Raid des Hautes Fagnes 2019

Der Raid des Hautes Fagnes gilt auf der Langstrecke als der härteste Mountainbike Marathon Europas und ich kann das bestätigen. Der Ritt durch und über das Hohe Venn war eine Herausforderung, die ihres gleichen sucht. Ein Mega-Event über 120km und 3200hm.

Bereits letztes Jahr gefiel mir das Rennen in Malmedy mit am besten bei meinem Debut bei den MTB Marathons, der etwas anderen Art. Der Raid des Hautes Fagnes schwirrt mir aber schon seit geraumer Zeit im Kopf herum, Edi erzählte mir seit 2011 von der Besonderheit dieses Rennens.

Und so schließt sich der Kreis, dass Edi am Wochenende auf der 95km Strecke mit gebrochenen Lenker (ab km70) trotzdem den zweiten Platz seiner Altersklasse einfährt und ich mit großen Willen und Leidenschaft auf der Langstrecke ins Ziel fahre. Was für ein Tag.

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Rhein Hunsrück MTB Marathon und Raid des Hautes Fagnes

Ein Woche vor der Coffee & Chainrings Vereinsmeisterschaft geben sich Daniel, Sascha und Schildi am Wochenende nochmal richtig die Kante, während der Topfavorit auf der Couch liegt und chillt.

Zum 21. Mal wird Raid des Hautes Fagnes ausgetragen, die belgische Mountainbike Marathon Meisterschaft ist die Mutter aller Ardennen Rennen. Aber der Canyon Rhein Hunsrück Marathon muss sich dahinter nicht verstecken, denn bereits zum 20. Mal heißt es bei dem Top MTB Event am Mittelrhein: Beat the Beast.

Während sich Topfavorit Ansgar mit seinem neuen Bike auf seiner Terrasse gemütlich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, wird von Daniel und Schildi eine Menge abverlangt. Mit 117km und 3500hm ist der Ritt durchs Hohe Venn eine riesen Herausforderung auf dem Weg zur Night on Bike.

Auf Schildi warten immerhin 80km und 2200hm entlang der Mittelrheinhöhen mit tollen Ausblicken ins Rheintal und einem Start im historischen Ortskern von Rhens.

Trailrunner Sascha kann seinen Start als Mountainbiker gar nicht schnell genug erwarten, spontan wird er sein erstes Mountainbike Rennen auf einer der beiden kürzeren Strecken in Rhens bestreiten.

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Raid des Hautes Fagnes 2018

Lange Zeit haben wir Belgien als Mountainbiker gemieden und damit viele Perlen des MTB Sports verpasst, nach dem Roc d‘ Ardenne, Les Cimes des Waimes und der Ardennes Trophy standen wir in diesem Jahr auch beim 20. Raid des Hautes Fagnes an der Startlinie und sind einmal mehr begeistert, welche außergewöhnlichen Mountainbike Strecken Belgien bietet.
Unsere Ardennen Liebe ist eigentlich schon vor einigen Jahren entfacht, allerdings mehr auf dem Rennrad als auf dem Mountainbike. Völlig zu Unrecht wie insbesondere Daniel in diesem Jahr mehrfach erfahren hat. Beim 20. Raid des Hautes Fagnes stand er gemeinsam mit Tim an der Startlinie in Malmedy. Es waren belgische Meisterschaften und trotzdem war es vor dem Rennen so entspannt wie nie, verglichen mit einem Mountainbike Marathon in Deutschland. Weiterlesen

Daniels Trainingsrückblick Mai

Fokus auf die wembo Festina 24h Mountainbike Europameisterschaft lautete das Motto im Mai mit zu Beginn zwei harten Wochen Training und vor dem Tapering einer abschließenden Rennbelastung. Es war ein guter Monat und ein gelungenes Ende der Vorbereitungsphase.
Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich im Mai nicht viel verändert, die Trainingslagerwoche habe ich 1zu1 übernommen und auch mit dem Rennwochenende in der dritten Woche habe ich den Fahrplan zur EM nicht verändert. Warum auch, für die WM 2017 hatte das System hervorragend funktioniert.
Im Detail finden sich dann aber die Unterschiede, die sowohl Weiterentwicklung aufzeigen und neue Sichtweisen berücksichtigen. Zum Beispiel die Implementierung des Krafttrainings bis zum Ende der Vorbereitung, die besonders für die Beckenstabilität wichtig war. Meine allgemeine Fitness ist im Vergleich zu 2017 wesentlich besser, was sich u.a. auch durch geringere Beschwerden in Rücken und Nacken bei langen Trainings oder harten Wettkämpfen auszeichnet. 
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Les Cimes de Waimes 2018

Der Klassiker Les Cimes de Waimes findet traditionell an Christi Himmelfahrt statt. Abgesehen von Etappenrennen hatte Daniel bisher noch keinen #raceday an einem Donnerstag. Über 1400 Mountainbiker trafen sich zum Mudfestival in Waimes, um die Trails der Ardennen umzupflügen.
Seit einer Woche haben wir uns jeden Tag über 20Grad und mehr mit wolkenloser Sonne gefreut. Pünktlich zu Les Cimes de Waimes schlug das Wetter in der Nacht um: Temperatursturz auf einstellige Temperaturen und Regenschauer in den frühen Morgenstunden verwandelten den trockenen Kurs in ein Mudfestival, die Bachdurchquerungen sorgten für den Rest.
Von allen Seiten ist Daniel vor dem Kurs bei Nässe gewarnt worden, entsprechend Verhalten war der Start. Doch mit den Erfahrungen aus Roc d‘ Ardenne verlor der Kurs an Schrecken, trotzdem ist er technisch sehr fordernd und verlangt eine gute und sichere Fahrtechnik. Wer Angst vor Wurzeln hat, der wird spätestens nach Les Cimes de Waimes seine Angst verlieren und die verschiedenen Variationen an Wurzeln und die dazugehörigen Geräusche, wie das Verrutschen von Vor- oder Hinterrad lieben lernen.
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Daniels Trainingsrückblick April

Kompensation als Mittel zum Zweck? Im April habe ich einen wahren Formboost erhalten und konnte nicht nur beim Roc d‘ Ardenne, sondern auch beim STAPS Leistungstest deutliche Verbesserungen spüren. Mit 65 Stunden Training knüpfte ich an das März Niveau an und bringe mich allmählich in EM-Form.
Zwei Dinge möchte ich aus dem letzten Trainingsrückblick März anführen, bevor ich dir über mein Trainingserfolg im April erzählen kann.

Nur wer kompensiert kommt nach vorne. (…)
Für die 24h Mountainbike Europameisterschaft wird das Ergebnis keine Rolle spielen, viel mehr der Re-Test bei STAPS Ende April. Und die nächsten drei Trainingswochen, die letzten ohne wirklichen Rennrhythmus. (Daniel Lambertz, Trainingsrückblick März)

Im März galt mein Fokus den Umfängen, genauer betrachtet auf die 17/50 Challenge komprimiert. Wie sehr die 50/17 Challenge meinem Training und meinen Fähigkeiten geholfen hat, folgt gleich. Nach den 50 Stunden Training in 17 Tagen, im Podcast kannst du dir mein Fazit anhören, folgte eine Ruhewoche Ende März.
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Roc d‘ Ardenne Festival 2018

Im Schatten des BIKE Festivals Riva del Garda muss sich im kleinen aber sehr beschaulichen Houffalize in Belgien das Roc d‘ Ardenne Mountainbike Festival nicht verstecken. Drei Tage lang verzaubert der Veranstalter Golazo Sports (Roc d‘ Azur, Ronde van Vlaanderen Cyclo etc.pp.) die Mountainbike Metropole.
Spätestens durch den UCI Mountainbike Weltcup erreichte Houffalize weltweite Bekanntheit. Doch neben dem Cross Country Klassiker pilgern auch zum Roc d‘ Ardenne, Houffa Marathon und anderen Veranstaltungen Tausende von Mountainbikern in die wallonische Kleinstadt. Eine schöne Kleinstadt.

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Ardennenliebe oder ein epischer Arbeitstag #wemboFinale

Während der Vorbereitung auf das 24 Stunden Race München letztes Jahr habe ich meine Ardennenliebe entdeckt. Wenn die Trainings länger werden und der Kilometerradius größer, dann sind die bis zu 650m hohen Berge in Belgien von meiner Haustür aus erreichbar.
Bereits letztes Jahr hat mir das Training entlang des Rurufer Radwegs nach Belgien zum Signal Botrange viel Freude bereitet. Knapp sieben Wochen vor dem 24h Race München war es der Auftakt in die intensive Vorbereitung auf die Solo-Tortour im Olympiapark.

Never change a running ritual

Und da ich ein Fan von positiven Ritualen bin, möchte ich mit einem ähnlichen Vorhaben auch die „intensive“ Vorbereitung auf die Mountainbike Weltmeisterschaft einläuten. Gemeinsam mit Ansgar und Tim brechen wir heute Richtung Ardennen auf. Einen Tag vor dem Klassiker „Liege-Bastogne-Liege“ feiern wir unseren eigenen Ardennenklassiker.

12 Anstiege auf 220km werden unsere Steigungsmeter auf rund 3000hm summieren. Ein epischer Bürotag!

Tribut müssen wir dem Wetter zollen und haben deswegen unseren Ardennenklassiker kurzerhand um 25km gekürzt und den finalen Anstieg von Eupen zum Signal de Botrange gecancelt. Dafür fahren wir über Malmedy, dem Herzen der Ardennen, zum traumhaft schönen Stausee Robertsville und dann entlang der alten Rennbahn zurück.

Nach Flandern die Ardennen

Zugegeben, die Überschrift dieses Artikels ist etwas irreführend. Denn eigentlich geht es in diesem Artikel um mehr als nur die Ardennen. Ein bisschen Rureifel, ein wenig hohes Venn und um eine Mischung aus Mountainbike Touren und Etappenrennen. Saisonplanung 2017, Trainingsideen 2016 und immer wieder Belgien. Belgien, Belgien.
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Belgien ist das Radsportmekka. Nirgendwo kochen die Emotionen höher, wenn es um Radsport geht. Die belgischen Frühjahrsklassiker sind legendär, die Atmosphäre einzigartig. Häufig wird dabei aber vergessen, dass die Belgier genauso verrückt im Winter ihre Cyclocross Helden anfeuern, die nationalen Eliterennen werden sogar live im Fernsehen ausgestrahlt. Und auch der Mountainbike Sport wird populärer, dies ist mir vor allem durch die diesjährige BeMC (Belgian Mountainbike Challenge) Berichterstattung aufgefallen. Vielleicht war das schon immer so, aber mir ist das neu.

BeMC in La Roche-en-Ardenne

Das dreitägige Etappenrennen von La Roche-en-Ardenne durch die Ardennen (1. 67km, 2200hm / 2. 95km, 2350hm / 3. 100km, 3100hm) erfährt nicht nur medial viel Aufmerksamkeit (u.a. Videohighlights, Interviews und Zwischenstände auf der Facebook Seite), sondern kann auch landschaftlich mit seinen Weitblicken und vom Anspruch her (Streckenlängen und Schwierigkeit) mit den Klassikern in den Alpen mithalten. Vorgemerkt für 2017, und den BeMC Marathon (100km, 2850hm) am 08. August darf man sich bereits für dieses Jahr vormerken.

Von Jean-Pol GRANDMONT - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12194620
Von Jean-Pol GRANDMONT – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12194620

Nicht erst seit meinen eigenen Erfahrungen mit der Ronde van Vlaanderen 2014 und 2015 ist Belgien für mich als Radsportler ein interessantes Pflaster. Die 6h von Grembergen haben dies vor ein paar Wochen nochmal bestätigt, allerdings fehlt es in Flandern an Steigungen ganz anders als in den Ardennen.
Und weil ich gerade für meine #mtb24hrs Vorbereitung lange Strecken Suche und natürlich schon Ardennen Luft schnuppern möchte, habe ich mich etwas umgesehen und dabei den Vennbahnradweg ins Auge gefasst. Wobei der Ruruferradweg nicht weniger interessant ist.

Vennbahnradweg

Der Vennbahnradweg führt auf der alten Bahntrasse von Aachen Rothe Erde durch das hohe Venn nach Sankt With in Belgien. Von dort sind die Ardennen nicht mehr weit.Ein idealer Ausgangspunkt, um dann am zweiten Tag die Ardennen zu erkunden.
Ist der Vennbahnradweg zu empfehlen? Kennt den wer? Ich habe mit die Basics recherchiert, ab Aachen steigt der Vennbahnradweg bis Bonschau von 180m langsam auf 550m. Danach verläuft er wellig bis zum Ende. Mit knapp 90km kann ich den Vennbahnradweg gar von zu Hause starten und komme dann auf ca. 140km.
Ich überlege ja ernsthaft bereits in der kommenden Woche das Unterfangen hinter mich zu bringen. 😀

Ruruferradweg

Eine weitere Alternative, die ich schon länger im Hinterkopf habe, ist der RurUfer-Radweg, der von seiner Quelle m hohen Venn bei Signal de Botrange in Belgien durch die Eifel bis nach Roermond verläuft und auch entgegengesetzt beschildert ist.
Ich würde den RurUfer-Radweg ab Linnich folgen und mir die ersten Kilometer von Roermond sparen. Zu Beginn verläuft der Weg flach bis Kreuzau und wird dann ab dem Rursee an Höhe aufnehmen bis man schließlich in Signal de Botrange den höchsten Punkt Belgiens (694m) nach knapp 160km erreicht hat. Klingt ebenfalls nach einer super Herausforderung.

Fazit

Beide Radwege schüren mein Interesse und beide Zielorte sind in etwa gleich weit weg von Malmedy, dem Herzen der Ardennen. Beide Touren versprechen eine epische Herausforderung, die nach langer Krankheit im April genau das richtige Mittel für das Ende einer perfekten Trainingslager @ home Woche wäre.
Ich grübel noch ein bißchen weiter und fahre dann am Freitag los.