine Erfahrung in der eigenen Trainingsgestaltung ein Hang zu zu schnell zu viel wollen zeigte. So vertraute ich weiter auf Jürgens Erfahrung und erzielte mit ihm gemeinsam neue Bestzeiten in den Distanzen 10km, Halbmarathon und Marathon. Meine Höhepunkte konnte ich hier im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz im Mitteldeutschen Marathon und dem Sieg im Aachener Firmenlauf in der Distanz 4,8 km erzielen.

Ein weiterer Anreiz stellt für mich die Marathonmajorserie dar. Hier konnte ich bereits den Berlinmarathon, London und New York finishen. Mit meiner Zeitqualifikation aus 2019 ergatterte ich einen heißbegehrten Startplatz für Chicago 2020 und war so unglaublich stolz. Leider machte mir wie so vielen anderen von euch die Pandemie einen Strich durch die Rechnung, so dass ein erneuter Angriff auf die Zeitqualifikation in 2022 geplant ist. Wenn das geschafft ist wären die noch fehlenden Stationen Bosten und Tokio. An Zielen mangelt es also nicht.

Abseits vom Nachjagen nach Bestzeiten durfte ich durch meinen Trainer Jürgen aber auch eine andere Welt des Laufens kennen lernen. In diversen Touren durch das Ahrtal oder Nideggen standen Höhenmeter und Landschaft im Vordergrund und Zeiten bekamen eine untergeordnete Rolle. Die Distanzen dagegen wurden immer länger und bewegten sich dauerhaft im Ultrabereich.

Meine längste Distanz bisher waren 76km mit 2200hm. Meine Erfahrungen im Ultralaufen brachten mich noch mehr als das Marathontraining an meine mentalen Grenzen. Ein Bereich der für mich schon länger für Faszination sorgte. Auch diesem Interesse ging ich nach und entschied mich für eine Ausbildung zur Mentaltrainerin an der deutschen Akademie für Mental Trainer. Auch dieses Wissen teile ich heute im Coaching mit meinen Athleten bei B.active. 


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