Unboxing Elite Direto

Nach dem wir dir gestern unsere neue Coffee & Chainrings Podcast Episode zum Thema Zwift vorgestellt haben, möchte ich dir heute endlich meinen neuen stationären Rollentrainer Elite Direto zeigen, der seit ein paar Monaten meine Bkool Pro Rolle ersetzt.
Der Kauf des Elite Direto war eine bewusste Entscheidung für einen neuen Rollentrainer und nicht gegen meine alte Bkool Pro Rolle. Die Smartrolle der Spanier lief mehr als zwei Jahre einwandfrei und ich bin mit dem Produkt ebenfalls sehr zufrieden.
Mit dem Elite Direto wollte ich in der Highendklasse der Rollentrainer beschnuppern, denn das Mittelklasse Gerät kann mit der 1000€ Fraktion in den meisten Anforderungen mithalten. Dazu dann gleich mehr.
Wichtig war mir ein stationärer Trainer, um das Kippeln im Wiegetritt zu verlieren und einen noch direkteren Antrieb zu haben. Außerdem soll der Trainer selbst den Widerstand regeln können, um Anwendungen wie Zwift optimal ausnutzen zu können. Maximaler Widerstand, Geräuschentwicklung und maximale Steigung waren mir weniger wichtig. Ich erkläre euch später warum.
Mit meinen Anforderungen wurden mir der Wahoo Kickr und Tacx Neo empfohlen, obwohl der Elite Direto und Drivo ebenfalls alle Anforderungen erfüllt. Der Tacx Flux wurde seinerzeit in den Kritiken abgewertet. Außerdem hat Markus so viel schlechte Erfahrungen mit Tacx Rollen gemacht, dass ich dankbar um die ELite Direto Alternative war.
Nicht zuletzt auch, weil Tacx Neo, Wahoo Kickr (der Marktführer) und der große Elite Bruder Drivo mit 500-700€ das Portmonee nochmal stärker belastet hätten.

Unboxing Elite Direto

Ich hatte Glück und ein Supersonderangebot erwischt und den Elite Direto für 25% Rabat gekauft. UVP des stationären Trainers ist 899€ und die besten Angebote liegen derzeit bei 749€.

Der Elite Direto kommt in einem wirklich fetten Karton sicher und unbeschadet zu dir nach Hause bzw. in diesem Fall zu mir. Das Auspacken ist einfach, zu zweit wird das Herausheben aus dem Karton vereinfacht. Der Aufbau geht schnell, da abgesehen von der Kassette nur die Füße mit dem Trainer zusätzlich verschraubt werden.
Elite Direto Trainer
Der Lieferumfang ist ausreichend. Es fehlt wie bei anderen stationären Trainern auch eine Kassette, stört mich nicht. Ich fahre lieber meine gewohnten Abstufungen als eine gratis Kassette mit unpassender Abstufung zu erhalten.
Im Lieferumfang ist ein Shimano Freilauf, App Zugang My E-Training (die ersten 12 Monate frei) und ein Sensor für Trittfrequenz.
Das Stromkabel wird nicht hinten am Trainer angeschlossen, sondern auf der zum Rad zeigenden Seite. Ich habe etwas länger gesucht, allerdings sind dort auch die LED Leuchten als Orientierungshilfe.

Technische Daten Elite Direto

  • Integrierter OTS (Optical Torque Sensor): Leistungsmesser, der die Leistung mit +/- 2,5% Genauigkeit misst.
  • Die DIRETO-Pedalanalyse-Option (als In-App-Kauf erhältlich), misst die Kraft während der gesamten Pedalbewegung und ermittelt an 12 Punkten den Kraftaufwand, welchen Sie mit Ihren Beinen jeweils aufbringen, damit Sie Ihre Trainingseinheit optimieren können. Die My E-Training Software und App mit Pedalanalyse-Option (als In-App-Kauf erhältlich) zeigt die gemessenen Leistungsdaten von DIRETO auf zwei verschiedenen Charts an.
  • Elite Direto ermöglicht die Simulation von wirklich anspruchsvollen Steigungen bis zu 14%, wobei eine Leistung von 1400 Watt bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h entwickelt wird.
  • Elite Direto gehört zur neuen Generation von komplett interaktiven Rollentrainern ANT+ FE-C & Bluetooth. Das bedeutet eine komplette Interaktion des Rollentrainers mit Apps, Softwares, dem Computer und denPeripheriegeräten (Smartphone und Tablet) aller Art mit IOS, Android, OSX
  • Direct drive für eine einfache Konfiguration und immer optimalen GrIp.
    Ideal für jedes Training. Insbesondere für die, die auf Takt, Leistung und Sprint ausgerichtet sind, wo die höchste Realität und Präzision erforderlich sind.
  • Praktische und einfache Verwendung: äußerst stabil, wenn er nicht benutzt wird kann er schnell zusammengeklappt, an einem kleinen Platz abgelegt und leicht transportiert werden.
  • Kompatibel mit Rennrad und Mountainbike, 142×12-Naben mit SteckachseKompatibel mit Shimano 9/10/11-Gang, SRAM und Campagnolo 9/10/11-Gang.
  • Hinweis: Elite empfiehlt vor dem Kauf die Überprüfung auf Kompatibilität von Elite Direto mit dem Fahrrad.

  • Dank der My E-Training Mobile&Desktop software* (12 Monate kostenlos) verwandelt sich das Training mit Direto in eine interaktive, begeisternde und anregende Erfahrung. Betreiben Sie Ihr Training, indem Sie die Daten der Leistung, des Takts, der Herzschlagfrequenz, der Geschwindigkeit, der Zeit und Entfernung überwachen.
  • [learn_more caption=“My E-Training beinhaltet (Software)“]Base Training: Training nach Widerstandsstufen, mit voreingestellten Programmen
    Training-Test: erstellt über einen Bewertungstest ein individuell abgestimmtes einmonatiges Indoor-Trainingsprogramm.
    RealVideo & My RealVideo
    Fahrten nach Karte:
    kreiert Fahrstrecken in jedem Teil der Welt, mit Hilfe von Google Maps
    Mehrbenutzer-System: Die App kann von mehreren Benutzern auf dem gleichen Device eingesetzt werden.
    Vereinfachte Erstellung von Trainingsprogrammen: neuer Grafik-Editor, um auf einfache Weise neue Programme zu kreieren.
    Video Playlist: kreiert eine Playlist mit den Videos des Device, um das Training zu begleiten.
    Share results: Alle Trainingsdaten können gesichert, exportiert (CSV – comma separated values, Strava Tcx format) und in den Social Networks geteilt werden, um die eigene Performance im Laufe der Zeit zu überwachen. (Quelle: www.elite-it.com[/learn_more]

    Erster Eindruck Elite Direto

    Nach dem Aufbau habe ich die ersten Minuten zum Testen im Wohnzimmer pedaliert und meine Frau und meine Tochter haben währenddessen neben mir auf der Couch gesessen und ferngesehen. Gestört habe ich nicht großartig.

    Aufbau

    Der Aufbau des Elite Direto geht schnell. Im Lieferumfang befindet sich alles außer eine Kassette, die aber für den Betrieb zwingend erforderlich ist. Ebenfalls zugekauft habe ich einen Adapter für Steckachsen, damit ich auch mit dem MTB auf dem Elite Direto fahren kann. Kann ich jetzt, bisher habe ich das aber noch nicht ausprobiert.

    Steuerung

    Die My E-Training Anwendung wird zum Kalibrieren der Leistungsmessung benötigt. Das geht einfach und schnell. Außerdem habe ich die Pedalanalysen Option freigeschaltet, Elite verlangt dafür faire 5€. Allerdings muss man bei der Option die Anwendung My E-Training öffnen und dort ein Training absolvieren, das ging aus der Beschreibung für mich nicht eindeutig hervor, weshalb ich die Option bisher nicht ausreichend getestet habe, um eine Erfahrungen zu schildern.
    Das Rad selbst ist in den stationären Trainer genauso leicht und schnell eingespannt wie mit einem Hinterrad. Auf dem Rad fühlt mich sich auch direkt wohl, das Fahrgefühl ist mit dem Fahrgefühl eines herkömmlichen Rollentrainers nicht vergleichbar. Letztendlich rutscht kein Reifen mehr durch und das Schwungrad muss auch nicht erst angetreten werden.
    Die Leistungsmessung funktioniert. DC Rainmaker lobt die Technik und attestiert dem Gerät eine außergewöhnlich hohe Genauigkeit. Mir selbst kam die Messung etwas zu hoch vor. Weniger hoch als in den Facebookgruppen oftmals behauptet (10-20%) aber auch mehr als die angegebenen 2,5%. Im Vergleich zum Bkool Pro Smarttrainer ist die Genauigkeit definitiv besser.
    Ich benutze sowieso lieber meinen 4iiii Powermeter, so dass ich die Genauigkeit auch nicht weiter beachte, da mir die Regelung des Poweroutputs wichtiger ist.

    Geräusche

    Ich brauche keine Kopfhörer mehr, kann Musik über meinen Bluetooth Lautsprecher auf halber Lautstärke hören und habe kein nachhallendes Surren mehr im Ohr. Toll! Inwiefern das die Pro-Trainer noch besser können, kann ich nicht beurteilen. Aber ich finde der Elite Direto ist für ein Trainingsgerät ausreichend leise.

    Warum ich mich für den Elite Direto entschieden habe

    Ich wollte einen festen Trainer, der ohne platzenden Reifen und mit direkter elektrischer Leistungsregelung daherkommt. Ein defektes Hinterrad war auf der Rolle bisher immer ein Worstcase, dazu das Antreten gegen das Schwungrad und das Kippeln bei Belastungen. Alles Faktoren, die der Bkool Pro aufgrund seiner Bauweise nicht gut genug konnte, obwohl er verglichen mit seinen Mitbewerbern sehr gut ist.
    Das der Elite Direto auch noch leiser ist, finde ich toll. Ist aber mehr ein Nebenerfolg. Besonders gut finde ich das Fahrgefühl, dass vorwärtsorientiert ist und mir ein authentischeres Gefühl vermittelt.
    Die Leistungsmessung ist mit Kalibrierung genau genug, um effektiv damit zu trainieren. Meine Abweichungen zwischen 2-5% sind vollkommen in Ordnung, zumal der Elite Direto gegenüber dem 4iiii die gesamte Leistung und nicht die eines Beins misst.
    Auf Zwift übernimmt der Elite Direto zuverlässig die Steuerung und sorgt für fliessende Steigungen auch bei größeren Übergängen. Obwohl bei 14% Steigung der Widerstand nicht weiter simuliert wird, stört mich diese Einschränkung nicht.
    Letztendlich fühlen sich 6% Steigung auf dem Trainer schon anders als 6% in der Realität an. Insofern ist es mir egal, ob ich auf dem Trainer mit maximal 14% beim Elite Direto oder mit über 20% (Tacx Neo, Wahoo Kickr) trainieren kann, das sind Werte dir mir in der Realität wichtiger sind aber auf der Rolle keinen Aufpreis von 700€ rechtfertigen.
    Genauso verhält es sich mit den maximalen Leistungsoutput. 1400 Watt kann ich maximal 2 Sekunden halten. Ich bin kein Sprinter und die Werte sind völlig egal für mich, so dass auch hier der Unterschied zu Neo und Kickr (jeweils über 2000 Watt) keine Rolle spielen.
    Mit der Pedalanalyse kann der Elite Direto stattdessen meiner Meinung nach sogar noch einen echten Mehrwert gegenüber Tacx Neo und Wahoo Kickr bieten.

    Fazit

    Fast 2000km habe ich auf dem Trainer bereits abgespult und bin noch immer begeistert. Es gibt bisher keine größeren Probleme, die auf den Elite Direto zurückzuführen waren. Stattdessen überzeugt das Gerät mit unauffälliger Arbeitsweise.
    Wer einen guten stationären Trainer sucht und nicht über 1000€ ausgeben möchte, der ist definitiv mit dem Elite Direto gut bedient. Wer keinen Leistungsmesser hat kann hier sogar ein echtes Schnäppchen machen und sich für unter 800€ einen super Trainer mit guter Leistungsmessung ins Haus holen.
    Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Torsten Frank bedanken, der mir den Elite Direto empfohlen hatte und mich im letzten Moment vom Kauf des Wahoo Kickr abgehalten hat.


    Blogger Relation Kodex
    Ich habe den Elite Direto über einen Onlineshop im Angebot erworben. Ein Testgerät habe ich von Paul Lange nicht erhalten. Du kannst den Elite Direto bei Amazon kaufen.

    Daniels Trainingsrückblick Dezember

    Seit 1,5 Monaten bereite ich mich mit Herzblut auf die Saison 2018 vor, in meinem Trainingsrückblick auf den Dezember fasse ich das bisherige selbstkritisch Training zusammen. Trotz gerissener Strecksehne und Adventszeit konnte ich im Dezember 50 Stunden trainieren und den Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche Saison legen.
    Wenn du meinen Artikel über die Notwendigkeit der Offseason aufmerksam gelesen hast, wirst du über meine Gewichtszunahme Bescheid wissen.
    Ich habe hemmungslos gegessen und mit 89kg bin ich knapp 10kg zu schwer für meinen Saisonhöhepunkt in der ersten Jahreshälfte 2018. Mittlerweile sinkt mein Gewicht wieder, nichtsdestotrotz war die Zunahme in der Offseason wieder mit erhöhten Cortisolwerten einhergegangen. Mein Stoffwechsel nahm sich also auch eine Auszeit oder tut es immer noch?
    Mittlerweile arbeite ich mit Arne Bentin von der AB Sportlab zusammen, um die Ursache meines Fettstoffwechselproblems zu finden. Ausführlich werde ich zu Wochenbeginn einen Artikel über den Prozess, die Diagnostik und Therapie schreiben und auch Arne Bentin in unserem Podcast als Experten interviewen.

    Schwieriger Trainingsauftakt

    Der Trainingsauftakt Anfang November musste mehrfach verschoben werden. Sowohl wegen meiner nicht enden wollenden Müdigkeit aber auch weil mir die Motivation für das Training fehlte. Dies lag u.a. auch daran, dass ich einige Rückschläge für die organisatorische Saisonvorbereitung verkraften musste.
    In unserer ersten Podcast Folge hat euch Ansgar erzählt, wie eingespannt er derzeit durch das neue Berufsleben ist und wie wenig Zeit ihm bleibt.
    Ansgar fällt deswegen als Begleitperson für das Jahr 2018 für sämtliche Events, abgesehen von Rad am Ring, aus.
    Ohne groß auf meine Saisonziele 2018 einzugehen, die ich dir spätestens Ende Januar verraten werde (oder die du mit einer Newsletter Bestellung als Geheimnis bereits jetzt lesen kannst), bedeutet dies, dass der Chefmechaniker und Team Manager für meine Ultraccyling Events ausfällt – damn.
    Glücklicherweise kann ich auf ein großes Team bauen, so dass Chrissie und Johannes mich definitiv überall unterstützen werden. Ihr seid so toll!
    Mit der Wendung in der Organisation kam die Motivation für das Training schlagartig zurück. Der Start ins Training war trotzdem hart, mein Puls spielte völlig verrückt und meine Leistungsfähigkeit war desaströs.

    Bildungsrate, Bildungsrate, Bildungsrate

    Ich kann es nicht mehr hören! Und auch nicht mehr lesen! Laktatbildungsrate… diese hübsche Wort bringt mich manchmal wirklich zur Verzweiflung, heißt es nichts anderes als Training ohne Kohlenhydrate oder sogar Nüchtern Training. Lukas kannte wenig erbarmen und die Zielsetzung bis zur Leistungsdiagnostik im Januar war klar: Bildungsrate aufbauen, Gewicht abbauen.
    Die erste Trainingslagerwoche im Dezember, ja Torsten zu diesem Zeitpunkt der Saison, war entsprechend aufgebaut: Nüchternes Training nach dem Aufstehen, Intervall Training am Nachmittag mit geringer Aufnahme von Kohlenhydraten und am nächsten morgen dann eine längere Trainingseinheit ohne Kohlenhydrate. Mit leeren Kohlenhydratspeichern ist der Körper gezwungen auf die große Menge Fett zurückzugreifen, die ohnehin immer verfügbar ist.
    Aufgrund des nasskalten Wetters habe ich einen Großteil der Trainingseinheiten auf der Rolle abgesessen, auch weil ich mit der Elite Direto eine äußerst interessante Neuanschaffung in meinem Keller habe.

    Knapp 1200km bin ich im Dezember in 50 Stunden Training gefahren, nach 2014 und 2015 das drittbeste Ergebnis im Dezember seit 2006.

    Maximalkraft Vorbereitung

    In den ersten beiden Quartalen steht das Krafttraining im Fokus. Torsten freut sich, wenn er morgens einen halbwegs ausgeschlafenen und vor allem erholten Daniel die Kante geben darf. Vier Mal trafen wir uns im Dezember und haben auf das kommende Maximalkrafttraining hingearbeitet.
    Mit 125kg Squats bei 6 Wiederholungen bin ich Kräftemäßig ziemlich nach an meiner Bestleistung im vergangenen Jahr. Das macht mir Mut. Ziel ist neben einer größeren Maximalkraft an meiner Disbalance zu arbeiten.
    In der Physiotherapie haben wir mein Becken gut stabilisiert, so dass ich jetzt mit einer angepassten Schuhsohle die Beinlängendifferenz anpassen kann. Nicht so einfach, weil der linke Oberschenkelknochen länger ist, die unteren Schenkel aber quasi gleich lang sind. Die Kompensation ist dadurch schwieriger, mein linker Oberschenkel kreist dadurch nach außen und das Becken rotiert mit. Sieht witzig aus, ist aber aus physiologischer Sicht ein großer Nachteil. 20-30% meiner Leistung gehen dadurch verloren.

    Fazit

    Die Bereitschaft das Training mit Herzblut anzugehen, seine Grenzen zu verschieben und sich im Training zu quälen ist mir nur dann möglich, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Gerät das Ziel außer Reichweite oder stehen äußere Faktoren dem Ziel im Weg (wie Ansgars Absage), dann kann ich meine Motivation schnell verlieren.
    Mein Jahr 2018 wird mit vier Höhepunkten voll wie nie. Der Grundstein für das Jahr ist gelegt. Jetzt muss ich nur noch meinen Stoffwechsel reparieren, Idealgewicht erreichen und meine Leistung verbessern. Ich packe es an!

    Ronde van Vlaanderen 2013

    Herausforderung Paterberg, 360m mit maximal 20% Steigung. (Foto: Christophe Vanfleteren)
    Herausforderung Paterberg, 360m mit maximal 20% Steigung. (Foto: Christophe Vanfleteren)

    Am 30.03 geht es los, die Ronde van Vlaanderen startet für Jedermänner und -frauen, einen Tag bevor die UCI Pro Teams den Frühjahrsklassiker austragen. Während Vorjahressieger Tom Boonen (BEL) und Co über 240km von Brüssel nach Oudenaarde fahren, starten wir auf einem 140km langen Rundkurs um Oudenaarde, das seit 2012 den alten Zielort Meerbeke ablöste.
    Mit dem Rennrad könnte ich auf keiner traditionsreicheren Strecke debutieren. Seit 1913 wird das Rennen in der Radsport Hochburg Flandern ausgetragen und zählt dort als das wichtigste Rennen des Jahres. Neben Lüttich-Bastogne-Lüttich und dem Flèche Wallonne gehört die Flandernrundfahrt zu den wichtigsten Rennen Belgiens, gemeinsam mit Mailand – San Remo, Paris-Roubaix, Lüttich – Bastogne – Lüttich und der Lombardei Rundfahrt bildet die Flandernrundfahrt die Monumente des Radsports. So werden die fünf bedeutendsten Klassiker des Radsports bezeichnet, die als die traditionsreichsten Eintagesrennen im Straßenradsport gelten.
    Die Flandernrundfahrt wird besonders durch die Hellingen, kurze aber mit bis zu 20% Steigung extrem steile Anstiege und den Kasseien, Kopfsteinpflasterpassagen zumeist in den Hellingen ausgezeichnet. Bisher steht der genaue Streckenverlauf nicht fest aber auf der 140km langen Strecke werden auf uns Hobby Piloten bestimmt auch die berühmtesten Hellingen warten: Bosberg, Koppenberg, Oude Kwaremont und zum Abschluss der Paterberg.
    Ich freu mich schon jetzt auf das Rennen, das mir im harten Wintertraining als Ziel vor Augen Motivation spendet.