World Endurance Mountainbike Organisation – WEMBO

Spätestens seit der 24h-Mountainbike-Weltmeisterschaft hat die WEMBO für uns an Bedeutung gewonnen. Der Verband für die Mountainbike Ultraausdauer Disziplin „24h“ bietet aber bereits seit 2012 anerkannte Meisterschaften an, unabhängig, aber im stetigen Austausch mit der UCI. Mit Sebastian Trimborn als Vize Europameister 2019 haben wir bereits einen erfolgreichen Elite Sportler im Land. Es wird Zeit, dass die WEMBO mehr Anerkennung in Deutschland findet. Inoffizielle Meisterschaften mögen kurzfristig attraktiv sein, für unseren Sport ist aber die professionelle Ausrichtung mit einem Verband im Rücken langfristig der bessere Weg.

Graue Haare, klassischer Outbackhut, Trekkingkleidung, mittleres Alter. An Russ Baker führt bei WEMBO Wettkämpfen kein Weg vorbei. Seine Omnipräsenz wirkt dabei alles andere als aufdringlich, sein Interesse an den Sportlern ist aufrichtig und er ist stets für einen Smalltalk zu haben. Drei Mal hatte ich bereits Kontakt mit einem der WEMBO-Gründer und war immer wieder angetan von seiner Offenheit, Aufgeschlossenheit und Interesses allen FahrerInnen gegenüber. Über 1.500 aus 44 Ländern ist Russ bereits begegnet, wie er gleich im Interview erzählen wird. Und ich bin mir sicher, dass der Großteil ähnliches empfindet wie ich.

Russ verkörpert für mich die WEMBO und den Gedanken dahinter über ein einheitliches Regelwerk, offizielle Titelwettkämpfe und attraktive Rennen die Disziplin 24h-Mountainbike mehr Bedeutung beizumessen. Dabei ist seine Präsenz Symbolbild für eine Gemeinschaft, die bei aller sportlicher Rivalität durch allerhöchstes Fairplay und menschlicher Stärke gekennzeichnet ist. Allen voran der aktuelle Dreifach-Weltmeister Cory Wallace (Kanada) und der vorherige Seriensieger Jason English (Australien), die abseits der Wettkämpfe durch soziales Engagement immer wieder starke Akzente setzen.

In den kommenden Jahren werden wir als Coffee & Chainrings mehr über die WEMBO-Organisation, WEMBO-Events und die Fahrer berichten. Den Anfang wird natürlich Russ Baker machen, mit dem ich die letzten Wochen trotz Zeitverschiebung, Urlaub und anderen Projekten ein interessantes Interview über die WEMBO, ihre Entstehung und Zukunft führen konnte. Fangen wir an!

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Ultratalk: 2200km Rennrad in 4.5 Tagen – reine Kopfsache?

In 10 Tagen ist es endlich so weit: Torsten Weber lädt gemeinsam mit Trainerin Tanja Ney zum Ultratalk ins City Forum nach Euskirchen. Wir unterstützen die Veranstaltung mit einer kleinen Kaffeebar vor Ort. Noch gibt es ein paar Tickets zu kaufen, exklusiv bei uns mit 30% Preisnachlass.

Im Coffee & Chainrings Podcast erschien bereits Torsten Webers Race Around Austria Geschichte im vergangenen Jahr. In diesem Jahr haben wir Torsten in unserem Blog beim Race Around Austria begleitet und wir freuen uns umso mehr, dass wir auch bei seinem Ultratalk im City Forum Euskirchen aktiv mit dabei sind.

Am 9.10 ab 19 Uhr berichten Torsten Weber und Tanja Ney gemeinsam von der Herausforderung Ultracycling. Aus Torstens Sicht als Fahrer und Crewchef und aus Tanjas Sicht als Mentaltrainerin, die Team & Fahrer auf das Race Across / Around Germany und das Race Around Austria vorbereitet und begleitet hat.

Der Talk wird von Alexander Königsmann moderiert. Wir werden an diesem Abend allen Gästen gegen eine Spende mit unserer Kaffeebar verzaubern. Ihr könnt zwischen Aeropress, FrenchPress und Filterkaffee wählen und die leckersten Bohnen von unserem Kooperationspartner Quijote Kaffee köstigen.

👉 TICKETS mit 30% Nachlass durch den coffee&chainrings Gutschein Code.

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Road to Bela


Programm:
10.05.2018 Les Cimes de Waimes MTB Marathon
19.05.2018 Rocky Mountain BIKE Marathon
21.05.2018 Ardennen Trophy La Reid
26.05.2018 Bike Check
27.05.2018 Bike Check und 60′ lockeres Training
28.05.2018 Packen
29.05.2018 60′ lockeres Training, Abfahrt & Teamtreffen in Prag
30.05.2018 Ankunft in Bela (Slowakei)
31.05.2018 90′ Track Test
01.06.2018
02.06.2018 10:00 Uhr Start wembo Festina 24h MTB European Championchip

Alles auf Rausch – Daniels Saisonvorschau 2018

Alles auf Rausch? Und damit möchte ich dir die Frage vorwegnehmen, ob ich meine Saison 2017 überhaupt toppen kann. Mountainbike ist mein liebstes Hobby und in diesem Jahr möchte ich das  intensives Glücksgefühl hervorheben, dass ich (und hoffentlich du auch) beim Radsport erlebst: Alles auf Rausch! 
Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft! Ich weiß nicht, ob ich die Intensität des Glücks, die ich nach der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure gespürt habe, in dieser Saison erreichen kann. Das AK-Podium mag für manchen zu wenig sein, für mich war es das Erreichen eines Traums. Gleichzeitig aber die Gewissheit, dass man mit Training, Motivation, Wille und Ausdauer seine Ziele erreichen und sogar übertreffen kann.
Es wäre vermessen mit dem Ziel in die Saison 2018 zu starten, erneut das Podium bei der 24h Weltmeisterschaft anzugreifen. Die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2018 findet erst im Oktober statt und bis dahin werde ich hoffentlich viele weitere schöne Erfahrungen mit dir geteilt haben.
Wo soll ich anfangen?

Ultracycling

Ein großes Wort und Über die Definition sind sich nicht alle einig. Gehören 24 Stunden Rennen in diese Kategorie oder sind diese Rennen noch zu kurz? Beginnt Ultracycling, wie Torsten Weber sagt, erst nach 24 Stunden? Schwierig.

„As on the road, some of the most popular ultra-distance mountain bike events are 12 and 24 hour time trials, of which there are many all over the world.“ (Wikipedia)

Nach der Wikipedia Definition gehören sowohl 24- als auch 12 Stunden Rennen in die Kategorie Ultra Cycling. Womit wir beim ersten Höhepunkt meines Jahres wären.

wembo 24hr European Championship

Der erste Höhepunkt meiner Saison 2018 wird das Festina 24h wembo European Championship Rennen in Nižné Kamence in der Slowakei. Der 9,5km Rundkurs hat etwa 250hm und ist mit der Herausforderung von Finale Ligure vergleichbar. Am 02. Juni gehts los.

wembo solo 24h World Championship

Am 20/21 Oktober findet die 24h MTB Weltmeisterschaft in Fort William, Schottland statt. Das Relentless 24hr Rennen in Schottland wird seit 2006 ausgetragen, 2014 wurde die Weltmeisterschaft hier ebenfalls ausgetragen.
Noch steht die WM nicht im Fokus, die Teilnahme an der WM wird final im Sommer entschieden.

BIKE Transalp 2018

Nach der 24h MTB EM werde ich gemeinsam mit dem Belgier Maxime Lagny an der BIKE Transalp teilnehmen. Das vegane Schaf Sarah wird uns dabei unterstützen und Gesellschaft leisten.
In Europa gehören die Alpen zum Nonplusultra der Gebirge. Wenn du schon einmal in den Alpen Rad gefahren bist, dann wirst du die Emotionen selbst gespürt haben. Es geht um ein ganz besonderes Gefühl: #cantcopythealps

Ultracycling 2.0

Wie ich eingangs bereits erwähnt habe, gehören 24- und 12 Stunden Rennen bereits in die Kategorie Ultracycling. Aber zwischen einem 24 Stunden Rennen und dem Race across America, dem Inbegriff von Ultracycling, liegen Welten.
Allerdings gibt es im MTB Sport nichts vergleichbares, zumindest wenn du mit einer Supportcrew das Rennen bestreiten möchtest. Um meine Grenzen etwas weiter zu verschieben muss ich also über den Tellerrand schauen und etwas umdenken. Die Herausforderung wird das Ziel.

„Mountain bike races that take more than 24 hours to compete and in which the clock never stops running are where the bikepacking genre began, in which riders are entirely self-supported (see above for road-based bikepacking events). One of the most famous and popular off-road bikepacking events is the Tour Divide, which covers 4,418 kilometres (2,745 mi) across the Rocky Mountains from Canada, through the USA, and finishes at the Mexican border. The Iditarod Trail Invitational in Alaska is run on snow bikes in winter and is 1,000 miles (1,600 km) long. The most popular off-road bikepacking race in Europe is the Tuscany Trail, which covers 530 kilometres (330 mi) in central Italy.“

Bickepacking, Ultracycling, mehrere Tage im Sattel… Mensch gegen Natur. Hier kommt der Abenteuercharakter von Ultracycling noch einmal ganz besonders zum Zug. Aber ich möchte etwas kleiner anfangen.

Trans Hermann MTB Everest Challenge

Die Trans Hermann MTB Everest Challenge ist ein selbst-organisiertes (self-supported) MTB Rennen durch den Teutoburger Wald. Rheine – Externsteine – Rheine lautet die Vorgabe und verspricht 95% Trailanteil durch den Teutoburger Wald.
Für die 290km lange Strecke mit 9.000hm ist ein Zeitlimit von 36 Stunden ausgerufen. Gestartet wird am 22. September. In meinem ersten self-supported Ultracycling Rennen ist die Herausforderung das Ziel. Passend zum Charakter der Veranstaltung, die das Abenteuer in den Vordergrund rücken. Gewinner sind alle, die das Ziel in Rheine erreichen werden.

Fazit

Mit den vier Höhepunkten 24h MTB Europameisterschaft und Weltmeisterschaft, der BIKE Transalp und der Trans Hermann MTB Everest Challenge ist mein Jahr extrem abwechslungsreich aufgebaut.
Ich bleibe damit meinem eingeschlagenen Weg treu und konzentriere mich weiterhin auf Ultracycling Events, auch wenn die BIKE Transalp hier aus der Reihe fällt. Die Hatz über die Alpen bleibt für mich aber etwas ganz besonderes.
In der Vorbereitung setze ich auf alte Bekannte wie den Rocky Mountain BIKE Marathon Willingen und dem SKS Bike Marathon Sondern aber auch ein paar neue Experimente wie das Rad Race in Koblenz.
Nach und nach werde ich euch zu allen Highlights und Vorbereitungsrennen konkretere Informationen mitteilen und auch die Vorzüge der einzelnen Events darstellen. Bis dahin konzentriere ich mich auf mein Training.