UCI CYCLING E-SPORTS WELTMEISTERSCHAFT 2020

Mit einem Paukenschlag eröffnet Zwift die neue Wintersaison 2019/2020 und kündigt die erste UCI Cycling E-Sports Weltmeisterschaft für das kommende Jahr an. Gemeinsam mit dem Radsport Weltverband wird eine neue Radsport Disziplin geschaffen.

Ein Computerspiel kooperiert mit dem Radsport Weltverband und etabliert damit E-Sport im Radsport mit der neuen Disziplin, die ab 2020 auch in einer offiziellen WM den Träger des virtuellen Regenbogentrikots ermittelt.

Im ersten Moment war für mich als Zwifter die Freude groß, allerdings betrachte ich das nach einigen teaminternen Diskussionen und etwas Abstand anders. Immerhin müssen bei Zwift auch allerhand Daten gespeichert werden, wie Watt, Gewicht, Spielzeit und Co und die Sportler sind auch gleichzeitig Kunden und zahlen monatlich ihren Preis.

Sicherlich wird die Kooperation mit der UCI zur Professionalisierung des E-Sports beitragen aber auf der anderen Seite nimmt die UCI mit der Kooperation mit Zwift damit auch alle anderen kleinen Programme diese Möglichkeit. Es ist schwierig, wenn der Radsport Weltverband mit einer Applikation kooperiert, um offizielle Meisterschaften auszurichten.

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UCI kündigt Mega Radsport-WM 2023 an

Bereits die European Championships in Glasgow sorgten in Deutschland für eine größere mediale Präsenz der Randsportarten wie Radsport mit der angekündigten Mega Radsport-WM plant die UCI 2023 in Schottland eine Weltmeisterschaft mit 13 Disziplinen, die dann alle vier Jahre stattfinden soll.

Die Mega Radsport-WM wurde schon länger angekündigt, jetzt hat der Radsport Weltverband die ersten Details zu der ersten Austragung der Weltmeisterschaft von 13 Radsport Disziplinen.

In Glasgow / Schottland findet 2023 die Mega-WM statt, die medial den Radsport präsenter machen soll. Auf der einen Seite ein lukratives Geschäft und viel Aufmerksamkeit auch für die Mountainbike Disziplinen MTB Cross-Country, Downhill, Marathon und Eliminator, denen in den großen deutschen Sportmedien selten Beachtung geschenkt wird. Andererseits zeigte bereits die Austragung der EM im Sommer während der European Championships, dass dieser Kompromiss auch seine Nachteile mit sich bringt. Der Kurs war wenig spektakulär und aufgrund der Terminierung mitten in der Woche auch schlecht besucht.

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UCI Cyclocross Weltmeisterschaft Tag 2 #Valkenburg2018

Greift Topfavorit Mathieu van der Poel bei der UCI Cyclocross Weltmeisterschaft heute nach den Sternen? Oder kann der amtierende Weltmeister Wout van Aert die große Lücke schließen? Toon Aerts aus Belgien hatte beim vergleichbaren Koppenbergcross auch eine tolle Leistung gezeigt. Wir berichten heute Live vom zweiten Tag der Cyclocross Weltmeisterschaft in Valkenburg.
Was war das für ein Tag gestern? Wir konnten drei hervorragende Cyclocross Rennen ansehen, die die Sportart authentisch wiedergegeben haben. Der Kurs ist technisch sehr schwer und extrem fordernd, der nasse Untergrund sorgt für ein unkalkulierbares Risiko. Ich bin gespannt, wie die Favoriten im Männerrennen mit dem bis dahin völlig zerpflügten Kurs umgehen.

Favoritensiege, starke Briten und eine Überraschung

Im ersten Rennen des gestrigen Tages bei der UCI Cyclocross Weltmeisterschaft konnte sich überraschend Ben Tullet (Großbritannien) vor Thomas Kopecky (Tschechien) durchsetzen. Der große Favorit Loris Roullier (Schweiz) musste nach Sturz alle Hoffnungen begraben und wurde 16. Ryan Kamp sorgte mit dem dritten Platz für die erste Medaille für Oranje, während Tom Lindner aus Deutschland überraschend 4. wurde.
Auch im zweiten Rennen war eine Britin vorne. Die Topfavoritin Evie Richards setzte sich eindrucksvoll gegen ihre Mitstreiterinnen durch. Selbst ein technischer Defekt und eine halbe Runde mit dem kleinsten Gang (und einer Kadenz von über 120rdm) konnten die Verfolgerinnen nicht ausnutzen. Evie Richards siegte sensationell und verausgabte sich derartig, dass sie nach dem Rennen kurzzeitig das Bewusstsein verloren hatte, um kurze Zeit später voller Freude Interviews zu geben. Ceylin Del Carmen Alvarado sorgte mit Rang 2 für die zweite Oranje Medaille, während Nadja Heigl (Österreich) am Ende die Löcher zugefahren hat und überraschend Dritte wurde.
Mit Spannung haben wir das Rennen um die Cyclocross Weltmeisterschaft der Frauen erwartet und wurden belohnt. Lange Zeit gab es einen Kampf um die Spitzenposition, die Führung wechselte häufig. Am Ende konnte Sedanne Cant aus Belgien ihren Titel verteidigen, die Amerikanerin Katherine Compton hielt lange dagegen, musste sich aber am Ende mit Rang 2 begnügen. Lucinda Brand (Niederlande) sorgte auch im dritten Rennen für eine Podest-Platzierung für Oranje.
Elisabeth Brandau sorgte mit ihrem fünf Jahre alten Crosser für die größe Überrschung des Tages. Aus der letzten Startreihe kam sie von Runde zu Runde besser ins Rennen und kämpfte sich bis auf Platz 5 nach vorne. In der letzten Runde fuhr sie sogar die Bestzeit. – YEAH!
Die Zusammenfassungen der WM-Rennen findet ihr in unserem Beitrag von gestern.

Wer die WM gewinnen will, muss Mathieu van der Poel schlagen

Heute geht das WM-Trikot nur über Mathieu van der Poel, der in dieser Saison den Weltcup dominierte. Rechtzeitig vor der Cyclocross Weltmeisterschaft meldet sich aber auch Titelverteidiger Wout van Aert zurück, der den Abstand zu Poel verkürzte. Kommt es doch zu einem spannenden Duell im Rennen der Herren?
Der Belgier Toon Aerts konnte beim Koppenbergcross unter ähnlichen Bedingungen die Spitze in dieser Saison halten. Laurens Sweeck darf man auch noch zum engeren Favoritenkreis zählen.
Ich freue mich schon sehr auf das Rennen ab 15 Uhr. Auf unserem Instagram Account kannst du heute meine Impressionen mitverfolgen. Wenn möglich auch mit Livebildern vor Ort mit Eindrücken von der Crowd.

11 Uhr: UCI Cyclocross Weltmeisterschaft u23 Männer

15:00 Uhr UCI Cyclocross Weltmeisterschaft Herren


Das Männerrennen wird ab 15:00 auf Eurosport 2 im Free-TV übertragen. Der YouTube Kanal mit dem offiziellen UCI Livestream unterliegt daher einem Geoblocking.

Cyclocross Weltmeisterschaft 2018 Strecke

UCI Cyclocross Weltmeisterschaft

UCI Cyclocross Weltmeisterschaft Tag 1 #Valkenburg2018

Um 11 Uhr beginnt in Valkenburg die Cyclocross Weltmeisterschaft 2018. Heute stehen die Junioren, u23 Frauen und Frauen Rennen an. Morgen beginnt der zweite Tag der Weltmeisterschaft mit dem u23 Männer Rennen und dem Herren Rennen zum Abschluss der WM. Wir haben im Coffee & Chainrings Blog alle Livestreams für dich.
In Kürze startet das Junioren Rennen der Cyclocross Weltmeisterschaft 2018 in Valkenburg am Cauberg. Ab 13 Uhr fahren die u23 Frauen und um 15 Uhr geht es für die Frauen um das begehrte Regenbogen Trikot. Auf Twitter haben wir bereits ein paar Eindrücke für dich geteilt.
Heute haben wir mit @Vegbulli ein Schaf vor Ort, morgen werden wir selbst Live von der Cyclocross WM berichten. Heute Abend fassen wir den ersten Tag zusammen.
*Update*
Starke Briten. Im Junioren und u23 Frauenrennen konnten die Briten überzeugen. Dabei ging die Britin Evie Richards weit über ihre Grenzen hinaus und verlor unmittelbar nach dem Sieg kurzzeitig das Bewusstsein vor Anstrengung.
Im Rennen der Frauen wechselte die Führung in den ersten Runden häufig, ehe Sanne Cant sich absetzen und überraschend deutlich ihren Titel verteidigen konnte. Elisabeth Brandau fuhr auf einem fünf Jahre alten Crosser mit Felgenbremsen aus der letzten Startreihe unter widrigsten Bedingungen auf den fünften Platz. Famos.

11 Uhr Cyclocross WM Junioren

13 Uhr Cyclocross WM u23 Frauen

15 Uhr Cyclocross WM Frauen


*Update*
Das Frauenrennen wird ab 15:00 auf Eurosport 2 im Free-TV übertragen. Daher Geoblocking des offiziellen UCI Livestreams.

Cyclocross Weltmeisterschaft 2018 Strecke

UCI Cyclocross Weltmeisterschaft

Doping, Motordoping und ein Bauernopfer?

Gestern wurde das Urteil der UCI im Fall des Motordopings von der 23jährigen Femke van den Driessche bekannt gegebenen. Ihre Meisterschaftstitel wurden aberkannt, zudem gibt es 6 Jahre Sperre und 20.000 Franken Strafe. Bei dem Urteil blieb mir die Spucke weg.
Vorweg und ganz grundsätzlich möchte ich feststellen, dass ich mich nicht für Doping ausspreche und den Betrug von Femke van den Driessche auch nicht relativieren möchte. Aber die Verhältnismäßigkeit scheint hier völlig verloren gegangen.
Doping
Bereits gestern äußerte ich mich auf unserem Facebook Kanal, den ihr gerne liken dürft, über das Urteil und konnte schon dort meine Empörung nicht verbergen. Mit etwas Abstand ist diese eher gestiegen als gesunken.

Femke van den Driessche ein Bauernopfer

Mir scheint es, als wolle die UCI im ersten (aufgedeckten!) Motordoping Skandal der Radsport Geschichte ein Exampel statuieren und mögliche Nachahmer (oder Vorahmer) abschrecken.
Die Leidtragende in diesem Fall ist Femke van den Driessche, 23 Jahre jung und am Ende ihrer Radsport Karriere.
Sicherlich hat sie betrogen und ihre Aussagen scheinen immer unglaubwürdiger. Sie habe von dem Motor nichts gewusst aber unter ihrem Lenkerband war die Schalteinheit versteckt. Böse. Und der Betrug gehört bestraft. Keine Frage aber…

Femke van den Driessche hat gelogen

Sechs Jahre Sperre ist mir doch trotzdem sehr hochgegriffen. Denn die Sperren für Blutdoping, EPO, Testosteron und Co. sind doch allesamt niedriger, insbesondere beim ersten Vergehen.
Das Femke van den Driessche das Motordoping nicht zugegeben sondern abgestritten hat macht die Sache für mich keineswegs schlimmer. Noch heute sind Radsportler wie zum Beispiel Jan Ullrich in der Szene aktiv und angesehen, obwohl sie selbst Ihre Doping Vergangenheit bis heute nicht aufgedeckt sondern verschwiegen haben und zu Beginn ebenso abgestritten haben und von alledem nichts gewusst haben wollten.
Fehlende Ehrlichkeit darf man moralisch zweifelhaft finden aber im Strafmaß fand das bisher nie Berücksichtigung.

Femke van den Driessche hat betrogen

Motordoping ist Betrug und kein Doping habe ich häufig in den Kommentaren gelesen.
Das mag sein. Aber Doping ist auch Betrug und damit schließt sich für mich der Kreis für das Strafmaß.
Ich finde sogar, dass man Femke van den Driessche zu gute halten kann, dass sie nicht ihren Körper geschadet hat. Denn Motordoping hat zumindest keine körperlichen Spätfolgen, die man zumindest bei EPO, Blutdoping und Co. nicht ausschließen kann.
Betrug wird es im Sport immer geben, insbesondre dort wo der Lebensunterhalt mit dem Sport verdient wird. Da muss man sich keine Illusionen machen. Aber dann doch lieber mit Motordoping und ohne Gesundheitsrisiko, zumal laut UCI Motordoping mit einem iPad ja ganz einfach nachzuweisen sei.

Die Angst vor dem Motordoping

Warum dann eine derart hohe Strafe? Vielleicht weil Motordoping doch nicht so einfach nachzuweisen ist, wie die UCI behauptet?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Femke van den Driessche die erste Sportlerin im Leistungssport ist, die mit einem Motor unterwegs war. Was eine belgische U23 Fahrerin probiert, dass haben bestimmt auch längst die Elite-Fahrer im Rennrad und anderen Disziplinen probiert. In der Vergangenheit gab es immer wieder Verdachtsmomente.

Fragwürdiges Strafmaß

Motordoping bedeutet sechs Jahre Sperre, ein doppelt so langes Strafmaß wie beim gesundheitsgefährdenden Blut-, EPO- oder Testosteron Doping? Absolut unverständlich für mich und das falsche Signal im Anti-Doping Kampf.
Die Geldstrafe kann ich gar nicht einsortieren, klingt für mich aber ebenso extrem hoch, da Femke van den Driessche als U23 Fahrerin und Frau bestimmt keine Millionen mit dem Radsport verdient hat.
Und warum ihr die Titel aberkannt werden verstehe ich nicht. Gibt es Anhaltspunkte oder einen konkreten Verdacht, dass sie dort ebenfalls einen Motor benutzt hat?
Hat Jan Ullrich seine Titel (Zeitfahren etc.) alle aberkannt bekommen? Oder Lance Armstrong? Oder die anderen Doper alle? Das die Tour Siege aberkannt wurden ist mir bekannt aber auch andere Tutel? Ohne konkreten Beweis für Doping? Ich glaube nicht. Warum bei Femke van den Driessche?

Fazit

Für mich ist Femke van den Driessche ein Bauernopfer. Während die Elite Männer nach kurzen Dopingsperren wieder im Peloton Willkommen sind, ist die Karriere für Femke van den Driessche beendet, ehe sie begonnen hat. Welche Rolle es spielt, dass sie eine Frau und Junioren Fahrerin ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht fiel das Urteil deswegen so hart aus, weil der Frauen Radsport (und die U23) sowieso weniger Beachtung finden. Weniger Geld verdienen sie ohnehin.
Wie man mit dem Motordoping in Zukunft verfährt, werde ich mit Spannung verfolgen. Ich finde härtere Strafen solang unangemessen, wie Doping Sündern die ihren Körper manipulieren mit geringeren Strafen davon kommen und später rehabilitiert sind.

Mountainbike Weltmeisterschaft in Pietermaritzburg

Am Montag hat die Mountainbike Weltmeisterschaft in Pietermaritzburg begonnen. Zum ersten Mal wird die Weltmeisterschaft in Südafrika ausgetragen, dabei ist der Cross Country Parcours seit Jahren fester Bestandteil des UCI Mountainbike Worldcups und gehört zu den anspruchsvollen und schönsten Strecken des Jahres. Ab heute starten die Wettkämpfe im Cascades MTB Park.
Die Staffel eröffnet
Mit dem Staffelrennen beginnen die Wettkämpfe der Cross Country Piloten. Das als Beiwerk angesehene Staffelrennen wird von den Profis trotzdem sehr gemocht, für jeweils eine Runde gehen die vier Piloten einer Mannschaft auf den Cross Country Parcours. Die deutschen Medaillen Hoffnungen in diesem Rennen sind verschwunden, nach dem Sabine Spitz verletzt ihre WM-Teilnahme absagte. Hanna Klein (Lexware-Rothaus) wird Spitz ersetzen und gemeinsam mit Markus Schulte-Lünzum (Focus XC), Lukas Baum (Fiat-Rotwild) und Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) das deutsche Team bilden. Die größten Chancen auf das Podium rechnen sich die Franzosen, Italiener und die Schweizer Mannschaften aus.
Ein deutscher Titel beim u23 Rennen?
Im u23 Rennen am Freitag ab 15.15 Uhr gehört Markus Schulte-Lünzum (Focus XC) zum engeren Favoritenkreis. Der Halterner führt den UCI World Cup an und konnte im Frühjahr bereits das Rennen im Cascades MTB Park für sich entscheiden.
Die Elite am Samstag
Die Elite Rennen werden dann am Samstag ausgetragen. Bei den Damen (12:30 Uhr) erwartet man ein enges Duell zwischen den UCI World Cup Führenden Tanja Zakelj, Katerina Nash und Eva Lechner. Jedoch darf man auch die norwegische Rekordmeisterin Gunn-Rita Dahle nicht vergessen, die zu Titelkämpfen immer in besonderer Form ist. Bei den Herren (15:00) darf man mit Manuel Fumic (Canondale Factroy Racing) auf eine deutsche Top 10 Platzierung hoffen und sich das erste deutsche Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft wünschen, dafür müssten aber andere Favoriten im Rennen patzen. Nino Schurter und Julien Absalon sind in bestechender Form und werden das Rennen unter sich aus machen. Ralph Näf und Jose Antonio Hermida wären zwei Fahrer, die Manuel Fumic für den dritten Platz schlagen müsste.

Steinfeld im Cascades MTB Park
Steinfeld im Cascades MTB Park (Bildquelle)

Eliminator Sprint
Mit dem Debut des Eliminator Sprints wird am Sonntag die Weltmeisterschaft abgeschlossen. Die kurzen Rennen mit vier Fahrern gegeneinander sind nett anzusehen und versprechen Hochspannung. Neben einem starken Antritt wird eine gute Fahrtechnik und ein wenig Glück nötig sein, um in dieser Disziplin zum ersten Mal Weltmeister zu werden. Ein historischer Moment!
Neben den für mich interessanten Disziplinen Cross Country und Eliminator Sprint werden auch die Titel im Four Cross, Trial und Downhill vergeben. Informationen gibt es u.a. auch auf der offiziellen Homepage der UCI Mountain Bike and Trials World Champs.
WM Zeitplan:
Mittwoch, 28. August
16 Uhr Team-Relay
Donnerstag, 29. August
09.30 Uhr Juniorinnen
11.30 Uhr Junioren
Freitag, 30. August
13.00 Uhr U23 Damen
15.15 Uhr U23 Herren
Samstag, 31. August
12.30 Uhr Elite Damen
15.00 Uhr Elite Herren
Sonntag, 01. September
09.45 Uhr Eliminator Sprint Qualifikation
11.00 Uhr Eliminator Sprint Finalläufe

Lance Armstrongs Doping Geständnis Teil 2

Der erste Teil des Interviews von Winfrey Oprah brachte keine wirklich neuen Erkenntnisse, ausgenommen Lance Armstrongs öffentliches Bekenntnis über seine jahrelangen Doping Praktiken. Der zweite Teil, des im Vorfeld viel zu stark aufgeplusterten Interviews, greift auch keine offenen Fragen auf und widmet sich eher den familiären Verhältnissen Armstrongs als den sportpolitischen Zusammenhängen.
Lance Armstrong darf, ohne kritisches Hinterfragen, seine Lebenslangesperre wegen Dopings mit der Todesstrafe gleichsetzen und drückt gewaltig auf die Tränendüse, dass er mit 50 Jahren nicht einmal mehr den Chicago Marathon laufen dürfe. Oprah geht auch nicht weiter darauf ein, dass Armstrong nach wie vor beteuert ein sauberes Comeback abgeliefert zu haben, obwohl er auch 2009 weiterhin enge Bindungen zu seinen alten (Doping)Betreuern pflegte und Dr. Michele Ferrari hunderttausende Dollar überwiesen hat.
Umso stärker rücken Armstrongs Verluste in den Vordergrund. Er redet von dem 75 Millionen Dollar Tag, als Nike und Co. ihre Sponsorenverträge kündigten. Viel zu privat wird es, als Lance Armstrong davon erzählt wie er seinen Kinder eingesteht, dass er gelogen hat. Auf Eurosport wird unter den Titel Todesstrafe, Dämonen und viele offene Fragen das Interview kritisch zusammengefasst. Weiterlesen

Lance Armstrongs Doping Geständnis Teil 1

Was wurde im Vorfeld viel über dieses Interview zwischen dem geläuterten Lance Armstrong und Talkshowqueen Oprah Wimfrey spkuliert. Lance als Vorreiter einer neuen Anti Doping Bewegung, die der UCI kräftig gegen den Karren fährt. Folgende Gerichtsverfahren gegen die sportlichen Leiter und Verbandsfunktionäre. Wer jetzt wach blieb, um sich den ersten Teil des Interviews live anzusehen, wurde jedoch enttäuscht. Meine Entäuschung nicht so lange wach bleiben zu können, hielt sich jedenfalls heute morgen in Grenzen. Man hat nichts verpasst und der UCI Klüngel kann vorerst durchatmen.
Trotzdem kam bei seinem Geständnis mehr, als seinerzeit von Jan Ullrich. Lance hat jemanden betrogen, nämlich eine Menge Menschen. Und gedopt hat er auch. Zudem war er als Teamleader in die Doping-Prozesse des Teams eingebunden. Blutdoping, Epo, Testosteron – alles zugegeben. Kein Tour de France Sieg war dopingfrei. Er habe sich aber nicht als Betrüger empfunden, das Wort Täuschung habe er sogar im Wörterbuch nachgeschlagen und festgestellt, dass es zu der Zeit um Chancengleichheit und nicht um Täuschung ging. Doping gehörte dazu, wie das Befüllen der Trinkflaschen und Aufpumpen der Reifen. Ein schlechtes Gewissen hatte er zu der Zeit nicht, erst jetzt sieht er langsam das Ausmaß seines Betrugs und das tut ihm leid.
Seit seinem Comeback will Lance Armstrong nicht mehr gedopt haben, vielleicht hatte er auch nur die falschen Mittelchen? Wer weiß das schon. Weiterlesen