BDR präsentiert RTF+ als neues Breitensportformat

Ein bißchen musste ich doch schmunzeln, als ich den Beitrag „Neues Breitensportformat RTF+“ vom BDR gelesen haben, der das neue Format mit einem gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen begründet. Tourenfahrt und Leistungsvergleich ist für mich eher widersprüchlich aber zumindest scheint der BDR hier ungewohnt viele Freiheiten zu verteilen.
Während die Mountainbiker gerade einen Groll gegen den BDR hegen, der mit seiner Trikot-Regelung gerade kleineren MTB-Teams im Cross Country Bereich das Leben ordentlich erschwert.
Dagegen dürften sich die Rennradler gerade freuen, kommt der BDR doch einen Wunsch aus den Regionalkonferenzen nach und setzt diesen – ungewohnt – unbürokratisch um. Mit dem Konzept RTF+ setzt das BDR schnell und einfach den gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen um, der bestimmt auch durch wachsende Portale wie Strava oder Garmin Connect mit ihren Segment-Duellen entstanden ist. RTF+ bringt Leistungsspitzen bei der Radtourenfahrt.

BDR reglementiert neues RTF+ Format freizügig

RTF+ beinhaltet neben der eigentlichen Radtourenfahrt, die wie bei einer Countrytourenfahrt (CTF) im MTB-Bereich verschiedene (beschilderte) Streckenlängen mit Verpflegungspunkten aufweist, auch ein Zeitfahren. Der BDR möchte das Konzept weiter nicht reglementieren und gibt keine Vorgaben, wie dieses Zeitfahren in die RTF-Veranstaltung integriert werden soll. Es werden Empfehlungen ausgesprochen, die u.a. ein Bergzeitfahren vorsehen oder ein Zeitfahren auf einer Strecke, deren Start und Ziel die eigentliche RTF-Strecke ist.
[su_quote cite=“Axel Vierter, Quelle: rad-net.de“ url=“http://www.rad-net.de/nachrichten/neues-breitensportformat-rtf+-gestiegener-bedarf-an-leistungsvergleichen;n_38401.html“]Das Zeitfahren ist abhängig davon, was die Vereine an Möglichkeiten haben und von den Behörden genehmigt bekommen. Das könnte ein Zeitfahren abseits oder parallel der eigentlichen RTF-Strecke sein oder auch ein Zeitfahren mit Wende, wieder zur RTF-Strecke zurück. Eignen würde sich auch ein Bergzeitfahren oder eine vorhandene Stoppoman-Strecke. (…) Das Zeitfahren sollte fünf bis zehn Kilometer lang sein, aber nicht auf der RTF-Strecke laufen, das gibt zu viel Gewühl.[/su_quote]

Mehr Konfliktpotential durch RTF+?

Inwieweit das RTF+ Format von der breiten Masse positiv aufgenommen wird bleibt abzuwarten. Persönlich erlebe ich häufig ein großes Konfliktpotential zwischen wettkampforientierten Sportlern, die eine RTF oder CTF Veranstaltung als Training besuchen und den Radtouristikern, für die eine RTF eine Sonntagstour mit allem drum und dran darstellt. Ob man mit einem Zeitfahren im Rahmen der RTF diesen Konflikt entzerrt oder forciert ist mir noch nicht wirklich klar und wird die Zukunft zeigen.
Das Konfliktproblem zwischen beiden Parteien können sowieso nur die beiden Parteien lösen, völlig nebensächlich welche Änderungen an den Formaten durchgeführt werden. Denn es ist eine Frage des Respekts untereinander und des Verständnis füreinander, dass man auf einer RTF Veranstaltung miteinander kommuniziert und aufeinander Rücksicht nimmt.

Fazit

Als Hobbyrennfahrer finde ich die Idee sehr gut und werde 2016 ein RTF+ Format besuchen. Während die RTF-Strecke als längeres Grundlagentraining oder Fahrtspiel durchgeführt werden kann, wäre das Zeitfahren ideal als Belastungsspitze der Trainingseinheit.
Ich find es auch gut, dass der BDR recht schnell auf den gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen reagiert, der aufgrund des Wachstums von Straka & Co in den nächsten Jahren hoffentlich weiter ansteigen wird und für eine aktivere Rennszene in Deutschland sorgen wird. Allerdings muss der BDR dann auch konsequenterweise nachlegen und für die Breitensportler angepasste Rennveranstaltungen schaffen wie zum Beispiel lizenzfreie Kriterien und nicht unnötig viel reglementieren wie zum Beispiel im Mountainbike Cross Country Bereich.

Ein ganz gewöhnlicher Tag – Teil 1

Gewöhnliche Tage im Leben eines befindlichkeitsorientiertem Radsportlers ist meine Kolumne am Sonntag über den Alltag als Hobbysportler mit eingeschränktem Zeitbudget aber großen Saisonzielen. – Zurück zum Intro.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist schon nicht immer einfach aber wie bekommt man dann noch einen Trainingsplan mit 50-70 Stunden pro Monat in den Alltag integriert?
Meine Antwort lautet Planung und Struktur und persönliche Einsatzbereitschaft. Ein Belohnungssystem kann in diesem Modus nicht schaden. Für mich heißt die Belohnung trainingsfrei und ausschlafen.
Ein ganz gewöhnlicher Tag mit Arbeit und Split Training gab es am Donnerstag. Ich empfinde Split-Trainings an Arbeitstagen immer als besonders stressig aber gerade an meinem kurzen Arbeitstag macht das durchaus Sinn.
Um meine ehrgeizigen Ziele umzusetzen und trotzdem Zeit für meine Familie zu haben und die Arbeit nicht zu vernachlässigen, stehe ich derzeit an Trainingstagen um 5:15 Uhr auf. Vor ein paar Wochen war es noch 06:00 Uhr aber im Hinblick auf die Transalp möchte ich mich langsam an den Tagesrhythmus des Saisonhighlights gewöhnen.
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MTB-NRW-Fun-Cup

Durch die letztjährige Umstrukturierung des SKS-Fun Cups, ab 2013 MTB-NRW-Fun-Cup, wurde der Cross Country Sport in NRW für Hobbyfahrer neu belebt. Attraktive Strecken, gewachsene Starterfelder, geringes Startgeld und eine funktionierende Struktur vor Ort zeichnen die einzige Cross Country Rennserie für Hobby Fahrer in NRW aus.
Aus der Not heraus geboren, weil der BDR die Rennzeiten für das rundenbasierende Cross Country Rennen für Hobby Piloten auf 30-40min verkürzte, werden seit 2012 Cross Country Rennen für Hobbyfahrer im Shorttrack Format mit einer Renndauer von 88 Minuten gefahren. Gewinner ist nicht der, der als schnellstes die vorgesagte Rundendistanz beendet, sondern derjenige, der in der Zeit die meisten Runden fährt.
Die steigenden Starterzahlen im Vergleich zu 2011 sprechen für sich und machen deutlich, dass das Format Zukunft hat. Typische Cross Country Strecken mit zum Teil schönen technischen Passagen für die Dauer einer Marathon Kurzdistanz. Spaß pur, leider auch viele Schmerzen.

    Die Rennen in der Übersicht:

  • 05.05.2013 1. Lauf in Haltern
  • 26.05.2013 2. Lauf in Betzdorf (LVM RP/Saar)
  • 02.06.2013 3. Lauf in Solingen (LVM NRW)
  • 16.06.2013 4. Lauf in Pracht
  • 23.06.2013 5. Lauf in Wetter
  • 01.09.2013 6. Lauf in Grafschaft
  • 29.09.2013 Finale in Remscheid

2013 findet das Finale nicht, wie in den vergangenen Jahren üblich, in Haltern statt, sondern in Remscheid. Zudem gesellen sich zum MTB-NRW-Fun-Cup zwei Rennen aus Rheinland Pfalz, weil dort der MTB-Rheinland-Cup 2012 nicht die erhoffte Steigerung in den Teilnehmerzahlen erreichen konnte und in diesem Jahr nicht mehr ausgetragen wird. Die Strecken in Betzdorf und Pracht gehören bestimmt zu den Highlights des Cups und sind an Attraktivität kaum zu überbieten, leider ist Pracht alles andere als verkehrsgünstig gelegen.
Da fast alle Läufe mit Marathons der 6. Dr. Cannondale Sebamed Challenge kollidieren, werde ich 2013 wenn überhaupt beim 4. Lauf in Pracht teilnehmen.