Gulbergen24-uurs pausiert 2018

Eines meiner persönlichen Lieblings 24h Rennen pausiert in diesem Jahr, weil die Strecke über den Eindhoven Kanal nicht wie gewohnt, aufgrund von Bauarbeiten, realisiert werden kann. 2019 wird das Event wie gewohnt stattfinden.
Gulbergen24-uurs war mein erstes 24h Mountainbike Rennen am Ende der Saison 2015. Ein Jahr später waren die Ziele in Gulbergen größer, nachdem ich im Sommer beim 24h Race München das fast sichere Podium erst kurz vor Schluss abgeben musste. Dort hatte ich auch die größte Niederlage beim 24h Rennen erlebt, als ich mitten in der Nacht frustriert das Rennen und die Saison 2016 aufgab.

Meine dritte Teilnahme im vergangenen Herbst krönte eine fantastische 24h Saison, als ich trotz größter mentaler und physischer Strapazen das Rennen durchhielt und als 6. erfolgreich beendete.

Gulbergen24-uurs 2018 mit einer Pause

Gulbergen24-uurs findet in diesem Jahr nicht statt. In den vergangenen Jahren wurde extra für das Event eine Brücke über den Eindhoven Kanal gebaut, um die beiden zentralen Bestandteile des Parcours miteinander zu verbinden.
Diese Brücke wird 2018 stationär gebaut und ist künftig immer zugänglich. Leider fallen die Bauarbeiten mitten in den September, so dass ein Großteil der normalen Gulbergen24-uurs Strecke nicht erreicht werden kann.

Gulbergen24-uurs altijd hervorragend

Schweren Herzens wird die Veranstaltung für 2018 abgesagt. 2019 wird Gulbergen24-uurs wieder stattfinden und höchstwahrscheinlich in meinem Rennkalender fest verankert sein.

Daniel wird 6. bei Gulbergen24-uurs

Nach der Weltmeisterschaft in Finale Ligure, der Night on Bike (2er Team) konnte Daniel auch beim dritten 24 Stunden Rennen der Saison überzeugen und nach der schwersten Nacht des Jahres den 6. Platz nach Hause bringen. Mehr war einfach nicht mehr drin.
Wie im Vorfeld vermutet ist Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht der Saison gewesen. Doch bereits vor Einbruch der Dunkelheit war das schnelle Rennen keine Kaffeefahrt.
Der auf 10km Rundkurs mit Het Dak van Brabant (60m), den Singletrails im Wolfsven, die schnelle S-Bocht um den See am Camping Platz wurde um ein 3km Stück im Tierpark und über den Golfplatz von Gulbergen verlängert.
Mit 35 Teilnehmern in der Soloklasse war das Rennen extrem gut besetzt, in drei weiteren Teamkategorien traten weitere 35 Teams gegeneinander an. Vorjahressieger Sven Henze gab gemeinsam mit Bram Sins das Tempo vor, am Ende entschieden Sekunden über seine Titelverteidigung.

Im Flow über den Kurs von Gulbergen24-uurs

Für Daniel begann das Rennen verhältnismäßig schwierig. Es dauerte ein paar Runden bis er im Modus war, so dass er sich anfangs als 11. außerhalb der Top 10 wiederfand. Das Tempo in den ersten Runden war auch aufgrund des 6h Rennens hoch, eine Unterscheidung der Teilnehmer schwierig.

Mit kontinuierlichen Rundenzeiten über sechs Stunden (29:08min bis 29:42min) arbeitete er sich immer weiter nach vorne. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war das Podium auf einmal wieder in Sichtweite, als 5. hatte Daniel nur eine Runde Rückstand auf den dritten Martijn Verhaeg. In dieser Phase war Daniel sichtlich im Flow und genoss den abwechslungsreichen Kurs in Holland.

Eine Nacht voller Unvernunft

Doch in der Nacht zeigte sich die fehlende mentale Stärke der vergangenen Wochen und Daniel konnte seine Leistung nicht halten, es mangelte an Fokus, Konstanz und der letzten Leistungsbereitschaft. Der Coffeechains Gang war es zu verdanken, dass Daniel das Rennen nicht vorzeitig beendete.

Behutsam schafften sie den schweren Spagat zwischen Motivation, Druck und Unterstützung. Kein leichtes Unterfangen in einer fast 12 Stunden andauernden Nacht, in der Daniel nicht nur mit Leistungsverlust sondern auch gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
Den Befindlichkeiten zum Trotz biss Daniel sich für sein Team durch. Nicht nur dass, er verteidigte den sechsten Platz über die Nacht. Im Morgengrauen konnte er den letzten Versuch von Fred van Poppel den Rückstand zu egalisieren kontern und kurzzeitig, wo es notwendig war, fast 10 Minuten schneller fahren.

Für diese eine Nacht

Die letzten Stunden verliefen entsprechend ruhiger. Die vorgenommene Schlussoffensive blieb aus, weil der persönliche Kilometerrekord (420km) außer Reichweite lag und der sechste Platz in trockenen Tüchern war. Nach vorne ging bei diesem Rennen nichts mehr.
Nach 24:08h, 38 Runden (380km) und 3800hm war das schwerste Rennen vorbei und läutet die verdiente Off-Season ein.
Einen ausführlichen Rennbericht, in dem Daniel mehr auf seine Befindlichkeiten eingeht, folgt zum Wochenende. Bis dahin feiert die Crew mit Daniel ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Gemeinsam haben wir das bestmögliche Ergebnis in diesem Rennen erzielt.

Gulbergen24-uurs 2017 Liveticker

„Komm schon für diese eine Nacht“ lautet das Motto unserer Crew bei Gulbergen24-uurs, dem letzten 24 Stunden Rennen des Jahres. Wir berichten ab sofort live aus Geldrop. Startschuss von Gulbergen24-uurs ist um 13 Uhr.
Während Daniel und Ansgar bereit gegen 9 Uhr in Geldrop anreisen und das Fahrerlager aufbauen, wird der Rest der Gang gegen 11 Uhr erwartet. Mit Team Manager Ansgar, Jan und Maren sowie den Ernährungsstrategen Chrissie und Johannes wird die Coffeechains Crew beim letzten Rennen des Jahres Daniel in kompletter Stärke unterstützen.
Und das wird notwendig sein, denn nach einer langen Saison erwartet Daniel die schwerste Nacht des Jahres. Verfolgt unseren Liveticker, unsere kurzen Updates auf Twitter und Facebook. Maren wird im Blog bei Zeiten auch ausführlicher berichten.
Kommt schon für diese eine Nacht. Alle gemeinsam. Alle für Daniel, Daniel für alle.

#GB24 Liveticker

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Gulbergen24-uurs 2017 Preview

Der Schlachtruf „Komm schon für diese eine Nacht“ ist für kaum ein anderes Rennen passender als für Gulbergen24-uurs, der schwersten Nacht für unsere Gang. Die längste Nacht des Jahres beginnt früh und endet spät, für Daniel bedeutet das am Wochenende dem Melatonin zum Trotz!
Eine lange Saison neigt sich dem Ende entgegen, doch bevor wir uns langsam Richtung Off-Season bewegen wartet mit Gulbergen24-uurs noch ein absolutes Highlight auf die Coffeechains Gang. Bei Gulbergen24-uurs tritt die erprobte Ultracycling Crew zum zweiten Saisonhöhepunkt an.
500 Stunden Training, zwei 24 Stunden Rennen und diverse Marathon Rennen stecken mir bereits in den Knochen und in den vergangenen Wochen war es wirklich schwer den Fokus auf das Event zu lenken und motiviert weiter zu machen. Bis auf einen Ausrutscher beim P-Weg vor zwei Wochen ist das Unterfangen geglückt und ich werde am Samstag gut vorbereitet und mental fit am Start stehen.
Und trotzdem wird Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht des Jahres. Mit dem Anspruch des harten Kurses bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft ist das Rennen am Wochenende nicht vergleichbar, dafür hatte ich im Juni aber auch keine 12.000km, 175 Stunden weniger Training und noch keine zwei 24 Stunden Rennen in den Beinen.
Mit knapp acht Stunden war die Nacht in Finale Ligure sehr kurz, durch den frühen Rennstart war das Rennen danach schnell zu Ende. In Gulbergen werde ich am Samstag drei Stunden später ins Rennen starten, es wird bestimmt drei Stunden früher dunkel und zwei Stunden später hell. Dazu werde ich nicht einmal zum Start in meinem Bioracer Mesh Trikot starten, dass ich in Finale Ligure 24 Stunden durchgefahren bin.

Die frischeren Temperaturen, die extreme Kälte mit hoher Luftfeuchtigkeit in der Nacht und die lange Dunkelheit werden verdammt an meiner Motivation nagen. Ich will das! Es wird eine extreme Herausforderung, der ich mich zu stellen bereit bin. Nach meinem 11. Platz zum Solo Debüt 2015 und der schrecklichen Aufgabe 2016 habe ich bei meiner dritten Teilnahme beim wunderschönen Rennen in Geldrop eine Rechnung offen.
Nach der langen Saison wären Platzierungsziele nur unnötiger Druck, durchfahren und ankommen lautet meine Devise. Und dann mal schauen, ob ich meine tolle Form von der Weltmeisterschaft noch einmal abrufen kann. Gerne würde ich meine Kilometerleistung aus München schlagen. Aber so viele Abers stehen im Wege, die es auf den langen 24 Stunden auszuräumen gibt. Ich bin bereit.

Es ist noch lange nicht vorbei: Meine zweite Saisonhälfte 2017

Als #WM-Dritter meiner Altersklasse bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure ist die Saison für mich bereits nach der ersten Saisonhälfte ein voller Erfolg. Und wir als Team stecken mitten in den Planungen für 2018; Zeit ein paar Worte über meine zweite Saisonhälfte zu verlieren.
Spätestens mit der Weltmeisterschaft in Finale Ligure habe ich Blut geleckt. Dieses #Ultracycling ist meins und ich bin bereit zu leiden. Kopf aus, Beine an. Nach ausführlicher Analyse meiner Leistung bei der WM und einer neuen Zielsetzung für 2018 (bis 2022) habe ich in Rücksprache mit Lukas von STAPS und meinem Team die zweite Saisonhälfte geplant.

Ich will Weltmeister werden

Es ist kein Geheimnis mehr, ich möchte in den kommenden 5 Jahren Weltmeister in meiner Altersklasse bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft werden. Mein Trainer Lukas traut mir dies nach Datenanalyse zu, mein Team steht hinter mir und wer mich kennt, der weiß, dass ich für meine Ziele einiges in Kauf nehmen kann.

Nun kann man nicht zu einer Weltmeisterschaft fahren und sagen „Ich werde Weltmeister in meiner Altersklasse“, denn in einem 24 Stunden Rennen entstehen Dynamiken, die man nicht planen kann. Ich werde es versuchen und habe mir dafür noch kein Rennen ausgesucht aber die Zeichen stehen gut, dass wir als Team bereits im Oktober 2018 bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft in Fort William (Schottland), der Relentless24, einen ersten Versuch wagen.

2018 bestimmt die zweite Saisonhälfte ’17

Und was hat das jetzt mit der zweiten Saisonhälfte 2017 zu tun? Viel! Denn WM-Form im Oktober zu haben, bedeutet eine sehr sensible und vorausschauende Planung 2018 durchzuführen. Immerhin war ich im September 2016 bereits so müde, dass ich nicht einmal mental fähig war Gulbergen24-uurs zu Ende zu fahren.

Topform im Oktober muss man üben, deswegen haben wir möglichst viele Wettkämpfe in die zweite Saisonhälfte gepackt, um zu schauen wie mein Körper reagiert und um möglichst lange in diesem Jahr Belastungen zu haben. Das späte Saisonende (23.10) bedeutet dann auch, einen späteren Trainingsstart für die Saison 2018.

1-2-4-3 = 10 Rennen in drei Monaten

Es wird kein einfaches Programm und wahrscheinlich werde ich viel leiden und ordentlich auf dem Zahnfleisch gehen. Bereits nach der Night on Bike war keine Pause geplant, sondern 10 Tage Trainingslager.
Mit dem Kahlen Asten MTB Marathon kehre ich nach drei Jahren endlich wieder zurück nach Nordenau. Ein kleiner aber sehr feiner Mountainbike Marathon mitten im Sauerland. Ich mag das familiäre Flair, was dort herrscht und freue mich schon jetzt auf ein Langstrecken Rennen der besonderen Art.
Im Zwei Wochen Rhythmus geht es weiter. Gemeinsam mit Ansgar starte ich beim Sebamed Bike Day in Boppard, ebenfalls ein Klassiker im Rennkalender mit toller Strecke in der wundervollen Rheinlandschaft.

Am zweiten September Wochenende könnte es dann richtig deftig werden, wenn ich wirklich sowohl die Langstrecke des Vulkanbike Eifelmarathons als auch den P-Weg Ultra Marathon fahre. Letzterer ist gesetzt, die Teilnahme am Rennen in Daun entscheide ich kurzfristig.
Bereits eine Woche später gehts nach Hürtgenwald. Gemeinsam mit Neubetreuer Jan starte ich beim 4-Stunden Rennen in der Eifel als Vorbereitung auf den zweiten Saisonhöhepunkt nach der WM: Gulbergen24-uurs.

Gulbergen24-uurs oder ich muss den Flow finden!

Mein Solostart bei Gulbergen24-uurs (24/25.09) wird der zweite Saisonhöhepunkt nach der WM in Finale Ligure. Lange Zeit habe ich geschwankt, ob ich am 16.09 in München oder eine Woche später in Gulbergen mein zweites Soloprojekt 2017 angreifen will.
Für München sprach die mir besser liegende Strecke, die tolle Atmosphäre im Olympiastadion und die offene Rechnung mit dem Podium, in einem fast perfekten Rennen 2016.

Für Gulbergen spricht die gesamte Atmosphäre des Rennens. Partyzeltdurchfahrt, über die höchste Erhebung von Noord-Brabant, die verrückten Menschen vor Ort, der spätere Termin (im Hinblick auf den schottischen Herbst im Oktober 2018 und letztendlich auch der Preis und die Logistik. 80km statt 750km Anreise, ein halb so hohes Startgeld und eine mögliche Anreise am Wettkampf Tag ohne Reisestrapazen.
2016 scheiterte der zweite Versuch in Gulbergen aufgrund mentaler Probleme. Obwohl bestens platziert (Rang 7) brach ich das Rennen nach 16 Stunden ab, obwohl ich mich schon durch das gröbste der Nacht gekämpft hatte. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, damals fand ich aber den Flow nicht.
Es ist noch nicht vorbei! Ich komme wieder und begleiche die Rechnung. Bisher habe ich für den Höhepunkt noch kein Ziel formuliert aber wenn ich schon auf Platz 7 liegend ausgeschieden bin und bei meinem Solodebut 2015 an gleicher Stelle als 11. knapp die Top10 verpasste, möchte ich mich natürlich verbessern.

Es ist noch nicht vorbei

Auch nach Gulbergen ist die Saison keinesfalls vorbei. Spannend wird der Langenberg Marathon eine Woche später. 80 oder sogar 120km stehen auf der Mittel- bzw. Langdistanz zur Auswahl. Abgesehen von regenerativen Einheiten wird keine großartige Vorbereitung erfolgen.
Danach freue ich mich auf ein legendäres Rennen. Das Hamburg-Berlin Zeitfahren eilt einem unnachahmlichen Ruf voraus. Mein erstes und einziges Rennrad Rennen der Saison über knapp 300km von West nach Ost. Mit etwas Glück begleitet mich auch nach Hamburg ein Teil der Gang, um selbst am Rennen teilzunehmen.
Zum Saisonabschluss möchte ich dann neu gefundene Freunde besuchen und an der Fischteichhölle 3.0 des MTB Eulenexpress teilnehmen.

Ultracycling oder das Leben im Grenzbereich

Verglichen mit der ersten Saisonhälfte ist das Programm extrem hart. Ein Brett. Es ist eben noch nicht vorbei, wie Egotronic in einem meiner Lieblingssongs sind.

Egal was uns auch betrübt,
es wird weitergehen heut‘ Nacht.
Ist der Kopf auch leer
und die Beine schwer
hast du guter (…).
Lass den Kopf nicht hängen,
dich von niemand dräng‘.
Wir sind noch wach,
es ist noch nicht vorbei! (Egotronic)

Ich bin mir darüber bewusst, dass das Programm herausfordernd ist. Aber genau diese Herausforderung suche ich, auch um bereits in diesem Jahr viele Erkenntnisse über meine Spätform zu erhalten.
Denn letztendlich stellen sich vor der 24h MTB WM in Fort William 2018 eine Menge weitere Fragen für die nächste Saison bezgl. der Vorbereitung. Wieviele Rennen? 2 Saisonhöhepunkte? 1 oder 2 Solostarts vor der WM? Etappenrennen?
Ich hoffe, dass ich im Oktober Klarheit habe und mir die vielen neuen Erfahrungen wichtige Erkenntnisse für die Planung der Saison 2018 liefern.
Wenn ich mich bei meinen Lieblingsrennen, dem P-Weg Marathon verbessere und 2-3 weitere Top10 Platzierungen in meiner Altersklasse erreiche dann war auch die zweite Saisonhälfte ein Erfolg. Zählen tut aber vor allem Gulbergen24-uurs sowohl als Erlebnis auch das Ergebnis.

Meine Rennen in der Übersicht

12.08 Kahler Asten MTB Marathon
27.08 Sebamed Bike Day
09.09 Vulkanbike Eifel Marathon
10.09 P-Weg Ultramarathon
16.09 Hürtgenwalder MTB-4-Stunden Rennen
24.09 Gulbergen24-uurs
01.10 Langenberg MTB Marathon
14.10 Hamburg-Berlin Zeitfahren
22.10 Fischteichhölle 3.0

Kein perfektes Rennen bei Gulbergen24-uurs

Wie ihr bereits gestern in unserem Liveblog mitverfolgen konntet, war es mir nicht vergönnt das 24-Stunden Rennen erfolgreich zu beenden.
Ohne zu sehr in die Analyse des Rennens zu gehen, die an anderer Stelle erfolgen wird, war das Rennen trotz der Aufgabe nicht schlecht. Trotzdem fehlte mir in den 16 Stunden der Flow und meine mentale Stärke, mein Wille verfing sich im Tal der Depression in der längsten Nacht des Jahres in der negativ Spirale.

16 Stunden auf der Suche des Flows

Obwohl ich sehr bis zur ersten Pause sehr konstant, konstant gut und schnell gefahren bin, gab mir meine Platzierung keinen Schub. Ich war einfach leer und die Kälte, meine immer langsam werdenden Zeiten (die letztendlich gar nicht langsamer waren, als die meiner Verfolger) zogen mir den Zahn. Und ich hatte dem nichts entgegenzusetzen, ich musste mit anschauen wie in mir der Wille das Rennen zu beenden brach. Selbst auf Position 7 mit reichlich Abstand zu Platz 8.
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Eine Aufgabe als Erfahrung

Leergeld war das Rennen trotzdem nicht, ich kann aus dem Geschehen viel lernen. Auch deswegen möchte ich das Rennen erst zum Ende der Woche analysieren.
Am Ende bin ich mit Platz 16 von 32 Startern mit zwei Dritteln der zu fahrenden Zeit ganz gut aufgestellt. Eine Platzierung um 7-9 wäre machbar gewesen. Aber nicht als willenloser Zombie.

Ich wollt mal Danke sagen

Dank gilt natürlich erst einmal meinem Team. Danke Sandra, Michael und Ansgar. Ich seid klasse und ich möchte euch nicht missen. Es hat nicht sollen sein aber mit euch an meiner Seite hat es trotzdem Spaß gemacht.
Danke aber auch an die vielen positiven Nachichten aus dem Netz. Danke insbesondere an Raphaela für ihren netten Strava Kommentar. Sowas ist Gold wert.

5 days to Gulbergen24-uurs

Guten Abend. Irgendwo zwischen P-Weg Ultramarathon, Bergspurt, Training und Urlaub befinde ich mich gerade und stelle fest, dass bereits in fünf Tagen der Ernst der Sache beginnt: Gulbergen24-uurs.
Ganz so plötzlich rückt das 24h Rennen jetzt nicht näher aber die letzten Wochen waren durch die Rennen und Arbeit ziemlich schnell rum. Zeit zum verschnaufen.
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Die Ruhe vor dem Sturm

Die Erlebnisse der letzen Wochen verarbeite ich gerade im Schnelldurchlauf, um sie mir dann nach dem Saisonende noch einmal in Ruhe zurück zu holen. Der Fokus guckt nach vorne, Samstag 13:00 Uhr.
Bis dahin möchte ich die Zeit entschleunigen. Im Urlaub einfacher und durch die reduzierte Trainingsbelastung eigentlich gar kein Problem, der Ruhetag heute war bereits nützlich.
Morgen stehen lockere 90′ auf dem Programm, Mittwoch Mobilitätstraining und Donnerstag eine Abschlusseinheit. Das Rad steht bereit, die Bremse wird noch entlüftet.
Es läuft alles nach Plan. Ich bin bereit.

10 Days to Gulbergen24-uurs

Wie die Zeit vergeht und Zack ist Mittwoch! Nur noch zehn Tage bis zu meinem zweiten Saisonhighlight, dem 24 Stunden Rennen in Gulbergen. Gefühlt gestern habe ich das 24h Race München bestritten und nun steht schon Gulbergen24-uurs vor der Tür.
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Die Vorbereitung bis heute lief sehr gut. Ich kam nach der Pause von München gut zurück Training und konnte mein Programm ganz zufriedenstellend abspulen. Nichtsdestotrotz schleicht sich am Ende der Saison, nach 10.000km und 450 Stunden Training auch eine gewisse Grundmüdigkeit an.
Die Vorbereitung hatte ich mit dem Trainingslager zu Hause erfolgreich abgeschlossen. Nach einer Ruhewoche folgte mit dem P-Weg Marathon die letzte umfangreiche Belastung. Seit Montag tapere ich dahin.

Tapering: Zwsichen Be- und Entlastung

Gestern habe ich mir locker die Beine ausgefahren, bei 32 Grad Mitte September pures Vergnügen. Im Anschluß folgte meine letzte Kraft Einheit im Studio für diese Saison.
Mit 65% Gewicht und 5/0/5 Rhythmus zog sich das Training extrem und ich musste mehrfach meine Schmerzgrenze überschreiten. Jedoch ist die motiviation umso größer, wenn man sich mit dem LETZTEN Satz, den letzten Schmerzen motivieren kann. Augen zu und genießen. Oder wie Thorsten immer sagt: „Du musst den Schnerz von Anfang bis Ende genießen“.
Entsprechend groß ist der Muskelkater in den Beinen, den ich heute morgen mit der Blackroll entgegengewirkt habe. Jetzt geht es bei den letzten drei Bergintervallen nochmal um die richtige Belastung, 285 Watt bis 325 Watt je nach Zustand der Beine. Ansgar begleitet mich, das ist so unglaublich wichtig geworden.

#gb24uurs 2015
#gb24uurs 2015

Morgen folgt ein Fahrtspiel über 2,5 Stunden, ein letztes Mal den Trackcheck in Mönchengladbach machen 🙂

Wahre Schmerzen nur bei der Physiotherapie

Wenn ich gerade über Schnerzen sprach, dann habe ich meinen Physio-Termin am Freitag verdrängt. DAS sind die einzig wahren Schmerzen, wenn Jarmo meine Muskel ausstreicht. Es klingt so liebevoll aber die Tränen schießen mir in die Augen und der Schweiß steht mir im Gesicht. Das nennt sich dann auch noch Ruhetag. 🙂
Am Samstag gibt es eine kleine Vorbelastung und am Sonntag steht mit dem Bergspurt, einem Spaßrennen rund um eine kleine Abraumhalde in Mönchengladbach das letzte Vorbereitungsrennen auf dem Programm. Ich folge dem München Rhythmus, wo mir das drei Stunden Fahrtspiel sieben Tage vor dem Rennen gut tat.

Die letzte Woche vor #gb24uurs

Und dann bin ich schon in der letzten Woche: Ruhetag, Beinelockern, Mobilitätstraining & Physiotherapie, lockere zwei Stunden rumeiern, Ruhe/Aufbautag und dann geht es los.
Ich weiss, was mich erwartet. Ob das ein Vorteil ist, kann ich. Och nicht einschätzen. Die Vorbereitung habe ich dahingehend optimiert, dass ich mit der Woche Urlaub vor dem Rennen Stress reduziert habe und hoffentlich 100% relaxt und gut erholt am Start stehen werden.
But first, coffee!