Rettet chimpanzee #coronavirus

In unserem Corona Statement am Montag haben wir euch aufgefordert für die nächsten Wochen die Füße still zu halten und auf soziale Kontakte weitestgehend zu verzichten. Als Verein haben wir auf unsere besondere gesellschaftliche Vorbildfunktion hingewiesen und heute gehen wir ein Schritt weiter. Wir möchten eure Aufmerksamkeit auf die Opfer der Coronavirus Krise richten, zum Beispiel Chimpazee.

Bist du mit deinem Unternehmen im Radsport Bereich aktiv und steuerst durch die Pandemie unaufhaltsam in eine Krise? Melde dich, wir helfen dir und zeige uns solidarisch.

Chimpanzee geht mit der momentanen Situation sehr offen um. Aufgrund der Coronavirus Krise haben die meisten Distributoren ihre Geschäfte eingestellt und der Verkauf ist stark rückläufig. Wir möchten uns mit Chimpanzee solidarisch zeigen und rufen dazu auf direkt in deren Online Shop zu kaufen. Durch die Umstellung auf den Direktvertrieb kann uns Chimpanzeebar einen Rabatt von 30% gewähren. Den Rabatt geben wir an euch weiter.

Wer ist Chimpanzeebar und was verkaufen sie?

Weiterlesen

Vitamin D Pilze?

Radsport und ernährungsspezifische Themen gehören ganz eng miteinander verbunden, häufig ist die richtige Ernährung ein Schlüssel zum erfolgreichen Mountainbiker. Neulich sah ich im Regal einer Supermarkt Kette Vitamin D Pilze…

WHAT THE FUCK! Ich wusste nicht, ob ich vor lachen umfallen oder vor weinen zusammenbrechen sollte. Vitamin D Pilze… was für ein… 

Zum einen halte ich es für fragwürdig Lebensmittel zu behandeln, zum anderen frage ich mich, wo oder wann die Grenzen des Lebensmittelhypes aufhören oder erreicht sind. 

Die neuen „Vitamin D Pilze“
Weiterlesen

Auf Fehlersuche im Stoffwechsel 2.0

Ende 2015 bis März 2016 war das Thema gestörter Stoffwechsel schon einmal zentrales Thema bei mir. Trotz endokrinologischer Untersuchung konnte damals keine Diagnose für meinen erhöhten Cortisolwert gefunden werden. Das soll sich jetzt mit Arne Bentin von AB Sportlab ändern.
Von der Craft BIKE Transalp bis zum Jahresende 2015 habe ich von 74,5kg bis weit über 85kg zugenommen. Als ich im April 2016 in der RWTH Aachen aufgenommen wurde, lag mein Gewicht bei knapp 90kg. +15kg trotz intensiven Sports in 10 Monaten?
Richtig gelöst wurde das Problem seinerzeit nicht. Die erhöhten Cortisolwerte konnte man nicht wegdiskutieren aber andere Parameter sprachen gegen eine Nebennierenschwäche oder gegen ein Cushing Syndrom.
Bis zum Sommer hatte ich mein Gewicht durch den Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel auf knapp 80kg reduziert und beim 24h Rennen in München nur aufgrund einen Unfall das erste Podium der Karriere verpasst.
Plötzliche Hungerattacken in dem Ausmaß wie 2015/2016 oder die extreme Antriebslosigkeit waren weg aber weder konnte ich meine Ernährung so diszipliniert wie 2014/2015 umsetzen noch erreichte ich mein Idealgewicht von 75kg.
Irgendwas ist nicht richtig in meinem Stoffwechsel, allerdings nehmen Mediziner Sportler mit „Gewichtsproblemen“ nicht ernst.

Labordiagnostik im Sport

Also muss ich einmal mehr privat ran und wie bei der Physiotherapie mich selbst um meine Gesundheit bemühen. Durch Zufall stolperte ich bei Daniel von Speed Ville über einen Bericht über Darmanaylsen.
Dort stellt Speed-Ville Arne Bentin vor. Arne betreibt individuelle Labordiagnostiken mit dem Ziel über eine Diagnose des Fehlers im Stoffwechsel eine geeignete Therapie zu entwickeln. Hoffentlich auch für mich, dachte ich und schrieb Arne noch am gleichen Tag eine E-Mail.
Bei Arne geht es nicht um klassische klinische Parameter, wie sie jeder Arzt bei einem Routinecheck untersucht, sondern um Erkenntnisse zur Nährstoffversorgung, Stoffwechselfunktionen oder unterschwelligen Stressbelastungen im Körper.
Als Sportwissenschaftler M.A., Heilpraktiker und Therapeut für Mikronährstoffmedizin ist Arne Experte auf diesem Gebiet und kann mit der Analyse deiner Blut-, Urin und Speichelprobe bestenfalls dein Leben positiv verändern.
Die E-Mail beantwortete Arne noch am gleichen Tag und wir verabredeten uns zu einem Telefonat, weil meine Fragen einfacher zu beantworten wären. Ich hatte Arne kurzerhand einen Abriss über meine Probleme der letzten anderthalb Jahre geschickt.

Oxidativer & nitrosativer Stresstest

Auf Antworten muss ich nach wie vor warten, denn während des Telefonats stellte Arne die Fragen. Ich sollte meine Beschwerden konkreter beschreiben, über meine Ernährung erzählen und über die medizinischen Befunde. Eine vorschnelle Diagnose wie beim Arzt bekam ich nicht, stattdessen bat mich Arne um etwas Geduld, er wird sich zeitnah bei mir melden.
Drei Tage später rief mich Arne zurück, fasste meine Probleme noch einmal in wenigen Sätzen zusammen und empfahl mir eine erste Labordiagnostik mit Parametern zu oxidativer und nitrosativer Stress. Außerdem empfahl er ein Cortisoltagesprofil, weil meine Werte ein Jahr alt sind. Diese Tests geben einen ersten Eindruck über den Organismus und lassen sich zu Hause durchführen.
Ich verstand nur Bahnhof und tue es noch immer. Sicherlich habe ich schon das ein oder andere über diese Stressformen gehört aber auf dem Gebiet bin ich alles andere als bewandert. Arne fast die Kernprobleme von oxidatriven und nitrosativen Stress in seiner Erklärung zum Diagnostikverfahren zusammen. Es geht dabei um die Belastung mit Sauerstoffradikalen (oxidativer Stress) und Stickstoffradikalen (nitrosativer Stress).

Arne landet ersten Treffer und findet auffällige Werte

Wer suchtet, der findet. Im Dezember schickte mir Arne einen Stresstest nach Hause. Ich musste Blut-, Speichel- und Urinproben zurückschicken und Arne begann mit seiner Diagnostik.
AB Sportlab Diagnostik
Und tatsächlich gelingt Arne mit den ersten Tests direkt ein Treffer. Während meines Aufenthalts auf der endokrinologischen Station des RWTH Aachen ist dies nicht gelungen. Meine Werte zeigen Auffälligkeiten in meinem Stoffwechsel. Wie erwartet war Cortisol erhöht, ein Hinweis auf eine verkehrte Stressbelastung. Außerdem deutet mein Befund auf eine Störung im Tryptophanstoffwechsel, der auf eine Entzündung schließen lässt.
Im nächsten Schritt gehen wir meinem Stress auf den Grund. Tryptophan ist eine Aminosäure und diese bildet Serotonin und Melatonin. Und hier kommen zwei Begriffe ins Spiel, die mir schon etwas mehr sagen. Dir bestimmt auch. Serotonin bekannt als Glückshormon und Melatonin bekannt als Schlafhormon spielen im Stoffwechsel eine wichtige Rolle und sind auch für Training und Regeneration von Bedeutung.

Ein Treffen mit Arne

Die Grundfrage bleibt, warum ich so „gestresst“ bin. Im nächsten Schritt treffe ich Arne Mitte Januar, um ein Aminosäureprofil und eventuell andere Parameter abzuchecken. Damit erhofft Arne mein Problem besser eingrenzen zu können.
Ich habe die Hoffnung auf ein gesundes Leben noch nicht aufgegeben und bin begeistert, wie schnell und unkompliziert Arne eine erste Diagnose treffen konnte, während in der Endokrinologie nicht mein Problem sondern nur die Diagnose „Cushing Syndrom“ untersucht wurde.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Kontaktdaten AB-SportLab powered by Naturheilpraxis Bentin

Arne Bentin (Sportwissenschaftler M.A., Heilpraktiker, Therapeut für orthomolekulare Medizin (FOM e.V.), CAS Integrative Diagnostik i.A.)
Naturheilpraxis Bentin
Im Alten Hof 6
61137 Schöneck
Telefon: 06187/4139845
E-Mail: info@ab-sportlab.de
Internet: www.ab-sportlab.de
Facebook: facebook.com/absportlab

Blogger Relation Kodex

Arne Bentin kooperiert mit Coffee & Chainrings. Arne verzichtet für unsere Artikelserie auf sein Honorar, die Laborkosten trage ich selbst. Mit dieser Artikelserie möchte ich dir ein wichtiges Thema möglichst detailliert näher bringen und gebe dir deswegen viele private Details aus meinen Befunden preis. Arne würde niemals seine Schweigepflicht entbinden und ohne Erlaubnis seiner Patienten über medizinische Details sprechen.

Was isst ein veganer Radsportler?

Was isst ein veganer Radsportler? Vegan polarisiert grundsätzlich. Als veganer Ultra-Ausdauerathlet polarisiert man noch mehr, sowieso wenn man dabei noch glutunfrei und weitestgehend zuckerfrei lebt. Aber von Salat schrumpft eben nicht der Bizeps.
Vegane Ernährung ist in meiner Twitterblase immer wieder Thema, nicht erst seitdem das Thema durch mein WM-Tagebuch noch mehr Aufmerksamkeit erlangt. Aber was isst denn jetzt ein veganer Radsportler?
https://twitter.com/truschj/status/855343618701316096
Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Zwar gilt die vegane Ernährung grundsätzlich als gesund aber deswegen müssen sich noch lange nicht alle Veganer gesund ernähren noch gibt es die eine richtige vegane Ernährung.
Aus diesem Grund ist die Leitfrage des Artikels soweit einzuschränken, dass ich euch im folgenden einen Einblick in meine persönliche Ernährungsweise gebe, diese aber weder Anspruch auf die Beste oder Effizienteste hat noch andere Ernährungsweisen pauschal verurteilen möchte.
Was ich während eines Wettkampfes esse und warum, habe ich euch bereits letzten Monat in meinem ersten Beitrag dieser Reihe geschildert.
Im Folgenden möchte ich euch anhand zweier unterschiedlicher Ernährungsprotokolle meine Ernährung an Trainingstagen und Ruhetagen vorstellen.

A hard day at work: Ernährung als Energiespender

Es gibt Trainingstage und es gibt harte Trainingstage. An harten Trainingstagen steht die Ernährung vor, während und nach dem Training im besonderen Fokus.
Je nach Trainingsdauer frühstücke ich ein Porridge aus Quinoa oder Hirse, die ich im Verhältnis 1:5 in Wasser aufkoche und dann 30-45min quellen lasse. Als Topping gibt es je nach Belastung Beeren oder Banane/Datteln (intensive Belastung) sowie ungesüsste Sojamilch.
Im Training folge ich grundsätzlich den Ernährungsvorgaben meines Trainers, im dritten und letzten Teil werde ich hier ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Je nach Trainingsbelastung gibt es einen Recoveryshake, -pudding oder -eis aus Carbs und Proteinen mit wenig Fett.
Ich trainiere bekanntlich meistens vormittags, weshalb es zwischen Recoverymahlzeit und Mittagessen meistens nur wenige Stunden sind.
Ein Salat ist Mittags meine erste Wahl, meistens mit einer Kohlenhydrat Quelle wie Hirse oder Quinoa (seltener Reis). Eine Gemüsepfanne ist genauso denkbar.
Nachmittags esse ich meistens einen Rohkostsnack mit reichlich Gemüse und ein wenig Obst.
Abends ersetze ich beim Salat die Kohlenhydrate durch Proteine, meistens mit Tofu und Brokkoli.
Mein Laster ist Snack Nummer 3, entweder Rohkost oder ein Beeren-Smoothie zum Tagesabschluss. Vor einem VLaMax Training am Folgetag greife ich auf einen Proteinsnack zurück.

Was frühstückt ein veganer Radsportler vor dem Training?

Bei geringeren Belastungen hat das Frühstück in etwa 450-500kcal, bei moderaten Belastungen 500-600kcal und bei intensiveren Trainings mit mehr als 240min Umfang darf es zum Frühstück auch mal 600-750kcal geben. Je mehr ich esse, desto früher frühstücke ich, um nicht unnötig mit Verdauung während des langen Trainings beschäftigt zu sein.
Eine Ausnahme bildet ein VLaMax Training, hier achte ich bereits am Abend vorher auf eine geringe bis gar keine Zufuhr von Kohlenhydraten und frühstücke je nach Dauer der Einheit zwischen 300-600kcal in Form von Avocado, Champions, Tofu oder Tempeh, Süßlupinen etc. oder (unter 90min Dauer) gar nicht.
Ein Beispiel für ein typisches Frühstück bei einem 240min VLaMax Training wäre eine Avocado mit einer halben Gurke und 175gr Räuchertofu.
Bei einem VLaMax Training über 3 Stunden führe ich während des Trainings Kohlenhydrate nach 2,5-3 Stunden zu mir. Allerdings maximal 50gr pro Stunde, während ich im Rennen durchaus 80-90gr/h verkrafte.

Was isst ein veganer Radsportler nach dem Training

Nach mittleren bis intensiven Belastungen gibt es in der Regel einen Regenerationspudding auf Basis von Beeren, einer veganer Proteinquelle und Sojamilch. Je nach Belastungsgrad ergänze ich das ganze durch Kohlenhydrate (Banane, Datteln, gepufftes Amaranth) oder durch eine Portion Sponser Competition, wodurch ich auch direkt den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen kann.
Bei geringeren Belastungen unter 2 Stunden reicht mir in der Regel eine Portion Erbsenprotein mit einem Schuss Agavendicksaft.

Das Mittagessen als Grundlage für den restlichen Tag

Bei einem sehr harten Trainingstag gibt es zum Mittagessen eine weitere Portion Porridge, Milchreis oder Buchweizen Pfannkuchen. Jeweils mit einer Menge von 80-90 Gramm der Kohlenhydratquelle und einer Portionsgesamtgröße von 500-750kcal.
Bei niedrigen bis mittleren Belastungen gibt es einen Salat oder eine Gemüsepfanne mit Kohlenhydratquelle.

Zwei Snacks und ein Abendbrot

Bis ich dann gegen 21/22 Uhr ins Bett gehe, gibt es zwei bis drei weitere Mahlzeiten, nach Trainingsumfang und Uhrzeit. In der Regel gibt es zwischen Mittagessen und Abendbrot noch einen Rohkostsnack aus Möhren, Kohlrabi oder Tomaten mit einem Apfel oder frischen Beeren.
Zum Abendbrot gibt es meistens einen Salat. Ich sterbe für Salat mit Avocadosoße und Räuchtertofu mit Brokkoli. Hier achte ich auf eine Portionsgröße von maximal 600kcal, in der Regel weniger.
Zum Tagesabschluss mag ich gerne noch pürierte gefrorene Himbeeren oder Heidelbeeren als Eis. Maximal 400kcal stehen hier zur Verfügung.

Ein Ruhetag: Ernährung hilft der Regeneration

Am Ruhetag steht die Regeneration im Fokus. Sowohl physisch wie mental. Man kann nicht regenerieren, wenn der Körper fortlaufend mit verdauen beschäftigt ist.
Je nach Art des Ruhetags gibt es kein bis ein kleines Frühstück aus einer Proteinquelle. Außer ich habe morgens wirklich hunger, dann frühstücke ich auch eine normale Portion über 500kcal mit Schwerpunkt auf die Makros Protein und Fett.
Mittags gibt es einen Salat mit einer kleinen Kohlenhydratquelle, wie zum Beispiel 30-40gr Hirse oder Erbsen oder ähnliches.
Nachmittags versuche ich mit Tomaten und Beeren den Appetit zu Zügeln, denn am Ruhetag fehlen mindestens 1000kcal, die ich sonst durch das Training mehr umsetze.
Zum Abendbrot gibt es Salat oder Rohkost mit einer Proteinbeilage. Richtig toll sind Zuccini Nudeln mit Tomatensoße und veganen Filetstreifen.
Abends gibt es (je nach Training am Folgetag) einen bunten Rohkostteller oder Beeren oder nur noch einen Proteinshake. Ich versuche an Ruhetagen mit 1600-1800kcal durch den Tag zu kommen, außer unmittelbar nach einem Wettkampf. Da gönnen ich meinem Körper auch zusätzliche 500-600kcal und mehr Kohlenhydrate.

Fazit

Wie ihr seht isst ein veganer Radsportler viel. Und bunt und hat eine ziemlich große Auswahl und eine saisonale Vielfalt. Derzeit stehen zum Beispiel frische Erdbeeren und Spargel hoch im Kurs, im Winter dafür Blumenkohl, Wirsing und Kürbisse.
Was mir wichtig ist, ist die Zufuhr der unterschiedlichen Makrostoffe zur richtigen Zeit.
Viele greifen beispielsweise auf fertige Recoveryshakes nach dem Training zurück, die haben mir der einen viel zu hohen Proteingehalt und vernachlässigen die Kohlenhydrate. Aber gerade der Kohlenhydratspeicher ist nach einem langen Training leer, Proteine begünstigen nur die Regeneration. Der Körper braucht aber zur Verarbeitung des Trainingsreiz zeitnah auch Kohlenhydrate.
Abends hingegen helfen mehr Proteine der Regeneration und dem Schlaf, Kohlenhydrate sind hier (wenn nicht gerade ein Rennen ansteht) nicht wirklich notwendig.
Fette werden oft zu Unrecht diskreditiert. Ich würde jetzt aus eigener Erfahrung nicht zu HighFat Diäten raten aber einen Fettanteil von 10% wie in der HighCarb Daten wäre mir zu gering und führt bei mir häufig zu mehr Appetit.
In der Phase vor einem Rennen oder kurz nach verzichte ich auch auf einen hohen Fettanteil in der Ernährung, um den Körper mit der Verdauung nicht zu belasten aber grundsätzlich versuche ich mit 20-30% gesunde (=Avocado, natives, kaltgepresstes Kokosfett, Omega 3&6 Präparate, Hanf- und Leinöl) Fette und 20-30% Proteine meinen Kohlenhydratanteil bei 45-50% zu halten.
Eat your greens. Salat mit Avocado ist für mich ein ideales Essen angereichert wahlweise durch eine Protein- oder Kohlenhydratquelle. Probiert es aus!

Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon

Ich möchte heute über meine Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon schreiben, weil ich in letzter Zeit ziemlich viel Unsinn über Ernährungsstrategien im Ausdauersport gelesen habe. Das meiste zwar als Antworten auf Ernährung im Training aber mit dem Saisonstart beim SKS Kellerwald Marathon bietet sich das Thema Wettkampf Ernährung besser an.
Aber wie verpflegt man sich denn richtig im Rennen? Mit was und warum? Und hier bekommt das Wort Ernährubgsstrategie beim Mountainbike Marathon eine wichtige Bedeutung. Denn es geht in erster Linie um eine strategische Zufuhr von Kohlenhydraten und erst dann um eine Verpflegung im weiteren Sinne.
Unter Rennbelastung, also im Bereich der Schwellenleistung, braucht der Körper Energie als Brennstoff für Leistung. Geht der Tank leer, kommt der Mann mit dem Hammer. Kennt ihr bestimmt schon.
Je mehr Leistung man ausgibt, desto mehr Kohlenhydrate verfeuert man. Das ist relativ blöd, denn wir schleppen viel Fett mit uns rum und haben nur begrenzte Glykogen Speicher im Muskel und Leber. Selbst bei einem Körperfettanteil von 8-10% bleiben einem mehrere Kilogramm Fett, im Vergleich von 500 bis maximal 750gr Glykogen.
Benötige ich viel Sauerstoff, was bei der Schwellenleistung der Fall ist, verbrennt der Körper mehr Kohlenhydrate als Fette bzw. stellt im anaeroben Bereich die fett Verstoffwechselung ein.

Die Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon

Bei Ausdauerwettkämpfen unter zwei Stunden spielt die Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon eine untergeordnete Rolle, denn mit vollen Speichern wird der Körper damit auskommen. Anders ist es aber auf den Langdistanzen.
Meine Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon lautet daher 70-80gr Kohlenhydrate pro Stunde zu essen. Das bedeutet 1 Flasche Sponser Competition und zwei Sponser Liquid Energy Plus oder eine Tube Sponser Liquid Energy BCAA pro Stunde zu essen, damit der Tank nicht ausgeht.

Die Ernährungsstrategie vor und nach dem Mountainbike Marathon

Wichtig ist es aber auch, sowohl vor als auch nach dem Mountainbike Marathon sich richtig zum ernähren. Bereits drei Tage vor dem Marathon beginne ich mit dem Carbo Loading, in dem ich u.a. jeden Tag 1-2 Portionen Sponser Carbo Loader trinke. Am Tag vor dem Mountainbike Marathon gibt es eine kohlenhydratreiche Mahlzeit mehr als gewöhnlich und am Wettkampf Tag ist die Portion 25% größer als an vergleichbaren Trainingstagen.
Nach dem Rennen ist mir die proteinreiche Mahlzeit nicht so wichtig, wie es viele immer annehmen und auf high Protein Recovery Drinks zurückgreifen. Wichtiger ist mir die rechtzeitige Auffüllung der Kohlenhydratspeicher. Habt ihr schon mal einen Radprofi gesehen, der sofort einen Milchshake trinkt oder werden immer Cola Dosen bei den Etappen Ankünften der Profis gereicht?
Ich liebe dafür Datteln! Viel besser als Cola aufgrund des hohen Nährstoffgehalts und auch noch schmackhafter. L-Glutamin darf nicht fehlen, eine der wichtigsten Aminosäuren für die Muskelregeneration.
Außerdem ist es wichtig viel zu Trinken (Wasser!), um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.
Nach der Dusche und dem Ausfahren gibt es dann bei mir auch einen eiweisshaltigen Drink, sowie Nüsse (sowohl wertvolle Fette als auch weitere Proteine).
Des weiteren Tag bleibt die Kohlenhydrat Zufuhr erhöht, bei ganz langen Rennen auch am Folgetag, ehe ich dann wieder meine gewohnte Ernährung aufnehme.

Wieviel kannst du essen?

Rechnet man die obigen Angaben zusammen, kommt man im übrigen auf 6 Flaschen, 10 Gels und 2 Tuben Liquid Energy, die ich morgen während des Wettkampfs zu mir nehme. Die Werte sind natürlich beispielhaft und nicht 1 zu 1 zu übernehmen, schließlich baut meine Ernährungsstrategie beim Mountainbike Marathon auf meine eigenen Leistungswerte und damit einhergehend auf meine Racing Strategie auf.
Ich hoffe ich konnte zumindest trotzdem die ein oder andere Sache richtig stellen. Nächste Woche werde ich euch über meine Ernährungsstrategie im Training berichten.
[su_divider top=“no“ style=“dashed“]

Mehr Sponser Produkte auf Amazon

Unterstütze Coffee & Chainrings durch einen Kauf über diesen Affiliate Link. Wir verdienen durch deinen Einkauf eine geringe Provision. Du bezahlst nicht mehr!

Blogger Relation Kodex
Sponser Sportfood ist Co-Sponsor von Coffee & Chainrings. Sponser hat keinen Einfluss auf unsere Produktbewertungen oder -empfehlungen.

FDDB Extender Pro – Mein mobiler Kalorienzähler

Der FDDB Extender Pro ist mein mobiler Kalorienzähler und Ernährungstagebuch. Endlich habe ich meine Alternative zu MyFitnessPal gefunden, die nach dem Kauf von Under Amour durch dessen Sponsoring von Jagdsportlern für mich nicht mehr tragbar war. Der FDDB Extender Pro ist eine Alternative mit einigen Detailverbesserungen im Vergleich zu MyFitnessPal.
Wen es interessiert, warum ich MyFitnessPal nicht weiter verwende und was die Gründe für einen Under Amour Boykott darstellen, der springe zum Ende des Artikels. Zuerst möchte ich euch den FDDB Extender Pro vorstellen, der im Vergleich zum FDDB Extender Free ohne Werbung und vollständigem Nährstoffprofil daher kommt.

FDDB Extender Pro – mein mobiler Kalorienzähler

Viele von euch haben in der Vergangenheit bestimmt den ein oder anderen mobilen Kalorienzähler (bestimmt MyFitnessPal ^^) und haben ihre Erfahrung gemacht. Einige von euch benutzen bestimmt hin und wieder ebenfalls einen Kalorienzähler, andere vielleicht sogar fast täglich. Der Sinn eines Kalorienzählers ist im Begriff formuliert, er soll Kalorien zählen. Ein mobiler Kalorienzähler soll so gut funktionieren, dass man diesen auch unterwegs verwenden kann und so ohne großen Aufwand seine Ernährung tracken kann.

Warum Kalorien zählen?

Einige von euch stellen sich jetzt bestimmt die Frage, warum man überhaupt Kalorien zählen soll? Gründe gibt es genug, jedoch ist dies nicht jedermanns Sache. Viele Ernährungsweisen (Diets) wie zum Beispiel die Thrive Diet oder vegane Rohkost halten nichts davon Kalorien zu zählen, selbst dann nicht, wenn eine Gewichtsreduktion angestrebt wird. Mich stört das an beiden Ernährungsformen, denn letztendlich spielt die Ernährungsweise zum Abnehmen nur eine untergeordnete Rolle (wie beim Zunehmen auch). Abnehmen oder Zunehmen funktioniert nur mit einer negativen oder positiven Energiebilanz. Allerdings darf die negative Energiebilianz nicht zu niedrig sein, um den Körper in seiner Funktion zu beeinträchtigen und ihn in den sog. Hungerstoffwechsel zu führen.
Mir hilft das Tracken der Kalorien sowohl um mein Gewicht zu halten auch als für die Reduktion. Der FDDB Extender Pro istabermehr als ein Kalorienzähler, denn er ist auch Ernährungstagebuch.

Mein Ernährungstagebuch FDDB Extender Pro

Ich freue mich tierisch, wenn jemand mit seinem Gewicht zufrieden ist! Ich gratuliere vom Herzen 😀 Aber selbst, wenn die Kalorien nicht zum Abnehmen (oder Zunehmen) getrackt werden, so ist die Ernährungstagebuch Funktion des Extender Pro ein großer Mehrwert. Auf einem Blick sieht man die Verteilung der Makro-Nährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) sowie den Konsum von Mikronährstoffen.
Insbesondere die Mikronährstoffe verdienen immer einen Blick, um zum Beispiel den Salz Konsum zu kontrollieren oder die Vitamin Versorgung sicher zu stellen. Die Zufuhr der Makronährstoffe ist bei mir Abhängig von der Trainingsintensität, so dass mir die prozentuale Übersicht der Tagesverteilung genauso wichtig ist, wie die Darstellungen tatsächlichen Menge in Gramm. Außerdem weiß ich, dass ich bei einer Proteinzufuhr von 170gr aufwärts Verdauungsprobleme bekomme und deswegen hier eine Grenze habe.
Der FDDB Extender Pro ist also mehr als ein einfacher Kalorienzähler und die Benutzung führt nicht zur Essstörung, sondern die Tagebuch Funktion kann einem helfen seine Nährstoffe bewusster aufzunehmen.

FDDB Extender Pro – Die Funktionen

Ich benutze den FDDB Extender Pro in der iOS Version für das iPhone, allerdings gibt es den FDDB Extender Pro auch als Android Version. Auf der Homepage gibt es eine Übersicht zu den Apps und die entsprechenden Download Links.
Ich habe nach einer kurzen Testphase mit dem FDDB Extender Free auf die FDDB Extender Pro Version gewechselt, um zum einen die App in der Entwicklung zu unterstützen und andererseits um auf die lästige Werbung (die die Benutzung aberzieht einschränkt) zu verzichten. Außerdem erhält man mit der Pro-Version Zugang zur Mikronährstoff Übersicht.

Das FDDB Extender Pro Dashboard

Im FDDB Extender Dashboard finde ich alle wichtigen Tagesdetails wie Energiebilanz, Nährstoffverteilung sowie Wasseraufnahme und Dietbericht der letzten Tage. Letzteres interessiert mich nicht de Bohne 😀
Die Nährstoffverteilung kann über Details vergrößert werden und wird dann in sechs Mahlzeiten unterteilt, die Lebensmittel nach Brennwert sortiert und die Mahlzeiten in Balkendiagrammen (Verteilungnach Kalorien, Nährstoffen) dargestellt.

Das FDDB Extender Pro Tagebuch

In der Kopfzeile der Tagebuch Ansicht des FDDB Pro Extender hat man auf einen Blick die verbrauchten und noch zur Verfügung stehenden Kalorien sowie die durch Sport verbrannten Kalorien, die den Tagesbedarf automatisch anpassen.
Unter der Kopfzeile kann man zwischen einer Kategoriesierung nach Tageszeit oder Mahlzeiten (6 Stück) auswählen. In der Übersicht sieht man seine Makronährstoffe und die Kalorien pro Mahlzeit.
Außerdem lassen sich spielend Lebensmittel/Aktiviäten zu den Mahlzeiten hinzufügen, so dass man immer die überblick am Tag behält.

Sonstige Funktionen

Um Lebensmittel spielend hinzuzufügen kann man entweder (Internet vorausgesetzt) in der FDDB Datenbank nach dem Lebensmittel suchen oder man verwendet den integrierten Scanner, der seine Arbeit meiner Meinung nach gut macht.
Den Diätbericht als dritten Reiter in der App finde ich persönlich wenig interessant. Theoretisch können hier sämtliche Körperwerte täglich hinzugefügt werden, vom Bauchumfang bis zum Körpergewicht.
Ich benutze die Garmin Index Smart Scale und lasse mir meine Daten direkt in Garmin Connect anzeigen, so dass ich den Diätbericht für mich überflüssig finde.
Ihr könnt ebenfalls eigene Rezepte erstellen, um Mahlzeiten schneller hinzuzufügen oder die App mit weiteren Trackern (iOS bspw. mit Health). Außerdem ist im Ernährungsplaner viel Raum zur Individualisierung, von der Nährstoffverteilung bis hin zur Menge an Tageskalorien. Wem das zu aufwendig ist, für den berechnet der FDDB Extender Pro die Werte unter Berücksichtigung der erfassten Werte auf Grundlage der DGE empfohlenen Tagesdosen für Mikro- und Makronährstoffe.

Verbesserungen und mögliche Potentiale

Ich find die FDDB Extender Pro App deckt bereits einen großen Raum an Möglichkeiten ab.
Hier und da hätte ich zur Optimierung noch ein paar Wünsche, wie zum Beispiel eine Individualisierung in der Tagebuch Ansicht. Sowohl was die Häufigkeit der Essen angeht als auch die Tageszeiten Aufteilung.
Außerdem vermisse ich die Konnektivität zu Garmin Connect, iThlete oder Elite HRV.

FDDB Extender statt MyFitnessPal

Auch wenn MyFitnessPal durch die bessere Konnektivität zu Garmin Connect einen minimalen Virteil besitzt, wird der durch das gute Dashboard und die Tagebuchfunktion wieder neutralisiert.
Und während MyFitnessPal durch Under Amour finanziert wird, die sich im Internet mit Bärentötern schmücken, ist der FDDB Extender Pro hier unabhängiger.
Mehr zum Under Amour Thema sagt u.a. Dominik von SportbleibtMord, der Under Amour zu Recht ein Hausverbot ausspricht. Diesem Hausverbot schließen wir uns an.

Fazit

Für 10€/Jahr bekommt man den FDDB Extender Pro werbefrei aufs Handy und Tablet für iOS und android. Ein fairer Preis für eine sehr ausgereifte App. Wem das Zuviel ist, der kann mit dem FDDB Extender free ebenfalls die Vielfalt des Ernährungstagebuchs nutzen, die Werbung ist für die Anwendung nicht störend.
Verbesserungsfähig ist die App in der Konnektivität zu anderen Apps, hier ist mein Anspruch aber auch über durchschnittlich hoch.
Insgesamt freue ich mich sehr über den FDDB Extender Pro, der eine perfekte Alternative zum moralisch bedenklichen MyFitnessPal darstellt.

Süßlupinen Flocken als Porridge Alternative

Süßlupinen Flocken oder Keries sind eine leckere Alternative zum altbewährten Porridge. Veganern wird immer vorgehalten sie hätten keine ausreichenden Proteinquellen, Zeit mit diesem Vorturteil aufzuräumen und gleichzeitig eine gesunde Alternative zur Kohlenhydrat Mast „Porridge“ oder Haferbrei zu bieten.
Süßlupinen Flocken entstammen der Lupinen-Bohne, die sich anders als ihre Artverwandten Hülsenfrüchte durch einen sehr hohen Proteingehalt auszeichnet. Ähnlich wie die Sojabohne besteht die Lupine aus bis zu 40% verwertbarem Eiweiß. Darüberhinaus enthält die Lupine 28gr Ballaststoffen, 12gr Fett und für eine Hülsenfrucht extrem niedrige 12gr Kohlenhydrate pro 100gr.

„Interessant an der Lupine ist vor allem ihr hoher Gehalt an Eiweiß. Mit bis zu 40 Prozent Protein kommt der Gehalt locker an den der Sojabohne heran. Es enthält alle essenziellen Aminosäuren, die der Körper dem Essen entnehmen muss. Die Samen liefern außerdem die Vitamine A und B1 sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.“ (UGB Gesundheitsberatung)

Damit ist die Süßlupine eine perfekte Alternative für das morgendliche Porridge aus Haferflocken. Zusammen mit Heidelbeeren mit wichtigen Antioxidantien und Rosinen für eine angenehme Süße sind Süßlupinen Flocken ideal für eine kohlenhydratarme Ernährung.

Süßlupinen Flocken als Porridge Alternative

Ich verwende am liebsten Süßlupinen Flocken für meine Porridge Alternative, weil die Flocken bessere Quelleigenschaften als Kernies (getrocknete, geraspelte Süßlupinen Samen) haben. Wenn ihr lieber Süßlupinen Kernies verwenden möchtet, dann solltet ihr die Kerne mit mehr Flüssigkeit etwas länger quellen lassen.
Mit etwas Reismilch (oder Nussmilch) werden die Flocken erwärmt, danach lasse ich sie zum Quellen etwas stehen. Mit Heidelbeeren und Rosinen ergänzt werden die Süßlupinen Flocken zu einer schmackhaften Porridge Alternative.
Süßlupinen Flocken Porridge Alternative

Rezept

85gr Süßlupinen Flocken oder Kernes
125gr Heidelbeeren
10gr Rosinen
150ml Pflanzenmilch
Süßlupinen Flocken mit der Milch erwärmen, Rosinen hinzufügen und quellen lassen. Anschließend mit den Heidelbeeren garnieren und essen. Yummi!

Nährtwertangaben Süßlupinen Flocken

Eine Portion Süßlupinen Flocken mit Heidelbeeren und Rosinen enthalten ca.450kcal. 38gr Proteine, 32gr Kohlenhydrate und 12gr Fett. Möchte man noch weniger Kohlenhydrate haben, dann können die Rosinen durch Nüsse ersetzt werden.

Fazit

Nicht erst seit meiner Zusammenarbeit mit STAPS habe ich meine Ernährung noch einmal hinterfragt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung keine grundlegenden Vorteile hat. Je nach Trainingsintensität und Umfang variiert bei mir die Zusammensetzung der Ernährung. Die Süßlupinen Flocken kommen bei mir bei moderaten Belastungen als Frühstück auf den Tisch. Wenn es intensiver wird, dann ergänze ich Süßlupinen Kernies mit den langbettigen Kohlenhydrate aus Hirse, Quinoa oder Buchweizen.
Süßlupinen Produkte sind aber auch eine idealer Snack nach dem Training und können auch herzhaft mit Gemüse wie Fenchel oder Pastinaken zubereitet werden.

Kein Nutella aufs Brot

Der Nutella Hype ist mir suspekt. Ein Auto für mehrere (Zehn-)Tausend Euro, mehrere tausend Euro für Urlaub und/oder Sportsachen aber bei den Lebensmitteln wird auf den Preis geguckt? Hauptsache billig und hauptsache viel Zucker. Wie zum Beispiel Nutella, dessen Inhaltstsoffe genauso ungesund sind wie die Arbeitsbedingungen für die (Kinder)Arbeiter auf den Plantagen.
In der Sportszene ist mir der Nutella Hype noch suspekter, denn eigentlich gehört doch Fitness und Ernährung eng verknüpft. Trotzdem landet das Nutella Brötchen überall auf den Tisch, sogar die Nationalmannschaft (oder nur einzelne Nationalspieler?) hat dafür geworben. Auf Twitter ist das Nutella Frühstück fast allgegenwärtig. Höhepunkt waren die Nutella Tweets zum #BerlinMarathon, wo Hotelketten über Twitter quasi zu mehr Nutellavorräten aufgefordert wurden.


(Sorry Michael, nichts gegen dich aber du hattest den Stein ins Rollen gebracht. Und Daniel darf natürlich beim Thema Nutella als selbsternanneter Kuchen-Minister nicht fehlen. )

Nutella ist ernährungsphysiologisch absurd

Ernährungsphysiologisch nist Nutella noch absurder als die Pasta Party von der ich schon recht wenig halte.
Das Ferrero Marketing funktioniert aber perfekt, wenn es darum geht ungesunde Lebensmittel positiv zu besetzen und für Sportler interessant zu machen. Die Kinder Schokolade mit der Extraportion Milch oder Nutella mit den tollen Haselnüssen.

Was ist wirklich drin in Nutella?

Jeder kann die Zutatenliste auf der Verpackung ansehen, mir hilft in der Regel am besten die Visualisierung der Verhältnisse. Was ist, wenn man die Bestandteile der schokoladigen Creme separiert ins Glas füllt? Dann ist nicht mehr viel mit Schokolade.

Quelle: Verbraucher Zentale Hamburg, Veröffentlichung auf Facebook.
Quelle: Verbraucher Zentale Hamburg, Veröffentlichung auf Facebook.

Und jetzt verratet mir bitte, was an der 2/3 Kohlenhydrate und 1/3 Fett Formel als Sportler Frühstück gut ist? Nichts! Schlechtestenfalls kann die Nutella Creme als Süßigkeit interpretiert werden und entsprechend behandelt werden. Warum bekommen Kinder Nutella Brote geschmiert, dürfen aber keine Süßigkeiten mit in die Schule nehmen? Wer bitte isst Schokolade oder Kekse zum Frühstück, erst Recht vor einem Wettkampf?
Das gute alte Porridge scheint hier doch wesentlich attraktiver zu sein.

Nutella ist nicht sozialverträglich

Abgesehen davon ist Ferrero als Hersteller ziemlich umstritten, was die Resourcengewinnung angeht. Unabhängig davon, ob Nutella teurer als die Aldi/Lidl/etc Hausmarke ist, bleibt Nutella im Vergleich zu sozialverträglicheren Produkten Billigware.
Und Billigware greift in der Regel auf billige Ressourcen zurück, die leider auch immer mit schlechten Arbeitsbedingungen bei der Ressourcengewinnung verknüpft sind. Die Kakaoernte und Haselnussernte stehen genauso im Verdacht der Kinderarbeit wie die Kaffeeernten. Nicht umsonst unterstützen wir Coffee Circle mit ihrem sozialverträglicheren Kaffee.
2015 hatte das Greenpeace Magazin zuletzt berichtet, dass Ferrero von Kinderarbeit profitiere. Greenpeace schreibt in dem Artikel von sklavereiähnlichen Zuständen auf den Kakaoplantagen und nennt die Schokolade schmutzig. Ferrero antwortete seinerzeit mit einer Missbilligung von Kinderarbeit, die Vorwürfe konnte das Unternehmen nicht entkräften. Nutella ist leider kein Einzelfall.

Warum Nutella? Warum billig?

Wenn ich diese Nutella Tweets lese, dann stelle ich mir immer zwei Fragen:
1. Warum spare ich an meiner Gesundheit?
2. Warum muss es bei Nahrung immer billig sein?
Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, was er/sie isst und was nicht. Aber ich frage mich immer, warum man soviel Geld in Konsumgüter investiert aber bei Nahrungsmitteln auf jeden Cent schaut. Warum ein Fahrrad für mehrere tausend Euros, Laufschuhe für mehrere hundert Euros oder ein neues Auto aber die Schokocreme für 99 Cent oder das Glas Nutella für 2,69€? Warum nicht 5€ für eine Bio-Schokocreme, die zumindest sozialverträglicher ist.
Warum eine Laufbandanalyse? Warum barfuß laufen? Warum Leistungstest? Warum Trainingsplanung? Wenn man dann bei der Gesundheit spart und sich kiloweise über das Jahr mit einer Droge vollpumpt, die nachweislich mehr krank als gesund macht.
Wir beschäftigen uns ebenso gerne mit dem Thema Kaffee, ein vergleichbares Thema. Während die günstigen Kaffeesorten qualitativ schlecht sind und die Arbeitsbedingungen mit denen auf Kakaoplantagen vergleichbar sind, gibt es Initiativen wie Coffee Circle die für eine sozialverträglichere und qualitativ hochwertige Rohstoffverarbeitung stehen. Bei einem Kilopreis von 25-35€ (je Kaffeesorte) bleibt am Ende mehr für alle.
Ich bin gerne bereit für gute Lebensmittel mehr zu bezahlen. Ein vielfaches mehr, denn unsere deutsche Lebensmittelmentalität (Gekauft wird, was im Angebot ist) ist verkehrt! Da spare ich lieber am Auto, am Rad, an den Klamotten als mir ein Palmöl-Zuckergemisch mit Haselnüssen aufs Brot zu schmieren, dass mich langfristig eher krank macht und zudem weniger Rücksicht auf die Umwelt nimmt.

Positive Beispiele gibt es auch

In meinem heutigen Artikel musste die Twitter Community etwas „bluten“, ich hoffe ihr nehmt mir die Einbringung der Tweets von oben nicht übel und seid nicht nachtragend. Ich mag euch trotzdem. 🙂
Positive Beispiele habe ich auf Twitter mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen. Auf Anhieb fällt mir Lauf_Lou ein, die zwar auch von „Nutella“ spricht aber was anderes meint und eine gangbare Alternative isst. Ernährungsphysiologisch nicht wesentlich besser aber meiner Meinung nach sozialverträglicher.
https://twitter.com/lauf_lou/status/756720856475262976
Ich würde mir wünschen, wenn der ein oder die andere nach diesem Artikel im Supermarkt beim Einkauf kurz innehält und vielleicht statt dem großen Ferrero Glas Nutella lieber eine kleinere Bio-Altenative wählt. Bestenfalls aus Zartbitterschokolade und ohne Milchprodukte. Fairtrade.
Meine Empfehlung ist ganz auf industrialisierte Schokocremes zu verzichten und stattdessen dieses Rezept nachzumachen.

Fazit

Zum Abschluss bleibt die Hoffnung, dass ihr mir die harten Worte verzeihen könnt und euch nicht auf den Schlips getreten fühlt. Ich möchte niemanden beleidigen oder angreifen, sondern viel mehr Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt schaffen.
Auf ein Handy oder Computer kann man nicht so einfach verzichten aber bei Lebensmitteln ist mit einer kleinen Umstellung vielen auf einmal geholfen: Wir tun uns selbst etwas Gutes und gleichzeitig helfen wir die Welt ein kleines bißchen besser zu machen.

Drei Tage Endokrinologie sind genug

Hi! Da bin ich wieder. Drei Tage Krankenhaus sind auf der einen Seite genug, andererseits bin ich jetzt immer noch nicht schlauer. Am Freitag gegen frühen Abend wurde ich nach Abschluss aller Untersuchungen ohne Befund und Diagnose entlassen und muss weiter warten.
Zur Besprechung ihrer Befunde und zur weiteren Behandlung ist ihr nächster Termin am 29.06.2016 in der Poliklinik. – HELL YEAH! Ein Hoch auf unser Gesundheitssystem. Ein früherer Termin ist nicht möglich, weil die Poliklinik der RWTH Aachen (genauso wie alle anderen) derzeit ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat. Prima.
Das man mich vor dem Wochenende entlassen hat finde ich ja gut, weil ich auf die Ergebnisse zu Hause genauso gut warten kann. Aber 10 Wochen? Ist schon extrem. Immerhin darf ich in 14 Tagen anrufen und nach den Auswertungen der Untersuchungen fragen.
20160418-Uniklinik-10

Alle Zimmer ausgebucht

Aufgrund des Verdachts auf Hypercöortisolismus oder Morbus Cushing bin ich am Mittwoch, auch wegen meiner allg. Zustandsverschlechterung im Uniklinikum Aachen stationär aufgenommen worden.
Zum vereinbarten Termin um 10 Uhr war natürlich noch kein Bett frei, so dass der Tag mit Warten begann. Der Informationsfluss war spärlich, was sich in den kommenden drei Tagen nicht verbessern sollte. Aber man war stets bemüht freundlich zu sein. Ich auch!
Das Anamnesegespräch fand mangels Kapazitäten in einem Durchgangszimmer statt, was mir dann aber auch egal war. Alles ist besser als warten. Das Gespräch war ziemlich lang und ich hatte Zeit alle meine Probleme und Symptome aufzuzählen. Warum dann im Abschlussbericht nur ein Bruchteil davon dokumentiert und einige Sachen falsch dargestellt werden, weiß ich nicht.

Das Krankenhaus essen

Gegen 11:30 Uhr bekam ich dann ein Zimmer und konnte einchecken. Sofort kam die nette Schwester mit dem Krankenhaus Menü, die mich dann direkt an die Ernährungsberatung verwies. Tolle Sache, denn per se kann die Krankenhaus so ziemlich auf den Ernährungswunsch eingehen. Der Schwester mit dem Krankenhaus Menü Plan sind dann aber die Hände gebunden, weil das vorgefertigte elektrische System eben Grenzen hat. Trotzdem bekam ich bereits Mittags ein begasen Essen. Wunderbar!
Nachmittags stattete mir die Ernährungsberaterin einen Besuch ab und mir wurde das Essen wunschgemäß geliefert. Vegan & glutenfrei. Glutenfrei deswegen, weil ich Weizenreduziert sagte und wir dann über diverse Gesprächsecken auf Zölikalie zu sprechen kamen. Wurde bei mir bisher immer medizinisch ausgeschlossen, obwohl viele Symptome damit einhergehen. Der medizinische Ausschluss heißt aber nicht viel, weil ich vielleicht aufgrund meiner glutenreduzierten Alltagskost mich unter dem medizinische meßbaren Radar aufgehalten habe.

Wenn man keine Erwartungen hat, dann kann man nur überrascht werden. Zugegeben Chinakohl roh und vier Scheiben Brot sind nicht so sättigend aber immerhin gab es etwas zu essen. Und in der Nähe war ein HIT, wo ich mich mit frischem Gemüse eindecken konnte.

Die Untersuchungen

Von Mittwoch Abend bis Freitag Abend liefen zwei 24 Stunden Sammelurin Tests, am Donnerstag wurde ein ACTH-Cortisol Tagesprofil und ein Herzultraschall durchgeführt. Außerdem kam der leitende Oberarzt zu Besuch, um mir zu sagen, dass er ohne Werte nichts sagen kann.
Der Herzultraschall zeigte eine Vergrößerung des linken Herzmuskels. Es könnte für ein Cushing sprechen, allerdings scheint im meinen Fall eher der Ausdauersport für das Wachstum zu sein.
Mit meinem Sammelurin wurde außerdem eine Messung meiner Serum- und Urinosmolalität durchgeführt, weil ich mit 6-7 Liter Urin pathologisch auffällig bin. Allerdings ohne wirkliche Erklärung oder Hypothese, die Werte sind unauffällig gewesen.
Die wichtigen Cortisolwerte fehlen noch, zwei der sechs ACTH-Cortisol Tagesprofil Messungen sind ausgewertet gewesen und zeigen einen normalen Verlauf. Allerdings spricht das auch meinem Körpergefühl, denn morgens bis mittags war meistens alles ok.
Eine Anekdote am Rande: Nach dem dritten Sammelurinbecher über 2,2L war die Station behälterlos. 🙂

Der Alltag im Krankenhaus

Der Alltag im Krankenhaus ist öde sag ich euch 😀 Zwei Spaziergänge am Tag, zwei Besuche im Café und ein bißchen Familienbesuch. Dazu ein bißchen Internet und zwei Lektüren. Fertig.
Aber die Parkanlage um das RWTH Klinikum ist wirklich schön und lädt zum spazieren ein.

Fazit

Und jetzt bin ich genauso schlau wie vorher? Vielleicht. Ein neuer Anhaltspunkt war das Gespräch mit der Ernährungsberaterin im Krankenhaus. Denn der bisherige Zölikalie Ausschluss war vielleicht nicht korrekt und könnte eine Erklärung für Heißhunger, Gewichtszunahme und Leistungseinbruch sein.
Genauso wie das Cushing Syndrom. Bis Juni tut sich hier nicht viel, da sowohl endokrinologische als auch gastroenterologische Facharzttermine früher nicht möglich waren.
Die Umstellung auf glutenfreie Ernährung hat in jedem Fall geholfen oder ich bilde mir das ein. Jedenfalls ist mein Bauch weniger aufgebläht, ich bin seit Donnerstag ausgeglichener und habe neue Kraft. Bisher habe ich auch kein Heißhunger oder Freßattacken, während die letzten 14 Tage ja quasi eine pausenlose Freßattacke mit durchgängigem Heißhunger war.

Einzug in die Endokrinologie

Nach dem ich Anfang März zu Besuch in der Endokrinologie war und Mitte März über Neues aus der Endokrinologie berichtete folgt jetzt die logische Konsequenz, der Einzug in die Endokrinologie.
Übersetzt heißt das nichts anderes, als das ich ab kommenden Mittwoch zur weiteren Diagnostik in die (oder das?) RWTH Aachen stationär aufgenommen werde.
Nach wie vor war mein Cortisol Wert erhöht, bio-chemisch ist ein Cushing Syndrom nicht auszuschließen. Die behandelnde Ärztin hält dies für unwahrscheinlich, allerdings werde ich aufgrund einer allgemeinen Zustandsverschlechterung aufgenommen. Ursachenforschung auf höchstem Niveau.
20160322-RWTH_Aachen_beitragsbild

Allg. Zustandsverschlechterung

Ich habe lange überlegt, wie detailliert ich hier schreiben soll und mich für eine Zwischendings entschieden. Ehrlich und transparent aber trotzdem ohne zu sehr Privatsphäre zu vernachlässigen.
Neben dem bekannten Heißhunger und Fressattacken (die Zwischenzeitlich mal besser waren) folgte seit Mitte März auch keine Gewichtsabnahme mehr, obwohl ich regelmäßige Energiedefizite erarbeitet hatte. Sprich, ich war ernährungstechnisch motiviert und alles war prima, aber ich habe totzdem kein Gewicht verloren.
Neben der ganzen Problematik gab es im Sport auf der einen Seite Verbesserungen in der Ausdauerfähigkeit aber eben völlige Rückschritte in der Leistungsebene darüber. Tendenz sinkend. Dabei bin ich motiviert und habe nach wie vor bei jedem Training überwiegend Spaß. Ich muss mich nicht zwingen oder aufraffen, zumindest nicht mehr als ich dies vor nem Jahr musste.
Darüberhinaus habe ich immer mal wieder Herz rasen in Ruhephasen. Ich liege auf der Couch und sekundenlang rast mein Herz. Dazu drückt es gelegentlich an den unteren Enden der Rippenbögen mit einem stechenden Schmerz.
Obwohl ich ja fitt bin und nach wie vor 3-4h Rad fahren kann ohne danach erschöpft zu sein (oder 1h laufen kann), komme ich bei geringsten Alltagsbelastungen (zum Beispiel eine Treppe hinauf gehen) außer Atem.
Dazu gesellen sich Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, gelegentliche Antriebslosigkeit und ein allg. Unwohlsein.
Das alles irgendwie wie ein Kreislauf ist, muss ich wohl nicht erklären. Gerade ihr Sportler wisst selbst, wie sehr man unter Verletzungen leidet und welche Konsequenzen sowas im Alltag haben kann.
Das Problem oder das Gute (ich weiß es nicht mehr) ist, dass ich zumindest durch den Sport meinen Zustand immer wieder etwas verbessern kann. Bis zu einem gewissen Grad hilft Training, schlagartig ist es dann doch wieder Zuviel. Aber in für mich unmöglich zu überblickenden Wechseln.
Seit Dienstag ist dann völlig der Wurm drin, weshalb ich auch das Training vorerst bis zum Krankenhaus ganz abgebrochen habe. Weil seit Dienstag fehlt mir wirklich die Lust am Sport. Inwieweit das jetzt durch Enttäuschung, Frustration und dem allgemeinen Zustand begünstigt ist, kann man auch nur mutmaßen.
Wenn ich Lust habe, fahre ich Rad oder gehe laufen. Aber völlig ohne Vorgaben und ohne Trainingsambitionen.

Hypercortisolismus, Cushing Syndrom, Morbus Cuhsing

Schlagworte die mir mittlerweile wirklich Sorgen bereiten. Auf der einen Seite hoffe ich, dass die Lösung ganz einfach ist. Andererseits fühle ich mich von innen aufgefressen und sehe auch keinerlei äußerlichen Stressfaktoren.
Beispielsweise hatte ich im März Elternzeit, also völlige Stressfreiheit im Beruf und der allg. Zustand hat sich trotzdem verschlechtert.

Fazit

Ich bin froh, dass jetzt offensichtlich die Hilfsleistungen zunehmen und sich eine Diagnose für die seit Oktober/November anhaltende Verschlechterung meines Stoffwechselsystems anbahnt.
Anbei möchte ich auch mal anmerken, wie toll meine Kollegen auf der Arbeit sind. Die mir am Donnerstag alle meine Dienste bis zum Krankenhaus abgenommen haben und bereits im Vorfeld einen Daniel-fällt-aus Ersatzplan geschaffen haben, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht absehbar war wie es weitergehen wird. So ein Rückhalt ist unbezahlbar.