Unboxing Elite Direto

Nach dem wir dir gestern unsere neue Coffee & Chainrings Podcast Episode zum Thema Zwift vorgestellt haben, möchte ich dir heute endlich meinen neuen stationären Rollentrainer Elite Direto zeigen, der seit ein paar Monaten meine Bkool Pro Rolle ersetzt.
Der Kauf des Elite Direto war eine bewusste Entscheidung für einen neuen Rollentrainer und nicht gegen meine alte Bkool Pro Rolle. Die Smartrolle der Spanier lief mehr als zwei Jahre einwandfrei und ich bin mit dem Produkt ebenfalls sehr zufrieden.
Mit dem Elite Direto wollte ich in der Highendklasse der Rollentrainer beschnuppern, denn das Mittelklasse Gerät kann mit der 1000€ Fraktion in den meisten Anforderungen mithalten. Dazu dann gleich mehr.
Wichtig war mir ein stationärer Trainer, um das Kippeln im Wiegetritt zu verlieren und einen noch direkteren Antrieb zu haben. Außerdem soll der Trainer selbst den Widerstand regeln können, um Anwendungen wie Zwift optimal ausnutzen zu können. Maximaler Widerstand, Geräuschentwicklung und maximale Steigung waren mir weniger wichtig. Ich erkläre euch später warum.
Mit meinen Anforderungen wurden mir der Wahoo Kickr und Tacx Neo empfohlen, obwohl der Elite Direto und Drivo ebenfalls alle Anforderungen erfüllt. Der Tacx Flux wurde seinerzeit in den Kritiken abgewertet. Außerdem hat Markus so viel schlechte Erfahrungen mit Tacx Rollen gemacht, dass ich dankbar um die ELite Direto Alternative war.
Nicht zuletzt auch, weil Tacx Neo, Wahoo Kickr (der Marktführer) und der große Elite Bruder Drivo mit 500-700€ das Portmonee nochmal stärker belastet hätten.

Unboxing Elite Direto

Ich hatte Glück und ein Supersonderangebot erwischt und den Elite Direto für 25% Rabat gekauft. UVP des stationären Trainers ist 899€ und die besten Angebote liegen derzeit bei 749€.

Der Elite Direto kommt in einem wirklich fetten Karton sicher und unbeschadet zu dir nach Hause bzw. in diesem Fall zu mir. Das Auspacken ist einfach, zu zweit wird das Herausheben aus dem Karton vereinfacht. Der Aufbau geht schnell, da abgesehen von der Kassette nur die Füße mit dem Trainer zusätzlich verschraubt werden.
Elite Direto Trainer
Der Lieferumfang ist ausreichend. Es fehlt wie bei anderen stationären Trainern auch eine Kassette, stört mich nicht. Ich fahre lieber meine gewohnten Abstufungen als eine gratis Kassette mit unpassender Abstufung zu erhalten.
Im Lieferumfang ist ein Shimano Freilauf, App Zugang My E-Training (die ersten 12 Monate frei) und ein Sensor für Trittfrequenz.
Das Stromkabel wird nicht hinten am Trainer angeschlossen, sondern auf der zum Rad zeigenden Seite. Ich habe etwas länger gesucht, allerdings sind dort auch die LED Leuchten als Orientierungshilfe.

Technische Daten Elite Direto

  • Integrierter OTS (Optical Torque Sensor): Leistungsmesser, der die Leistung mit +/- 2,5% Genauigkeit misst.
  • Die DIRETO-Pedalanalyse-Option (als In-App-Kauf erhältlich), misst die Kraft während der gesamten Pedalbewegung und ermittelt an 12 Punkten den Kraftaufwand, welchen Sie mit Ihren Beinen jeweils aufbringen, damit Sie Ihre Trainingseinheit optimieren können. Die My E-Training Software und App mit Pedalanalyse-Option (als In-App-Kauf erhältlich) zeigt die gemessenen Leistungsdaten von DIRETO auf zwei verschiedenen Charts an.
  • Elite Direto ermöglicht die Simulation von wirklich anspruchsvollen Steigungen bis zu 14%, wobei eine Leistung von 1400 Watt bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h entwickelt wird.
  • Elite Direto gehört zur neuen Generation von komplett interaktiven Rollentrainern ANT+ FE-C & Bluetooth. Das bedeutet eine komplette Interaktion des Rollentrainers mit Apps, Softwares, dem Computer und denPeripheriegeräten (Smartphone und Tablet) aller Art mit IOS, Android, OSX
  • Direct drive für eine einfache Konfiguration und immer optimalen GrIp.
    Ideal für jedes Training. Insbesondere für die, die auf Takt, Leistung und Sprint ausgerichtet sind, wo die höchste Realität und Präzision erforderlich sind.
  • Praktische und einfache Verwendung: äußerst stabil, wenn er nicht benutzt wird kann er schnell zusammengeklappt, an einem kleinen Platz abgelegt und leicht transportiert werden.
  • Kompatibel mit Rennrad und Mountainbike, 142×12-Naben mit SteckachseKompatibel mit Shimano 9/10/11-Gang, SRAM und Campagnolo 9/10/11-Gang.
  • Hinweis: Elite empfiehlt vor dem Kauf die Überprüfung auf Kompatibilität von Elite Direto mit dem Fahrrad.

  • Dank der My E-Training Mobile&Desktop software* (12 Monate kostenlos) verwandelt sich das Training mit Direto in eine interaktive, begeisternde und anregende Erfahrung. Betreiben Sie Ihr Training, indem Sie die Daten der Leistung, des Takts, der Herzschlagfrequenz, der Geschwindigkeit, der Zeit und Entfernung überwachen.
  • [learn_more caption=“My E-Training beinhaltet (Software)“]Base Training: Training nach Widerstandsstufen, mit voreingestellten Programmen
    Training-Test: erstellt über einen Bewertungstest ein individuell abgestimmtes einmonatiges Indoor-Trainingsprogramm.
    RealVideo & My RealVideo
    Fahrten nach Karte:
    kreiert Fahrstrecken in jedem Teil der Welt, mit Hilfe von Google Maps
    Mehrbenutzer-System: Die App kann von mehreren Benutzern auf dem gleichen Device eingesetzt werden.
    Vereinfachte Erstellung von Trainingsprogrammen: neuer Grafik-Editor, um auf einfache Weise neue Programme zu kreieren.
    Video Playlist: kreiert eine Playlist mit den Videos des Device, um das Training zu begleiten.
    Share results: Alle Trainingsdaten können gesichert, exportiert (CSV – comma separated values, Strava Tcx format) und in den Social Networks geteilt werden, um die eigene Performance im Laufe der Zeit zu überwachen. (Quelle: www.elite-it.com[/learn_more]

    Erster Eindruck Elite Direto

    Nach dem Aufbau habe ich die ersten Minuten zum Testen im Wohnzimmer pedaliert und meine Frau und meine Tochter haben währenddessen neben mir auf der Couch gesessen und ferngesehen. Gestört habe ich nicht großartig.

    Aufbau

    Der Aufbau des Elite Direto geht schnell. Im Lieferumfang befindet sich alles außer eine Kassette, die aber für den Betrieb zwingend erforderlich ist. Ebenfalls zugekauft habe ich einen Adapter für Steckachsen, damit ich auch mit dem MTB auf dem Elite Direto fahren kann. Kann ich jetzt, bisher habe ich das aber noch nicht ausprobiert.

    Steuerung

    Die My E-Training Anwendung wird zum Kalibrieren der Leistungsmessung benötigt. Das geht einfach und schnell. Außerdem habe ich die Pedalanalysen Option freigeschaltet, Elite verlangt dafür faire 5€. Allerdings muss man bei der Option die Anwendung My E-Training öffnen und dort ein Training absolvieren, das ging aus der Beschreibung für mich nicht eindeutig hervor, weshalb ich die Option bisher nicht ausreichend getestet habe, um eine Erfahrungen zu schildern.
    Das Rad selbst ist in den stationären Trainer genauso leicht und schnell eingespannt wie mit einem Hinterrad. Auf dem Rad fühlt mich sich auch direkt wohl, das Fahrgefühl ist mit dem Fahrgefühl eines herkömmlichen Rollentrainers nicht vergleichbar. Letztendlich rutscht kein Reifen mehr durch und das Schwungrad muss auch nicht erst angetreten werden.
    Die Leistungsmessung funktioniert. DC Rainmaker lobt die Technik und attestiert dem Gerät eine außergewöhnlich hohe Genauigkeit. Mir selbst kam die Messung etwas zu hoch vor. Weniger hoch als in den Facebookgruppen oftmals behauptet (10-20%) aber auch mehr als die angegebenen 2,5%. Im Vergleich zum Bkool Pro Smarttrainer ist die Genauigkeit definitiv besser.
    Ich benutze sowieso lieber meinen 4iiii Powermeter, so dass ich die Genauigkeit auch nicht weiter beachte, da mir die Regelung des Poweroutputs wichtiger ist.

    Geräusche

    Ich brauche keine Kopfhörer mehr, kann Musik über meinen Bluetooth Lautsprecher auf halber Lautstärke hören und habe kein nachhallendes Surren mehr im Ohr. Toll! Inwiefern das die Pro-Trainer noch besser können, kann ich nicht beurteilen. Aber ich finde der Elite Direto ist für ein Trainingsgerät ausreichend leise.

    Warum ich mich für den Elite Direto entschieden habe

    Ich wollte einen festen Trainer, der ohne platzenden Reifen und mit direkter elektrischer Leistungsregelung daherkommt. Ein defektes Hinterrad war auf der Rolle bisher immer ein Worstcase, dazu das Antreten gegen das Schwungrad und das Kippeln bei Belastungen. Alles Faktoren, die der Bkool Pro aufgrund seiner Bauweise nicht gut genug konnte, obwohl er verglichen mit seinen Mitbewerbern sehr gut ist.
    Das der Elite Direto auch noch leiser ist, finde ich toll. Ist aber mehr ein Nebenerfolg. Besonders gut finde ich das Fahrgefühl, dass vorwärtsorientiert ist und mir ein authentischeres Gefühl vermittelt.
    Die Leistungsmessung ist mit Kalibrierung genau genug, um effektiv damit zu trainieren. Meine Abweichungen zwischen 2-5% sind vollkommen in Ordnung, zumal der Elite Direto gegenüber dem 4iiii die gesamte Leistung und nicht die eines Beins misst.
    Auf Zwift übernimmt der Elite Direto zuverlässig die Steuerung und sorgt für fliessende Steigungen auch bei größeren Übergängen. Obwohl bei 14% Steigung der Widerstand nicht weiter simuliert wird, stört mich diese Einschränkung nicht.
    Letztendlich fühlen sich 6% Steigung auf dem Trainer schon anders als 6% in der Realität an. Insofern ist es mir egal, ob ich auf dem Trainer mit maximal 14% beim Elite Direto oder mit über 20% (Tacx Neo, Wahoo Kickr) trainieren kann, das sind Werte dir mir in der Realität wichtiger sind aber auf der Rolle keinen Aufpreis von 700€ rechtfertigen.
    Genauso verhält es sich mit den maximalen Leistungsoutput. 1400 Watt kann ich maximal 2 Sekunden halten. Ich bin kein Sprinter und die Werte sind völlig egal für mich, so dass auch hier der Unterschied zu Neo und Kickr (jeweils über 2000 Watt) keine Rolle spielen.
    Mit der Pedalanalyse kann der Elite Direto stattdessen meiner Meinung nach sogar noch einen echten Mehrwert gegenüber Tacx Neo und Wahoo Kickr bieten.

    Fazit

    Fast 2000km habe ich auf dem Trainer bereits abgespult und bin noch immer begeistert. Es gibt bisher keine größeren Probleme, die auf den Elite Direto zurückzuführen waren. Stattdessen überzeugt das Gerät mit unauffälliger Arbeitsweise.
    Wer einen guten stationären Trainer sucht und nicht über 1000€ ausgeben möchte, der ist definitiv mit dem Elite Direto gut bedient. Wer keinen Leistungsmesser hat kann hier sogar ein echtes Schnäppchen machen und sich für unter 800€ einen super Trainer mit guter Leistungsmessung ins Haus holen.
    Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Torsten Frank bedanken, der mir den Elite Direto empfohlen hatte und mich im letzten Moment vom Kauf des Wahoo Kickr abgehalten hat.


    Blogger Relation Kodex
    Ich habe den Elite Direto über einen Onlineshop im Angebot erworben. Ein Testgerät habe ich von Paul Lange nicht erhalten. Du kannst den Elite Direto bei Amazon kaufen.

    Bkool Cycling Simulator mit Update für Workouts

    Nach wie vor gehört der Bkool Turbo Rollentrainer zu den Exoten der elektrischen Indoor Trainer, obwohl die Software Bkool Cycling Simulator einen guten Mehrwert darstellt und das Gerät insgesamt sowohl durch Funktion, Leistung, Preis und Lautstärke zu überzeugen weiß. Insbesondere mit dem neuem Update des Bkool Cycling Simulators und der Option eigene Workouts zu erstellen, trumpfen die Spanier zum Jahresende noch einmal richtig auf.
    Während viele unter euch die Zwift Welt beraten, bin ich bisher Bkool treu geblieben. Ein kurzer Zwift Test konnte mich nicht überzeugen, die elektrische Regelung der Bkool Rolle harmoniert mit der Bkool Cycling Simulator Software eindeutig besser. Dies spürt man durch den sanft ansteigenden Widerstand und nicht dieses abrupte Intermezzo wie bei Zwift. Außerdem ist mir Zwift auch eine Nummer zu bunt.

    Bkool Cycling Simulator

    Der Bkool Cycling Simulator hatte bisher nur eine einzige Schwäche, nämlich das man nicht ohne weiteres bestimmte Trainings-Bereiche mit einer Vorgabe abdecken konnte, sondern ausschließlich Strecken abfahren konnte. Das Problem konnte man über eine Erstellung eigener Strecken nach Zeitvorgabe lösen und so zum Beispiel den Widerstand bei Intervallen auf Steigungsprozente einstellen. Umständlich aber funktional.
    Seit November bietet Bkool auch eigene Workouts an, bei denen man bestimmte – vorgegebene – Zeitintervalle trainieren konnte. Das war ein Fortschritt, allerdings fehlte mir die individuelle Planungsmöglichkeit zum Beispiel für mein intermitted exercices Training.

    Bkool liefert Workout Builder Beta

    Seit letzter Woche gibt es jetzt endlich die Möglichkeit eigene Workouts über Bkool.com zu erstellen. Der Editor ist leicht zu bedienen und ist in der Funktionalität perfekt. Neben bestimmten Wattbereichen und Zeitvorgaben können auch Trittfrequenzbereiche für das Intervall festgelegt werden.
    Optisch wird das ganze in Echtzeit aufbereitet, so dass man auf einem Blick das Trainingsprogramm sehen kann. Durch das Kopieren von Segmenten und verschieben per Drag&Drop sind auch 20-30 Segmente spielend und in kurzer Zeit erstellt.
    Im Bkool Cycling Simulator wird das ganze dann ebenso clean wie detailliert dargestellt, so dass man sowohl den Trainingsverlauf ablesen kann, als auch unmittelbar die richtige (oder falsche) Umsetzung des laufenden Intervalls.

    Bkool Cycling Simulator Interface

    Darüberhinaus hatte sich bereits im Sommer das Interface der Software verändert und sein veraltetes Design über Bord geworfen. Mir gefällt das saubere Design sehr und man findet sich überall gut zu Recht. Besonders gut gefällt mir die Darstellung des neuen Velodromes, auch wenn das Fahrgefühl hier mit einer echten Bahnrad Session nicht vergleichbar ist.

    Die Bkool Rollen gibt es mittlerweile in verschiedenen Versionen ab 349€ zu kaufen, in Deutschland hat sich BIKE24 die Vertriebsrechte gesichert. Leider hat Bkool im Sommer die 12 Monate Premium Mitgliedschaft als Inklusivleistung gestrichen, so dass zu dem Kauf weitere 10€ im Monat zur vollen Nutzung der Software hinzukommen. Die 10€ sind in jedem Fall gut investiertes Geld, denn man erhält eine sehr ausgereifte Software.

    Ich für meinen Teil fahre gerne bergige Strecken nach und empfinde dann Trainings zwischen 3-4h auch auf der Rolle erträglich.

    Col de la Pierre St. Martin auf der Rolle

    Heute hatte ich meine erste lange Trainingsfahrt geplant und wollte eigentlich an der CTF Vlodrop teilnehmen, um meine Hometrails zu befahren. Leider sorgte ein sturmtief für eine kurzfristige Änderung, denn wenn in Holland Cyclocross Rennen abgesagt werden, dann sollte man sich selbst nicht draußen gefährden. Ich entschied mich also mein Training indoor zu absolvieren und suchte mir eine angemessen Herausforderung aus.
    wembo 24 Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft Finale Ligure 2017
    Ich habe ein Ziel, die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure. Und wenn ich dort im Sommer am Start stehe, möchte ich mir nicht sagen, ich hätte im Vorfeld nicht alles für eine gelungene Vorbereitung gegeben. Wenn es als draußen stürmt und das MTB-Fahrtspiel ins Wasser fällt, dann muss eine Alternative her!
    Zwei Kategorie 3 Berge und zum Abschluss der Col de la Pierre St. Martin hinauf zur spanischen Grenze sollten heute einen adäquaten Ersatz darstellen. Der Col de Ichere (3,8km/9% Steigung) und Col de Lie Steep (2,4km/8% Steigung) sorgten auf den ersten 25km für ordentlich Druck auf dem Pedal. Die 25km Auffahrt (1395hm/6% Steigung) waren dann die gesuchte Herausforderung!

    Rollentraining ist eine mentale Herausforderung

    Auf der Rolle ist ein Training jenseits der zwei Stunden immer eine extreme Herausforderung. Pyrenäen Pässe nach zu fahren hilft auf der einen Seite das Training erfolgreich zu beenden, das Ziel ist der Berg. Andererseits müssen 25km bei 6% Steigung auch erst einmal auf der Rolle weggetreten werden. Schweiß treibend war die Auffahrt auf jeden Fall aber mit knapp zwei Stunden bei 190 Watt habe ich mich sogar leistungstechnisch belohnt.
    Nach zwei Wochen Aufbautraining unter zwei Stunden Länge mit vielen Sweat Spot Intervallen habe ich heute auch über 3:20h nicht die Lust verloren und den Berg mit Spaß und Freude bis zum bitteren Ende bezwungen.
    Allerdings hilft mir hier der Kontakt zur #Twtter Community sehr, denn ein paar Tweets in den Abfahrten erhöhen die Motivation und sorgen für etwas Abwechslung. Daneben konnte ich im ersten Teil des Trainings von Harry Potter profitieren. Weil ich abends auf der Couch immer einschlafe darf ich die Teile immer am nächsten Tag zu Ende gucken, damit ich dann heute Abend mit meiner Frau den nächsten Teil gucken kann.

    Fokus auf das Training

    Trotz der kleinen Hilfen muss natürlich der Fokus auf dem Training gerichtet bleiben. Wichtig ist ausreichend Flüssigkeit zu haben, denn in Frankreich ist es ganz schön warm. Außerdem muss natürlich auch die Verpflegung stimmen, wenn man über drei Stunden auf der Rolle eine gute Leistung treten möchte.
    Col de la Pierre St. Martin auf der Rolle
    Ich habe die ersten 25km des Trainings etwas unterschätzt, die beiden „kleineren“ Berge waren nämlich extrem steil und ich habe etwas mehr Leistung getreten als geplant. Also kam bereits nach 90min die zweite Banane zum Einsatz, zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber auch 1.000kcal verbrannt. Nach dem ersten Drittel vom Col de la Pierre St. Martin folgte ein GU Gel und für die finalen Kilometer zum Gipfel nach 2,5h die dritte Banane. 450kcal Input für 2100kcal Output, dazu drei Flaschen Wasser (davon zwei mit High5 Elektrolyt Tab).
    Zum Frühstück gab es ein kleines Experiment, denn mit 50gr Hirse und 100gr Lupinenflocken habe ich mehr Eiweiss als Kohlenhydrate gegessen. Alles war gut verträglich und durch die Kohlenhydrat Zufuhr im Training war auch alles in Ordnung.
    Fokus im Training heißt für mich im Übrigen auch, dass die Hände an den Lenker gehören und ich abgesehen von wenigen Erholungsmomenten auch nicht tippen möchte. Allerdings hilft es andersrum genauso gut, dass ein kurzer Austausch im sozialen Netzwerk dazu beiträgt sich neu zu fokussieren.

    Fazit

    Für den einen oder anderen mag das zwar großer Unsinn sein, wenn man auf der Rolle einen Pyrenäen Pass nachfährt. Das mag sein aber wäre ich einfach ohne elektrischen Widerstand gefahren, dann hätte ich das Training nicht in den absolvierten Leistungsbereich beenden können und hätte bestimmt im Laufe der Zeit auch den Fokus aufgrund der Monotonie verloren. Der Berg war das Ziel und meine Motivation über das Ziel definiert.

    Die Einheit heute mit dem guten SST-Training gestern (5×10′ SST Intervalle) haben mein Selbstvertrauen auf jeden Fall gesteigert.Mehr Selbstvertrauen bedeutet auch noch mehr Motivation. Ihr kennt das mit dem Bäume ausreißen. Deswegen schreibe ich auch gerade diesen Artikel, weil ein gutes Rollentraining so viele Endorphine ausschütten kann, die ich heute Abend mit euch teilen möchte.

    Wake up ride im Olympiapark München

    Das Nüchternlaufen während meines Running Streaks hat mir sehr gut getan, weshalb ich das Nüchterntraining nach Beendigung des Streiks fortgesetzt habe. Statt de Laufschuhe zu schnüren setze ich mich derzeit morgens auf die Rolle, um 30-60 Minuten locker in die Pedale zu treten. Dank der BKOOL-Software und der schnellen Hilfe aus der Twitter Community bin ich morgens häufig auf Expeditionsurs auf Teilen der Strecke des 24h Race Olympiapark München.
    Ich wollte schon immer mal eine Strecke aus Testzwecken in die BKOOL Software implementieren. Das ganze ist sehr einfach, wenn man nur einen GPX Track ohne Video nutzen möchte. Dafür wird der Track über die Homepage von BKOOL hochgeladen und fertig, schon kann man seine eigene Runde über die Software drehen.

    24h race München in der BKOOL Software

    Man kann sich dabei sowohl die Kartenübersicht anzeigen lassen, als auch in der 3rd Person Position mit Retro-Grafik fahren. Interessant dabei ist, dass sowohl der Olympiasee als auch der Olympiaberg von BKOOL erkannt worden sind und visuell dargestellt werden. Außerdem weiß das Programm ohne mein zutun, dass ich im Gelände fahre.
    Screenshot Bkool Simulator: Olympiapark München
    Und ich erfahre beim Fahren, wie denn gerade das Wetter in München ist. Ich hä vorsichtshalber einen Regenschirm im Office aufgebaut, um nicht dem Starkregen ausgesetzt zu werden, dem ich am Sonntag vor zwei Wochen ausgesetzt war.

    Üben,üben,üben - immer rauf auf den Olympiaberg.
    Üben, üben, üben – immer rauf auf den Olympiaberg.

    Physisch keine Vorteile durch visuelles Training auf der Strecke

    Ich bin mir natürlich bewusst, dass der Trainingseffekt für den Kurs nicht gegeben ist. Aber mental hilft dies bei der Vorbereitung und der Fokussierung, so bleibt das Highlight im Juli präsent. Das die Trainingszeit mit den Rundunzeit vor Ort auch nicht vergleichbar sein wird, liegt wiederum an der Software, die weder das Anbremsen von Kurven noch Downhills oder technische Passagen berücksichtigt. Dafür beiden die Steigungsprozente und die Fahrten bergan sind durchaus ein realistisches Abbild der möglichen Leistung.
    Der Wake up ride als solcher ist im Übrigen für mich von großer Bedeutung. Zum einen schaffe ich so relativ früh ein Energiedefizit für den Tag, außerdem fühle ich mich danach meistens richtig frisch und voller Energie. Für den Fettstoffwechsel erhoffe ich mir einen Vorteil, zumindest scheint mein Körper seit dem ich regelmäßig nüchtern trainiere bis in den Abend ganz gut mit der verabreichten Nahrungsmenge klar zu kommen.
    „Wake up“ trifft den Nagel dabei nicht völlig auf den Kopf, es spiegelt also meine handwerklichen Fähigkeiten wider, denn ich bin dann meistens bereits 1-1,5 Stunden auf, habe mich (mit Kaffee), die Katzen (mit Futter und einer frischen Toilette) versorgt und Multimedia Krams abgearbeitet.

    Ich danke der Community

    All dies wäre überhaupt nicht möglich gewesen, gebe es nicht diese wachsende Twitter Community für Sportler. Denn ohne #Twitterlauftreff wäre es mir gar nicht möglich gewesen im Olympiapark zu trainieren, denn ich hätte nicht Lenas Training im Olympiapark gesehen und sie danach gefragt, ob sie mir die Strecke des Veranstalters abläuft. Lena tat dies innerhalb weniger Tage ud ich bin ihr dafür sehr dankbar. Witzigerweise kommt Lena ursprünglich aus Herne, einer Nachbarstadt von Herten, in der ich aufgewachsen bin.
    Also liebe Lena: Vielen Dank und ich hoffe ich kann mich bei meinem München Besuch im Juli revanchieren.

    Bkool, Zwift & Co – Digital ist besser?

    Digital ist besser sangen Tocotronic bereits 1995 und produzierten eins ihrer erfolgreichsten Alben, eins meiner Lieblingsstücke. Digital verbreitet sich auch bei Rollentrainern immer schneller und bietet dem Training über die Wintermonate mehr Komfort. Digital ist besser?
    Ich habe heute morgen den Artikel über die Sache mit Zwift, BKOOL & Co. von Joas gelesen und war mir sofort im Klaren, dass ich hier eine Lanze für die Rollentrainer-Faktion brechen muss. Joas schreibt unter Anderem von der Kehrseite der Digitalisierung und führt Argumente ins Feld, wie um Beispiel das geringere Interesse an Leistungsvergleichen auf Straka etc, die ch in diesem Artikel mit einfließen werde. Dabei handelt es sich hierbei nicht um eine Kontroverse sondern viel mehr um eine Ergänzung, die Kehrseite der Kehrseite der Digitalisierung quasi.

    Erleichterung durch Digitalisierung des Trainings?

    Für jedes Gefühl im Leben gibt es auch Musik. (Iriepathie)
    Für jedes Gefühl im Leben gibt es auch Musik. (Iriepathie)
    Bereits im Teaser musste ich feststellen, dass man über die Digitalisierung der Rollentrainer viel zu schnell falsche Schlüsse ziehen kann. Eigentlich wolle ich über die Erleichterung des Wintertrainings schreiben, allerdings musste ich beim darüber Nachdenken feststellen, dass ein Training in Intensität, Umfang und mentaler Standhaftigkeit überhaupt gar nicht erleichtert wird. Im Gegenteil sogar, denn es gibt keine Schlechtwetterausreden oder legitimes Abkürzen von Einheiten aufgrund von Wetterkapriolen. Die Bedingungen werden erschwert anstatt erleichtert, denn die Rolle steht allzeit einsatzbereit und wartet nur darauf ein Training zu starten.
    Dem kann man nun entgegenhalten, dass ein Outdoortraining im strömenden Regen natürlich viel schwerere Bedingungen bedeutet und das Training bei Minus fünf Grad noch mehr Motivation abverlangt. Jein. Dagegen steht die Monotonie der Rolle, die vielleicht bei 1-2 Stunden leicht zu ertragen ist aber danach mental extreme Überwindung kostet. Während man draußen mit den extremen Bedingungen kämpft aber immer erst noch nach Hause fahren muss, ist die erfrischende Dusche, das leckere Essen und die Couch von der Rolle nur einen Katzensprung entfernt. Für mich stellt dies keine Erleichterung da.

    Freude, Hochgefühl und Zufriedenheit

    Ich fahre im Winter sowohl draußen als auch auf der Rolle. Außerdem laufe ich hin und wieder gerne. Während meiner #Running Challenge im Januar war ich jeden Tag draußen und habe die Vorzüge der eisigen Morgenluft kennengelernt. Dagegen sind die morgendlichen Nüchterneinheiten auf der Rolle ziemlich unangenehm, allerdings aus der Perspektive des Zeitmangaments besser durchzuführen.
    Das Hochgefühl nach richtig herausfordernden Trainingseinheiten hat sich bei mir sowohl auf der Rolle als auch draußen eingestellt. Ich kann Glücksgefühle nach 3,5 Stunden auf der Rolle ausschütten und richtig zufrieden vom Rad kippen, genauso wie ich mich über die wunderschönen drei Stunden draußen bei Minusgraden freuen kann (und dabei schnell vergesse wie Hände und Füße ist erfroren sind). Die Qualität der Zufriedenheit ist hier für mich gleich.

    Vergleichbarkeit der Trainings

    Ich habe noch nie Kilometer verglichen, weil es im Radsport zu viele Faktoren gibt, die die Streckenlänge (gerechnet auf die Trainingszeit) beeinflussen. Außerdem spielt es für mich auch eine untergeordnete Rolle in der Jahresstatistik. Ich habe schon seit meinem erstem Trainingsjahr die Trainingsstunden in den Vordergrund gerückt. Und damit war Training auf der Rolle oder draußen für mich seit jeher vergleichbar. Allerdings waren die Km-Werte auf meiner Tacx Satori Rolle in der Tat wertlos.
    Mit der Digitalisierung der Rollentrainer werden aber auch die Kilometerwerte vergleichbar. Ich kann hier nur meine Leistungen beurteilen aber Durchschnittswatt, -km und -puls korrelieren mit Werten aus Outdoortrainings. Ob das jetzt auf den Kilometer genau hinkommt, das mag dahin gestellt sein aber das interessiert mich dann auch weniger. Die zeit bleibt letztendlich als vergleichbare Maßeinheit bestehen.

    Digitales Gruppetto

    Besonders motivierend erlebe ich die Option gemeinsam mit anderen Radsportlern digital zu fahren. Hier gebe ich Jobs völlig Recht, dass in der digitalen Welt viel mehr im roten Bereich gefahren wird. Persönlich lasse ich mich darauf nicht ein, aber generell erlebe ich hier auch eher Renn- als Trainingsbelastungen. Mir macht es trotzdem Spaß das Gefühl zu haben nicht alleine zu sein und irgendwie kann man damit auch direkt seine Computerspiel Lust frönen mit größerem Erfolg für die Gesundheit als vor dem PC mit der Maus in der Hand 🙂

    Digitales Radfahren und Strava

    Strava hat den Zahn der Zeit erkannt und trennt mittlerweile auch Radeinheiten nach realen und virtuellen Fahrten, so dass hier mehr Übersicht gegeben ist. Wünschenswert wäre aber eine andere Vorschau bei BKOOL-Einheiten, da hier die nachgefahrene Strecke angezeigt wird und man auf dem ersten Blick nicht sieht, dass man real gar nicht in Italien war.

    Fazit

    Ob Rolle oder Outdoor – fahrt und bewegt euch. Radsport ist unsere Leidenschaft und der Spaß sollte an oberster Stelle stehen. Und Spaß bedeutet in meinem Fall sowohl auf der Bkool Pro Rolle im Münchener Olympiapark meine Runden zu trainieren als auch bei widrigsten Bedingungen draußen Grundlage zu fahren.
    Digital ist für mich nicht besser und auch nicht schlechter. Digital ist mehr Komfort und eine weitere Option zum Trainieren und erschwert die Ausreden bei Trainingsausfall.

    Epische Trainingstage #1

    Es gibt Tage da läuft es bzw. fährt es sich von Anfang perfekt: Epische Trainingstage, ich merke bereits während des Trainings die Richtigkeit des Reiz und bin mir über die Nachhaltigkeit der Einheit absolut bewusst. Epische Trainings kann man nicht erzwingen aber man muss sie genießen. Heute war bei mir so ein Tag, ich möchte davon erzählen.
    mein_trainingstagebuch
    Nach dem ich gestern meinen Running Streak erreicht habe, wollte ich heute morgen etwas Neues. Nüchternes Training halte ich noch immer für sehr sinnvoll in meiner Situation, ich arbeite am Stoffwechsel und kann gleichzeitig etwas für die Energiebilanz des Tages tun.
    Im Gegensatz zu den letzten Radeinheiten fühlte sich bereits die erste Stunde prima an. Ich entschied mich für eine 25km lange Runde mit zwei kürzeren Anstiegen zum wach werden. Der Bkool Simulator hat heute einiges zum erfolgreichen Training beigetragen, denn er spendierte mir eine gut laufende Gruppe. 😉

    Eine prima Gruppe im Sonnenschein - wunderbar zum wach werden.
    Eine prima Gruppe im Sonnenschein – wunderbar zum wach werden.

    Es war aber nicht nur die virtuelle Umgebung, sondern vor allem die Leichtsüßigkeit wie sich die Kurbel gedreht hat und wie fokussiert ich auf das Training war, die die erste Einheit des Tages bereits so erfolgreich werden ließ.
    Nach Frühstückspause ging es dann zum eigentlichen Training des Tages über 180 Minuten mit 3x6min Kraftausdauer und daran anschließend jeweils zwei Minuten Tempofahrt. Ein Training – gerade auf der Rolle – mit Brechreizcharakter aber heute nicht! Voller Vorfreude auf die Intervalle fuhr ich zuerst meinen ersten Nightride im Bkool Simulator. Die Abwechslung der Software ist schon ganz nett, wenn man 180 Minuten auf der Stelle fahren möchte.
    Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!
    Nightride in der virtuellen Umgebung, sogar an die Bikelampe wurde gedacht!

    Die erste Stunde machte tierischen Spaß und ich genoss auch die Anstiege zum warm werden. Voller Vorfreude startete ich dann mein Intervallprogramm mit 6% Steigung für die K3 Intervall und anschließenden 2,5% Steigung für die Tempofahrt, so dass ich mich voll auf das Treten konzentrieren konnte und nicht schalten musste.
    Und was wurde das für eine Qual. Eine schöne Qual! Freude an Schmerzen und innere Zufriedenheit zeichnen epische Trainingseinheiten aus. Innerlich schrie ich nach mehr und erfreute mich an meiner Leistung, die im Vergleich zu den Wochen davor auf dem Rad richtig gut war. Die Vorgabe von 240 Watt im K3 Bereich konnte ich über alle drei Intervalle umsetzen.
    Anschließend gab es als Abschluss noch einmal die 25km der Morgeneinheit, weil sie mir so gut gefallen hatte. Mit sechs weiteren Teilnehmern ging es los und der Multiplayermodus, den ich zum ersten Mal ausprobiert hatte, sorgte in der dritten Trainingsstunde für den letzten Kick. Ich habe nicht überpaced aber ich war schön in den oberen Grenzbereichen meiner Vorgabe, normalerweise neige ich am Ende eines Training eher zum Abrutschen in die unteren Bereiche.
    Und obwohl ich im mittleren Trainingsteil meine Beine gut bearbeitet habe, konnte ich an den beiden Anstiegen noch ein bißchen was rausquetschen.

    Zum Schluß ist es das Gefühl nach dem die Trainingseinheit oder der Trainingstag beendet ist, was den epischen Trainingstag auszeichnet. Diese innere Zufriedenheit, der Optimismus für die Saisonziele, das Glücksgefühl und gleichzeitige körperliche Erschöpfung. Ich weiß einfach, dass dieses Training ein Schritt mehr in die richtige Richtung war als alle anderen Einheiten der letzten Wochen.

    #Trainingstagebuch Woche 8 (21.12-27.12)

    Vorbei sind die Mimimi-Zeiten. Wer Besonderes erreichen will, der muss von sich auch Besonders fordern, sagt nicht nur Herbert Steffny. Trainingswiederaufnahme ist geglückt und der Körper dankt es.
    mein_trainungstagebuch
    Nach drei trainingsfreien Tagen und einer sehr lethargischen Phase habe ich mich aus dem Kreislauf Leistungsverlust, Heißhunger, Gewichtszunahme und noch mehr Heißhunger befreit. Medizinisch wird das Ganze leider erst im März abgeklärt, bis dahin muss ich eben noch mehr mental dagegen angehen und experimentieren.
    Obwohl ich die dritte Umfangwoche abgebrochen habe und damit knapp 10h weniger trainiert hatte als geplant, habe ich mich dazu entschlossen mit der Ruhewoche fortzufahren. Um den Körper langsam wieder Reize zuzuführen. Allerdings habe ich die Ruhewoche, um ein paar kürzere Einheiten ergänzt.
    Montag und Dienstag gab es lockere Laufeinheiten, kurz und ruhig um das überlastete Knie nicht unnötig zu strapazieren. Die Doppelbelastung hielt es – zwar nicht ganz schmerzfrei – stand. Körperlich kam ich auch wieder auf Trapp. Hochdosiertes Vitamin B komplex, D3 und Zink sollen gegen die Heißhungerattacken helfen. Klappte auch gut, allerdings auch nur weil ich mental wieder dagegen ansteuern konnte.
    Am Mittwoch folgten die ersten 60 Minuten auf dem Rad, fühlte sich nicht gut aber okay an. Danach ging es ins Studio die Beine strapazieren. Ruhewoche heißt auch Training mit weniger Gewichten oder weniger Sätzen oder oder oder.
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    #Trainingstagebuch Woche 6 (07.12-13.12)

    Mein Stoffwechsel scheint mir mehr Sorgen zu bereiten als angenommen. Denn irgendwie klappt das mit der Leistung nicht so richtig, dafür gibt es dann Heißhunger. Einzig die Ausdauer, die läuft rund. Zu allem Überfluss streikt das Knie auch noch beim Laufen.
    mein_trainungstagebuch
    Eigentlich sollte ich froh sein. Denn nach wie vor mangelt es nicht an Trainingsmotivation oder Trainingsfleiß, obwohl einzelne Ergebnisse gerade alles andere als aufbauend sind.
    Die zweite Aufbauwoche glich der vergangenen Woche mit der Ausnahme, dass am Wochenende Radtraining statt Laktattest auf dem Programm stand und der längere Lauf Knie bedingt sowieso gekürzt war und weiter gekürzt werden musste. Dazu später mehr.
    Neben den Eßattacken, ich berichtete, habe ich langsam auch das Gefühl, dass nicht genügend Energie in die Beine kommt. Sobald ich etwas mehr Kraft auf das Pedal bringen will, geht die Tittfrequenz abrupt runter, während der Puls kaum die 160bpm erreicht. Beim Laufen oder im Krafttraining habe ich dagegen kein Problem den Motor auf Touren zu bringen und kann durchaus höhere Werte erzielen.
    Meine Testauswertung untermauert den Verdacht, dass es im Stoffwechsel harkt. Der Heißhunger vervollständigt das Ganze und sorgt gerade für eine völlig neue Problemstellung. Bisher war es immer eine Frage von Trainingsmoral, jetzt muss ich erst einmal meine Gesundheit zurückerlangen.
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    #shortcuts Spanien statt heimisches Sturmtief

    Nach wir vor trage ich die letzten Infekt Reste mit mir rum, um die Trainingsbelastung zu reduzieren habe ich in den letzten Tagen darauf verzichtet draußen zu trainieren und stattdessen auf der Rolle trainiert.
    Heute gab es eine 40km Rekom Runde durch Nordspanien mit zwei Anstiegen über knapp 500hm. Es ging gut. Morgen wird es mit einer letzten Doppeleinheit noch einmal etwas fordernder, ehe das Wochenende und die kommende Woche dann durch Erholung gekennzeichnet ist.
    imageScreenshot von www.bkool.com