MTB auf Malle 2021

Kurzfristig haben wir aufgrund der aktuellen Corona Maßnahmen reagieren müssen und unseren Urlaub von den Ardennen nach Mallorca verlegen müssen. Während eine Einreise nach Belgien zu dieser Zeit für mehr als 24 Stunden nicht ohne weiteres möglich war, wurde der Aufenthalt auf Mallorca erlaubt und aufgrund der geringen Fallzahlen auch als sicher eingestuft.

Während sich der VulkanBike Eifel-Marathon und einige Sportvereine kurz vor Ostern mit der Kampagne MTB statt Malle für biken & wandern in Rheinland-Pfalz aussprachen, haben wir uns nach sorgfältiger Abwägung der Vor- und Nachteile für die Reise nach Mallorca entschieden. Eben weil eine innerdeutsche Reise nicht erlaubt war, ebenso wenig wie eine Reise nach Belgien.

Mit PCR-Test und negativen Ergebnis für Hin- und Rückweg minimierten wir die Reisegefahren, auf der Insel selbst hatten wir mit einer Finca am Fuß des Coll de Soller und einem Mietwagen ohnehin kaum Berührungen mit anderen Menschen. Wahrscheinlich aufgrund der wenigen Menschen auf der Insel sogar weniger Kontakt als in einer gewöhnlichen Woche zu Hause.

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44 Zähne für 8000 Watt

In der dunklen Jahreszeit verbringe ich einen Großteil meines Mountainbike Trainings in der Pain Cave auf der Rolle und sammel meine Kilometer in der virtuellen Zwift Welt. Mein altes Grand Canyon AL SLX habe ich dafür von allen unwichtigen Parametern befreit. Mit einer Starrgabel und Sram GX Antrieb steht es auf meinem Elite Direto Smarttrainer und der Wahoo Climb simuliert die Steigungen.

Ein sehr unauffälliges wartungsarmes Setup. Am meisten störte mich in der Vergangenheit, dass ich mit einem 36er ovalen Kettenblatt selbst mit dem Sram 12fach Antrieb im größten Gang keine Wettbewerbsfähigkeit für virtuelle Rennen herstellen konnte. 36/10 ist in der virtuellen Ebene jeder Rennrad Schaltung unterlegen. Denn bereits bei 350 Watt muss ich mit einer Kadenz über 120 die Kurbel antreiben.

Daniels Setup für Zwift
Daniels Setup für Zwift: Grand Canyon AL SLX mit Sram GX 12fach Schaltung, Elite Direto Smarttrainer und Wahoo Climb.

Aus unterschiedlichen Gründen kam ein Wechsel des Fahrradrahmens nicht in Frage. Das Mountainbike Feeling auf dem Smarttrainer sollte beibehalten werden. Leider gibt es keine größeren Kettenblätter von absoluteBlack für den benötigten 104mm Lochkreis. Also war ich gezwungen einen Kompromiss zu finden.

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Daniels Trainingsrückblick Februar 2019

Im Februar trennt sich häufig die Spreu vom Weizen. Wichtig ist Konstanz und Beharrlichkeit, zwei Stärken von Daniel im Trainingsblock mit dem Schwerpunkt Vo2Max Steigerung, gleichbedeutend mit viel Schwächetraining. Und so bleibt Daniel auf dem Weg zum besten Daniel aller Zeiten.

Zahlen sind Fakten und Lügen nicht. Ein Vorteil vom Training mit einem Leistungsmesser, auch wenn die Befindlichkeit beim gesteuerten Training wichtig ist. Das Körpergefühl kann aber mit unter auch trügerisch sein, wie dir Daniel in diesem Trainingsrückblick anhand von zwei Beispielen aufzeigen wird.

Vor dem Vo2Max Block graulte es mir im Vorfeld etwas, Training an der Kotzgrenze oder kurz und knackig statt lang und locker gehören nicht zu meinen Lieblingstrainings. Aber der Trainingserfolg fügt sich nahtlos an den letzten Monat an und ich habe einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht. Wie groß exakt wird sich dann nach den Tests im März zeigen.

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Saisonrückblick 2018 – aus Fehlern lernt man

Ich würde euch gerne, genauso wie Tim in seinem Saisonrückblick gestern, vom besten Daniel aller Zeiten erzählen. Aber in meiner Saison 2018 überwogen die Tiefen und ich habe viel Lehrgeld bezahlt. 

Als ich am 9.11.2017 in die Saison startete, war ich guter Dinge meinen Lauf im Ultracycling in das neue Jahr mit zu nehmen. Nach dem dritten Platz (AK) in Finale Ligure bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft und dem 6. Platz zum Saisonende bei Gulbergen24-uurs (Niederlande) waren meine Ambitionen gestiegen.

Das harte Training zahlte sich zu Saisonbeginn nicht aus. 

Mit einem Trainerwechsel bei STAPS von Lukas zu Benjamin begann mein Training eigentlich erst Mitte Dezember. Mit der #RoadtoBela stand mein Saisonziel auch fest, die 24h Mountainbike Europameisterschaft in Bela (Slovenien). Es sollte die teuerste Lehrgeldwoche in meiner Renngeschichte sein. Auch meine Teilnahme bei der BIKE Transalp oder diverse belgische Klassiker Rennen verliefen unerwartet schlecht. Mit der Night on Bike platzte der Knoten dann glücklicherweise doch noch. Aber ich fang mal vorne an. 

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Genug gefloppt – Daniels Zwischenfazit über eine bisher verkorkste Saison

Fiasko, muchacho Fiasko. Eine Textzeile von der Antilopen Gang – Fiasko, die meine bisher durchwachsene Saison bestens beschreibt. Bisher war die Saison 2018 für mich ein einziges Fiasko. Anders als bei Tim, der mit der Salzkammergut Trophy sein erstes Saisonziel erreichte oder bei Ansgar und Jan, die am Wochenende den Ring mit dem Rad rocken werden.
Bei uns läuft. Aber ich komm nicht hinterher, um im Antilopen Gang Slang (Song „Flop“) zu bleiben. Aber nach dem DNF bei der 24h MTB Europameisterschaft und der krankheitsbedingten Aufgabe bei der BIKE Transalp habe ich für dieses Jahr hoffentlich genug gefloppt. Weiterlesen

Raid des Hautes Fagnes 2018

Lange Zeit haben wir Belgien als Mountainbiker gemieden und damit viele Perlen des MTB Sports verpasst, nach dem Roc d‘ Ardenne, Les Cimes des Waimes und der Ardennes Trophy standen wir in diesem Jahr auch beim 20. Raid des Hautes Fagnes an der Startlinie und sind einmal mehr begeistert, welche außergewöhnlichen Mountainbike Strecken Belgien bietet.
Unsere Ardennen Liebe ist eigentlich schon vor einigen Jahren entfacht, allerdings mehr auf dem Rennrad als auf dem Mountainbike. Völlig zu Unrecht wie insbesondere Daniel in diesem Jahr mehrfach erfahren hat. Beim 20. Raid des Hautes Fagnes stand er gemeinsam mit Tim an der Startlinie in Malmedy. Es waren belgische Meisterschaften und trotzdem war es vor dem Rennen so entspannt wie nie, verglichen mit einem Mountainbike Marathon in Deutschland. Weiterlesen

Roc d‘ Ardenne Festival 2018

Im Schatten des BIKE Festivals Riva del Garda muss sich im kleinen aber sehr beschaulichen Houffalize in Belgien das Roc d‘ Ardenne Mountainbike Festival nicht verstecken. Drei Tage lang verzaubert der Veranstalter Golazo Sports (Roc d‘ Azur, Ronde van Vlaanderen Cyclo etc.pp.) die Mountainbike Metropole.
Spätestens durch den UCI Mountainbike Weltcup erreichte Houffalize weltweite Bekanntheit. Doch neben dem Cross Country Klassiker pilgern auch zum Roc d‘ Ardenne, Houffa Marathon und anderen Veranstaltungen Tausende von Mountainbikern in die wallonische Kleinstadt. Eine schöne Kleinstadt.

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Meine Night on Bike 2017 – Teil 2

Nach der WM ist vor der Night on Bike 2017. Das langsam aber stetig gewachsene Mountainbike Event im Bergischen Radevormwald wurde zum ersten Mal als 24 Stunden Event ausgetragen und natürlich waren die Ultralangdistanz Spezialisten alle vor Ort. Gemeinsam mit Marc Gottmanns startete ich erfolgreich im 2er Team, nach 24 Stunden hartem Kampf belegten wir Rang 4.
Die ersten sechs Stunden vergingen wie im Flug. Rennen fahren, trinken, Pause, Rennen fahren repeat. Der mir völlig neue Rhythmus aus Be- und Entlastung war ungewohnt, klappte die ersten sechs Stunden aber gut. Wenn auch der erste Anstieg nach dem Oelfe Downhill meine Beine ordentlich zum Brennen brachte.
30 Minuten Pause, dann mit dem Rad vorbereitet warten auf Marc.
Leider hat es Time and Voice als Zeitnehmer der Veranstaltung noch immer nicht geschafft (fast 2 Wochen hatten sie jetzt Zeit) das Ergebnis der Wertung zu korrigieren. Wir stehen sowohl richtig auf Platz 4, als auch zusätzlich auf Platz 11. Deswegen können wir weder die Urkunde noch die Rundenprotkolle einsehen, weil Platz 11 verlinkt ist. Auf Anfragen unsererseits (inkl. zwei Nachfragen) kam bisher kein Feedback.
Die ersten sechs Runden waren im Sack und langsam tat das Rennen auch physisch weh. Zumal ich aufgrund zu weniger MTB Kilometer auf dem doch sehr technischen Kurs ordentlich ins Wanken geriet. Die Downhill Defizite konnte ich zum Glück über mehr Einsatz im Uphill kompensieren, andersherum wäre es komfortabler gewesen.
Anschlag, Anschlag, Anschlag. 2er Team ist keine Kaffeefahrt.

Der Abend beginnt mit einer Überraschung

In meiner siebten Runde dann mein persönliches Highlight. Made my Day sozusagen. Nach der Minigolf Durchfahrt und der BMX Strecke führte über einen schmalen aber sehr steilen Pfad die Strecke zurück zum Eventgelände. Am Wendehammer begannen die Teamcamps und während ich bei 350 Watt ziemlich am Anschlag die letzten Meter hochkurbelte, sah ich aus dem Augenwinkeln drei Personen weglaufen, nachdem sie irgendwie in meine Richtung zeigten!?

Ich war verwirrt, sah ich so beschissen aus? Hatte ich vergessen mich anzuziehen? Was zum Teufel…? Und dann schwenkte ich den Blick nach rechts und sah meine Gang wie sie sich zu dritt hinter einem schmalen Baum versuchten sich zu verstecken. Altah! Das müsst ihr noch üben 😀
Ich fuhr die Runde durch die Expo bis zur Teamarea zu Ende und freute mich über die kurzfristige Anwesenheit von Jan, Maren und Naomi – die Überraschung war perfekt.
Die Runde davor nicht wirklich, denn ich war extrem zittrig und mein Körper signalisierte mehr Kohlenhydrate zu essen. Was ich in der unterhaltsamen Pause auch tat. Zum Glück habe ich für solche Fälle immer Medjoul Datteln dabei.

Es geht nicht ohne…

Die Gang suchte sich am Oelfe Downhill einen schönen Platz, während ich auf Marc wartete. Zuvor waren die 200 Fahrer des 12 Stunden Rennens gestartet, die von 21 – 09 Uhr sich mit uns die Strecken teilen sollten.
Die Runde lief normal gut, immer noch im Bereich sub40min. Kurz vor Rundenende am Wiesendownhill nahm ich die Kurve nicht perfekt und ich überfuhr irgendetwas hartes, der Schlag ging durch den ganzen Körper. Wie ich mir dann im nächsten Stint anschaute, war es ein doch recht großer unübersehbarer Stein.
Nach der Wiese folgte die Minigolf Bahn Durchfahrt und die BMX Strecke, hier merkte ich bereits das typische schmierige Verhalten meines Hinterrads, in diesem Moment nebensächlich denn die Gang stand gut platziert am Sprung Hügel… den ich konservativ und Reifen schonend ausfuhr.
Irgendwie schaffte ich die Runde zu Ende zu fahren und übergab mit 0,3 bar an Marc. Und nun? Wo ist Ansgar? Hilfe! Defekt, Platten, Puls 170, zittrige Hände…
Meine Maxalami Wurst im Dunkeln (Ansgar, deine Lichtanlage fehlte ebenso) traf das Ziel nur halb, in den von mir gesetzten 10min war die aufgeschnittene Seitenflanke nicht zu dichten. Mittlerweile habe ich den Reifen zu Hause repariert und werde euch in Kürze berichten.
Also musste jetzt doch das Canyon Lux herhalten, obwohl ich in diesem „Trainingsrennen“ eigentlich mein Material schonen wollte.

Night on Bike ohne Gang

Das Lux war schnell vorbereitet und die Strecke auch trocken, ich war nach wie vor optimistisch das dies so bleibt.
Die erste Runde mit dem Lux war toll! Keine Schläge in den Rücken, Linienwahl zweitrangig und Dank der mittleren Blockierung auch im Uphill bekannt zuverlässig. Ich liebe mein Canyon Lux.
Als Beleuchtung diente einmal mehr das Lupine Wilma / Piko Set an Lenker und Helm. Auch hier fehlte einmal mehr die Gang, bisher musste ich die Lampen nie selbst befestigen… eine miese Fummelarbeit. Die Gang fehlte an allen Ecken und Enden.
Maren und Co wollten zum Abschluss ihres Besuchs noch der Alm einen Besuch abstatten, die quasi auf dem Gipfel des Schweinebergs erbaut wurde. Leider trafen wir hier nicht mehr zusammen, allerdings ist diese Stelle für Fahrer auch echt abartig.

Langsam aber sicher bereitete ich mich mental doch auf Regen vor, nachdem ich bereits ein paar Tröpfchen zum Ende meiner Runde abbekommen hatte.
Um eine kurze Erholung nach 12 Stunden zu gewährleisten, entschieden wir nach Marcs Runde jeweils einen Doppelstint zu fahren, damit jedem Fahrer 90′ Regeneration am Stück zu stehen.
Und wie es so kommen sollte, übergab Marc mir den Staffelstab und ich bekam in den folgenden 90 Minuten die volle Breitseite Regen und Schlamm ab.

Glücklicherweise und für mich auch positiv überraschend haderte ich weder mit den Verhältnissen noch kühlte ich unangenehm aus. Konstant legte ich zwei 45min Runden hin und übergab an Marc, nachdem der Regen aufhörte.

Eine warme Dusche ist gold wert

Als 2er Fahrer kommt man, anders als als Einzelstarter, in den Genuss nachts eine warme Dusche nehmen zu können. Besonders schön, nach dem Regen Stint. Und durch Marcs Doppelrunde hatte ich danach noch Zeit für weitere 50′ Chillen.
Obendrein stelle ich fest, dass uns meine Doppelrunde von Platz 6 auf 4 vorspülte und wir nach 14 Stunden mehr als im Soll liegen.

2+2+1+1 = es wird wieder hell.

Nach unseren Doppelrunden und jeweils zwei weiteren Einzelrunden sollte es wieder hell werden. Zumindest so meine Theorie, die sich auch bewahrheiten sollte.

Wir fuhren konstant unseren Rhythmus und setzten uns langsam aber stetig von unseren Verfolgern ab. Auf das Podium fehlte uns eine Runde, die aber in unserem Zustand nicht mehr erreichbar war.
Als dann im Morgengrauen der zweite Platzregen über die Strecke zog, waren als Gedanken ans Podium verschwunden. Mit meinen Maxxis Ikon war ich froh überhaupt irgendwie auf der Strecke zu bleiben. Der Oelfe Downhill war glatt wie Schmierseife und irgendwann erwischte es mich dann auch, mein ausbrechendes Vorderrad konnte ich nicht mehr halten und flog über den Lenker. Ich war wieder wach 😀

Die Spur war eine Lotterie, der Schlamm extrem tief. Meine Reifen hatten keinen Grip und die Rundenzeiten stiegen weiter an. 10 Minuten langsamer war die Strecke mittlerweile für uns geworden. Glücklicherweise auch für unsere Verfolger.

Rechenspiele am frühen Sonntagmorgen

Am Sonntag morgen verbrachten wir dann in den Pausen die Zeit mit Rechenspielen, wieviele Runden müssen wir noch fahren, um Platz 4 sicher zu haben. 2? 4? Keine Ahnung, fahr einfach.

Die Strecke blieb bis zum Ende anspruchsvoll aufgrund der Nässe. In den Pausen wärmte eine Decke, glücklicherweise war ich mit 4 Bekleidungssets gut aufgestellt und konnte häufig wechseln.
Ab 11 Uhr war uns der vierte Platz nicht mehr zu nehmen, Marc war nicht mehr gewillt richtig weiter zu fahren. So fuhr ich noch zwei und Marc eine Runde ehe wir das Rennen mit 31 Runden gemeinsam beendet haben.

Fazit

Die Night on Bike ist ein klasse Rennen. Die Strecke abwechslungsreich, technisch stimmig mit einer ausgewogenen Charakteristik. Anders als in Finale Ligure gab es in Radevormwald durchaus Streckenabschnitte, bei denen man sich etwas „ausruhen“ konnte. Nach 15, 16 Stunden ist es eben auch mal schön nur über Asphalt zu gleiten, ohne Linienwahl und ohne Schläge auf den Oberkörper.
Ebenfalls herausragend sind die Zuschauer. Was auf der Alm los war (bis zum Gewitter) und in den durchfahrenen Orten (bis tief in die Nacht) sucht seines gleichen. Das deutsche Toboga für die Kenner von 24h Finale.
Mit 31 Runden (16 Runden von mir), erreichten wir 356,5km (185km) und 8100hm (4200hm) haben wir eine gute Leistung abgeliefert. Das Erlebnis ist völlig anders als als Solostarter aber durchaus wiederholungsfähig. Gelitten habe ich jedenfalls nicht minder als bei einem Einzelstart. 🙂
Danke Marc für die Einladung und Danke Night on Bike für dieses herrliche Erlebnis. Danke auch an die Eulen, Northwave24, die Gang und alle weiteren Personen fürs Anfeuern auf der Strecke.

The day before wembo 24h MTB World Champs

Guten Morgen aus Finale Ligure. Nachdem wir gestern viele Probleme mit dem Internet hatten und ich deswegen kaum Zeit hatte das WM-Tagebuch würdig abzuschließen, möchte ich heute mit einem Start in den Tag Post beginnen.
Wir haben es uns gestern im World Camp sehr gemütlich gemacht, über fast 1km Strecke fahren wir im Zickzack Zelt um Zelt bzw. Area um Area an. Alleine auf unserem World Camp+ Ground mit Strom stehen fast 30 Fahrer mit ihrem Fahrerlager. Dafür waren wir einmal auf die Wiese rein, um am Ende im U-Turn wieder die Wiese an der gleichen Stelle zu verlassen.

Mein Fahrerlagers aus der Fahrerperspektive. Die Wiese wird Teil der Strecke sein, meine Crew steht rechts. Perfekt für meine Verpflegungsstrategie.
Vorher machen wir das gleiche bei gefühlt 400 Pavillon Zelten, die auf einem schmalen Trail entlang stellenweise beidseitig aufgestellt wurden.

Weitere Streckendetails sind mir weiter unbekannt, wir sind die Strecke zu Fuß Richtung Tobaga abgelaufen. Ein Fest für Zuschauer und Fahrer dort. Aber wo die fehlenden 3km entlang laufen ist noch nicht klar. Schauen wir mal.

The day before

Mir gehts gut! Die Beine sind etwas faul, nachdem die letzten Tage mit 12000-20000 Schritten echt laufintensiv waren. Zu Hause mache ich höchstens 5000 Schritte am Tag.
Die Blackroll hilft. Auch dem Nacken, der ohne Tape und ohne Belastung Beschwerdefrei ist, inwiefern sich das ohne Tape mit Belastung ändert wird sich später zeigen.
Der heutige Tag ist engmaschig durchgeplant, bereits um 09:30 gehts in die Vorbelastung für morgen. 1-2 Runden auf dem Kurs und dann einmal hinunter ans Meer und entweder den Anstieg von Noli oder von Sportorno hinauf zu Le Manie. Nicht länger als 2:15h aber die Beine wollen bewegt und das Canyon Lux auf dem Kurs getestet werden.
Anschließend gibt es Mittagessen, ehe wir dann gemeinsam als Team zum Strand fahren werden und uns gemeinsam Ruhe gönnen werden.

Teambesprechung bei Pizza und Wein

Hach, ich find es so schön das alle ihre Aufgaben so wichtig nehmen. Maren, im Team für die dauerhafte Fröhlichkeit sorgte mit einer Falsche Wein zur Pizza für einen unterhaltsamen Abend bei der Betreuer Crew. (Angeblich wollte nur ein Glas bestellen…jajaja ist klar.)

Meine Ernährungsstrategie ist komplex aber dem Team jetzt verständlich und ich kann diese wichtige Aufgabe sorgenfrei abtreten. Dafür war der Abend wirklich hervorragend.

Nachtschicht für Ansgar

Während sich dann alle zeitig um 22 Uhr ins Bett verkrümelten brannte in der Coffee & Chainrings Technik Area noch Licht. Ansgar hatte zutun, wollte er unbedingt (meinem Wunsch entsprechend) die Maxxis Ikon noch am Abend aufziehen.
Der trockene, felsige Kurs ohne Asphalt Anteile ist wie gemacht für den Maxxis Ikon, der breiter baut und das schmalere Profil für den Kurs bietet.


Jetzt bereite ich mein Frühstück vor, damit es dann auch gleich pünktlich im Zeitplan losgehen kann 😀

Rocky Mountain BIKE Marathon 2017 – der Start

Der Rocky Mountain BIKE Marathon war das letzte große Highlight in der Vorbereitung auf die 24h Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure. Und der erste Auftritt als #wemboFinale Team mit Support und Verpflegung.
Bereits am Freitag nachmittag ging es los nach Willingen und diverse Staus stellten uns in den Weg, so dass wir für die sonst üblichen 2,5h fast 5h Fahrtzeit benötigten. Anders als drei Wochen vorher in Sundern, wo die vielen Staus nervten und mich ziemlich belastet haben, war mir das fast egal. Ich saß im Wohnmobil und genoss eine mehr oder wenige entspannte Fahrt, während Ansgar sich mit Verkehr und Streckenänderungen auseinandersetzte.

Es wurde in Willingen trotzdem spät, um 22 Uhr lag ich Bett während die Crew für sich Essen kaufte und meiner Frau eine Pizza mitbrachte, die dann gefühlt um Mitternacht gegessen wurde.

Last Raceday before World Championship


Um 5 Uhr klingelt gelte der Wecker, denn bereits um 07.30 Uhr sollte der Start in Willingen erfolgen. Da wir am Vortag nicht mehr die Startunterlagen abholen konnten, mussten wir dies um sechs Uhr erledigen.
Zum Glück hatte ich die Coffeegang dabei und während Maren mein Frühstück zubereitete und Ansgar mit mir die Startnummer abholte und danach mein Rad race ready machte, konnte ich meinen gewohnt langsamen Ablauf vollziehen.


Um kurz vor sieben ging es dann etwas verspätet zum Warm Up, Vorteil von Startblock A und der dort vorherrschenden Gelassenheit. Denn Startblock B war um sieben bereits gut gefüllt.

Mein Warm Up war verkürzt, ich hatte die ersten KM in Willingen flach in Erinnerung, was sich später als falsch herausstellen sollte.
10min lockeres pedalieren und dann 3×30″ Z4 um die Beine anzufeuern, letztendlich sollte der heutige Tag ja als Generalprobe für das 24h Stunden Rennen in Finale Ligure dienen und die Strategie war Leistungs- und nicht Platzierungsorientiert.
Kurz vor dem Start traf ich Thorsten, einen ehemaligen MTBvD Teamgefährten, der als 153. in 3:05h die Kurzstrecke beenden sollte. Super gemacht Thorsten!

Transalp Feeling in Willingen

Kurz vor dem Start traf ich dann endlich Tim, der leider aus Startblock B starten musste. Gemeinsam posierten wir wie zu Transalp Zeiten. Etwas Smalltalk und spürbare Lockerheit bei Tim und mir, ganz anders als vor zwei Jahren, wo wir viel zu nervös agierten.

Kurz vor dem Start

Um 07:20 Uhr war ich dann auch im Startblock. Ich war gelassen, wie fast alle Fahrer in Startblock A. Ich zweifelte nicht daran, dass ich heute die 135km (4000hm) Strecke fahren werde und war überzeugt davon, dass mir die Genralprobe gelingen sollte.

Diese Lockerheit ist mir neu und sowohl im Training als auch Rennen erkennbar. Ich glaube dadurch bin ich überhaupt erst zu der Lage gekommen Next Level Leistung abzurufen.
Morgen früh gibt es dann den Bericht zum eigentlichen Rennen. Aber soviel Wertschätzung für meine Crew muss sein. Ihr seid die Derbsten!