Gulbergen24-uurs pausiert 2018

Eines meiner persönlichen Lieblings 24h Rennen pausiert in diesem Jahr, weil die Strecke über den Eindhoven Kanal nicht wie gewohnt, aufgrund von Bauarbeiten, realisiert werden kann. 2019 wird das Event wie gewohnt stattfinden.
Gulbergen24-uurs war mein erstes 24h Mountainbike Rennen am Ende der Saison 2015. Ein Jahr später waren die Ziele in Gulbergen größer, nachdem ich im Sommer beim 24h Race München das fast sichere Podium erst kurz vor Schluss abgeben musste. Dort hatte ich auch die größte Niederlage beim 24h Rennen erlebt, als ich mitten in der Nacht frustriert das Rennen und die Saison 2016 aufgab.

Meine dritte Teilnahme im vergangenen Herbst krönte eine fantastische 24h Saison, als ich trotz größter mentaler und physischer Strapazen das Rennen durchhielt und als 6. erfolgreich beendete.

Gulbergen24-uurs 2018 mit einer Pause

Gulbergen24-uurs findet in diesem Jahr nicht statt. In den vergangenen Jahren wurde extra für das Event eine Brücke über den Eindhoven Kanal gebaut, um die beiden zentralen Bestandteile des Parcours miteinander zu verbinden.
Diese Brücke wird 2018 stationär gebaut und ist künftig immer zugänglich. Leider fallen die Bauarbeiten mitten in den September, so dass ein Großteil der normalen Gulbergen24-uurs Strecke nicht erreicht werden kann.

Gulbergen24-uurs altijd hervorragend

Schweren Herzens wird die Veranstaltung für 2018 abgesagt. 2019 wird Gulbergen24-uurs wieder stattfinden und höchstwahrscheinlich in meinem Rennkalender fest verankert sein.

Daniel wird 6. bei Gulbergen24-uurs

Nach der Weltmeisterschaft in Finale Ligure, der Night on Bike (2er Team) konnte Daniel auch beim dritten 24 Stunden Rennen der Saison überzeugen und nach der schwersten Nacht des Jahres den 6. Platz nach Hause bringen. Mehr war einfach nicht mehr drin.
Wie im Vorfeld vermutet ist Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht der Saison gewesen. Doch bereits vor Einbruch der Dunkelheit war das schnelle Rennen keine Kaffeefahrt.
Der auf 10km Rundkurs mit Het Dak van Brabant (60m), den Singletrails im Wolfsven, die schnelle S-Bocht um den See am Camping Platz wurde um ein 3km Stück im Tierpark und über den Golfplatz von Gulbergen verlängert.
Mit 35 Teilnehmern in der Soloklasse war das Rennen extrem gut besetzt, in drei weiteren Teamkategorien traten weitere 35 Teams gegeneinander an. Vorjahressieger Sven Henze gab gemeinsam mit Bram Sins das Tempo vor, am Ende entschieden Sekunden über seine Titelverteidigung.

Im Flow über den Kurs von Gulbergen24-uurs

Für Daniel begann das Rennen verhältnismäßig schwierig. Es dauerte ein paar Runden bis er im Modus war, so dass er sich anfangs als 11. außerhalb der Top 10 wiederfand. Das Tempo in den ersten Runden war auch aufgrund des 6h Rennens hoch, eine Unterscheidung der Teilnehmer schwierig.

Mit kontinuierlichen Rundenzeiten über sechs Stunden (29:08min bis 29:42min) arbeitete er sich immer weiter nach vorne. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war das Podium auf einmal wieder in Sichtweite, als 5. hatte Daniel nur eine Runde Rückstand auf den dritten Martijn Verhaeg. In dieser Phase war Daniel sichtlich im Flow und genoss den abwechslungsreichen Kurs in Holland.

Eine Nacht voller Unvernunft

Doch in der Nacht zeigte sich die fehlende mentale Stärke der vergangenen Wochen und Daniel konnte seine Leistung nicht halten, es mangelte an Fokus, Konstanz und der letzten Leistungsbereitschaft. Der Coffeechains Gang war es zu verdanken, dass Daniel das Rennen nicht vorzeitig beendete.

Behutsam schafften sie den schweren Spagat zwischen Motivation, Druck und Unterstützung. Kein leichtes Unterfangen in einer fast 12 Stunden andauernden Nacht, in der Daniel nicht nur mit Leistungsverlust sondern auch gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
Den Befindlichkeiten zum Trotz biss Daniel sich für sein Team durch. Nicht nur dass, er verteidigte den sechsten Platz über die Nacht. Im Morgengrauen konnte er den letzten Versuch von Fred van Poppel den Rückstand zu egalisieren kontern und kurzzeitig, wo es notwendig war, fast 10 Minuten schneller fahren.

Für diese eine Nacht

Die letzten Stunden verliefen entsprechend ruhiger. Die vorgenommene Schlussoffensive blieb aus, weil der persönliche Kilometerrekord (420km) außer Reichweite lag und der sechste Platz in trockenen Tüchern war. Nach vorne ging bei diesem Rennen nichts mehr.
Nach 24:08h, 38 Runden (380km) und 3800hm war das schwerste Rennen vorbei und läutet die verdiente Off-Season ein.
Einen ausführlichen Rennbericht, in dem Daniel mehr auf seine Befindlichkeiten eingeht, folgt zum Wochenende. Bis dahin feiert die Crew mit Daniel ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Gemeinsam haben wir das bestmögliche Ergebnis in diesem Rennen erzielt.

Gulbergen24-uurs 2017 Liveticker

„Komm schon für diese eine Nacht“ lautet das Motto unserer Crew bei Gulbergen24-uurs, dem letzten 24 Stunden Rennen des Jahres. Wir berichten ab sofort live aus Geldrop. Startschuss von Gulbergen24-uurs ist um 13 Uhr.
Während Daniel und Ansgar bereit gegen 9 Uhr in Geldrop anreisen und das Fahrerlager aufbauen, wird der Rest der Gang gegen 11 Uhr erwartet. Mit Team Manager Ansgar, Jan und Maren sowie den Ernährungsstrategen Chrissie und Johannes wird die Coffeechains Crew beim letzten Rennen des Jahres Daniel in kompletter Stärke unterstützen.
Und das wird notwendig sein, denn nach einer langen Saison erwartet Daniel die schwerste Nacht des Jahres. Verfolgt unseren Liveticker, unsere kurzen Updates auf Twitter und Facebook. Maren wird im Blog bei Zeiten auch ausführlicher berichten.
Kommt schon für diese eine Nacht. Alle gemeinsam. Alle für Daniel, Daniel für alle.

#GB24 Liveticker

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Gulbergen24-uurs 2017 Preview

Der Schlachtruf „Komm schon für diese eine Nacht“ ist für kaum ein anderes Rennen passender als für Gulbergen24-uurs, der schwersten Nacht für unsere Gang. Die längste Nacht des Jahres beginnt früh und endet spät, für Daniel bedeutet das am Wochenende dem Melatonin zum Trotz!
Eine lange Saison neigt sich dem Ende entgegen, doch bevor wir uns langsam Richtung Off-Season bewegen wartet mit Gulbergen24-uurs noch ein absolutes Highlight auf die Coffeechains Gang. Bei Gulbergen24-uurs tritt die erprobte Ultracycling Crew zum zweiten Saisonhöhepunkt an.
500 Stunden Training, zwei 24 Stunden Rennen und diverse Marathon Rennen stecken mir bereits in den Knochen und in den vergangenen Wochen war es wirklich schwer den Fokus auf das Event zu lenken und motiviert weiter zu machen. Bis auf einen Ausrutscher beim P-Weg vor zwei Wochen ist das Unterfangen geglückt und ich werde am Samstag gut vorbereitet und mental fit am Start stehen.
Und trotzdem wird Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht des Jahres. Mit dem Anspruch des harten Kurses bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft ist das Rennen am Wochenende nicht vergleichbar, dafür hatte ich im Juni aber auch keine 12.000km, 175 Stunden weniger Training und noch keine zwei 24 Stunden Rennen in den Beinen.
Mit knapp acht Stunden war die Nacht in Finale Ligure sehr kurz, durch den frühen Rennstart war das Rennen danach schnell zu Ende. In Gulbergen werde ich am Samstag drei Stunden später ins Rennen starten, es wird bestimmt drei Stunden früher dunkel und zwei Stunden später hell. Dazu werde ich nicht einmal zum Start in meinem Bioracer Mesh Trikot starten, dass ich in Finale Ligure 24 Stunden durchgefahren bin.

Die frischeren Temperaturen, die extreme Kälte mit hoher Luftfeuchtigkeit in der Nacht und die lange Dunkelheit werden verdammt an meiner Motivation nagen. Ich will das! Es wird eine extreme Herausforderung, der ich mich zu stellen bereit bin. Nach meinem 11. Platz zum Solo Debüt 2015 und der schrecklichen Aufgabe 2016 habe ich bei meiner dritten Teilnahme beim wunderschönen Rennen in Geldrop eine Rechnung offen.
Nach der langen Saison wären Platzierungsziele nur unnötiger Druck, durchfahren und ankommen lautet meine Devise. Und dann mal schauen, ob ich meine tolle Form von der Weltmeisterschaft noch einmal abrufen kann. Gerne würde ich meine Kilometerleistung aus München schlagen. Aber so viele Abers stehen im Wege, die es auf den langen 24 Stunden auszuräumen gibt. Ich bin bereit.

Kein perfektes Rennen bei Gulbergen24-uurs

Wie ihr bereits gestern in unserem Liveblog mitverfolgen konntet, war es mir nicht vergönnt das 24-Stunden Rennen erfolgreich zu beenden.
Ohne zu sehr in die Analyse des Rennens zu gehen, die an anderer Stelle erfolgen wird, war das Rennen trotz der Aufgabe nicht schlecht. Trotzdem fehlte mir in den 16 Stunden der Flow und meine mentale Stärke, mein Wille verfing sich im Tal der Depression in der längsten Nacht des Jahres in der negativ Spirale.

16 Stunden auf der Suche des Flows

Obwohl ich sehr bis zur ersten Pause sehr konstant, konstant gut und schnell gefahren bin, gab mir meine Platzierung keinen Schub. Ich war einfach leer und die Kälte, meine immer langsam werdenden Zeiten (die letztendlich gar nicht langsamer waren, als die meiner Verfolger) zogen mir den Zahn. Und ich hatte dem nichts entgegenzusetzen, ich musste mit anschauen wie in mir der Wille das Rennen zu beenden brach. Selbst auf Position 7 mit reichlich Abstand zu Platz 8.
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Eine Aufgabe als Erfahrung

Leergeld war das Rennen trotzdem nicht, ich kann aus dem Geschehen viel lernen. Auch deswegen möchte ich das Rennen erst zum Ende der Woche analysieren.
Am Ende bin ich mit Platz 16 von 32 Startern mit zwei Dritteln der zu fahrenden Zeit ganz gut aufgestellt. Eine Platzierung um 7-9 wäre machbar gewesen. Aber nicht als willenloser Zombie.

Ich wollt mal Danke sagen

Dank gilt natürlich erst einmal meinem Team. Danke Sandra, Michael und Ansgar. Ich seid klasse und ich möchte euch nicht missen. Es hat nicht sollen sein aber mit euch an meiner Seite hat es trotzdem Spaß gemacht.
Danke aber auch an die vielen positiven Nachichten aus dem Netz. Danke insbesondere an Raphaela für ihren netten Strava Kommentar. Sowas ist Gold wert.

Gedanken vor dem Start Gulbergen-24uurs

Tief durchatmen. Noch einmal Luft holen. Der Start in die längste Nacht des Jahres erfolgt in Kürze. In 5 Minuten heißt es eins werden mit dem Material, der Rennstrecke und den allgemeinen Gegebenheiten.
Für die nächsten 6-7 Stunden heißt es Rhythmus finden und halten. Nicht überpacen aber auch nicht zu wenig Druck aufbauen. Ausreichend trinken und essen. Fokussiert sein. Bis zum Abend werde ich mich ins Rennen finden.

Die längste Nacht des Jahres

Mit Anbruch der Dämmerung geht es in die längste Nacht des Jahres. Hossa! Fluch und Segen, eine einmalige Erfahrung und zugleich die schwerste Phase des Rennens. Insbesondere ab 2-3 Uhr, wenn die Temperaturen nochmal absinken.
Und dann kommt der Moment, der neue Energie bringt. Der Sonnenaufgang über dem Dak van Brabant ist besonders. So herrlich, so schön.
Mit dieser Energie geht es dann ins Finale. Klingt einfach? Ist es nicht 🙂 aber ich will die Herausforderung.

Zum Liveblog

Ansgar übernimmt in Kürze den Liveblog und berichtet dann ab 15:00 Live von der Strecke.

One day to Gulbergen24-uurs

Jetzt ist es endlich soweit! Morgen startet zum 6. Mal Gulbergen24-uurs und ich bin zum zweiten Mal dabei! In der längsten Nacht des Jahres möchte ich natürlich an meine 24h Race München Vorstellung anknüpfen.
Und trotzdem weiß ich, dass dies nicht planbar ist. Zuviels Unwegbarkeiten können ein 24h Rennen beeinflussen und gerade als Solofahrer kommen so viele Faktoren zusammen.
Ich bin prima vorbereitet und habe das beste Team der Welt. Alles weitere wird sich morgen entwicklen.

Nahezu unveränderte Renntaktik

Die Renntaktik bleibt nahezu unverändert; fahren was das Zeug hält und die Pausen auf ein Minimum reduzieren. Der erste Stint wird deswegen nach Möglichkeit über sieben Stunden dauern, die Pause mit 12-15 Minuten nochmals um 5min verkürzt.
Wenn ich den Stint so umsetzen kann, dann können wir zusätzlich den ersten Lichtstopp sparen und der nächste Stopp wäre gegen 12 zum Akku wechseln.
Die zweite Pause wäre dann für 1-2 Uhr geplant, Klamottenwechsel im kältesten Moment inbegriffen. Bis zum Frühstück um sieben gibt es dann höchstens Klamotten- oder Akkustops, hier möchte ich sparsam mit dem Strom umgehen.
Insgesamt sollten wir mit 90′ Pausenzeit auskommen, so dass ich 22,5 Stunden fahren kann. 400km sind das Ziel, 50 Runden.

Verpflegung ist das A und O

Die Ernährung wird ebenfalls nur ganz minimal optimiert. Statt Proteinshakes wird es Proteinriegel geben, die alle drei Stunden ein Gel ersetzen. Insgesamt weniger Protein als mit den Shakes, dafür verträglicher.
Mit High5 Energy bzw. Extreme und GU Gels fahre ich ziemlich gut, in den Pausen setze ich auf Jentschura Morgenstund und Datteln. Kaffee und Cola pushen in der Nacht.
Alles weitere gönne ich mir dann nach dem Rennen (:

Impressionen vom Tag

Heute war schon ein schöner Tag. Aufbau und Akkreditierung verliefen ohne Probleme. Das Hotel ist super, Sandra und Michael sind ebenfalls zufrieden.

Jetzt gibt es noch Abendbrot und dann ab ins Bett. Ich glaube morgen wird ein langer Tag.

2 days to Gulbergen24-uurs

Die Aufregung steigt. Das letzte Training wurde gemeinsam mit Ansgar absolviert, die Klamotten sind gepackt und der letzte Akku wird gerade eben geladen.
Zeit ein paar Worte über Rituale und meinen mentalen Fokus loszuwerden.

Never change a winning…

Ich mag Rituale und wiederkehrende Abläufe. Die Zeit vor München war so gut, dass ich sie seit zwei Wochen im Prinzip kopiere mit kleinen Veränderungen.
Das gibt mir auf der einen Seite Ruhe und Gelassenheit und steigert gleichzeitig auch die Vorfreude.
Der Ablauf der letzten Tage ist für
mich wichtig, um den Kopf auf das lange Rennen einzustellen. Hinfahren und machen kann ich nicht. Ich muss die Rennphasen bereits jetzt durchgehen, in den Körper hören und das Gefühl genießen.
Das geht zum einen über Gespräche aber ebenso wichtig ist die Zeit alleine vor dem Rennen.

My way to Gulbergen

Gestern begann die Fokussierung auf das Event mit einem Mobilitätstraining durch Thorsten. Insbesondere meinem Becken widmeten wir viel Zeit und arbeiteten gut mit Deuser-Bändern.
Anschließend hat Jarmo das Becken bei der Physiotherapie noch einmal eingerenkt und die letzten Muskelverhärtungen aus der Wade gestrichen.
Am Nachmittag widmete ich meinen Gedanken.
Heute stand das Abschlusstraining an, gemeinsam mit Ansgar ging es für zwei Stunden ins Heinsberger Hinterland. Es fühlte sich perfekt an!
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Ein gemeinsames Essen mit den letzten Besprechungen rundeten den Vormittag ab, der mit etwas zu viel Stress bei der Entlüftung der Bremse begann.
Am Nachmittag hatte ich meine Ruhe. Auto packen und dann auf dem Sofa meinen Soundtrack zum Rennen programmieren. Hach!
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Und morgen geht es dann los. Ansgar fährt mich zum Bahnhof Venlo, damit ich mit dem Zug fahren kann, während das Team mit dem Auto kommt.