Rocky Mountain BIKE Marathon 2018

Das Pfingstwochenende verbrachten wir als Team zumindest teilweise in Willingen beim BIKE Festival, um u.a. am Rocky Mountain BIKE Marathon 2018 teilzunehmen. Den offiziellen Ergebnisbericht gibt es schon länger, heute möchten wir dir das Rennen individuell aus userer Perspektive schildern und auch ein paar Sidefacts einstreuen.
Zuerst möchten wir den Rocky Mountain BIKE Marathon in den Fokus deiner Aufmerksamkeit rücken, um dann später über das BIKE Festival Willingen zu berichten.
Der Rocky Mountain BIKE Marathon gehört zu den deutschen Mountainbike Marathon Klassikern und steht in einer Reihe mit anderen großen Veranstaltungen in Deutschland. Bis zu 2000 Marathonisti trafen sich in der Vergangenheit in Willingen, um über den Hohen Eimberg, Ettelsberg und Langenberg ein spannendes Rennen auszutragen. Verglichen mit anderen Sauerland Marathons schneidet der Rocky Mountain BIKE Marathon im oberen Bereich ab, die Strecke bietet mehr als pure Waldautobahn und das Drumherum passt. Weiterlesen

Rocky Mountain BIKE Marathon 2018

Bevor wir uns in der kommenden Woche ausführlich mit den Rennberichten beschäftigen kurz unser Ergebnisdienst für dich: Alle drei Fahrer haben beim BIKE Festival Willingen das Ziel des Rocky Mountain BIKE Marathon erreicht und sind mit ihren Ergebnissen zu frieden. YEAH!
Den kürzesten Tag gestern erwischte unser Langstreckenexperte Daniel, der sein defektes Rad noch mit Mühen über die Mitteldistanz (90km, 2800hm) ins Ziel brachte. PLatz 90 (von 280) nach 5:13h. Bis zum Defekt konnte Daniel mit Tim mithalten, der sich konstant zwischen 30-120sek vor Daniel bewegte.
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Interview zum Rocky Mountain BIKE Marathon Wochenende

Für Ansgar, Daniel und Tim geht es am Wochenende ordentlich zur Sache, denn zu Dritt fahren unsere Mountainbike Rennfahrer die Langstrecke beim Rocky Mountain BIKE Marathon im Rahmen des BIKE Festivals Willingen. Coffee & Chainrings also mitten drin in Deutschlands Mountainbike Marathon Kracher.
Während sich in Albstadt die Mountainbike Cross Country (XCO) Weltelite zum MTB XCO Worldcup trifft, reist unser MTB Team nach Willingen zum Bike Festival. Kurz vor der Abreise haben wir für dich noch ein Interview mit Ansgar, Daniel und Tim. Ansgar erklärt sein wochenlanges Fehlen in den sozialen Netzwerken, Daniel schildert seine Erwartungen und Tim spricht über seine Form vor dem größten Mountainbike Marathon Deutschlands mit knapp 2000 Teilnehmern.

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Preview: Rocky Mountain BIKE Marathon 2018

Am Wochenende ist die Coffee & Chainrings Crew fast komplett unterwegs. Während Jan, Markus und Maren über Pfingsten in die Vogesen fahren, heißt es für Ansgar, Daniel und Tim #raceday am gesamten Pfingstwochenende. Der Rocky Mountain BIKE Marathon steht dabei im Fokus, darüberhinaus aber auch der Sauerland Giro und die Ardennen Trophy in La Reid.
Nachdem Daniel 2017 trotz Sturz beim Rocky Mountain BIKE Marathon nicht zu stoppen war und das Rennen sich im Bezug auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft als perfekte Entscheidung entpuppte, war eine Teilnahme 2018 sicher.
Tim versucht seit mehreren Jahren die Langstrecke zu meistern und startet dieses Jahr unter #moun10bike einen weiteren Versuch. Erfolgreich, davon gehen wir alle aus. Ansgars Ambitionen sind Ankommen und Spaß haben, ein Erlebnis vor Ergebnis auf 116km mit über 3500hm steht im Vordergrund.
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Das letzte Lied auf der Party – Daniels Saisonrückblick

Saisonrückblicke können eine Befreiung sein und neue Möglichkeiten eröffnen, sie können aber auch mit Wehmut geschrieben werden. Zum Beispiel dann, wenn die Saison einfach in ihrer Ganzheit ein absolutes Highlight war. Das letzte Lied auf der Party, gesungen von Ansgar, war dabei einer der wenigen Träume, der nicht in Erfüllung ging. Ich trage ein Schwert aus purer Euphorie und einen Umhang aus Melancholie und öffne euch die Türen zum einer sensationellen Saison. Meiner bisher besten.
Natürlich wird die wembo 24hr World Championchip 2017 in Finale Ligure ein wesentlicher Bestandteil dieses Rückblicks. Aber es war nicht nur die erfolgreiche WM-Teilnahme, die mit dem Podium endete, die diese Saison zu etwas besonderem machte. Es waren viele unbeschreibliche Momente, sportlicher und menschlicher Natur, die noch heute bei den Beteiligten und mir für Gänsehaut sorgen.

Daniels WM-Tagebuch

Mit meinem WM-Tagebuch habe ich ab Januar 2017 meinen langen Weg der Vorbereitung auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft festgehalten. Wie wichtig dieses WM-Tagebuch für mich persönlich werden sollte, war mir am 2. Januar mit dem Dreh der ersten Folge gar nicht bewusst.
Auch wenn ich mich nie wirklich mit einer Zielsetzung für die Weltmeisterschaft auseinandergesetzt habe, so kann ich doch in den 150 Folgen eine klare Entwicklung meinerseits erkennen. Man merkt wie das Selbstvertrauen von Woche zu Woche steigt und Selbstzweifel, die mir bestimmt auch das Podium in München 2016 gekostet haben, sinken.


Ich habe auch von euch eine Menge Feedback zum WM-Tagebuch bekommen und daraus auch viel Trainingsmotivation herausgezogen. Dafür möchte ich mich hier auch noch bedanken.
Unvergessen bleibt beim WM-Tagebuch die Folge 37, die meine Einstellung zum Training prägend verändert hat und maßgeblichen Anteil am späteren Erfolg bei der Weltmeisterschaft haben sollte.

Aber ohne Gang keine WM und hier wirft Folge 107 ihre Schatten voraus. Schöne Erinnerungen und mentale Stützen, die auch über die Weltmeisterschaft hinaus helfen.

Die ersten Rennen 2017

Mit dem SKS Kellerwald BIKE Marathon und den SKS Bike Marathon Sundern bin ich mit zwei Langstreckenrennen in die Saison gestartet.
Leistungstechnisch habe ich die Rennen im Hinblick auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft ordentlich abgeschnitten und mit Leistungen zwischen 200-220 Watt zu Ende gefahren. Im Kellerwald musste ich das Rennen nach 100 von 120km aufgrund eines technischen Defekts beenden, genauso wie sechs Monate später beim letzten Rennen der Saison.
Zwei Wochen später lief es beim SKS Bike Marathon von Sundern besser. Der Mountainbike Marathon liegt mir besser als der Saisonstart in Hessen. Bei 4 Grad beendete ich den MTB Marathon nach 4:45h als 19. AK und 64. Gesamt mit einem ersten Ergebnis.
SKS Kellerwald Bike Marathon 2017
Im Frühjahr 2017 waren aber nicht die beiden Mountainbike Marathons die Höhepunkte, sondern meine epischen Trainings über sieben bzw. neun Stunden. Insbesondere der Coffeechains Ardennen Ride gehört zu meinen besten Tagen 2017. Danke Ansgar und Tim für diese atemberaubende Tour, Danke Muschi für den Zug auf dem Rückweg über die Vennbahn.

Rocky Mountain BIKE Marathon

Das vorletzte Wochenende im Mai sollte der letzte Härtest für die Mountainbike Weltmeisterschaft werden und brachte gleichzeitig die gesamte Vorbereitung in Gefahr. Der Ausflug zum BIKE Festival und zum Schinder(Hannes) MTB Superbike inkl. Wohnmobil und Crew brachte uns alle in WM-Stimmung.
Der Rocky Mountain BIKE Marathon und tagsdarauf der Schinderhannes MTB Superbike sollten die letzten Herausforderungen für die Weltmeisterschaft darstellen, bevor das Tapering beginnt. Die Langstrecke beim BIKE Festival Willingen war dabei als Probe für den ersten Stint beim der Weltmeisterschaft angemacht, während ich in Emmelshausen beim Schinder(Hannes) hätte intensiver fahren dürfen. Aber bekanntlich kam alles anders als geplant…

Laufräderschrott, Gabelschrott, Daniel Schrott… nach einem fast perfekten Ritt über zwei der drei Runden um Willingen, in denen ich sogar im 24h Renntempo Tim am Langenberg abhängen konnte, stürzte ich nach einem Zusammenprall mit anderen Radfahrern auf der letzten Runde schwer. Ein fahrradfahrender Zuschauer übersah mich in einer Abfahrt und zog unabsichtlich in meine Spur.
Ein Schleudertrauma, diverse Prellungen und eine Zerrung der Rückenmuskulatur zwei Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft waren alles andere als perfekte Bedingungen.

Nichtsdestotrotz war der Rocky Mountain BIKE Marathon auch ohne Schinder(Hannes) MTB Superbike der perfekte Abschluss einer langen Weltmeisterschafts Vorbereitung.
Das Rennen verlief, abgesehen von dem Sturz, perfekt. Ich war nach den acht Stunden im Sattel nicht übermäßig müde, meine Beine noch sehr frisch und auch wenn der restliche Körper schmerzte war mir während dieses Rennens bewusst geworden, dass die Weltmeisterschaft gut werden wird. Auch weil meine Crew sich als Volltreffer entpuppte. Maren, Ansgar ihr seid großartig gewesen. Danke.
In der Woche nach Willingen lief die Heilung meiner Verletzung ok, allerdings waren mir Mountainbike Kilometer bis zur Anreise nach Italien untersagt. Mit einer drei stündigen Rennrad Runde war ich 10 Tage vor der Weltmeisterschaft noch einmal länger unterwegs, alle weiteren Einheiten beschränkten sich auf Umfänge unter 2 Stunden.

wemboFinale: Die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Heute Nacht wird übertrieben – mit Absicht. Morgen bleiben alle liegen – das macht nichts. Menschen und Lieder, die wir lieben – fantastisch. – Fettes Brot

Der Song von Fettes Brot bekam in den Wochen vor der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft große Bedeutung und war nahezu täglich in meiner Playlist. Ansgar reagierte verhalten bis ablehnend auf meine Idee mich mit diesem Song in der Nacht anzufeuern, es sollte einer der wenigen Wünsche bei der WM bleiben, die Ansgar nicht erfüllen konnte.
Innerlich war ich schon in den 2 Wochen vor der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft so angespannt, dass ich jedes Mal einen Adrenalinkick bekam, wenn Fettes Brot das Lied anstimmte. Und was dann am 02. Juni abging, es war unverstellbar und es bleibt ein langer Moment des absoluten Wahnsinns.

Ich bin über die Grenze gefahren, habe gelitten und gleichzeitig die Zeit genossen. Es war ein Kampf auf allen Ebenen: Mental fokussiert und konzentriert zu bleiben war genauso anstrengend, wie die steilen Rampe an der Mittelmeerküste Runde um Runde in Angriff zu nehmen.
Es war schwer während des Rennens auszuhalten irgendwie die eigenen Erwartungen um ein vielfaches zu übertreffen und die entferntesten Träume wahr werden zu lassen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es heute schon wirklich realisiert habe.

Finale Ligure Highlight des Jahres

Es war sportlich gesehen meine bis dahin beste Erfahrung. Sie konnte sogar meinen Auftritt im Westfalenstadion von Dortmund übertrumpfen, wo ich Mitte der 1990er Jahre in der F-Jugend gegen Borussia Dortmund spielte. Unter Fluchtlicht, bevor Dortmund später gegen Dynamo Dresden spielte und Sommer rot sah. Viel mehr ist von der Erinnerung nicht übrig, das Rumgerotze der Dortmund Fans in meine Richtung und die Böller aus der Südkurve habe ich verdrängt.
Finale Ligure 2017 sollte das Highlight des Jahres werden und es wurde noch mehr. Ansgar, ich danke dir von Herzen für deine ganze Arbeit vor Ort und im Vorfeld. Du weißt, dass dein Anteil an diesem Erfolg in Prozent nicht zu messen ist. Maren danke, dass du ein Stück Lockerheit mitgebracht hast, die mir sehr geholfen hat. Marie und Marko – selbst den Titel nur aufgrund der fehlenden Wertungskategorie verpasst – habt mir auf der Strecke immer wieder sehr geholfen.
Johannes & Chrissie hammerhart!


3rd @ wembo 24hr MTB World Championchip 2017

Night on Bike 2er

Eigentlich war die Saison nach der Mountainbike Weltmeisterschaft für mich zu Ende. Meine Spannung hatte ich abgebaut und die restliche Saison habe ich vergeblich versucht die Anspannung neu aufzubauen.
Nach einer Woche Pause nahm ich trotzdem das Training wieder auf. Und Lukas forderte mich direkt heraus, in dem er mir kurze aber intensive Einheiten in den Trainingsplan schrieb. Immerhin wollte ich zwei Wochen später bei der Night on Bike mit Marc im 2er Team wieder voll da sein.
Im Juli kämpfte ich mich mit vielen langen Einheiten zurück. Ich hatte Spaß im Training und genoss die vielen 100+km Rides, allerdings konnte ich vor der Night on Bike keine wirkliche Rennspannung aufbauen.
Und trotzdem war das Rennen ein voller Erfolg. Mit dem vierten Platz verpassten wir das Podium zwar knapp, dafür konnten wir auch bei diesem Rennen unsere Erwartungen übertreffen. Ich war vor allem von der Strecke und dem Event begeistert, denn die Strecke rund um Radevormwald war sehr schön und anspruchsvoller als die meisten deutschen 24h Rundkurse.

Das 24h Rennen zeigte sich wettertechnisch von der widerspenstigen Seite, was mich allerdings wenig beeindruckte. Etwas ärgerlicher war dagegen meine Reifenwahl, denn mit einem Matschreifen wäre ein Angriff aufs Podium machbar gewesen.

Die Night on Bike gehört in jedem Fall auf den zweiten Platz meiner besten Veranstaltungen 2017. Den Rennbericht gibt es hier.

Die Saison zieht sich

Den Sommer verbrachte ich dann mit zahlreichen Trainingskilometern draußen, knapp 1500km kamen nach der Night on Bike und vor dem letzten Saisondrittel zusammen. Mit fünf weiteren Rennen zog sich die Saison immer länger und mental verlor ich immer mehr Boden.
Da half auch keine Unterstützung von Ansgar, der mich bei den ersten drei Vorbereitungsrennen begleitete. Der Sebamed Bike Day sollte für uns beide eine gefühlte Katastrophe werden. Mit etwas Abstand war die Leistung in meinem Rennen nicht ganz so schlecht aber zufrieden fühlte sich anders an.
Beim Vulkanbike Eifel Marathon wechselte ich im September auf die Kurzstrecke, um ein Rennen all-out fahren zu können. Gemeinsam mit dem P-Weg Marathon einen Tag später die letzten beiden Herausforderungen vor dem dritten und letzten 24h Rennen 2017: Gulbergen24-uurs.

Achterbahnfahrt zum Saisonende

Mit dem 9. Platz AK und 250 Watt durchschnittliche Leistung war das Rennen ein Volltreffer und das Selbstvertrauen stieg kurz vor dem letzten Highlight des Jahres. Allerdings sollte der Auftakt beim Vulkanbike Marathon allenfalls der Start einer Achterbahnfahrt zum Saisonende werden, denn bereits beim P-Weg Marathon begann das Desaster mit einem Rennabbruch aufgrund von keine Lust mehr.
Es war der Tiefpunkt der Saison. Ich startete Scheiße, fühlte mich scheiße und brach das Rennen kampflos ab. Es gab kein Aufbäumen mehr und guter Rat war teuer.

2 Wochen vor Gulbergen24-uurs stand das zweite große Highlight der Saison in den Sternen, ähnlich wie bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft aber mit völlig unterschiedlichen Hintergründen.
Ich reduzierte das Training, suchte viele Gespräche und kam am Ende immer auf die eine – alles entscheidende – Frage zurück: Wie sehr willst du es? Denn jeder Zweifel ist eine Erinnerung an diese eine Frage.

Gulbergen24-uurs

Ich biss mich durch. Nahm das Training wieder auf und gab der Crew grünes Licht. Lukas Bedingung an die Teilnahme am 24h Rennen war auf einen Punkt reduziert: Du musst sicher sein, dass du die Distanz schaffst. Dein Kopf muss sicher sein. Denn mein Körper war trotz der langen Saison in Takt.
Und so veränderten wir die Ausrichtung des Rennens und ich nahm mir den Druck, in dem ich meine Podium Ambitionen auf „Ankommen“ herunterschraubte. Die Crew zog mit.

Ich wiederhole mich, aber ich biss mich durch. Verglichen mit allen anderen 24 Stunden Rennen war Gulbergen2e4-uurs 2017 das Schwierigste von allen. Die halbe Nacht pedalierte ich um den Kurs innerlich aufgebend immer weiter, weil ich meinem team keine Aufgabe zumuten konnte.
Obwohl ich mental der Situation nicht gewachsen war und mit dem Rennen fertig war, ehe es richtig ernst wurde, fuhr ich das Rennen zu Ende. Ich weiß nicht einmal wie mir das gelungen ist.
Es war ein Kampf gegen meinen Kopf und ich habe gewonnen und dabei die wichtigste Erkenntnis erfahren, die im Leben eines Ultraausdauersportlers viel wert sein wird: Es geht immer weiter. Wille schlägt alles. Und ich wollte. Ich wollte für mein Team, dass sich während der Nacht den Allerwertesten abgefroren hatte.
Am Ende war es Platz 6 und damit sogar ein versöhnliches Ergebnis, zumal die Abstände nach vorne überschaubar waren.

Desaster bei Hamburg-Berlin?

Die Saison wollte ich danach in Ruhe ausklingen lassen. Mit dem Coffeechains Social Ride und abschließend mit Hamburg-Berlin einem knapp 300km Einzelzeitfahren im RTF Charakter.

Das Hamburg-Berlin mit einem Defekt endet war für mich zum Saisonende schwer auszuhalten, letztendlich schloss sich so aber der Kreis einer insgesamt erfolgreichen und sehr schönen Saison.
Sportlichen Erfolg gab es mit dem Podium bei der Mountainbike Weltmeisterschaft, dem vierten Platz bei der Night on Bike und dem sechsten Platz bei Gulbergen24-uurs in meiner Paradedisziplin. Darüberhinaus war der neunte Platz beim Vulkanbike Eifel Marathon auch erfolgreich.
Mit dem letzten Drittel der Saison habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die man ungerne erfahren möchte. Die mir aber helfen werden. Ich weiß jetzt, dass man immer 24h Rennen fahren kann 🙂

Neue Wege, neue Ziele

2017 war für mein sportliches Dasein ein prägendes Jahr. Mit dem Wechsel zum STAPS Institut hat sich meine Sicht und Einstellung zum Training komplett verändert; ich betrachte meine Entwicklung ganzheitlicher und merke wie mein Niveau steigt.
Ich habe gelernt, dass körperliches Training alleine noch keinen guten Radrennfahrer ausmacht und die mentale Komponente kennengelernt, die viel mehr über Sieg oder Niederlage entscheidet. Mit Arne Bentin von Sportlab AB habe ich endlich eine kompetente Person gefunden, die meine Stoffwechselproblematik diagnostizieren und hoffentlich bald therapieren kann, so dass ich 2018 auch wieder Richtung Idealgewicht arbeiten kann.
Die Quintessenz aus dieser Saison lässt sich plakativ in einen Satz formulieren: Es ist noch nicht vorbei.

Fazit



Zwei Bilder die meine Emotionen 2017 gut visualisieren. Kaffee, Radsport und Liebe. Es war ein tolles Jahr und ich freue mich jetzt schon auf die neuen Abenteuer im kommenden Jahr. Ride hard, ride fast. And don’t forget your coffee.

ROCKY MOUNTAIN BIKE MARATHON 2018 #allaboutbikes

Im Rahmen des BIKE Festivals Willingen hat der Rocky Mountain BIKE Marathon Tradition. Mit 2000 Teilnehmern ist der Rocky Mountain BIKE Marathon sportliches Highlight des 3-tägigen Festivals im Hochsauerland und einer der größten Mountainbike Marathon Veranstaltungen bundesweit.
Das BIKE Festival 2018 findet erstmals von Samstags bis Montags (19-21.Mai) statt, den Pfingstferien geschuldet. Für den Rocky Mountain BIKE Marathon ändert sich aber nichts, das Mountainbike Rennen beginnt am Samstag (19.05) pünktlich um 07:30 Uhr.
Nachdem ich letztes Jahr in der Vorbereitung auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft den Rocky Mountainbike BIKE Marathon auf der Langstrecke (130km, 3000hm) gefahren bin, fragte ich mich bereits, warum der Anstieg zum Langenberg (NRW höchster Berg) nicht in der letzten der drei Runden begangen wird. Insgesamt war die zweite Runde (km55-96) viel schwieriger als die letzten 30km, die mir (auch aufgrund des damaligen Sturz) wenig präsent blieben.
Im zweiten Anlauf (nach 2015) gelang mir dann endlich das Finish auf der Langdistanz.

Immerhin gehörten die damals 135km mit fast 4000hm zu dem Who is who der deutschen MTB Marathons. Gehörten, denn für 2018 werden die Strecken gekürzt.

Rocky Mountain BIKE Marathon mit neuen Strecken

2018 werden die Strecken gekürzt und ich hörte bereits den Aufschrei aus der Community. Nur noch 116km auf der Langstrecke (3600hm), sorgte für die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob es sich überhaupt noch lohnen würde, diese Herausforderung anzugehen.
Ich sehe die Situation ganz anders. Für mich bleibt der Rocky Mountain BIKE Marathon zeitlich gesehen unverändert zwei Wochen vor dem ersten Saison Highlight, deswegen kann ich die Argumentation des Veranstalters nicht teilen, dass die Kürzung auch aufgrund des frühen Zeitpunkts der Saison erfolgte.
Sicherlich ist Pfingsten in diesem Jahr sehr früh, allerdings war der Rocky Mountain BIKE Marathon 2017 ebenfalls am vorletzten Mai Wochenende. Davor allerdings eher im Juni wiederzufinden.
Die Streckenauswahl dagegen ist ein Glücksgriff. Denn ich weiß nicht, ob ich 2018 beim Rocky Mountain BIKE Marathon wirklich die Langstrecke gefahren wäre, wenn die Strecke sich nicht verändert hätte. Mit dem Langenberg, NRW höchster Berg, am Ende der zweiten Runden ist das Highlight der Strecke vorbei und die Zielankunft am Ettelsberg verdient. 98km mit 2700hm reichen auch aus, finde ich.

Langenberg erst im Finale der Langstrecke platziert

Die Streckenkürzung bringt vor allem eine Umgestaltung der Rennrunden mit sich, so dass der Langenberg mit seinen gewaltigen 841m sich als Endgegner vor den Teilnehmern auftürmt und für viele Motivation darstellen wird, auf die Langstrecke zu wechseln.
Auch technisch präsentiert sich die letzte Runde des Rennes (km88-116) fort an schwieriger, denn die bis dato zweite Rennrunde war die Attraktivste der Veranstaltung.
Bevor das Teilnehmerfeld zum zweiten Mal den Ettelsberg in Angriff nimmt, müssen allerdings 88km hinter sich gebracht werden. Die erste Runde ins Dommeltal mit den beiden Abstiegen zum Förster Schumm Platz sind um 2km auf 53km gekürzt worden.
Die zweite Runde beginnt mit dem markanten Anstieg hinauf zum Ettelsberg und weiter über den Hopernkopf nach Titmaringshausen, der Rückweg nach Willingen verläuft wellig Graf Stollberg.
Im Finale steht sich zuerst der Ettelsberg zum zweiten Mal in den Weg, ehe es über die Hochheide zum beliebten Bigge Downhill geht. Einem der schönsten Trails in NRW, den man im Renntempo fahren kann.
Rocky Mountain BIKE Marathon 2018Screenshot BIKE Festival Willingen, Strecke Rocky Mountain BIKE Marathon 2018 Langdistanz (Quelle: BIKE Festival Willingen)
Mit dem Hegekopf und Langenberg warten auf den letzten 20km des Rocky Mountain BIKE Marathons die Scharfrichter, was den Rennausgang angeht.

Fazit

Wie ihr beim Lesen bestimmt mitgefühlt habt, bin ich von der Veränderungen begeistert und freue mich schon jetzt 2018 die neue Strecke des Rocky Mountain BIKE Marathons unter die Stollen zu nehmen. Die neue Strecke verspricht auf der Langdistanz nicht nur mehr Motivation, sondern auch viel mehr Atmosphäre. Ich bin begeistert.
Vom 28.04 bis 01.05 gastiert das BIKE Festival im Übrigen in Riva del Garda (It) und der Rocky Mountain BIKE Marathon von Riva ist ebenfalls ein tolles Erlebnis. Zum ersten Mal findet 2018 auch ein BIKE Festival in Leogang (Aut) statt, ebenfalls mit einem alpinen Mountainbike Marathon. Es ist eben überall alles #AllAboutBikes.

Rocky Mountain BIKE Marathon

Rocky Mountain BIKE Marathon 2017 – der Start

Der Rocky Mountain BIKE Marathon war das letzte große Highlight in der Vorbereitung auf die 24h Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure. Und der erste Auftritt als #wemboFinale Team mit Support und Verpflegung.
Bereits am Freitag nachmittag ging es los nach Willingen und diverse Staus stellten uns in den Weg, so dass wir für die sonst üblichen 2,5h fast 5h Fahrtzeit benötigten. Anders als drei Wochen vorher in Sundern, wo die vielen Staus nervten und mich ziemlich belastet haben, war mir das fast egal. Ich saß im Wohnmobil und genoss eine mehr oder wenige entspannte Fahrt, während Ansgar sich mit Verkehr und Streckenänderungen auseinandersetzte.

Es wurde in Willingen trotzdem spät, um 22 Uhr lag ich Bett während die Crew für sich Essen kaufte und meiner Frau eine Pizza mitbrachte, die dann gefühlt um Mitternacht gegessen wurde.

Last Raceday before World Championship


Um 5 Uhr klingelt gelte der Wecker, denn bereits um 07.30 Uhr sollte der Start in Willingen erfolgen. Da wir am Vortag nicht mehr die Startunterlagen abholen konnten, mussten wir dies um sechs Uhr erledigen.
Zum Glück hatte ich die Coffeegang dabei und während Maren mein Frühstück zubereitete und Ansgar mit mir die Startnummer abholte und danach mein Rad race ready machte, konnte ich meinen gewohnt langsamen Ablauf vollziehen.


Um kurz vor sieben ging es dann etwas verspätet zum Warm Up, Vorteil von Startblock A und der dort vorherrschenden Gelassenheit. Denn Startblock B war um sieben bereits gut gefüllt.

Mein Warm Up war verkürzt, ich hatte die ersten KM in Willingen flach in Erinnerung, was sich später als falsch herausstellen sollte.
10min lockeres pedalieren und dann 3×30″ Z4 um die Beine anzufeuern, letztendlich sollte der heutige Tag ja als Generalprobe für das 24h Stunden Rennen in Finale Ligure dienen und die Strategie war Leistungs- und nicht Platzierungsorientiert.
Kurz vor dem Start traf ich Thorsten, einen ehemaligen MTBvD Teamgefährten, der als 153. in 3:05h die Kurzstrecke beenden sollte. Super gemacht Thorsten!

Transalp Feeling in Willingen

Kurz vor dem Start traf ich dann endlich Tim, der leider aus Startblock B starten musste. Gemeinsam posierten wir wie zu Transalp Zeiten. Etwas Smalltalk und spürbare Lockerheit bei Tim und mir, ganz anders als vor zwei Jahren, wo wir viel zu nervös agierten.

Kurz vor dem Start

Um 07:20 Uhr war ich dann auch im Startblock. Ich war gelassen, wie fast alle Fahrer in Startblock A. Ich zweifelte nicht daran, dass ich heute die 135km (4000hm) Strecke fahren werde und war überzeugt davon, dass mir die Genralprobe gelingen sollte.

Diese Lockerheit ist mir neu und sowohl im Training als auch Rennen erkennbar. Ich glaube dadurch bin ich überhaupt erst zu der Lage gekommen Next Level Leistung abzurufen.
Morgen früh gibt es dann den Bericht zum eigentlichen Rennen. Aber soviel Wertschätzung für meine Crew muss sein. Ihr seid die Derbsten!

Preview BIKE Festival Willingen 2017

Das BIKE Festival Willingen 2017 gehört zu den größten Mountainbike Festivals Europas. Drei Tage verwandelt sich Willingen in ein Mekka für Mountainbike Fahrer, Gravel Rider und neuerdings auch Rennrad Piloten.
Das BIKE Festival Willingen 2017 bietet wie immer einen abwechslungsreichen Programm-Mix aus Rocky Mountain BIKE Marathon, der Scott Junior Trophy und dem iXS European Downhill Cup. Neu ist in diesem Jahr die Deutsche MTB Enduro Meisterschaft.
Bei der Pump Battle World Series fahren jeweils zwei Fahrer im KO-Modus direkt gegeneinander und kämpfen ums Weiterkommen. Im Wechsel von Asphalt-, Schotter-, Wald- und Wiesenwegen geht es beim Gravel-Ride auf eine wunderschöne Strecke rund um Willingen. Mit der Premiere einer Straßenradsport-Veranstaltung – dem Warsteiner Sauerland-Giro – wird das Festival-Programm abgerundet.
Neben den Rennhighlights ist das BIKE Festival Willingen gleichzeitig auch die größte deutsche Outdoormesse im MTB-Bereich mit rund 150 namhaften Ausstellern. An den drei Tagen werden über 35.000 Zuschauer erwartet.
Für unser Team steht dabei der Rocky Mountain BIKE Marathon im Vordergrund an dem Daniel und Tim auf der Langstrecke teilnehmen werden. Ansgar und Maren werden die freie Zeit am Samstag nutzen, während die beiden Athleten auf der Strecke alles geben, euch das BIKE Festival allumfassend zu präsentieren.
Zum Programm

Rocky Mountain BIKE Marathon

Bereits um 05 Uhr wird morgen früh der Wecker klingen, damit Daniel und Tim rechtzeitig um 07:30 Uhr zum Startschuss des Rocky Mountain BIKE Marathons in Willingen bereit sind.
Los geht´s gleich mit 350 Höhenmetern bergauf auf den schon legendären Hohen Eimberg Kammweg, dann entlang der Landesgrenze zwischen Hessen und NRW. Im Vergleich zu der Strecke in den letzten Jahren wird die rasante Ortsdurchfahrt von Willingen und Schwalefeld wegfallen und statt dessen erwartet die Teilnehmer eine weite, traumhafte Fernsicht und einen breiten Trail der im Sauerland seines gleichen sucht.
Dann geht es in westlicher Richtung über die Berge zum Dommelturm, um dann wie gewohnt die Verpflegungsstation am Diemelsee zu erreichen. Danach geht es mit einer waldreichen Streckenführung zum Start/Ziel in Willingen zurück!

In der zweiten Runde geht es weiter Richtung Langenberg, Bruchhausen, Ochsenkreuz über Sternrod und Clemesberg zurück zum Festivalgelände in Willingen! Obwohl das Profil der zweiten Runde im Vergleich zu den letzten Jahren etwas abgeflacht wurde und konditionell leichter zu bewältigen ist, sind auch hier einige Trail-Highlights eingebaut.
Nach 95km werden Daniel und Tim in die dritte Runde fahren, um die Langstrecke des Rocky Mountain BIKE Marathons zu fahren. Das Aushängeschild europäischer Mountainbike-Marathons bringt 130,04 km und 3.476 Höhenmeter auf die Strecke. Der letzte Abschnitt führt über Musenberg, Titmaringhausen und Hoppernkopf ins langersehnte Ziel in Willingen.

Streckenprofil.

Erwartungen und Hoffnungen für die Lamgstrecke

Die Ambitionen beim Rocky Mountain BIKE Marathon können von Daniel und Tim nicht unterschiedlicher sein. Während Tim im ersten A-Wettkampf in Topform nach Willingen reist, spürt Daniel nach wie vor die Nachwehen des Trainingslagers und nimmt den Rocky Mountain BIKE Marathon und den Schinder(Hannes) MTB Superbike am Sonntag als Formtest für die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft in zwei Wochen.
Das Pacing ist auf die WM ausgelegt und die strategische Ausrichtung damit nicht auf Bestzeit sondern optimale Umsetzung des Pacings gesetzt.
Tim wird das Rennen stattdessen mit offenen Visier austragen und auf der 130km langen Strecke versuchen ein gutes Ergebnis in einem seiner wichtigsten Wettkämpfe 2017 einzufahren.

A Roadtrip with friends #wemboFinale

Guten Morgen! Die Generalprobe für unser Team #wemboFinale beginnt heute. Das Team verbringt drei Tage im Sauerland und der Pfalz gemeinsam bei zwei verschiedenen Rennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Zuerst geht es zum BIKE Festival nach Willingen und am Samstag Abend weiter nach Emmelshausen zum Schinder(Hannes) MTB Superbike. Ein Härtetest für Daniel, das Team und Material.
Bevor wir in 10 Tagen gemeinsam die Weltmeisterschaft rocken, trifft sich das #WemboFinale Team am Wochenende zu einem exklusiven Roadtrip quer durch den Westen. Bike Festival Willingen heißt Station Nummer 1 mit dem Rocky Mountain BIKE Marathon am Samstag, am Sonntag werden wir uns dann beim Schinder(Hannes) MTB Superbike quälen.
Generalproben gehen bekanntlich schief, weswegen wir uns mit dem Begriff schwer tun. Denn Erfolg ist ein wichtiger Baustein auf den Weg zur 24 Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft in 14 Tagen.

Für den individuellen Erfolg

Allerdings wird es für Daniel, anders als für Tim und Ansgar, nicht um das jeweils bestmögliche Ergebnis im Rennen gehen, sondern um ein bestmögliches Pacing im Hinblick auf die 24 Stunden Weltmeisterschaft.
Außerdem stehen Teamprozesse im Vordergrund, das Kennenlernen von Abläufen sowie das Testen von Material und Fahrerlager. Wenn dabei ein neue persönliche Bestzeit bei den Marathons herausspringt, würde sich Daniel sehr freuen aber letztendlich steht die Umsetzung der mit Coach Lukas festgelegten Rennstrategie im Vordergrund.

Attacke von Ansgar und Tim

Für Tim und Ansgar sieht die Welt anders aus. Tim wird ebenfalls am Samstag beim Rocky Mountain BIKE Marathon starten. Im ersten A-Wettkampf möchte Tim sich auf der Langdistanz beweisen und ein perfektes Ergebnis einfahren.
Gleiches gilt für Ansgar, der am Sonntag beim Schinder(Hannes) Superbike sein erstes 100km Mountainbike Rennen fahren wird. Ansgar ist bestens vorbereitet und gewillt sein Vorjahresergebnis auf der Mitteldistanz zu unterbieten.
In den Previews zu den beiden Rennen werden wir die Erwartungen der Fahrer in die Analyse mit aufnehmen.

#Raceday Live von den Strecken

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