Ready for Racing – 1 Day NoB2019

Morgen startet für Daniel das erste große Saisonhighlight. Knapp 500 Stunden mit fast 12.000km Vorbereitungszeit liegen hinter Daniel seit dem Saisonstart am 1. Oktober.

Meine Form stimmt, mein Matchplan stimmt. Im Vergleich zur Night on Bike 2018 verändern wir als Team nur Kleinigkeiten, meine persönlichen Ziele liegen vor allem auf der mentalen Ebene.

Ich werde ein gutes Rennen abliefern. Meine Trainingsleistungen sprechen dafür, genauso wie mein Wohlbefinden. Der angesagte Regen im ersten Drittel des Rennens stört mich wenig, einzig um meine optimistische Reifenwahl sorge ich mich. Hier werde ich ggf. heute Nachmittag spontan noch Änderungen vornehmen.

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Meine Night on Bike 2017 – Teil 2

Nach der WM ist vor der Night on Bike 2017. Das langsam aber stetig gewachsene Mountainbike Event im Bergischen Radevormwald wurde zum ersten Mal als 24 Stunden Event ausgetragen und natürlich waren die Ultralangdistanz Spezialisten alle vor Ort. Gemeinsam mit Marc Gottmanns startete ich erfolgreich im 2er Team, nach 24 Stunden hartem Kampf belegten wir Rang 4.
Die ersten sechs Stunden vergingen wie im Flug. Rennen fahren, trinken, Pause, Rennen fahren repeat. Der mir völlig neue Rhythmus aus Be- und Entlastung war ungewohnt, klappte die ersten sechs Stunden aber gut. Wenn auch der erste Anstieg nach dem Oelfe Downhill meine Beine ordentlich zum Brennen brachte.
30 Minuten Pause, dann mit dem Rad vorbereitet warten auf Marc.
Leider hat es Time and Voice als Zeitnehmer der Veranstaltung noch immer nicht geschafft (fast 2 Wochen hatten sie jetzt Zeit) das Ergebnis der Wertung zu korrigieren. Wir stehen sowohl richtig auf Platz 4, als auch zusätzlich auf Platz 11. Deswegen können wir weder die Urkunde noch die Rundenprotkolle einsehen, weil Platz 11 verlinkt ist. Auf Anfragen unsererseits (inkl. zwei Nachfragen) kam bisher kein Feedback.
Die ersten sechs Runden waren im Sack und langsam tat das Rennen auch physisch weh. Zumal ich aufgrund zu weniger MTB Kilometer auf dem doch sehr technischen Kurs ordentlich ins Wanken geriet. Die Downhill Defizite konnte ich zum Glück über mehr Einsatz im Uphill kompensieren, andersherum wäre es komfortabler gewesen.
Anschlag, Anschlag, Anschlag. 2er Team ist keine Kaffeefahrt.

Der Abend beginnt mit einer Überraschung

In meiner siebten Runde dann mein persönliches Highlight. Made my Day sozusagen. Nach der Minigolf Durchfahrt und der BMX Strecke führte über einen schmalen aber sehr steilen Pfad die Strecke zurück zum Eventgelände. Am Wendehammer begannen die Teamcamps und während ich bei 350 Watt ziemlich am Anschlag die letzten Meter hochkurbelte, sah ich aus dem Augenwinkeln drei Personen weglaufen, nachdem sie irgendwie in meine Richtung zeigten!?

Ich war verwirrt, sah ich so beschissen aus? Hatte ich vergessen mich anzuziehen? Was zum Teufel…? Und dann schwenkte ich den Blick nach rechts und sah meine Gang wie sie sich zu dritt hinter einem schmalen Baum versuchten sich zu verstecken. Altah! Das müsst ihr noch üben 😀
Ich fuhr die Runde durch die Expo bis zur Teamarea zu Ende und freute mich über die kurzfristige Anwesenheit von Jan, Maren und Naomi – die Überraschung war perfekt.
Die Runde davor nicht wirklich, denn ich war extrem zittrig und mein Körper signalisierte mehr Kohlenhydrate zu essen. Was ich in der unterhaltsamen Pause auch tat. Zum Glück habe ich für solche Fälle immer Medjoul Datteln dabei.

Es geht nicht ohne…

Die Gang suchte sich am Oelfe Downhill einen schönen Platz, während ich auf Marc wartete. Zuvor waren die 200 Fahrer des 12 Stunden Rennens gestartet, die von 21 – 09 Uhr sich mit uns die Strecken teilen sollten.
Die Runde lief normal gut, immer noch im Bereich sub40min. Kurz vor Rundenende am Wiesendownhill nahm ich die Kurve nicht perfekt und ich überfuhr irgendetwas hartes, der Schlag ging durch den ganzen Körper. Wie ich mir dann im nächsten Stint anschaute, war es ein doch recht großer unübersehbarer Stein.
Nach der Wiese folgte die Minigolf Bahn Durchfahrt und die BMX Strecke, hier merkte ich bereits das typische schmierige Verhalten meines Hinterrads, in diesem Moment nebensächlich denn die Gang stand gut platziert am Sprung Hügel… den ich konservativ und Reifen schonend ausfuhr.
Irgendwie schaffte ich die Runde zu Ende zu fahren und übergab mit 0,3 bar an Marc. Und nun? Wo ist Ansgar? Hilfe! Defekt, Platten, Puls 170, zittrige Hände…
Meine Maxalami Wurst im Dunkeln (Ansgar, deine Lichtanlage fehlte ebenso) traf das Ziel nur halb, in den von mir gesetzten 10min war die aufgeschnittene Seitenflanke nicht zu dichten. Mittlerweile habe ich den Reifen zu Hause repariert und werde euch in Kürze berichten.
Also musste jetzt doch das Canyon Lux herhalten, obwohl ich in diesem „Trainingsrennen“ eigentlich mein Material schonen wollte.

Night on Bike ohne Gang

Das Lux war schnell vorbereitet und die Strecke auch trocken, ich war nach wie vor optimistisch das dies so bleibt.
Die erste Runde mit dem Lux war toll! Keine Schläge in den Rücken, Linienwahl zweitrangig und Dank der mittleren Blockierung auch im Uphill bekannt zuverlässig. Ich liebe mein Canyon Lux.
Als Beleuchtung diente einmal mehr das Lupine Wilma / Piko Set an Lenker und Helm. Auch hier fehlte einmal mehr die Gang, bisher musste ich die Lampen nie selbst befestigen… eine miese Fummelarbeit. Die Gang fehlte an allen Ecken und Enden.
Maren und Co wollten zum Abschluss ihres Besuchs noch der Alm einen Besuch abstatten, die quasi auf dem Gipfel des Schweinebergs erbaut wurde. Leider trafen wir hier nicht mehr zusammen, allerdings ist diese Stelle für Fahrer auch echt abartig.

Langsam aber sicher bereitete ich mich mental doch auf Regen vor, nachdem ich bereits ein paar Tröpfchen zum Ende meiner Runde abbekommen hatte.
Um eine kurze Erholung nach 12 Stunden zu gewährleisten, entschieden wir nach Marcs Runde jeweils einen Doppelstint zu fahren, damit jedem Fahrer 90′ Regeneration am Stück zu stehen.
Und wie es so kommen sollte, übergab Marc mir den Staffelstab und ich bekam in den folgenden 90 Minuten die volle Breitseite Regen und Schlamm ab.

Glücklicherweise und für mich auch positiv überraschend haderte ich weder mit den Verhältnissen noch kühlte ich unangenehm aus. Konstant legte ich zwei 45min Runden hin und übergab an Marc, nachdem der Regen aufhörte.

Eine warme Dusche ist gold wert

Als 2er Fahrer kommt man, anders als als Einzelstarter, in den Genuss nachts eine warme Dusche nehmen zu können. Besonders schön, nach dem Regen Stint. Und durch Marcs Doppelrunde hatte ich danach noch Zeit für weitere 50′ Chillen.
Obendrein stelle ich fest, dass uns meine Doppelrunde von Platz 6 auf 4 vorspülte und wir nach 14 Stunden mehr als im Soll liegen.

2+2+1+1 = es wird wieder hell.

Nach unseren Doppelrunden und jeweils zwei weiteren Einzelrunden sollte es wieder hell werden. Zumindest so meine Theorie, die sich auch bewahrheiten sollte.

Wir fuhren konstant unseren Rhythmus und setzten uns langsam aber stetig von unseren Verfolgern ab. Auf das Podium fehlte uns eine Runde, die aber in unserem Zustand nicht mehr erreichbar war.
Als dann im Morgengrauen der zweite Platzregen über die Strecke zog, waren als Gedanken ans Podium verschwunden. Mit meinen Maxxis Ikon war ich froh überhaupt irgendwie auf der Strecke zu bleiben. Der Oelfe Downhill war glatt wie Schmierseife und irgendwann erwischte es mich dann auch, mein ausbrechendes Vorderrad konnte ich nicht mehr halten und flog über den Lenker. Ich war wieder wach 😀

Die Spur war eine Lotterie, der Schlamm extrem tief. Meine Reifen hatten keinen Grip und die Rundenzeiten stiegen weiter an. 10 Minuten langsamer war die Strecke mittlerweile für uns geworden. Glücklicherweise auch für unsere Verfolger.

Rechenspiele am frühen Sonntagmorgen

Am Sonntag morgen verbrachten wir dann in den Pausen die Zeit mit Rechenspielen, wieviele Runden müssen wir noch fahren, um Platz 4 sicher zu haben. 2? 4? Keine Ahnung, fahr einfach.

Die Strecke blieb bis zum Ende anspruchsvoll aufgrund der Nässe. In den Pausen wärmte eine Decke, glücklicherweise war ich mit 4 Bekleidungssets gut aufgestellt und konnte häufig wechseln.
Ab 11 Uhr war uns der vierte Platz nicht mehr zu nehmen, Marc war nicht mehr gewillt richtig weiter zu fahren. So fuhr ich noch zwei und Marc eine Runde ehe wir das Rennen mit 31 Runden gemeinsam beendet haben.

Fazit

Die Night on Bike ist ein klasse Rennen. Die Strecke abwechslungsreich, technisch stimmig mit einer ausgewogenen Charakteristik. Anders als in Finale Ligure gab es in Radevormwald durchaus Streckenabschnitte, bei denen man sich etwas „ausruhen“ konnte. Nach 15, 16 Stunden ist es eben auch mal schön nur über Asphalt zu gleiten, ohne Linienwahl und ohne Schläge auf den Oberkörper.
Ebenfalls herausragend sind die Zuschauer. Was auf der Alm los war (bis zum Gewitter) und in den durchfahrenen Orten (bis tief in die Nacht) sucht seines gleichen. Das deutsche Toboga für die Kenner von 24h Finale.
Mit 31 Runden (16 Runden von mir), erreichten wir 356,5km (185km) und 8100hm (4200hm) haben wir eine gute Leistung abgeliefert. Das Erlebnis ist völlig anders als als Solostarter aber durchaus wiederholungsfähig. Gelitten habe ich jedenfalls nicht minder als bei einem Einzelstart. 🙂
Danke Marc für die Einladung und Danke Night on Bike für dieses herrliche Erlebnis. Danke auch an die Eulen, Northwave24, die Gang und alle weiteren Personen fürs Anfeuern auf der Strecke.

Meine Night on Bike 2017 – Teil 1

Nach der WM ist vor der Night on Bike 2017. Das langsam aber stetig gewachsene Mountainbike Event im Bergischen Radevormwald wurde zum ersten Mal als 24 Stunden Event ausgetragen und natürlich waren die Ultralangdistanz Spezialisten alle vor Ort. Gemeinsam mit Marc Gottmanns startete ich erfolgreich im 2er Team, nach 24 Stunden hartem Kampf belegten wir Rang 4.
Nach dem ersten harten Trainingsblock nach der kurzen Pause im Anschluss an die Weltmeisterschaft stand meine Teilnahme an der Night on Bike 2017 in Radevormwald. Der erste Trainingsblock war fordernd und das 24 Stunden Rennen mit Marc Gottesmanns an meiner Seite sollte ich aus dem Training heraus als Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte fahren.

Mehr als nur Training: Night on Bike 2017

Aus dem Training heraus klingt immer so despektierlich, dröge und abgedroschen. Als würde man bei dem Wettkampf mit angezogener Handbremse fahren, dem ist aber gar nicht so. Ein Wettkampf bleibt ein Wettkampf und das bestmögliche Ergebnis das Ziel, allerdings reiste ich am Samstag morgen eben nicht in Bestform an und schon gar nicht perfekt erholt.
Vergleichen mit der Weltmeisterschaft lag mein CTL Wert um 20 Punkte niedriger als Anfang Juni. CTL 84 statt 104 zeigt eindeutig, dass meine Form ordentlich Platz nach oben hat. In den letzten sieben Wochen fehlten aber auch Einheiten jenseits eines TSS von 200 bzw. eben Trainingseinheiten über vier Stunden. Mit einem ATL Wert von 72 (WM 66) war ich zufrieden, allerdings bedeutet dies einen Formfaktor von 12 statt 38.
Aus diesem Grund sollte die Night on Bike 2017 ein besseres Training werden. Wann hat man schon mal die Möglichkeit Nachts im Renntempo zu fahren oder eben alle 30min zwischen Be- und Entlastung zu wechseln. Die Motivation war mit der Anreise vorhanden und eine Top 5 Platzierung war trotz der Defizite bereits vor dem Rennen meine Ansage an Teamkollege Marc.

Der Aufbau bei der Night on Bike

Keine Gang am Start (erstmal!), dafür nahm Marc seinen Kumpel Sascha mit, der uns die nächsten 30 Stunden bestens versorgen sollte. Im 2er Team war mir meine Gang auch nicht so wichtig, allerdings sollte sich im Rennverlauf das Fehlen der Gang bemerkbar machen.
Unser Fahrerlager wurde in Minimalausführung aufgebaut, 3x3m Zelt mit kurzem Camping Tisch und kleinster Werkstattausführung. Selbst Ersatzlaufräder sparte ich mir, da ich zwei Räder dabei hatte. Alles in allem ein spärliches Programm, mit unter auch ein Grund warum der Kampf ums Podium erst gar nicht aufgenommen werden konnte.

Überlegungen vor dem Start der Night on Bike 2017

Mit Lukas hatte ich das Rennen bereits vorgesprochen und sowohl Renn- als auch Ernährungsstrategie geplant. Mit 250 Watt/ Runde sollte ich das Rennen angehen und gucken wie weit das gut geht.
Ernährungstechnisch wollte ich zumindest die erste Hälfte komplett flüssig fahren und auf Obst zurückgreifen. Eine 0,5L Flasche Sponser Competition Ultra (100gr / Liter) und wahlweise Datteln/Banane/Aprikose standen in der ersten Phase zur Verfügung, so dass ich pro Stunde ca. 80-90gr Kohlenhydrate aufnehmen sollte.
Im Weiteren Verlauf tauschte ich die Flüssignahrung auf Sponser Competition (zuckerbasiert) aus und ergänzte um Energy Gels.
Außerdem hatte ich glutenfreies Brot und Erdnusmus dabei.

Die Night on Bike 2017 beginnt

Marc überließ mir die erste Runde des Rennens. Im Vergleich zu anderen 24 Stunden Rennen fehlte jegliche Nervosität oder Anspannung. Ich verzichtete auf Warmfahren (Fehler!) und machte mich um 13:40 Uhr auf in die Startaufstellung. Aufgrund der geringe Anzahl an Teams (12) verpasste ich die Startaufstellung für 2er Teams und landetet am Ende der Aufstellung bei den Solisten. Vielleicht fühlte ich mich dort auch besser aufgehoben. Dadurch lernte ich kurz vor dem Start noch Thorsten Weber kennen, der das Rennen souverän gewann. Herzlichen Glückwunsch!
Irgendwann fand ich dann doch meine Mitstreiter. Um 5 vor Zwei (haha!) begann es zu regnen. Geil! Und dann erfolgte der Start im Niesel des Bergischen. Mit Puls 180 ging es den ersten Downhill (Oha, nicht ohne!) herunter und der erste Anstieg wollte auch irgendwie nicht enden.


Die Strecke wurde von Kilometer zu Kilometer besser. Fettes Grinsen bei den Abfahrten, noch fetteres Grinsen an den Anstiegen und das fetteste Grinsen bei den Zuschauermassen am Wegesrand.
Beeindruckt war ich von den vielen persönlichen Anfeuerungen aus den Reihen des Eulenexpress, Northwave24 und weiteren Teams – DANKE SCHÖN! Tolles Gefühl.
Nach knapp 35min (NP 275 Watt, 20kmh Schnitt, 11km, 260hm) war die Runde erste Runde bei der Night on Bike 2017 vorbei. Hammerhart. Die Höhenmeter haben mich dann doch überrascht und sollten mich im Verlauf des Rennens auch an meine Grenzen bringen.

Runde für Runde über den Tag

Auf der Recht anspruchsvollen Strecke hatte ich schnell meinen Rhythmus gefunden, obwohl das Zusammenspiel aus Be- und Entlastung im 30 Minuten Wechsel mir nicht wirklich Erfüllung bringen sollte. Die Pause ist zu kurz zum Abschalten.
In gewohnter Konstanz spulte ich meine Runde ab. Die ersten drei Rundenzeiten sprechen für sich; 34:54, 35:15, 35:06. Nicht schnell aber konstant, eben im Rhythmus eines Einzelstarters mit etwas mehr Leistung als gewohnt und vielleicht 1-2 Minuten pro Runde zu schnell, um am Ende des Rennens noch ein paar Körner mehr zu haben.
Von unserer Teamarea ging es Runde für Runde zuerst den Oelfe Downhill hinab. Kein Vergleich zu den Abfahrten von der Weltmeisterschaft in Finale Ligure aber trotzdem technischer als alles andere, was ich an deutschen 24h Rennen bisher erleben durfte.

Die Strecke wechselte immer wieder zwischen schönen Trails, Wiesen, Aspahltanstiegen und kurvenreichen Passagen. Mein persönliches Highlight lag vor dem Fontane Anstieg, es ging eine Wiese hinauf zu einer 180° Grad Kehre, an der bestimmt 30 Zuschauer fast die gesamten 24 Stunden das Fahrerfeld mit Monsterlärm, Loala Wellen und Co. anfeuerten. Ein Traum.

Aber auch die Fahrt durch die Minigolfanlage, über eine BMX Strecke, der Schlussanstieg ins Fahrerlager oder der Wurzelteppich vor dem Schweineberg waren Runde für Runde erfreuliche Highlights.
Meine Verpflegung lief gut, während der Runden trank ich eine halbe Flasche Wasser und in den Pausen gab eine Flasche Sponser Competition Ultra und ein bißchen Obst.

Kampf mit der Sonnenbrille

Die Lichtverhältnisse waren für mich katastrophal und schnell entwickelte ich einen eigenen Kampf mit meiner Sonnenbrille.

Nach sechs Stunden lagen wir auf Platz 6. Die Stimmung war gut und ich war optimistisch, dass das drohende Gewitter ab 22 Uhr aufgrund des Starken Windes an uns vorbeizieht.
Das alles anders gekommen ist, könnt ihr euch denken. Alles über eine Nacht voller Unvernunft, einer Schlammschlacht die seines gleichen sucht und den wunderbaren Überraschungsbesuch meiner Gang könnt ihr in Teil 2 meiner Night on Bike 2017 nachlesen.

Eil: 4. Platz bei der Night on Bike 2017

Am Wochenende traten Daniel und Marc für Coffee & Chainrings bei der Night on Bike in Radevormwald an. Trotz widrigster Wetter Kapriolen sicherte sich das Duo nach hartem Kampf den 4. Gesamtplatz.
31 Runden oder 356km und 8080hm sind die beiden Piloten für Coffee & Chainrings am Wochenende gefahren.
Unterstützt von Sascha konnte das Team auch nicht von einem Gewitter, mehrfachen Platzregen und einer gefluteten Strecke von ihren Erfolg aufgehalten werden.

Einen packenden Fight, mit ihren Mitstreitern und gegen das Wetter, lieferten sich Daniel und Marc während der Night on Bike. (Foto: Thomas Weber Fotografie)

Mehr zum Rennen im Bergischen Land in der kommenden Woche bei uns im Blog.
Ergebnisliste

Rennfieber bei der Night on Bike 2017

Nach der WM ist vor der Night on Bike! Morgen ist endlich wieder #raceday. Die Klamotten sind gepackt, die Strategie fertig und ich im Rennfieber. Sieben Wochen nach der Mountainbike Weltmeisterschaft darf ich wieder Rennen fahren!
Die Leistungswerte der letzten Wochen stimmen mich positiv, die Weltmeisterschaft ist regeneriert und ich blicke positiv in die zweite Saisonhälfte. Gemeinsam mit Marc starte ich morgen bei der Night on Bike in Radevormwald (NRW).
Für Marc ist die Night on Bike das erste 24 Stunden Rennen überhaupt und für mich das erste Rennen im 2er Team, nachdem ich bereits 2011 und 2012 im 4er Team bei der Heavy24 in Chemnitz gestartet bin und seitdem auf der Ultradistanz über 24 Stunden am liebsten alleine unterwegs bin.

Night on Bike als Härtetest auf dem Weg zum 2. Saisonhöhepunkt

Im Hinblick auf meinem Saisonhöhepunkt im September ist die Night on Bike ein erster richtiger Härtetest nach der Weltmeisterschaft und ein Gradmesser, wie mein Körper mehrere Ultradistanz Wettkämpfe verarbeiten kann. Bei der Night on Bike habe ich die Möglichkeit unter Rennbedingungen in kleinen Details an meiner Ernährungsstrategie zu Pfeilen und sammele weiter wertvolle Erfahrung in der Nacht.

Durch den geplanten 1-1 Rhythmus kann ich mehr Leistung abrufen und in den Pausen regenerieren. Eine völlig neue Erfahrung. Außerdem bleibt Zeit endlich mal etwas von der Rennatmosphäre außerhalb des Solo-Tunnels aufzunehmen. Darauf freue ich mich sehr.
Der 12km Rundkurs verspricht einen wilden Mix aus Asphalt, Gravel und Trails. Der Schweineberg eilt seinem Ruf voraus, ebenso die einzigartige Almdurchfahrt auf dessen Gipfel.
Ebenso freue ich mich auf ein Wiedersehen auf die Eulen, um Marie und Marko sowie Moni und Frank, die uns einen Platz an der Strecke bereits neben ihrem Camp freihalten. Ich bringe Marie natürlich auch in aller Voraussicht ein Stück Tofu mit 🙂

Erlebnis mit Ergebnis

Wer mich kennt, der weiß, dass ich an einer Startlinie stehend das best mögliche erreichen möchte. Die letzten Trainings sahen vielversprechend aus und im Rahmen meiner 50% des Teams werden ich versuchen über Konstanz zu punkten.
Der Einladung von Marc folgend bin ich aber erst einmal überhaupt dankbar um die Möglichkeit an der Night on Bike teilzunehmen. Über Marcs fehlende Erfahrung wissend heißt das Ziel also erst einmal durchfahren und ankommen.
Aber auch in einem harten Training möchte ich das Beste erreichen und gemeinsam mit Marc werden wir sehen, was am Ende dabei rumkommt.

Back to Racing: Daniel bei der Night on Bike

Sieben Wochen nach der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft greift Daniel am Samstag wieder ins Renngeschehen ein. Gemeinsam mit Teampartner Marc Gottmanns wird Daniel bei dem 24h Rennen Night on Bike in Radevormwald im 2er Team Coffee & Chainrings / RSC Grünberg starten.
Nach dem Renndebut bei 24-Stunden Rennen im 4er Team „Laktatexpress“ bei den Heavy24 in Chemnitz 2012 und 2013, sowie der Fokussierung auf die Solo Events, wird Daniel bei der Night on Bike im 2er Team eine neue Erfahrung über die Ultra-Distanz machen.
„Marc ist der Teampartner abgesprungen und nach dem wir uns im September 2016 bei dem 3h Bergspurt Rennen in Mönchengladbach kennengelernt hatten, fragte er mich ob ich aushelfen möchte. Und ich war sofort Feuer und Flamme“, erzählte Daniel über die Entstehung des Teams im April 2017.
Nach zwei freien Wochen im Anschluss an die Spitzenleistung bei der MTB WM in Finale Ligure, ist Daniel bereits seit vier Wochen wieder im Training und fühlt sich gut. Die Night on Bike ist das erste Rennen nach der WM und Startschuss in die zweite Saisonhälfte, für die der Erkelenzer noch weitere Highlights in petto hat.
Neben dem P-Weg Ultramarathon im September kehrt Daniel zurück zu traditionellen Mountainbike Marathons wie dem MTB Marathon in Nordenau und den Langenberg Marathon mit denen Daniel vor 10 Jahren in die Rennszene einstieg.
Highlight wird in der zweiten Saisonhälfte natürlich ein weiteres 24h Mountainbike Rennen als Einzelstarter sein, die Planungen konkretisieren sich aber sind noch nicht feststehend.
Zum Abschluss der Saison, die Daniel aus anderen Gründen bis weit in den Oktober plant, könnte sowohl das Zeitfahren Hamburg-Berlin sowie das kleine aber bereits jetzt schön sehr berühmte Höllen-Rennen um die Fischteiche in Peine.
Fürs erste heißt es aber Kette rechts bei der Night on Bike am kommenden Wochenende. Im Übrigen auch der erste Ritt auf dem Canyon Lux seit dem fulminanten Ergebnis in Italien.