Next Level Training durch PMP Coaching

Christian Knees (INEOS Grenadiers) steigt 2021 bei PMP Coaching mit ein und wird sein Know How als jahrelanger Berufsradfahrer bei einem der weltweit führenden Protour Teams in die Trainingsarbeit mit einfließen lassen. Mit seinem eigenen u23 Team fördert er bereits den Radsport Nachwuchs und wird jetzt auch Interessierten Radsporttreibenden bei der Trainingsplanung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Mit acht Tour de France Teilnahmen, sechs Giro d’Italia Teilnahmen sowie sechs Vuelta Teilnahmen und diversen Einsätzen bei den Eintagesklassikern bringt Christian Knees ergänzend zu Torsten Weber die geballte Wissenspower aus dem Profiradsport mit zu PMP Coaching und konnte bereits in den vergangenen Monaten hinter den Kulissen einige Tipps und Tricks verraten.

Gemeinsam mit Torsten Weber wird Christian Knees PMP Coaching weiter vorantreiben mit dem Ziel einen ganzheitlichen Ansatz aus mentaler Stärke, Ernährung, Stoffwechsel und selbstredend Trainingsplanung und -analyse zu verfolgen.

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Trittfrequenz Fahrtspiel Zwift Cycling Workouts by PMP Coaching

Zweite Runde der Zwift Cycling Workouts by PMP Coaching mit Unterstützung von Coffee & Chainrings. Heute Abend, am 14.01, laufen die Smarttrainer wieder heiß, wenn Torsten Weber zum gemeinsamen Training einlädt. Abkühlung gibt es anschließend im Coffee & Chainrings Kaffeestübchen, der neuen Talkrunde im Videoformat.

Trainieren und debattieren lautet das Motto der Zwift Cycling Workouts by PMP Coaching. Virtuelles Gruppentraining 2.0 mit PMP Coaching Trainer Torsten Weber, der extra für euch alle zwei Wochen eine Trainingseinheit aus seinem Repertoire zur Verfügung stellt, die uns aus unsere Komfortzone bewegen wird. Wie das geht und was ihr dafür benötigt, erfahrt ihr am Ende des Artikels.

Nach dem Training ist vor dem Coffee & Chainrings Kaffeestübchen. Nach den Zwift Cycling Workouts treffen wir uns in unserem virtuellen Studio und werden 15min nach dem Training mit unserem Livestream online gehen und mit euch über das Training sprechen. Selbstverständlich wird Trainer Torsten Weber Rede und Antwort stehen.

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Daniels Trainingsrückblick Oktober 2019

Der Titel ist etwas unpräzise, denn richtigerweise müsste er „1 Monat mit PMP Coaching“ lauten, denn nach Daniels Trainingspause endet am Wochenende der erste Monat mit dem neuen Training von PMP Coaching. Ein Resümee.

Um Irritationen zu vermeiden, wird Daniel den Trainingsrückblick November aussetzen und dann ab wieder dem gewohnten Monatsrhythmus folgen. Allerdings macht der Cut nach den ersten vier Wochen mit PMP Coaching Sinn, weil der erste Block nicht nur erfolgreich war, sondern auch an vielen Ecken Neues in den Alltag des Trainings integriert hat.

Seit dem 14.10.2019 stehe ich also wieder im Training und bereite mich auf die Saison 2020 vor. Mein Ziel ist im Juni und Juli mit Night on Bike und Rad am Ring zwei 24h Mountainbike Rennen auf den vorderen Plätzen zu beenden und einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.

Neben dem physischen Training sind für den nächsten Schritt vor allem auch mentale Aspekte und die Ernährungsstrategie wichtige Eckpfeiler, so dass der Wechsel zu PMP Coaching um Torsten Weber mit all seiner Erfahrung im Ultracycling Bereich auch aus diesem Grund richtig erscheint.

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PMP Coaching 2020

Mit mega großer Freude darf ich heute offiziell bekannt geben, dass ich in der nächsten Saison von PMP Coaching um Torsten Weber betreut werde. In den vergangenen Tagen haben wir viel über die Coffee & Chainrings Zukunft angedeutet, Verstärkung gesucht und die Highlights der Saison 2019 besprochen. Jetzt ist es Zeit für die ersten Fakten 😀

Nach dem Ende meiner Zusammenarbeit mit dem STAPS Institut stellte sich mir die Frage wie weiter? Das STAPS Institut gehört zu den ganz großen Playern am Markt und in Sachen Know-How, Trainingsplanung und Testverfahren gibt es wenig darüber.

Ich habe aber etwas anderes gesucht. Etwas einzigartiges, quasi eine Art der Trainingsbetreuung auf einer noch ganzheitlicheren Ebene. Nicht nur eine Planung des physischen Trainings mit ein paar Ernährungsvorgaben und grundsätzlichen Tipps zum mentalen Training, sondern eine Trainingsbetreuung, die auf alle Facetten des Radsports eingeht und spezifisches Wissen und Erfahrung für MTB Ultracycling hat.

Und hier kam Torsten Webers PMP Coaching ins Spiel. Ein mutiger Schritt, denn Torsten ist kein ausgebildeter Sportwissenschaftler und hat (noch) kein Trainingslabor für die Analyse. ABER Torsten ist Torsten Weber und mental einer der fähigsten Sportler, die ich kenne.

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Individuen starten, ein Team kommt an

Individuen starten, ein Team kommt an. Letzte Woche haben wir Torsten Webers Gastbeitrag über seine erfolgreiche Teilnahme beim Race across Germany 2018 veröffentlicht. Torsten Weber erreichte als 3. das Ziel in Garmisch Partenkirchen und qualifizierte sich mit seiner Zeit 39:08h souverän für das Race across America. Heute präsentieren wir dir den Gastbeitrag Andrea Doria, die das Rennen und die Vorbereitung aus Sicht der Begleitcrew beschreibt.
Gastbeitrag von Andrea Doria, https://www.facebook.com/andrea.kabil

Race across Germany 2018 oder was ist das für ein krasser Typ?
Wo sind Deine Grenzen…finde sie,
Wo sind Deine Grenzen…überwinde sie.
Individuen starten, ein Team kommt an…

1111 km in unter 48 Stunden auf einem Fahrrad zurückzulegen, wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, kommt man schnell zum Ergebnis, dass das ne total bescheuerte Idee ist! Doch nicht für Torsten Weber, leidenschaftlicher Biker und Ultracyclist, der ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, seinen inneren Schweinehund noch mehr zu quälen und zu besiegen. Der bisher schon sehr erfolgreiche 24-Stunden-Solofahrer vom Radteam Eifelcycling Team Northwave muss unbedingt was noch krasseres ausprobieren! Race Across Germany! Warum auch nicht?! Weiterlesen

Torsten Webers Training für das Race across Germany

Vom Spezialisten für 24h Mountainbike Rennen zum Race across Germany Teilnehmer. Wir begleiten Torsten Webers Weg zum Race across Germany und seiner persönlichen Entwicklung vom Ex-Rennradfahrer zum Mountainbiker zum Zeitfahrer. Im Interview verrät uns Torsten heute einiges zum Thema Training für das Race across Germany 2018.
Letzte Woche habe ich dir über Torsten Webers Vergangenheit erzählt, wie er gemeinsam mit den heutigen Team Sky Profi Christian Knees für den VfL Rheinbach gefahren ist. Aber auch wie er die Lust am Sport verloren hatte und nach Jahren der Abstinenz wiedergefunden hatte und als erfolgreicher Mountainbiker auf der Ultradistanz ein Jahrzehnt nach dem ersten Karriereende zurückkehrte.
Ich traf Torsten zum kurzen Interview, um an dieser Stelle etwas nachzuhaken. Warum wechselt Torsten jetzt zurück auf die Straße? Sind die Mountainbike Alternativen wie die Tour Divide (4400km durch Mexiko und America) oder der Tuscany Trail in Italien keine Optionen?

Torsten Weber im Training
200km Training bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Für Torsten Weber kein Thema. (Foto: Jan Gathmann)

Außerdem steht Torsten Rede und Antwort zum Thema Training und Ernährung, gibt uns Beispiele aus seinem Trainingsalltag und erklärt uns, warum er nach seiner 10jährigen Pause direkt das 24h Rennformat als Wiedereinstieg wählte.


Interview mit Torste Weber

Coffee & Chainrings: Hallo Torsten, danke dass du dir kurz Zeit für uns genommen hast. Letzte Woche haben wir über deine Vergangenheit berichtet. Du hattest mit dem Straßenradsport aufgehört und eine zahnjährige Pause eingelegt. Wie kam es, dass dein erstes Rennen nach dem Wiedereinstieg ein 24h Mountainbike Rennen war? Ist doch eigentlich völlig abwegig oder?
Torsten Weber: 24h Rennen haben mich direkt gereizt. Vor allem da die psychische Komponente und die perfekte Planung hier eine grosse Rolle spielt. Irgendwie hat mich dies innerlich sehr motiviert da ich glaube hier ein paar Stärken zu haben.
Dazu kam dann noch, dass eines der weltbesten 24h Rennen, Rad am Ring, quasi direkt vor der Haustüre lag und sehr bekannt bei uns in der Region bei Mountainbikern ist. Nach etlichen Teilnahmen in der 2er Kategorie der letzten Jahre werde ich dieses Jahr bei Rad am Ring MTB Rennen auch einmal als Solofahrer teilnehmen.
Coffee & Chainrings: Das passt zu meiner nächsten Fragen. Vom Mountainbiker zum Zeitfahrspezialist? Wie geht das? Worin besteht der Reiz für das Ultracycling auf die Straße zu wechseln, es gibt ja Mountainbike Rennen mit diesen Distanzen?
Torsten Weber: Generell habe ich gemerkt, dass mir Mountainbiken super viel Spass, freude und Abwechslung bringt. Es macht einfach tierisch Spass ungestört durch die „freie Natur“ bzw. Wald zu fahren, abseits von gefährlichen Verkehrsteilnehmern. Auch aus diesen Gründen werde ich weiterhin 24h Mountainbike Rennen fahren und freue ich wirklich sehr auf Rad am Ring 2018.
Aber auf die Leistung bezogen, bin ich jemand der Probleme mit unrhythmischen Belastungen hat. Gerade diese Belastungen sind im MTB eigentlich kontinuierlich vorhanden. Je gleichmässiger ein Wettkampf verläuft, um so „besser“ für mich. Keine Ahnung woran es liegt, aber mit Tempowechsel hatte ich schon früher immer Probleme. Daher eignen sich 24h Rennen auch besser für mich als Marathons oder Cross Country Rennen.
Der Reiz an der Strasse liegt vor allem an dem „wieder einmal etwas neues probieren“. Ich glaube dass mir Rennrad Wettkämpfe gut liegen könnten. Besonders die gleichmäßigen Ultradistanzen wie sie z.b. bei 24h oder anderen Rennen gegeben sind. Ebenfalls macht natürlich die höhere Geschwindigkeit einen besonderen Reiz aus.
Coffee & Chainrings: Inwiefern ändert sich das Training für das Race across Germany im Vergleich zur Vorsaison?
Torsten Weber: Trainingsmäßig vertraue ich seit ca. vier Jahren auf Staps und bin absolut angetan und begeistert von ihrer langfristig ausgerichteten Arbeitsweise. Dieses Jahr haben wir das Training ein wenig anders aufgebaut. Ich bin selber einmal gespannt wie ich es „verkraften“ werde.
Für das Race Across Germany ist eine niedrige VLaMax (Fettverbrennungsrate) sehr wichtig. Wichtiger als bis dato bei den 24h MTB Rennen. Wir haben uns daher entschieden in den „ersten“ Wintermonaten gezielter an der FTP und VO2max zu arbeiten. Also relativ intensiv und kürzer zu trainieren. Anschliessend wird dafür gezielter an der VLaMax gearbeitet. Ich reagiere eigentlich immer relativ zügig mit der Anpassung der VLaMax an das Training, wodurch wir den Plan verfolgen so die VLaMax bis zum RAG so niedrig als möglich zu bekommen und die Hoffnung haben bis dahin nicht zuviel aufgebaute Vo2max und Leistung an der FTP zu verlieren.
Die letzten Jahre haben wir es eher umgekehrt gemacht. Mal gucken ob es aufgeht. 😉
Ebenfalls steht natürlich viel Training in der Aeroposition auf dem Programm. Trotzdem werde ich zur Vorbereitung einige MTB Rennen fahren. Gerade für die Rumpf- und Oberkörpermuskulatur sehr hilfreich für das RAG. Geplant ist das 24h München und auch wieder die 3 Tages BEMC Challange in Belgien.
Coffee & Chainrings: Das klingt nach einer Menge Arbeit. Ich glaube für die meisten Radsportler aber schwierig nachzuvollziehen, was das konkret bedeutet. Immerhin bist du vollberufstätig und hast eine Familie mit zwei Kindern. Wie schaut eine genaue Trainingswoche aus?
Torsten Weber: Meine Trainingswochen variieren schon stark, abhängig von Trainingsziel und aktuellem Saisonstand. Bevor ich dir als Beispiel von meiner letzten Trainingswoche erzähle, möchte ich ein paar Hinweise voranstellen: In der Regel habe ich 2 Ruhetage pro Woche, an denen ich aber Stretching, Core und Blackroll benutze (zumindest mindestens 1 mal pro Woche baue ich es ein).
Abhängig davon, welchen Schwerpunkt der aktuelle Trainingsblock hat, trainiere ich auch schon einmal morgens vor und abends nach der Arbeit. Vor allem wenn die Verbesserung der Fettverbrennung geplant ist, eignen sich morgentliche Einheiten (in der Regel G2 oder K3) mit „leeren“ Glykogenspeicher sehr gut.
Die Ernährung passe ich ebenfalls dem geplanten Training an. Ganz grob kann man zusammenfassen, dass ich vor Trainings in niedrigen Intensitäten eher kohlenhydrathreduziert und fettreich esse. Genau andersrum vor intensiven Trainings. Während dem Training esse ich eigentlich so gut wie garnicht. Es sei denn die Einheiten sind sehr intensiv und/oder länger als 4 Std.
Hier ein Auszug einer Beispielwoche:
Montag: Trainingsfrei (Stabitraining)
Dienstag: 120 min SB – Fahre dich mind. 15 min im G1-Bereich warm. Fahre anschließend 20×10 s SB-Sprints mit 3 min Pause im G1-Bereich zwischen den Sprints. Fahre dich für die restliche Zeit locker im G1-Bereich aus. Oder alternativ: 60 min Zwift-Rennen + Ein- und Ausfahren (alle Attacken mitgehen!)
Mittwoch: 120 min EB – Fahre dich mind. 15 min im G1-Bereich warm. Fahre anschließend 2×8 min EB-Intervalle mit 12 min Pause im G2-Bereich zwischen
den Intervallen. Fahre dich für die restliche Zeit locker im G1- Bereich aus. Gerne auch auf Zwift. Also 2×8 min Attacke und dazwischen im G2- Bereich „ausruhen“ 😉 (in dem Fall reichen 90 min)
Donnerstag: Trainingsfrei (stabitraining)
Freitag: 120 min K3 – Konsumiere vor der Einheit mind. 4 h keine KH mehr. Fahre dich mind. 15 min im G1-Bereich warm. Fahre anschließend 4×10 min K3-Intervalle mit 10 min Pause im G1-Bereich zwischen den Intervallen. Fahre dich für die restliche Zeit locker im G1- Bereich aus.
Samstag: 150 min G2 – Fahre dich mind. 15 min im G1-Bereich warm. Fahre anschließend 60 min im G2-Bereich. Fahre dich für die restliche Zeit locker im G1- Bereich aus.
Sonntag: 210 min G1 Konsumiere vor der Einheit mind. 4 h keine KH mehr. Fahre für die gesamte Zeit im G1-Bereich. Danach KH Freigabe.
Coffee & Chainrings: Danke Torsten für die detaillierten Antworten und tiefen Einblicke in dein Training. Wir greifen das ein oder andere Detail später noch einmal ganz konkret auf. Fürs erste sollte dies aber ausreichen.


Fazit

Vom Junioren Rennradfahrer zum Mountainbiker zum Ultraausdauerathlet, so könnte man Torsten Webers Lebenslauf kurz zusammenfassen. Torsten möchte also schneller, konstanter fahren und seine Grenzen immer weiter verschieben. Aber der Reiz nach dem Neuen spielt mindestens eine genauso große Rolle.
Interessant und gleichsam logisch finde ich den Aufbau seiner Trainingswoche. Ich bin ebenfalls Staps Athlet und werde auch von Benjamin trainiert, seine Handschrift ist eindeutig.
Wie schon im Podcast über Strava Herausforderungen bei Zwift von mir angesprochen, sieht man in Torstens Plan gut wie man mit einem effizienten Rollentraining Zeitsparen kann, weil die von mir besagten 15-20% Trainingszeitverschwendung von Outdoor Trainings wegfällt.
Ich hoffe dir hat dieser Artikel über Torsten Weber gefallen. Wenn ja, dann teile doch diesen Beitrag. Like unsere Facebook Seite oder folge uns auf Twitter. Genauso freuen würde es mich, wenn du Torstens Gruppe zum Race across Germany beitrittst.


[box type=“shadow“]Foto: Jan Gathmann (Rennrad News)[/box]

Torsten und das Projekt Race across Germany 2018

Torsten Weber ist Mountainbiker und Ultracyclist. Im Sommer wird er beim Race across Germany eine neue Herausforderung annehmen und auf der 1100km langen Strecke von Flensburg nach Garmisch Patenkirchen um die Qualifikation für das legendäre Race across America kämpfen. Wir werden ihn auf seinem Weg begleiten.
In meinem zweiten Vorbericht zu Torstens Race across Germany im Sommer 2018 möchte ich dir Torsten und sein Team vorstellen. Ich möchte dir etwas über Torstens Vergangenheit erzählen, damit hier in unserem Blog ein etwas genaueres Bild unseres Protagonisten beim Race across Germany entsteht.

Torsten Weber, der Mann für die Ultralangstrecke

Torsten Weber wird im Sommer 40 Jahre alt, ist verheiratet und zweifacher Familienvater und kommt aus der schönen Eifel. Torsten hat damit ein ideales Trainingsrevier, die steilen Anstiege in der Eifel sind auch im Profi Peloton gefürchtet. Er teilt sich sein Trainingsrevier u.a. mit den Rennradprofis Andre Greipel und Christian Knees. Anders als die beiden genannten Profis verdient Torsten mit dem Radsport kein Geld, weshalb er a) das Race across Germany über eine Kampagne finanziert hat und b) sein Training und die genauso wichtige Regeneration mit Familie und Beruf abgestimmt werden muss.
Torsten feierte seine größten Erfolge im Mountainbike Sport, u.a. bei der inoffiziellen deutschen Meisterschaft beim 24h Mountainbike Rennen am Alfsee. Er ist sowohl Deutscher Meister 24h MTB im 2er-Team als auch in der Solo-Klasse.

Torstens Stärken sind seine Zielstrebigkeit, sein Ehrgeiz und die Bereitschaft zu leiden. Allesamt wichtige Faktoren, um auf der Ultralangstrecke erfolgreich zu bestehen.

Torsten Webers Weg zur Ultralangstrecke

Anders als Ansgar, Tim oder ich hat Torsten schon im Alter von 14 Jahren in der Jugendklasse des RSV Euskirchen mit dem Radsport angefangen. Nach einigen Erfolgen in der Jugendklasse wechselte er in das Radbundesliga Team VFL Rheinbach, ein auf Jugendarbeit fokossierter Verein wo er u.a. mit David Kopp und Christian Knees zusammen fuhr.
Wenn ich meine Jugend mit der von Torsten vergleiche, dann ist der Leistungssport (bei ihm Radsport, bei mir Fußball) ein verbindendes Element und so wundert mich auch nicht, dass Torsten mit 20 Jahren mit dem Radsport aufhörte und so ziemlich alles nachholte, was er bis dahin verpasst hatte. Das ging mir nämlich genauso, ehe ich dann 10 Jahre nach meinem Fußballende mit 107kg aufwachte…
Torstens Sportpause war noch etwas länger: Nach 15 Jahre andauernden Sportpause, in der rca. 25kg zugenommen hatte, fasste ihn das Radfieber aber wieder. Mehr oder weniger zufällig nachdem er an einem Wochenende eine MTB Zeitschrift durchstöbert hatte. Montags darauf fuhr er zu einem lokalen Händler und kaufte sich ein Mountainbike.
So begann nicht nur Torstens zweite Karriere auf dem Rad, sondern so entwickelte sich auch direkt eine enge Kooperation zu hape-bikes.de, mittlerweile einer seiner wichtigsten und besten Unterstützer.
Seit dem Kauf ist kaum ein Tag vergangen, an dem Torsten kein Rad gefahren ist. Und so kam er schon nach kurzer Zeit zu dem Gedanken, wieder einmal einen Wettkampf zu bestreiten. Während andere (wie ich) auf der Kurzstrecke im Sauerland ihr Renndebüt geben, sollte es für Torsten direkt ein 24Stunden Rennen werden. Der Erfolg hielt sich damals in Grenzen, aber es hatte Torsten viel Freude bereitet und er hatte Blut geleckt.

Torstens Ziel stand fest

Irgendwann einmal will er ein 24 Stunden Rennen als Solofahrer gewinnen! Ihm war klar, dass das noch ein weiter weg ist. Aber er war motiviert, zielstrebig und ehrgzeig. Er begann systematisch zu trainieren und seine Ernährung anzupassen. Torsten vertraute von Anfang auf STAPS, von deren Leistungsdiagnostik und langfristig ausgerichtete Trainingsplanung nicht nur er enorm überzeugt ist. Gut drei Jahre voller Training, diverser Wettkämpfe, Höhen und vielen Tiefen vergingen, bis er sein damals gestecktes Ziel bei dem 24h Duisburg 2016 erreichen konnte. Eines der renommiertesten 24h Mountainbike Rennen in Deutschland mit vielen großen Namen in der Siegerliste. Mittlerweile hat Torsten Weber an diversen 24h Mountainbike Solo Veranstaltungen teilgenommen und viele Erfolge erzielt. Schau dir Torsten Erfolge in seinem Blog an.

Vom 24h MTB Rennen zum Race across Germany

Bei einem 24 Stunden Rennen kommt es auf viele Kleinigkeiten an. Neben Aspekten wie Saisonplanung, Familienzeit- und Trainingsplanung, Struktur, Motivation, Ernährung, Material usw. , hat sich in den letzten Jahren für Torsten eines heraus kristallisiert:

Willenstärke als Basis für Ultracycling

Der Kopf bzw. die mentale Verfassung/Willensstärke spielt bei der Vorbereitung und ganz besonders während des Wettkampfes eine der grössten Rollen! Es ist die entscheidende Komponente, die häufig über Sieg oder Platz 2 oder 3 entscheidet.

Torsten ist mental an jedem Wettkampf gewachsen. Es motiviert ihn immer wieder seinen inneren Schweinehund zu überwinden und neue Wege zu finden Tiefpunkte (welche man in jedem 24h Rennen mehrmals erlebt) zu überstehen und den Körper an seine psychische und physische Grenzen zu treiben.
In einem Buch laß Torsten eine neue Definition von Ultracycling. In dem Buch wurde behauptet, Ultracycling beginne erst ab einer Renndauer von 24+ Stunden… Eine Idee war geboren.

Torstens großer Traum vom Ultracycling…

Warum Ultracycling? Ich glaube das war meine erste Frage, nachdem ich mit Torsten telefoniert habe und meine Projektidee der Vorberichterstattung auf Zustimmung gestoßen ist.
So leicht sich die Frage anhört, so schwer ist die Antwort darauf. Wir sind uns aber schnell einig, dass Ultracycling eine Selbsterfahrung ist. Man lernt viel über sich selbst, im Zentrum von Allem steht der innere Monolog. Von außen betrachtet ist es schwer Motivation zu schöpfen.

Ultracycling ein Kampf mit und gegen sich zugleich

Torsten möchte Grenzerfahrung. Er möchte die Angst vor dem „Unmöglichen“ verlieren, das „Unmögliche“ wagen, den inneren Schweinehund besiegen. Aber es geht um noch mehr, denn Torsten möchte sein wirkliches ICH kennenlernen.

„Ein Kampf mit und gegen sich zugleich
gepaart mit Gefühlen wie Aufgeben wollen, Schaffen wollen, Zusammenreissen, über sich hinauswachsen, Motivation, Freude, Stolz, Vertrauen in sich und das Team…“ (Torsten Weber)


Torsten spricht hier schon einen weiteren wichtigen Punkt an. Torsten wird von einem mehrköpfigen Team betreut, dazu kommen wir im nächsten Kapitel.

Ein Traum erfüllen

Torsten möchte den oben skizzierten Kampf beim Race across Germany austragen und einen nächsten Schritt machen, was seine Ambitionen verdeutlicht. Das Race across Germany mit seinen 1150km nonstop ist ein Zwischenschritt zum größten Traum von Torsten und tausenden von Ultracyclisten: Dem Race across America. 5000km von Ost nach West.
Das Race across Germany ist ein 1150km langes non-stop Radrennen von Flensburg bis Garmisch. Die Strecke bestreitet man alleine und wird durch eine Crew in einem Begleitfahrzeug mit Nahrung und Navigationsanweisungen versorgt.
Schafft man die 1150km innerhalb von 48 Stunden hat man die offizielle Qualifikation für das 5000km lange Race Across America (RAAM), die ultimative Ultracycling Veranstaltung, erlangt.
Für Torsten gibt es nichts größeres als sich diesen Traum zu erfüllen:

„Irgendwann einmal mächte Ich am ultimativen Ultracycling Event dem 5000km langen Race Across America (RAAM) teilnehmen!“ (Torsten Weber)

Die Crew hinter Torsten Weber

Neben der technischen Ausrüstung für ein solches Rennen, spielt die Begleitcrew die grösste und wichtigste Rolle während dem ganzen Abenteuer. Der Fahrer selber muss eigentlich „nur“ treten. Sämtliche Navigation, Planung, Problemlösung, Taktik, Nahrungsversorgung, Analysen, Fahrer Motivation usw. spielt sich innerhalb der Crew ab.
Das Team ist die wichtigste Komponente, sowohl bei 24h Rennen als auch beim Ultracycling wie dem Race across Germany. Es sind die wichtigsten Personen bei dem ganzen Vorhaben, Torsten muss dem Team zu 100% vertrauen können.
Das Rennen dauert ca. 2 Tage non-stop, deswegen muss die Crew in mehrere Schichten eingeteilt und regelmäßig ausgetauscht werden, während der Fahrer fährt und fährt und fährt.
Die Teamfindung war einfacher als angenommen und Torsten war überglücklich und überrascht, wie viele Personen aus seinem Freundeskreis und dem Team Eifel cycling Team Northwave bereit waren ihre wertvolle Freizeit für ihn zu opfern und ihn unterstützen wollten!

Torstens Begleitcrew

Mario Peters (aka Muschi) , Andrea Kabil, Torstens Vater Rolf Weber, Ingo Manteufel, Helmut Wolf, Frank Reiferscheid, Andreas Ronig und Hanspeter Schumacher von hape-bikes.de.
Ein großes Team, was jedoch auch notwendig ist. Anders als beim 24h Rennen mit einem zentralen Versorgungspunkt, ist beim Race across Germany nonstop ein Autofahrer notwendig. Des Weiteren muss ein weiterer Mitfahrer Torsten verpflegen, während ein weiterer Mitfahrer zum navigieren abgestellt sein muss. Darüberhinaus muss die Crew um die 48 Stunden pausenlos arbeiten, so dass alleine diese drei Positionen doppelt besetzt sein müssen.

Die Crew samt Begleitfahrzeug werden wir in unserem Blog auch noch vorstellen.

Community finanziert Projekt RAG 2018

Das Projekt ist aber nicht nur mit enormen Trainingsaufwand und Menpower verbunden, sondern auch richtig teuer. Torsten startete im Vorjahr eine Crowdfunding Kampagne, um einen Teil der Kosten abzudecken: Mit Erfolg!
Um den Anreiz für das Spenden zu erhöhen konnte er von einigen Firmen und Sponsoren Produkte und Dienstleistungen ergattern. Diese wurden als Prämien für die Spender in das Crowdfunding integriert.
Torsten war überwältigt von der Resonanz und des Erfolges der Aktion. Innerhalb von 7 Tagen wurde eine Spendensumme von 2270€ von insgesamt 46 Unterstützern erreicht! Wahnsinn!

Was kommt als Nächstes?

Für Torsten hoffentlich das Race across America, aber eiogentlich wollte ich dir damit die kommenden Artikel über die Race across Germany Berichterstattung schmackhaft machen.
Ich möchte euch in den nächsten Artikeln Torsten Rad für das Race across Germany vorstellen. Ich gehe der Frage nach, warum Torsten nach seinem Erfolg auf dem Mountainbike wieder zurück auf die Straße wechselt. Außerdem wird das Thema Training sehr konkret bearbeitet werden und natürlich steht auch eine Podcast Episode mit Torsten an.
Hast du Fragen? Möchtest du etwas anderes über Torsten und das Race across Germany wissen? Mach mit und schicke uns deine Vorschläge per Kommentar, auf Twitter oder Facebook. Torsten wird sich freuen und ich mich auch.

Torsten Weber 1100km nonstop durch Deutschland

Torsten Weber ist Mountainbiker und Ultracyclist. Im Sommer wird er beim Race across Germany eine neue Herausforderung annehmen und auf der 1100km langen Strecke von Flensburg nach Garmisch Patenkirchen um die Qualifikation für das legendäre Race across America kämpfen. Wir werden ihn auf seinem Weg begleiten.
Denke ich an Ultraccyling und Mountainbike, dann kommen mir sofort 24 Stunden Rennen in den Sinn. Erst dann folgen die Langstreckenklassiker Tour Divide über 4000km durch Kanada und USA bis nach Mexiko oder der Tuscany Trail über 530km durch Italien.
Auf dem Rennrad ist das Race across America legendär, Christoph Strasser begeisterte hier in den vergangenen Jahren mit seinen Rekordfahrten genauso wie Pierre Bischoff, der 2016 als erster Deutscher das Rennen gewonnen hat.
In Deutschland sind das Race across Germany Flensburg und die kleine Schwester das Race across Germany Aachen die beiden bekanntesten Rennformate und von der Ultra Marathon Cycling Association anerkannt.

Torsten Weber beim Race across Germany Flensburg

Ende Juni wird sich Torsten Weber von Flensburg auf den 110km langen Weg nach Garmisch Patenkirchen begeben und Coffee & Chainrings wird Torsten auf seinen Weg in der Vorbereitung begleiten.
Torsten Weber
Torsten konnte ich in den vergangen Jahren bei 24h Mountainbike Rennen an der Spitze etablieren. 2017 gewann er u.a. eindrucksvoll die Night on Bike und die inoffizielle deutsche Meisterschaft am Alfsee.
In diesem Jahr sucht er eine neue Herausforderung und hat sie mit dem Rae across Germany gefunden. Wir werden in den nächsten Beiträgen noch genügend auf die Motivation, Herausforderung und Ziele für Torsten eingehen.
Ich bin bemüht alle zwei Wochen über Torstens Fortschritte zu berichten. In Zukunft werde ich alle zwei Wochen Mittwochs ein spannendes Thema zum Rae across Germany herauspicken. Ich werde euch über Torstens Training berichten, aber auch über seine Ernährung, die logistische Herausforderung, das Team dahinter etc.

Race across Germany

Bevor ich aber richtig ins Thema einsteige möchte ich dir erst einmal das Race across Germany erklären. Die meisten haben bestimmt vom RAG gehört aber selten stand das Race across Germany im Zentrum einer fortwährenden Berichterstattung.
Das Race across Germany ist ein 1100km langes Zeitfahren. Windschatten fahren ist nicht erlaubt. Von Flensburg ins Olympiastadion von Garmisch warten im letzten Drittel einige harte Steigungen, so dass neben der langen Strecke auch 7500hm zu bewältigen sind.
Es darf sowohl ein Zeitfahrrad als auch ein gewöhnliches Rennrad verwendet werden. Radwechsel sind erlaubt. Das Regelwerk im Detail gibt es hier.
Torsten wird das Rennen mit einem Supportteam bewerkstelligen, d.h. er wird von einem Auto begleitet. Das Auto fährt stets hinter Torsten oder weit voraus, um Torsten während der Fahrt zu versorgen.
Entlang der Strecke gibt es sog. Timestations. Hier wird bei Erreichen eine SMS an den Veranstalter geschickt. Die Strecke ist in einer Roadmap festgehalten und muss wie beschrieben abgefahren werden.

Fazit

Torsten hat seine Teilnahme am Race across Germany durch eine Kickstarter Kampagne finanziert und die nötigen finanziellen Mitteln von über 2000€ erreicht.
Ich habe die Kampagne verfolgt und war begeistert. Lange habe ich überlegt, wie ich Torsten unterstützen kann und habe dann gemeinsam mit Torsten entschieden eine Serie zur Vorbereitung über das Race across Germany zu schreiben.
Torsten ist ein herausragender Sportler mit großen mentalen Stärken. Ich konnte mich davon selbst bei der Night on Bike überzeugen.
Ich freue mich über „mein Ultracycling Vorbild“ berichten zu können und Torsten ein Stück weit bei seiner Vorbereitung zum Race across Germany zu begleiten und damit Einblicke in ein Training zu erhalten von dem ich noch viel lernen kann.