You are not solo! #wemboFinale

Die wembo 24hr Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 ist Geschichte und ich habe mit dem dritten Platz in meiner Altersklasse persönliche Sportgeschichte geschrieben. Ihr durftet vor dem Rennen bei meinem WM-Tagebuch, während des Rennens im Liveticker und nach dem Rennen in meinem ausführlichen Rennbericht die Weltmeisterschaft hautnah miterleben. Was für euch wie eine wahre Meisterleistung eines Einzelnen anmutet ist in Wahrheit eine fabelhafte Teamleistung, ohne diese kleinen Rädchen wäre der Erfolg niemals möglich gewesen. Und das ist meine persönliche Danksagung an die Coffeechains Gang!
Was war das für ein unglaubliches Rennen. Direkt danach sind alle Emotionen in mir zusammen gefallen. Das Gefühl werde ich so schnell nicht mehr vergessen, wie eine Gänsehaut der nächsten jagte und ich einfach nur das Gefühl des Erfolgs genossen haben.

Emotionen, Emotionen, Emotionen. Bei diesem Bild kommen mir heute noch immer die Freudentränen.

Aber ich habe diesen Erfolg nicht alleine eingefahren. Es war mein Team, dass mir den Weg geebnet hat. Nicht nur das Team vor Ort, um Team Manager Ansgar, Maren, Chrissie, Johannes und meine beide wertvollsten Schätze Hasi und Basi, sondern auch Tina, Sandra, mein Vater sowie Physiotherapeut Jarmo, Fitnesstrainer Torsten und Radcoach Lukas sind wichtige Säulen des Erfolgs. Genauso wie Sponsoren GripGrab, Sponser und die MTB Fahrtechnik Schule Mac Hartmann. Aber der Reihe nach.

Danke Lukas, Jarmo und Thorsten

Lukas traf ich im Dezember 2016 kurzentschlossen, nachdem ich zuerst mein Training selbst in die Hand nehmen wollte aber ziemlich schnell eine methodischen Grenzen erfahren habe. Nach zwei jähriger Stagnation habe ich mir durch eine neue Partnerschaft einen Trainingsschub erhofft.
Ich glaube Lukas war im Dezember nicht allzu hoffnungsvoll was die Weltmeisterschaft anging, denn meine Form war desolat. Wohl auch, weil rückwirkend betrachtet, meine große Schwäche in den vergangenen Jahren zu wenig trainiert wurde. Lukas stellte mein Training auf den Kopf und ich setzte mit Freude die neuen Ziele um. Zuweilen war das Trainingsprogramm bestimmt nicht einfach, aber Lukas fand einen guten Spagat aus gezieltem Schwächetraining und mir spaßbringenden VLaMax Einheiten.
In dem halben Jahr haben wir uns auch immer besser kennengelernt und die letzten Wochen vor der WM waren durch Zuversicht geprägt. Ich bin froh, dass ich mit STAPS im Allgemeinen und Lukas im Besonderen eine perfekte Trainingsbetreuung gefunden habe.
Lukas hat mir eine andere Sicht auf mein Training gezeigt und insbesondere das Zusammenspiel von Training, Belastung und Ernährung neu interpretiert. Zudem konnte er positiven Einfluss auf mein Selbstvertrauen nehmen und führte ich so nicht nur zu einem neuen Vo2Max Bestwert, sondern auch aufs Podium der Weltmeisterschaft!
Jarmo und Thorsten sind nicht minderwichtig. Während mir Jarmo regelmäßig die Problemzone Becken behandelt und nahezu wöchentlich die rechte Beckenseite einrenkt, sorgte Torsten für ordentlich Kraftzuwachs im letzten halben Jahr und ordentlich Stabilität im Rücken und Beckenbereich. Besonders das Abschlusstraining gab mir noch einmal einen Schub, der wichtig für das erfolgreiche Abschneiden bei der WM war!

Insbesondere durch die fast täglichen Termine bei Jarmo, nach dem Sturz in Willingen, verdanke ich überhaupt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Besonders schön ist es, dass die Schmerzen bei Jarmo größer waren als die, die ich bei der Weltmeisterschaft erlitten habe!

Ansgar, der eigentliche Garant für den Erfolg

Ihr alle habt Ansgars Rolle im Hinblick auf meine Motivationsfähigkeit, Trainingsleistung und Engagement glaube ich nie in ihrer Ganzheit bemerkt. Ansgar ist kein Mann der lauten Töne, ordnet sich gerne dem Team und Vorhaben unter aber ist mit einem Engagement bei der Sache, dass bei mir einfach unendliche Dankbarkeit ausgelöst hat.
Während der WM-Vorbereitung hatte ich selten Motivationsprobleme, seit dem 07. Februar eigentlich gar keine mehr. Und das ist Ansgar zu verdanken. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass der 37. Tag meiner WM-Vorbereitung der wohl entschiedenste für den Erfolg in Finale Ligure war.

Ansgar hatte an diesem besagten Dienstag mich an einem Punkt berührt, der mich die nächsten 113 Tage im Training einfach beflügeln sollte. Es war der erste Tag an dem ich wirklich keinerlei Lust verspürte mein Training umzusetzen. Ich war müde, genervt und hatte kein Bock. Im Austausch mit Ansgar versuchte dieser mich zu motivieren, was eine Kunst für sich darstellt, wenn ich erst einmal zur Diva gewandelt bin.
Zu allem Überfluss war der Schaltzug meines Rennrads gerissen, als ich das Training auf der Rolle beginnen wollte. Und mit 53/30 war kein Training denkbar. Und dann kam der entscheidende Moment, Ansgar bot sofort an zu kommen (immerhin 30min Autofahrt), um den defekt zu beheben, damit ich trainieren kann.
Ich war tief berührt, denn Ansgar war bereit alles mögliche für unser Ziel zu unternehmen. Meine Reaktion veränderte mein gesamtes, fortlaufendes Training. Ich zog mich an und trainierte eine ziemlich herausfordernde EB-Intervalleinheit im strömenden Regen mit eisigem Wind und war danach ein neuer Mensch.

Trainieren für dieses eine große Ziel am 02. Juni diesen Jahres, wo ich nicht nur für mich Solo fahre, sondern für mein Team! Alle bringen Opfer, da gibt es kein #mimimi wegen Regen, zu kalt, Rolle kaputt oder was auch immer! (Daniel Lambertz, 07.02.2017)

Ich glaube an diesem 07.02 sind wir noch enger zusammen gerückt. Unvergessen bleiben aber auch diverse Trainingseinheiten, die Ansgar begleitet hat.
Und in Finale Ligure war Ansgar meine zweite Hand. Er kümmerte sich perfekt um meine Belange, war für alles Feuer und Flamme und pushte mich letztendlich in jeder Runde aufs Neue.
Das er vor der WM die Räder perfekt vorbereitet hat, während des Rennens für alles eine Lösung hatte und auch sonst alle wichtigen Rädchen im Auge behalten hat ist ein großer Verdienst.
Ich könnte noch einen ganzen Roman darüber schreiben, wie sehr Ansgar immer geholfen hat. Aber die Coffeechains Gang ist mehr als nur Ansgar. Aber Ansgar hat seine Rolle als Team Manager perfekt angenommen!

Ohne Ansgar kein Podium. Für mich ganz klar. Danke <3

Chrissie, Johannes und die Komplexität der Ernährungslisten

So ein glutenfreier Veganer ist kompliziert. Erst Recht, wenn Coach Lukas detaillierte Ernährungsvorgaben umgesetzt haben will. Eigentlich bedarf es für die Ausführung der Verpflegung des Fahrers eine Ausbildung zum Ernährungsberater.

Aber wir haben Chrissie in der Gang! Ohne jemals zuvor eine Gel-Tüte in der Hand gehalten zu haben oder ohne Kenntnisse der genauen Inhaltsstoffe jonglierte sie mit Sponser Liquid Energy, BCAA, Pea Protein, diversen Riegeln und Flüssignahrung als wäre es das Einfachste auf der Welt.

In der Teambesprechung schaffte es Ansgar meine Vorstellung von Verpflegung soweit runter zu brechen, dass Chrissie das Konzept verstanden hat. Letztendlich geht es für die Betreuer um die Makronährstoffe Kohlenhydrate und Proteine, da ich im Rennen eigentlich mehr lowFat unterwegs bin 😀
Chrissie war perfekt vorbereitet und letztendlich scheiterte das ausgeklügelte Konzept daran, dass der Mann auf dem Rad nicht soviel trinken konnte, wie die Schwester wollte, weil der Bruder das vor dem Rennen so gesagt hat 🙂

Johannes, der vor den Rennen extrem neugierig war, zeigte sich während des Rennens hochkonzentriert und verlinkte sich mit meinem Gehirn und stand – in den wenigen Pausen – ständig mit den richtigen Lebensmitteln auf einem Tablet neben mir. Habt ihr schon mal minutenlang Kilos von Wassermelonen mit gestreckten Arm gehalten? Ich nicht, aber ich weiß wie sich das anfühlt, waren die unkontrollierten Muskelzuckungen bei Thorsten im Training immer Anzeichen für eine drohende Ausbelastung.

Außerdem zeigte sich Johannes das ein oder andere Mal als guter Sprinter, rannte er bei verpassten Übergaben (waren es 2 oder doch nur eine?) hinter mir her. Ansonsten war Johannes der Mann fürs Wasser. Eine Freude in jeder Runde für mich, endlich Abkühlung.
Ihr beiden seid ganz spontan ins Team mit dazu gestoßen und hattet mit Radsport gar nichts am Hut. Und spätestens seit der Siegerehrung weiß ich, dass meine Leistung sogar meine Schwester extrem besprüht hat 😀 DANKE, dass ihr bei dem Abenteuer dabei wart. Danke auch für die Tage davor und für die Rücksichtnahme, dass (leider) nicht alles so klappte wie gedacht und trotzdem alles funktionierte wie es sollte.

Und Johannes, der Mann der Liegestützen, hat natürlich eine Radfahrt auf dem Mountainbike gut. Wir werden in diesem Sommer davon berichten!

1000 Leute verfolgen das Geschehen Dank Maren und dem Liveblog

Noch Platz im Auto und gute Laune kann man immer gebrauchen. Während ich mit Maren hinter den Kulissen über ein Engagement in der Coffeechains Blog Gang verhandelte, reifte auch die Idee eine rheinische Frohnatur mit nach Italien zu nehmen.
Die richtige Entscheidung wie ich spätestens seit Willingen wusste. Maren sorgte für gute Laune, war immer ansprechbar, hilfsbereit und für die Ruhe vor dem Rennen zu haben.
Während des Rennens sorgte Maren dafür, dass wir über 1000 begeisterte LeserInnen mit mehr oder wenigen brandaktuellen Informationen versorgen konnten. keine leichte Arbeit, immerhin musste sie ständig zwischen Coffeechains Team Area und Mediaroom hin und her wandern.
Wer den Media Kram verwaltet, fehlt leider meistens auf den Action Fotos.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Verdacht Maren könnte hinter dem perfiden Plan gesteckt haben, dass man mir nachts eine Falle stellte und alle Stühle versperrte, dass ich ja nicht pausieren kann und weiterfahre, weil der vierte Platz nur 20min hinter mir unterwegs war.
Leider führen meine Rechercheergebnisse nicht zur Klarheit. So oder so ich bin Maren sehr dankbar, dass sie mitgekommen ist. Maren war auch die einzige, die Regel Nummer 1 brechen durfte: Don’t touch the Champ.

Mit ganz viel Liebe, Vertrauen und Verständnis. Meine Hasis


Ein Bild sagt meistens mehr als tausend Worte. Wie immer sind die Hasis da und schauen zu ohne sich in den Prozess einzumischen. Für mich mental so wichtig, sie kurz zu sehen. Der kurze Austausch, zwei Sätze und ein Winken und die Zeit nach dem Rennen dann genießen.

Aber meine beiden Hasis bin ich auch über das WM-Rennen hinaus dankbar. Fulltime Job und WM-Vorbereitung verschlingen eine Menge Zeit, ohne das Verständnis und gegenseitige Vertrauten wäre dieses Vorhaben niemals zu bewerkstelligen gewesen. Es ist nicht immer einfach und leider waren hin und wieder Abstriche notwendig.

Don’t forget your roots: Danke Sandra, Tina und Papa

Nicht mehr dabei aber trotzdem unvergessen. Danke Tina und Papa, dass ihr bei meiner Premiere in Gulbergen 2015 den Grundstein für das gelegt habt, was ich jetzt erreicht habe. Danke Sandra für deine kurzfristige Begleitung 2016 in München und später in Gulbergen.

Coffeechains Gang, München 2016

Bereits damals seid ihr für die erfolgreiche Premiere und den knapp verpassten Podestplatz in München mitverantwortlich gewesen und habt mich angefeixt auf der Ultralangdistanz weiter anzugreifen.

Danke für das Vertrauen an Sponser, GripGrab und Mac Hartmann

Sponser, GripGran und Mac Hartmann gehört genauso der Dank. Mit dem Sponser Competition Ultra habe ich das neue Getränk der Schweizer mit nach Italien nehmen dürfen. Auf Maisstärke Basis für ultralange Distanzen entwickelt schmeckt der Drink weniger süß und kann bis zu 80gr Kohlenhydrate pro Liter liefern. Gemeinsam mit den Sponser Liquid Energy und Liquid Energy BCAA Gels bestand der Großteil meiner Wettkampfnahrung von unserem Co-Sponsor.
Die GripGrab Sacks sorgen für ein angenehmes Fußklima und weniger Reibung im Schuh auch über 24 Stunden. Mit dem GripGrab Racing und Vertical hatte ich zwei Langfinger Handschuhe im Einsatz, die nicht umsonst Eurobike Award 2016 Prämien eingefahren haben.
Bereits 2016 fuhr ich mit dem GripGrab Racing Vorgänger Modell meine 24h Rennen und im Vergleich zu München haben sich die Blasen an den Handinnenflächen reduziert, obwohl der Kurs um einiges fordernder war als das 24h Race München.
Denis, dir gehört ganz besonderer Dank! Das Podium in Finale Ligure habe ich auch aufgrund meiner starken Downhill Performance erreicht. Das ich für meine Verhältnisse richtig schnell die Trails herunter gefahren bin, habe ich dir und deinem individuellen Kurs zu verdanken. Ich war wesentlich gelassener, meine Haltung effizienter und die Kontrolle des Rads besser als vor deinem Fahrtechnik Training.

You are not solo

Nein, ich möchte keine Leistung nicht klein reden. Ich kann eine Leistung gut einordnen und alleine die Müdigkeit zwei Wochen später zeigt mir, wie sehr ich an meine Belastungsgrenze gegangen bin,
Aber um eine perfekte Leistung am Tag X abrufen zu können, bedarf es eben mehr als nur einen trainierten Fahrer. Man braucht ein Team vor, während und nach dem Rennen.
Und wenn ich euch sage, dass wir nach der WM alle zu müde waren für eine Feier, dann zeigt das ebenso wie hoch die Anspannung im Team war. Wie sehr jedeR alles für den Erfolg gegeben hat und wie anstrengend „nur“ die Betreuung eines Fahrers während eines 24h Rennens sein kann.

Danke. Danke. Danke.

wembo 24h Finale – Eine Runde mit Jason English

Jason English wird auch Thema in meinem Bericht über das Weltmeisterschaftsrennen wembo 24h Finale in der kommenden Woche, dafür benötige ich aber noch etwas mehr Zeit. Jason English gewann bisher jede Weltmeisterschaft in der Elite-Kategorie (Profis) und wurde in diesem Jahr nach hartem Fight erstmals in der Geschichte der wembo vom Kanadier Cory Wallace entthront.
Nichtsdestotrotz ist Jasons Leistung famous und seine Einstellung zum Radfahren wird in der ersten Runde mehr als deutlich. Entspannt und mega gut gelaunt kommentiert ihr den Kurs von Finale Ligure während des Rennens. Besonderes Highlight ist natürlich der vollständige Le Mans Start, also unser Lauf von der Expo Area des Rennens über mehrere Trails bis zur Bike Box.
Holt euch einen Kaffee und genießt in einer halben Stunde einen der härtesten 24 Stunden Rundkurse der Welt von der Couch. Ich bekomme heute, eine Woche nach dem Rennen, noch immer Gänsehaut beim Zugucken.

Wer keine Lust auf 37min Mountainbike Action hat, dem empfehle ich den Start zu sehen und dann die besonderen Highlights zu gucken.

Highlights Kurs Finale Ligure solo 2017

01:05min Tobago RUN
03:55min Coffee & Chainrings Area
05:10min Wechsel aufs Rad
09:15min Teile der Teamstrecke inkl. Sprung im Trail
14:45min Stufen-Downhill
17:18min 180° Kurve mit Blick auf Meer und folgender 20% Uphill
26:50min Extrem verbockter, steiniger Anstieg (Toboga Uphill)
30:10min Ruppiger Downhill, meine Lieblingsstelle im Rennen inkl. Felskante in der Ebene (30:48)
34:30min TOBOGA 😀
36:09min Durch die Verpflegungszelte
36:48min Coffee & Chainrings Team Area

WM Dritter AK 30-34! Ein langer und weiter Weg.

Auf dem Video kann man sehr gut sehen wie unterschiedlich und abwechslungsreich der Kurs war. Im ersten Teil mit Waldboden und engen, kurvenreichen Trails, später dann steinig, felsig und stellenweise ein wenig ausgesetzt. Und zum Ende der Sandboden um Tobago. Zwischendrin gab es auch noch zwei Wiesenstücke. Dazu moderate Anstiege und steile Anstiege und eine Menge Singletrails.

#WMDritter – drei Tage später

Hi! Auch drei Tage nach der Weltmeisterschaft kann ich mein Glück. noch immer nicht in Worte fassen. Wie fühlt man sich als drittbester 24h MTB Fahrer der Welt?
Eine Mischung aus völliger Leere und Müdigkeit gepaart mit immer wieder einbrechenden Momenten des absoluten Wahnsinns. Gänsehaut kann ich euch sagen.

Gerade arbeite ich an dem Filmriss im Rennen und versuche mit Bildern, Rundenzeiten und Erinnerungen das Rennen zu rekapitulieren.
Noch immer erreichen mich Glückwünsche auf allen Kanälen. Ich kann nicht oft genug Danke sagen. Nur mit meinem Team, Sponsoren und unserer #allebekloppt Community war das möglich.
Heute in den frühen Morgenstunden sind wir nach Hause gekommen. Jetzt muss ich zurück in den Alltag. Am Wochenende werde ich mir dann überlegen, wie ich euch in meinen Rennbericht auch emotional auf meine Reise zum drittbesten Fahrer der Welt mitnehmen kann.

Lambertz auf Platz 3 bei der 24h MTB Weltmeisterschaft

Wir sind nicht Weltmeister aber auf dem Treppchen bei der 24h MTB Weltmeisterschaft in Finale Ligure! Daniel kämpfte sich auf dem brutal schwereren Kurs in Finale Ligure mit der Unterstützung seines fantastischen Teams in einem wahnsinnigen Rennen auf den dritten Platz in seiner Altersklasse.
325hm auf 9,7km Streckenlänge und ein Schwierigkeitsgrad, der seines gleichen sucht. Der Kurs in Finale Ligure war einer Weltmeisterschaft würdig, die schweren Trails und toughen Downhills verlangten stetige Aufmerksamkeit. Dazu eine einmalige – bisher im MTB Sport noch nie erlebte – Atmosphäre der Tifosi, mit dem Höhepunkt Runde für Runde bei der Durchfahrt durch das Toboga Stadion.

Traumstart bei der 24h MTB Weltmeisterschaft

Daniel kam gut ins Rennen und konnte die mit Trainer Lukas besprochene Strategie prima umsetzen. Am Streckenrand sorgten Christina und Johannes für die Kontrolle der Ernährungsstrategie, das zweite wichtige Zündlein an der Waage. In den ersten 10 Stunden des Rennens fuhr Daniel konstante Rundenzeiten, soweit der Verkehr auf den vielen Engstellen es erlaubte.

Das Leiden beginnt mit der Dunkelheit

Nach dem ersten Drittel lag Daniel auf Platz 5 und damit wie erhofft im vorher angekündigten Top 10 Ziel. Die Nacht war noch härter und länger als gedacht. Daniel litt Runde um Runde aber blieb in Bewegung. Während bergauf Energie gespart wurde und an den steilen Rampen Toboga Uphill Gnagnagang meistens geschoben wurde, attackierte Daniel Dank der perfekten Lichtanlage um Lupine Wilma und Piko in den Downhills.
Die Taktik ging auf und Daniel konnte sich in der Nacht von 5 auf 4 vorarbeiten. Während Daniel alles daran setzte die Top5 Platzierung abzusichern, hatte das Team andere Pläne und berechnete die Abstände zum Podium. In den Morgenstunden hatte sich Daniel wahrhaftig auf Platz 3 vorgearbeitet, die Botschaft führte aber nicht zum erwartungsgemäßen Push.

Ach lasst mich doch in Ruhe mit so einem Scheiß. Setzt mich doch nicht noch mehr unter Druck.

Das Gehirn eines 24h Extremsportler ist unergründbar und Daniels Reaktion auf die frohe Botschaft von außen unverständlich. Körperlich und mental war Daniel allerdings zu dieser Zeit völlig durch, er benötigte gleich extrem langsame zwei Runden, um wieder halbwegs in den Rhythmus zu kommen. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand zu Rang 4 und 5, denn die anderen Fahrer hatten auf dem schweren Kurs ebenfalls keine Reserven für eine Attacke am frühen Morgen.

Irgendwie überleben. Dem Klassement zum Trotz!

Die letzten Stunden quälte sich Daniel um den Kurs und verteidigte Rang 3 letztendlich souverän. Nach 27 Runden (270km, 7000hm) und einer normierten Leistung von 165 Watt erreichte Daniel überraschend und sensationell das Podium bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft in Finale Ligure.

Ansgar ist der wichtigste Mann am Morgen

Morgen stehe ich bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft im Fokus, heute gebe ich die Hauptrolle gerne an Ansgar ab.
Ansgar hegt und pflegt, checkt und montiert gerade mein Material. Neue Maxxis Reifen kamen gestern Abend ans Lux, heute noch neue Bremsbeläge. Das Grand Canyon würde noch mit dem 30Z KB vormontiert.




Jetzt darf ich gleich beide Räder in der Vorbelastung einsauen, danach wird Ansgar sogar meine Räder noch für die WM zum glitzern bringen.
Ansgar ist definitiv der Mann des Tages! DANKE!

The day before wembo 24h MTB World Champs

Guten Morgen aus Finale Ligure. Nachdem wir gestern viele Probleme mit dem Internet hatten und ich deswegen kaum Zeit hatte das WM-Tagebuch würdig abzuschließen, möchte ich heute mit einem Start in den Tag Post beginnen.
Wir haben es uns gestern im World Camp sehr gemütlich gemacht, über fast 1km Strecke fahren wir im Zickzack Zelt um Zelt bzw. Area um Area an. Alleine auf unserem World Camp+ Ground mit Strom stehen fast 30 Fahrer mit ihrem Fahrerlager. Dafür waren wir einmal auf die Wiese rein, um am Ende im U-Turn wieder die Wiese an der gleichen Stelle zu verlassen.

Mein Fahrerlagers aus der Fahrerperspektive. Die Wiese wird Teil der Strecke sein, meine Crew steht rechts. Perfekt für meine Verpflegungsstrategie.
Vorher machen wir das gleiche bei gefühlt 400 Pavillon Zelten, die auf einem schmalen Trail entlang stellenweise beidseitig aufgestellt wurden.

Weitere Streckendetails sind mir weiter unbekannt, wir sind die Strecke zu Fuß Richtung Tobaga abgelaufen. Ein Fest für Zuschauer und Fahrer dort. Aber wo die fehlenden 3km entlang laufen ist noch nicht klar. Schauen wir mal.

The day before

Mir gehts gut! Die Beine sind etwas faul, nachdem die letzten Tage mit 12000-20000 Schritten echt laufintensiv waren. Zu Hause mache ich höchstens 5000 Schritte am Tag.
Die Blackroll hilft. Auch dem Nacken, der ohne Tape und ohne Belastung Beschwerdefrei ist, inwiefern sich das ohne Tape mit Belastung ändert wird sich später zeigen.
Der heutige Tag ist engmaschig durchgeplant, bereits um 09:30 gehts in die Vorbelastung für morgen. 1-2 Runden auf dem Kurs und dann einmal hinunter ans Meer und entweder den Anstieg von Noli oder von Sportorno hinauf zu Le Manie. Nicht länger als 2:15h aber die Beine wollen bewegt und das Canyon Lux auf dem Kurs getestet werden.
Anschließend gibt es Mittagessen, ehe wir dann gemeinsam als Team zum Strand fahren werden und uns gemeinsam Ruhe gönnen werden.

Teambesprechung bei Pizza und Wein

Hach, ich find es so schön das alle ihre Aufgaben so wichtig nehmen. Maren, im Team für die dauerhafte Fröhlichkeit sorgte mit einer Falsche Wein zur Pizza für einen unterhaltsamen Abend bei der Betreuer Crew. (Angeblich wollte nur ein Glas bestellen…jajaja ist klar.)

Meine Ernährungsstrategie ist komplex aber dem Team jetzt verständlich und ich kann diese wichtige Aufgabe sorgenfrei abtreten. Dafür war der Abend wirklich hervorragend.

Nachtschicht für Ansgar

Während sich dann alle zeitig um 22 Uhr ins Bett verkrümelten brannte in der Coffee & Chainrings Technik Area noch Licht. Ansgar hatte zutun, wollte er unbedingt (meinem Wunsch entsprechend) die Maxxis Ikon noch am Abend aufziehen.
Der trockene, felsige Kurs ohne Asphalt Anteile ist wie gemacht für den Maxxis Ikon, der breiter baut und das schmalere Profil für den Kurs bietet.


Jetzt bereite ich mein Frühstück vor, damit es dann auch gleich pünktlich im Zeitplan losgehen kann 😀

#wemboFinale Twitter Liveticker

Auf Twitter halten wir euch von Donnerstag bis Sonntag über die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft auf dem Laufenden. Auf unserer Sonderseite findet ihr alle Artikel rund um die wembo 24h WM.
Alles ist angerichtet. Wir sind bereit in den kommenden viuer Tagen ein Fest zu feiern mit dem Höhepunkt des wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft am 02. Juni. Begleite uns von der Vorbereitung bis zur Party danach.
Unterstützt Daniel mit einem Kommentar auf unserer Sonderseite zur wembo 24h MTB WM.

#wemboFinale Liveticker

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Daniels WM-Tagebuch Folge 150

In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.
Willkommen bei der letztren Ausgabe meines WM-Tagebuchgs. Ab morgen trete ich die Berichterstattung über die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft an meine Media Crew um Maren und Ansgar ab.
Heute stand der Umzug ins World Camp an, ein aufregendes Erlebnis mit vielen verrückten Geschichten. Denn zuerst haben wir unser Fahrerlager falsch aufgestellt, falsch insofern als das wir die WM Strecke blockierten.

Also mussten wir das Fahrerlager umbauen und leider meine Schwester mit PKW aus der Teamarea entfernen, die jetzt an der Straße hinter dem WoMo stehen.
Während Ansgar die Strecke mehrfach abgefahren ist, habe ich den Tag ziemlich gelassen verbracht. Wir haben ein bißchen die Strecke zu Fuß abgelaufen und ansonsten viel im Camp abgehangen.

Jetzt essen wir zum Abschlug des Tages als Team. Für die Crew gibts Pizza, während ich Reis mit Zuccini esse 😀

Meine Aufregung hält sich noch in Grenzen aber der Fokus ist mittlerweile da. Drückt mir die Daumen und Danke für 150 Tage WM-Tagebuch lesen!

Preview Startnummer #wemboFinale

Wir haben exklusiv für euch einen ersten Blick auf die Startnummern der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft geworfen.
Noch sind die Tore der Registrierung für die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft geschlossen aber wir haben extra für euch einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

#24h Finale Startnummern 2017

Daniels WM-Tagebuch Folge 149

In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.
Die vorletzte Folge meines täglichen WM-Tagebuchs. Ein rappelvoller Tag mit einem Umzug hinauf zu Le Manie, dem Festival Gelände von 24hFinale.

Uns wurde ein herzlicher Empfang bereitet und nach kurzem Smalltalk zeigte uns Lorenzo, wo wir ab morgen im World Camp stehen dürfen. Bis dahin bleiben wir auf dem Camping Platz Terre Rosse.

Nach einer Mittagspause ging es dann zum Track Check auf den WM-Kurs bzw. Teilen davon, danach widmete ich mich dann konzentriert meinem Intervalltraining auf der Straße.

Mein Training heute


G1-EB-G2: 2×4′ EB, 1×12′ G2, Gesamtdauer: 135 Minuten, TSS: 100, Leistung: 186 Watt NP.
Zuerst schaute ich mir die ersten 7 von 10km des WM Kurses an und fuhr direkt zwei Runden! Leider ist der weitere Teil, also die neuen 3km nicht ausgeschildert. Dafür werde ich dann hoffentlich morgen Zeit finden.
Was ich gefahren bin ist der Hammer, sowohl im Uphill wie Downhill. Egal ob Rampa Toboga mit den scharfkantigen Felsen bergauf oder der kurvige, flowige Trail durchs Naturstadion. Hammerhart! Und die Ausblicke aufs mehr ein Traum und sowieso auf den 7km waren es schätzungsweise 5km Singletrail.

Nach dem Trackcheck waren Intervalle angesagt. 2×4′ im EB Bereich mit 294/299 Watt waren perfekt, nach einer langen Abfahrt hinunter nach Noli ging es dann mitunter 12′ im G2 Tempo den Berg zurück hinauf (266 Watt).

Die Beine sind top, der Kurs brachial hart aber sowas von motivierend. Aber es wird ein verdammt hartes Rennen, insbesondere auch wegen der heißen Temperaturen.

Impressionen vom WM-Kurs bei 24hFinale 2017

Und sonst so?

Ansonsten warten wir gebannt auf die Ankunft von Ansgar und Maren und werden den Abend als Team ruhig ausklingen lassen.