Bkool Cycling Simulator mit Update für Workouts

Nach wie vor gehört der Bkool Turbo Rollentrainer zu den Exoten der elektrischen Indoor Trainer, obwohl die Software Bkool Cycling Simulator einen guten Mehrwert darstellt und das Gerät insgesamt sowohl durch Funktion, Leistung, Preis und Lautstärke zu überzeugen weiß. Insbesondere mit dem neuem Update des Bkool Cycling Simulators und der Option eigene Workouts zu erstellen, trumpfen die Spanier zum Jahresende noch einmal richtig auf.
Während viele unter euch die Zwift Welt beraten, bin ich bisher Bkool treu geblieben. Ein kurzer Zwift Test konnte mich nicht überzeugen, die elektrische Regelung der Bkool Rolle harmoniert mit der Bkool Cycling Simulator Software eindeutig besser. Dies spürt man durch den sanft ansteigenden Widerstand und nicht dieses abrupte Intermezzo wie bei Zwift. Außerdem ist mir Zwift auch eine Nummer zu bunt.

Bkool Cycling Simulator

Der Bkool Cycling Simulator hatte bisher nur eine einzige Schwäche, nämlich das man nicht ohne weiteres bestimmte Trainings-Bereiche mit einer Vorgabe abdecken konnte, sondern ausschließlich Strecken abfahren konnte. Das Problem konnte man über eine Erstellung eigener Strecken nach Zeitvorgabe lösen und so zum Beispiel den Widerstand bei Intervallen auf Steigungsprozente einstellen. Umständlich aber funktional.
Seit November bietet Bkool auch eigene Workouts an, bei denen man bestimmte – vorgegebene – Zeitintervalle trainieren konnte. Das war ein Fortschritt, allerdings fehlte mir die individuelle Planungsmöglichkeit zum Beispiel für mein intermitted exercices Training.

Bkool liefert Workout Builder Beta

Seit letzter Woche gibt es jetzt endlich die Möglichkeit eigene Workouts über Bkool.com zu erstellen. Der Editor ist leicht zu bedienen und ist in der Funktionalität perfekt. Neben bestimmten Wattbereichen und Zeitvorgaben können auch Trittfrequenzbereiche für das Intervall festgelegt werden.
Optisch wird das ganze in Echtzeit aufbereitet, so dass man auf einem Blick das Trainingsprogramm sehen kann. Durch das Kopieren von Segmenten und verschieben per Drag&Drop sind auch 20-30 Segmente spielend und in kurzer Zeit erstellt.
Im Bkool Cycling Simulator wird das ganze dann ebenso clean wie detailliert dargestellt, so dass man sowohl den Trainingsverlauf ablesen kann, als auch unmittelbar die richtige (oder falsche) Umsetzung des laufenden Intervalls.

Bkool Cycling Simulator Interface

Darüberhinaus hatte sich bereits im Sommer das Interface der Software verändert und sein veraltetes Design über Bord geworfen. Mir gefällt das saubere Design sehr und man findet sich überall gut zu Recht. Besonders gut gefällt mir die Darstellung des neuen Velodromes, auch wenn das Fahrgefühl hier mit einer echten Bahnrad Session nicht vergleichbar ist.

Die Bkool Rollen gibt es mittlerweile in verschiedenen Versionen ab 349€ zu kaufen, in Deutschland hat sich BIKE24 die Vertriebsrechte gesichert. Leider hat Bkool im Sommer die 12 Monate Premium Mitgliedschaft als Inklusivleistung gestrichen, so dass zu dem Kauf weitere 10€ im Monat zur vollen Nutzung der Software hinzukommen. Die 10€ sind in jedem Fall gut investiertes Geld, denn man erhält eine sehr ausgereifte Software.

Ich für meinen Teil fahre gerne bergige Strecken nach und empfinde dann Trainings zwischen 3-4h auch auf der Rolle erträglich.

Epische Trainingstage #1

Es gibt Tage da läuft es bzw. fährt es sich von Anfang perfekt: Epische Trainingstage, ich merke bereits während des Trainings die Richtigkeit des Reiz und bin mir über die Nachhaltigkeit der Einheit absolut bewusst. Epische Trainings kann man nicht erzwingen aber man muss sie genießen. Heute war bei mir so ein Tag, ich möchte davon erzählen.
mein_trainingstagebuch
Nach dem ich gestern meinen Running Streak erreicht habe, wollte ich heute morgen etwas Neues. Nüchternes Training halte ich noch immer für sehr sinnvoll in meiner Situation, ich arbeite am Stoffwechsel und kann gleichzeitig etwas für die Energiebilanz des Tages tun.
Im Gegensatz zu den letzten Radeinheiten fühlte sich bereits die erste Stunde prima an. Ich entschied mich für eine 25km lange Runde mit zwei kürzeren Anstiegen zum wach werden. Der Bkool Simulator hat heute einiges zum erfolgreichen Training beigetragen, denn er spendierte mir eine gut laufende Gruppe. 😉

Eine prima Gruppe im Sonnenschein - wunderbar zum wach werden.
Eine prima Gruppe im Sonnenschein – wunderbar zum wach werden.

Es war aber nicht nur die virtuelle Umgebung, sondern vor allem die Leichtsüßigkeit wie sich die Kurbel gedreht hat und wie fokussiert ich auf das Training war, die die erste Einheit des Tages bereits so erfolgreich werden ließ.
Nach Frühstückspause ging es dann zum eigentlichen Training des Tages über 180 Minuten mit 3x6min Kraftausdauer und daran anschließend jeweils zwei Minuten Tempofahrt. Ein Training – gerade auf der Rolle – mit Brechreizcharakter aber heute nicht! Voller Vorfreude auf die Intervalle fuhr ich zuerst meinen ersten Nightride im Bkool Simulator. Die Abwechslung der Software ist schon ganz nett, wenn man 180 Minuten auf der Stelle fahren möchte.
Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!
Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!

Die erste Stunde machte tierischen Spaß und ich genoss auch die Anstiege zum warm werden. Voller Vorfreude startete ich dann mein Intervallprogramm mit 6% Steigung für die K3 Intervall und anschließenden 2,5% Steigung für die Tempofahrt, so dass ich mich voll auf das Treten konzentrieren konnte und nicht schalten musste.
Und was wurde das für eine Qual. Eine schöne Qual! Freude an Schmerzen und innere Zufriedenheit zeichnen epische Trainingseinheiten aus. Innerlich schrie ich nach mehr und erfreute mich an meiner Leistung, die im Vergleich zu den Wochen davor auf dem Rad richtig gut war. Die Vorgabe von 240 Watt im K3 Bereich konnte ich über alle drei Intervalle umsetzen.
Anschließend gab es als Abschluss noch einmal die 25km der Morgeneinheit, weil sie mir so gut gefallen hatte. Mit sechs weiteren Teilnehmern ging es los und der Multiplayermodus, den ich zum ersten Mal ausprobiert hatte, sorgte in der dritten Trainingsstunde für den letzten Kick. Ich habe nicht überpaced aber ich war schön in den oberen Grenzbereichen meiner Vorgabe, normalerweise neige ich am Ende eines Training eher zum Abrutschen in die unteren Bereiche.
Und obwohl ich im mittleren Trainingsteil meine Beine gut bearbeitet habe, konnte ich an den beiden Anstiegen noch ein bißchen was rausquetschen.

Zum Schluß ist es das Gefühl nach dem die Trainingseinheit oder der Trainingstag beendet ist, was den epischen Trainingstag auszeichnet. Diese innere Zufriedenheit, der Optimismus für die Saisonziele, das Glücksgefühl und gleichzeitige körperliche Erschöpfung. Ich weiß einfach, dass dieses Training ein Schritt mehr in die richtige Richtung war als alle anderen Einheiten der letzten Wochen.

#shortcuts Spanien statt heimisches Sturmtief

Nach wir vor trage ich die letzten Infekt Reste mit mir rum, um die Trainingsbelastung zu reduzieren habe ich in den letzten Tagen darauf verzichtet draußen zu trainieren und stattdessen auf der Rolle trainiert.
Heute gab es eine 40km Rekom Runde durch Nordspanien mit zwei Anstiegen über knapp 500hm. Es ging gut. Morgen wird es mit einer letzten Doppeleinheit noch einmal etwas fordernder, ehe das Wochenende und die kommende Woche dann durch Erholung gekennzeichnet ist.
imageScreenshot von www.bkool.com

Bkool Cycling Simulator

Mit dem Bkool Rollentrainer bin ich seit fast einem Jahr sehr zufrieden. Die Bedienung ist einfach, Geräuschentwicklung ok und das Fahrgefühl macht Spaß. Der einzige Kritikpunkt an der Software, die aber im Gegensatz zu anderen (teureren) Herstellern ohne Fehler läuft, war die fehlende Mac OS Version.
Und was soll ich sagen? Bkool stellte vor zwei Wochen seinen neuen Trainer vor. Der Bkool Turbo Pro ist eine Weiterentwicklung und verspricht insbesondere in den Übergängen der Lastwechsel ein besseres Ansprechverhalten und soll weniger abgehackt sein. Man muss sich das so vorstellen, dass man auf dem Bkool Turbo Rollentrainer 6% Steigung fährt und wenn die Steigung sinkt dies abrupt geschieht, dies soll jetzt in einem fließenderen Ablauf geschehen. Außerdem wurde das Design leicht verändert, der Trainer ist 10db leiser als meiner und simuliert Leistungen bis 1200 Watt und Steigungen bis 21%. Neugierig? Bkool bietet einen kostenfreien 30 Tage Test an, danach kann das Gerät einfach zurück geschickt werden.
Bkool Cycling Simulator
Mit der Vorstellung des neuen Trainers präsentierte Bkool gleichzeitig eine neue Software (und nicht bloß ein Update der Alten). Vorweg: Der Bkool Simulator kann auf Windows PC, Mac OS, Android und iOS Systemen verwendet werden, auf Tablettes natürlich nur mit entsprechender ANT+ Schnittstelle. By the way, sobald Tanita noch eine Mac OS Version für das Analyse Tool ihrer Waagen herausbringt, brauche ich zu Hause kein Windows mehr.
Aber nicht nur die Plattformvielfalt weiß zu überzeugen. Der Bkool Cycling Simulator wurde komplett neu erstellt, grafisch aufgewertet und bietet zahlreiche neue Funktionen. Selbst mit meinem Bkool Rollentrainer sind die Übergänge in den Steigungen runder und das Fahrgefühl hat sich dadurch noch einmal verbessert. Das Layout spricht an und ist leicht zu bedienen. Theoretisch entfällt das Erstellen der Trainingssession über Bkool.com, denn man kann aus dem Bkool Cycling Simulator heraus auf empfohlene Sessions direkt zugreifen. Oder direkt Sessions anderer Benutzer auswählen und gemeinsam über das Internet fahren, Voice Chat inklusive (entsprechendes Headset/Mikrofon vorausgesetzt).
Gemeinsam Grundlage virtuell fahren?
Die Multiplayerplattform mit ihren Ligen und Gruppen ist ein Highlight der Software. Allerdings habe ich damit bisher wenig anfangen können, da ein Rollentraining für mich bisher immer ein Intervall oder Grundlagentraining darstellte und keine Rennsimulation. Allerdings könnte ich mir im Winter härtere Einheiten auf der Rolle auch vorstellen. Darüber werde ich dann berichten.
Aber es spricht auch nichts dagegen eine Gruppe zu bilden, die gemeinsam zu verabredeten Zeiten Grundlage fährt. Das Windschatten spenden stelle ich mir Schwierig vor aber ich würde freiwillig ausnahmsweise auch vorfahren 🙂
Routenvielfalt und 3D Welt
Ca. 500.000 verschiedene Strecken von flach bis alpin stehen zur Verfügung und lassen sich über den Sessions Filter nach Schwierigkeit und Länge oder Zeit filtern. Besonders schön ist, dass die .fit Datei am Ende heruntergeladen werden kann und auf den Trainingsseiten hochgeladen werden kann und sogar die GPS/Höhenangaben mitliefert. Ein Teil der Strecken gibt es auch in der neuen 3D World für ein noch dynamischeres Fahrgefühl. Für mich schon fast zu viel Spielerei, denn mir reicht das 2D Höhenprofil und meine begleitende Unterhaltung in Form von Rollenvideos, Musik oder einem Film/Sportübertragung. Schön wäre nur eine Ergänzung von Höhenlinien im 2D Profil, damit man ungefähr abschätzen kann, wie viele Höhenmeter man sich gerade bergan begibt.
bkoolcyclingAuch ein Genuss für das Auge: Die neue Bkool Cycling Software. Weitere Vorschaubilder folgen in der kommenden Woche.
Insgesamt scheinen die Spanier an alles gedacht zu haben, sogar das eigene Spotify Konto lässt sich in die Software einbinden.