Power2Max NG Powermeter

Heute möchte ich dir meinen neuen power2max NG Powermeter vorstellen und erklären, warum die Wahl auf das deutsche Unternehmen gefallen ist und ich in Zukunft auf einen spiderbasierten Powermeter setze statt auf die linksseitige Kurbelmessung.
Nach wie vor bin ich mit der Funktion und der Genauigkeit meiner 4iiii Powermeter sehr zufrieden. Mittlerweile gibt es auch von 4iiii beidseitige Powermeter, jedoch passen mein Canyon Lux und der 4iiii Powermeter nur bedingt zusammen. Der Kurbelarm muss äußerst links auf der linken Seite montiert werden und geht dann gerade so am Hinterbau Lager vorbei. Auf lange Sicht ein No-Go, technisch kann 4iiii das Problem nicht lösen. Ich sondierte den Markt aufs Neue. Weiterlesen

Der erste Trainingserfolg #wemboFinale

Nach meinem ersten Beitrag zum Trainingsstart 2017 waren die Ziele für die letzten beiden Wochen formuliert und die ersten Erfolge konnte ich verzeichnen. Nach vier Wochen Training habe ich mich wieder an die Trainingsbelastungen gewöhnt und bereits ein paar Highlights erfahren. Noch befinde ich mich am Anfang einer langen Saison aber ich merke, dass ich den richtigen Weg gewählt habe und im flow bin.
wembo 24 Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft Finale Ligure 2017

Kraft Training im Fokus

Vier Mal stemmte ich in den vergangenen beiden Wochen Gewichte im Studio, jeweils einmal mit dem Schwerpunkt Oberkörper (gemeinsam mit Trainer Thorsten) und einmal für die Beine.

Kraftausdauer für die Beine

Das Beinkrafttraining läuft derzeit ohne großen Kraftaufwand, sondern viel mehr über die Ausdauerleistung mit 20-30 Wiederholungen bei 3-5 Sätzen. Bei den Squats habe ich das Gewicht auf 60kg (30 Wiederholungen) bzw. 65kg (20 Wiederholungen) auf einem Trainingsstand entsprechendem Niveau. Die Übung kann ich sauber ausführen und die Tiefe ist deutlich unter 90 Grad. Als Vorstufe auf das Maximalkraft Training im Januar arbeite ich zum Abschluss der Ausdauersätze mit 10 Wiederholungen und 85-90kg Gewicht. Ziel sind in der Vorbereitung auf das Maximalkraft Training 10 Wiederholungen bei 100kg.
Kreuzheben fällt mir derzeit noch etwas schwerer, insbesondere mein linker Arm schwächelt in der Zugphase selbst bei geringen Gewichten. Mit drei Sätzen und jeweils 15 Wiederholungen bei 40-55kg liege ich gerade unter meinem Trainingsniveau, der Rückenstrecker ist aber auch Teil des Oberkörpertrainings mit Thorsten.
An den Geräten geht es zum Abschluss dem Beinbeuger, Beinstrecker und der Wadenmuskulatur an den Kragen. Der Vorteil von geführten Geräten ist die Fokussierung auf die Ausführung, die dann auch einbeinig ohne Verletzungsrisiko möglich ist. Mit 25-30kg je Bein habe ich bereits erste Verbesserungen im Vergleich zur letzten Saison erzielt.
Mit Kurzhanteln und Ausfallschritten arbeite ich in der Warm Up Phase an meiner Stabilität in den Gelenken. Zum Abschluss des Beintrainings fordere ich mit Turkish get up noch einmal den ganzen Körper. Insbesondere die Phase in der Brücke ist dabei ein wahrhaftiger Genuss. Halteübungen für den Bauch runden das Training ab.

Bis ans Limit mit Thorsten

Während das Beinkraft Training durchaus auch zwei Stunden beanspruchen kann, bin ich mit Thorsten deutlich früher fertig. Allerdings heißt das nicht, dass wir weniger machen. Thorsten nimmt seinen Auftrag ernst und arbeitet mit mir extrem hart an meine Defiziten in der Rumpfkraft. Die Erfolge sind klein aber für mich wahrnehmbar, wie zum Beispiel die problemlose Durchführung des Planking Swimmers oder Verbesserung in der Schnellkraft beim Bankdrücken.
Nach dem Warm Up heißt es bei Thorsten immer Brust, Schulter, Rücken und Bauch bis der Pump so krass ist, dass ich platze 😀 Thorsten nimmt keine Rücksicht auf Gefühle und der Schmerz ist mein Erfolg, er holt noch drei weitere Wiederholungen aus mir heraus, wenn ich alleine die Hantel schon längst in die Ecke geworfen hätte.
Wir arbeiten sehr abwechslungsreich im Bereich der Maximalkraft und immer so lange bis mein Muskel das arbeiten völlig einstellt. Spätestens dann, wenn man sich aus de negativ Punkt der Liegestütz nur noch wenige Zentimeter hochdrücken kann ist alles vorbei.
Entgegen der Trainingslehre folgt zum Abschluss ein Stabilitätsblock. Eigentlich müsste dieser voran gestellt werden, um besser von der Explosivität und Koordination zu profitieren. Allerdings ist meine Muskulatur im Rumpf nicht stark genug, um im Anschluß daran dann im Maximalbereich zu arbeiten. Der Erfolg gibt Thorsten Recht.

Sweet Spot Training auf dem Rad

DasRadtraining läuft auch in meiner gewohnten Kontinuität, allerdings nach wie vor in reduzierten Umfängen. 4 bzw. 5 Radtage mit 11 Einheiten standen in den vergangenen beiden Wochen auf dem Programm. Einzig meine Recovery Einheit am letzten Montag habe ich bewusst ausgelassen und stattdessen auf passive Regeneration gesetzt.
Im Fokus des Radtrainings liegt die Arbeit im Sweet Spot Bereich bei 80-95% meines Leistungsvolumens. Und hier zeigen die letzten vier Einheiten einen klaren Trend. In der vorletzten Woche standen zwei TE mit 2×20′ SST auf dem Plan: Die erste Einheit (07.11) war mit 183/189 Watt relativ schwach, allerdings hatte ich auch eine Nachtbereitschaft in den Knochen und Training am Nachmittag ist noch nicht meine Stärke. Am 12.11 sah es viel besser aus und ich konnte mit 196 Watt und 230 Watt meine Werte des CP20 Tests egalisieren. Letzte Woche standen ebenfalls zwei weitere SST Intervalle auf dem Plan, allerdings in der Variation 4/5×10′. Durchweg 200+ Watt war meine Zielsetzung für die insgesamt neun Intervalle.
Am 16.11 konnte ich die Intervalle sehr konstant mit 204/203/209/204 Watt fahren, obwohl ich durch das Beinkraft Training am Tag davor schwere Beine hatte. Am Samstag dann der erste echte Trainingserfolg, den ich habe nicht nur fünf Mal 200+ Watt getreten (und damit mein Ziel erreicht), sondern mit 210/226/222/236/242 mein Leistungsniveau weiter angehoben.

Kräftig durchatmen, SST Intervalle sind anstrengend.
Kräftig durchatmen, SST Intervalle sind anstrengend.

Besonders genieße ich den Fortschritt im Pacing, das ich mit zunehmender Intervallzahl meine Leistung halten bzw. noch steigern kann. Bei meinem zweiten Leistungspeak im September konnte ich über 10′ 300 Watt erreichen, sank aber im zweiten und dritten Intervall auf 285, 270 Watt ab.
Dank Grand Canyon AL SLX Kompatibilität werden die Anhänger Toren jetzt auch zum Training mit Leistungsmesskurbel.
Dank Grand Canyon AL SLX Kompatibilität werden die Anhänger Toren jetzt auch zum Training mit Leistungsmesskurbel.

Mein Grand Canyon AL SLX habe ich auch ausgeführt und erste Erfahrungen mit dem Tout Terrain Singletrailer gesammelt. Der einfach Antrieb mit 32×11/42 (also synchron zu einem runden 34er Blatt) ist grenzherig mit Anhänger, wenn es darum geht Steigungen hoch zufahren. Insgesamt kostet der Anhänger gut 50 Watt Extraleistung, in der Ebene schiebt er dafür und reduziert die Leistung. Auf der Halde Hoheward hatte ich trotz miserablem Wetter viel Spaß, auch wenn die Endurance Einheit nach dem Beinkraft Training schwer fiel.

Meine beiden längsten Einheiten (die Sonntagsrunden) in den vergangenen Wochen fielen mit 2:20h und 3:20h kürzer als gewohnt aus. Hatten aber beide genau den notwendigen Reiz und gaben mir jeweils auch einen Push. Während ich Sonntag vor einer Woche mit dem Anhänger die Hometrails unter die Stollen nahm, bin ich gestern kurzerhand (virtuell) nach Frankreich zum Col de la Pierre St. Martin gefahren.
Mit 8h und 9h auf dem Rad lag ich im Soll, auch wenn sich die Trainingsstunden „wenig“ anfühlen sind die Reize spürbar. SST-Training fordert den Körper eben doch ganz anders und der behutsame Umgang mit den Umfängen ist kein Nachteil. Mit 650 und 740 stieg mein TSS in den vergangenen Wochen weiter an.

Fazit

Noch sind es 27 Wochen bis zur Mountainbike Weltmeisterschaft. Und ich werde bestimmt nicht bis Juni so positive Fazits über mein Training ziehen. Es werden Wochen kommen, wo es nicht läuft. Ich werde haderen und es wird auch noch anstrengender werden.
Für den Anfang bin ich aber zufrieden und freue mich über die (messbaren) Erfolge. Über meine ersten 2×30″ Planking Swimmer habe ich mich so gefreut, dass ich se direkt wiederholen musste.
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Ich habe 2017 ein Ziel: Die 24-Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft in Italien, kurz #wemboFinale #24hFinale. Ich möchte euch an der Vorbereitung auf die WM teilhaben lassen.

Trainingstagebuch Woche 32

Endspurt vor den Saisonhöhepunkten. Noch zwei intensive Trainingswochen bis zum Tapering und dann startet auch schon das 24h MTB Rennen im München. #comebackstrongerthanever läuft immer besser und ich komme rechtzeitig in Form. Was auch immer das heißen mag.
mein_trainingstagebuch

3 Trainings in 18 Stunden

Am Montag startete die Woche nach dem langen Wochenende mit guten Trainingskilometern mit einem Ruhetag.
Nach der Arbeit startete ich am Dienstag in eine ziemlich anstrengende Belastungsphasen, denn gleich drei Trainings mit ansteigender Intensität in 18 Stunden warteten auf mich.
Überraschend schnell war ich bereits beim Reggie Ride am Dienstag nachmittag, in den zwei Stunden spulte ich unbewusst einen 30er Schnitt runter bei lockeren 135 Watt im Schnitt.
Ein Gewitter, ein Arztbesuch und zwei Stunden später traf ich Thorsten im Studio zur Beinkraft unter dem Motto alles platt machen. Ich hätte mir meine Wortwahl besser überlegen sollen, denn Thorsten war heißer als das Studio (gefühlt 40 Grad) und vor mir bildete sich ein See aus Schweiß.
Nach extrem tiefen Squats in einer Pyramide 60kg/70kg/80kg/90kg/80kg/70kg/60kg mit anfangs 10 später 6 und am Ende wieder 10 Wiederholungen wechselten wir auf Ausfallschritte mit Langhantelstange und Gewichten. Pausenlos wechselte ich das linke und rechte Beine ab, ebenfalls in einer Pyramide und am Ende wiederholte ich den schwersten Satz mit drei Wiederholungen mit völligen Fokus gleich drei Mal, obwohl ich nach dem ersten bereits fertig war. Völlige Konzentration, totaler Fokus auf den Oberschenkel und ab ging die Post. Ein bißchen muss man Schmerzen mögen bzw. einen positiven Umgang damit finden.
Waden und hintere Overschenkel durften nicht fehlen und um 21 Uhr war ich dann, spätr als sonst, total zufrieden aber hundemüde zu Hause, um dann um 08:20 Uhr wieder auf dem Rad zu sitzen.
Zum Glück hatte ich Ansgar! Was waren meine Beine bleischwer und wie anstrengend die Einheit alleine geworden wäre, möchte ich mir nicht ausmalen. Aber wenn du einen hast, der vorweg das tEmpo hoch hält, dann kannste dich halt darauf voll konzentrieren und weiter anstacheln.

Erste gemeinsame offizielle Teamausfahrt mit Ansgar
Erste gemeinsame offizielle Teamausfahrt mit Ansgar

Es war eigentlich keine Bolzeinheit, gefühlt für mich aber schon. Aber eben nur gefühlt, denn sowohl Puls wie Wattwerte zeigten mir hinterher, dass wir völlig im Rahmen eines Ga1-2 Fahrtspiels agiert haben. 175 Watt im Schnitt. Ansgar, der zwei Trainings weniger in den Beinen hatte, fühlte sich nach der Einheit auch entsprechend besser. Unternehmen 30er Schnitt als Taufe seines neuen Rennrads geglückt. Was ein Glück.
Offiziell werden wir Ansgar auch in der kommenden Woche vorstellen, Training, Urlaub und Arbeit verhinderten leider kurzfristig eine früher Vorstellung.

Ein Besuch beim Arzt

Beim Arzt war ich auch noch, genauer gesagt beim Gastroentlogen bezgl. meiner Leidensgeschichte im vergangenen Vierteljahr. Gemeinsam kamen wir zu dem Entschluss, dass eine Glutenunverträglichkeit, eine Weizenallergie oder eine Glutensesibilität durchaus mit hoher Wahrscheinlichkeit für mein Unbehagen verantwortlich sind.
Alle Symptome sprechen dafür, genauso wie die schnelle Verbesserung nach der Umstellung auf eine glutenfreie Diät.
Schwierig wird der Nachweis, denn dafür müsste ich erst wieder 3-4 Monate täglich Gluten essen, damit die Antikörper bei einer Biopsie nachweisbar wären. Ein Aufwand, der mir ehrlich gesagt zu krass ist.
In zwei Wochen findet die Nachuntersuchung in der Endokrinologie statt, wo ich das Thema ebenfalls ansprechen und mir eine weitere Meinung einholen werde. Denn eins ist sicher, dass Übertraining scheidet als Hypothese aus, denn dafür kam die Leistung und das verschwinden der Symptome einfach zu schnell.

Urlaub & Training in den Alpen

Seit Samstag schnuppere ich Höhenluft am Weißensee in Kärnten und habe hier bereits 9 Stunden auf dem Rad verbracht (2 TE) und knapp 175km und 3500hm in den Beinen. Es läuft immer besser, denn Steffi hat mir durchaus einen anspruchsvollen Trainingsplan mitgegeben. Lange und vor allem harte Einheiten (2x 20-30′ All-in) standen auf dem Programm, umso zufriedener bin ich mit der Leistung. 285 Watt über 22min lassen sich sehen, zumal ich auf dem Rennrad mit falschen Sattel (mein ProPo kam leider nicht rechtzeitig aus dem Mileba Service zurück) und nicht perfekter Abstimmung meine Kraft nicht zu 100% entfalten kann.

Kurz hinter Greifenburg. Die Bundesstraße nach Lienz mit den Dolomiten im Hintergrund
Kurz hinter Greifenburg. Die Bundesstraße nach Lienz mit den Dolomiten im Hintergrund

Das ich am Samstag bereits aufs Goldeck gefahren bin ärgert mich ein wenig, denn mit den schweren Autobeinen war auf dem langen Anstieg natürlich wenig Saft in den Beinen und das Ergebnis dadurch weniger aussagekräftig. Ich hätte gerne versucht die Auffahrt mit 250+ Watt in Angriff zu nehmen, funktionierte aber nicht.

Fazit

Eine weitere Trainingswoche mit über 15 Stunden im Gepäck für München. Selbstvertrauen, Motivation und Leistung steigen an, das Gewicht sinkt (auch wegen der verlorenen Haut :D).

In love with the alps. Blick aus der Fewo.
In love with the alps. Blick aus der Fewo.

315km, 4000hm waren es in dieser Woche mit zwei Alpen Tagen. Mal sehen, ob ich nächste Woche die 10000hm knacke. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das Alpe Adria angehen werde. Es gibt zwei Optionen, die beide sinnvoll erscheinen. Entweder als Rennen, ausgeruht und mit Reduzierung der Belastung ab Donnerstag. Oder aber als letzte harte Trainingseinheit in Österreich mit einem eingeschobenen dritten Block.

Trainingstagebuch Woche 26 (25.04-01.05)

Jeden Tag steigt die Vorfreude auf die Saisoneröffnung am kommenden Donnerstag mit dem Sechs-Stunden Rennen in Grembergen. Auch die zweite Woche nach dem Restart mit dem Hashtag #comebackstringerthanever verlief sehr zufriedenstellend und lässt den Optimismus weiter wachsen.
mein_trainingstagebuch
Die wenigen Trainingsumstellungen mit der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung hat es in sich, ich konnte beim Zuwachs meiner Leistung förmlich zusehen. Die Umfänge sind noch nicht da, wo ich wieder hin möchte aber die einzelnen Trainingseinheiten und meine jeweilige Tagesform sprachen in dieser Woche für sich und zauberten mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.
„Hau einen raus“ waren Thorstens heutige Worte zum Abschied nach dem Krafttraining. Ein Satz, der meine derzeitige Stimmung gut trifft. Ich bin bereit, mental und körperlich. Natürlich nicht in Bestform. Aber die Sechs-Stunden von Grembergen werde ich auch aus dem Training heraus fahren. Ein Formtest, wo ich stehe. Und wie ich sitze.
Aprilwetter 2016

Dem Aprilwetter mehrfach getrotzt

In der letzten Aürilwoche zeigte sich das Wetter noch einmal von seiner besten Sorte. Temperaturen deutlich unter acht Grad, Regen und starke Windböen erleichterten die Trainingsbedingungen nicht wirklich.
Nichtsdestotrotz ging es am Montag zum Bergtraining zur Sophienhöhe, fünf Mal 200 Höhenmeter auf 3-5km je nach Strecke. Die mittleren drei Anstiege gab es in intensiverer Form und siehe da, da steckt ordentlich Power in den Beinen. Während ich im März nicht über 280 Watt im CP5 Test kam, konnte ich am Montag sieben Minuten lang 320 Watt halten und meine Segement Zeiten deutlich verbessern. Auch die weiteren beiden Anstiege gingen mit 250 und 270 Watt im Schnitt ziemlich gut, umso steiler desto besser. Ich muss noch an meiner Pace bei niedrigen Steigungen arbeiten, eine Mentalitätsfrage wie ich festgestellt habe. Summasumarum lag ich mit 54km, 1100hm in 2:45h absolut im Soll.
Mehr Ruhe und weniger Stress lautet meine Antwort auf die hohen Cortisolwerte, so dass es am Dienstag kein Training gab. Trotz der vorigen Belastung kam ich aber mit 1600kcal gut über den Tag, so dass ich auch über mein Essverhalten ein positives Feedback bekommen habe. Heißhunger war Anfang April. Punkt.

Am Mittwoch trotzte ich den Regen und spulte ein Ausdauer Einheit unter widrigsten Bedingungen über knapp drei Stunden ab. Bei knapp drei Grad und mehrfachen Regenschauern erreichte ich einen Schnitt von 160 Watt, obwohl ich 50min als MTB4Kids Projekt mit deutlich reduzierten Einsatz absolvierte.
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Am Freitag durfte ichbendlich mal wieder mein Kind im Anhänger durch die Gegend fahren. Mächtig Gegenwind gab es unterwegs, aber gemeinsam mit Ansgar und vielen Gesprächsthemen blieb ich gut im Regenerationsmodus. Das tat den Beinen auch gut, denn Throsten hat an Donnerstag so ziemlich alle Beinmuskeln in die Knie gezwungen.

Am Samstag war ich immer noch nicht erholt, muskulär zwickte und drückte die Wadenmuskulatur und die Oberschenkel fühlten sich auch nicht locker an. Aber insgesamt war ich gewillt eine gute Ausdauerleistung abzuliefern. Und so ließ ich mich ein weiteres Mal ordentlich nass regenen. Mit 167 Watt im Schnitt und einer Normalized Power von 176 fuhr ich sehr konstant. Gegen Ende wurde es fies aber Reserven waren noch vorhanden.
Und was gibt es schöneres nach vier verregneten Tagen auf dem Rad am einzigen Tag Sonnentag der Woche auf dem Balkon 30min die Beine zu lockern? So ist das manchmal.
Mit knapp 11 Stunden in vier einhalb Trainings sind die Umfänge auch in der zweiten Wiedereinstiegswoche reduziert, dafür war die Intensität etwas höher.
Mit 48 Stunden Training im April liege ich zwar knapp 20 Stunden unter meinem Schnitt und 30 Stunden unter meinem Maximum, wenn man aber betrachtet, dass ich fast zwei Wochen nicht trainiert habe, dann relativiert sich das ganze. Insgesamt kam ich auf 850km im April, dadurch bedingt das ich überwiegend mit dem MTB unterwegs war.

Wiedereinstieg ins Kraft Training

Es schmerzt noch immer. Aber auch das zeigt, dass meine Bereitschaft für eine gute Trainingsleistung wieder da ist. Throsten nutzte die Zeit meiner Erkrankung, um sich ein gutes Konzept zum Wiedereinstieg zu erarbeiten. Auf den Punkt gebracht heißt das neue Konzept 10×10.
10 Sätze, 10 Wiederholungen.
Angefangen mit Squats und 60kg (50% von meiner Maximalleistung) auf den Schultern. Damit es auch für den Kopf spannend wird noch folgende Aufteilung: die ersten fünf Sätze 5-2-0, die nächsten vier Sätze 0-2-5 und der letzte Satz 5-2-5. Also langsam runter, halten und explosiv hoch, andersrum und dann einmal ganz langsame Ausführung. Es brennt. Als Pause waren mir zuerst 30 Sekunden, später 60 Sekunden gegönnt.
Das gleiche System gab es dann für die hintere Beinmuskulatur in Form von Kreuzheben. Zuletzt wurden die Waden platt gemacht. Hier merkte ich schon beim achten Satz, dass die Muskeln fertig sind.
Zum Abschluss gab es dann noch einen 12 Minuten HIIT Zirkel mit sechs Geräten und einer dynamischen Übung zum Abschluss, jeweils mit zwei Sätzen über 30 Sekunden mit 10 Sekunden Pause. Nach der Beinpresse, die mir bereits mit 110kg den Rest gab, folgten Beinstrecker, Beinbeuger, Wadenpresse sowie die beiden Übungen für die Adduktoren. Gut das mich bei den Wechselsprüngen am Ende des Trainings niemand gesehen hat. Ich glaube mir fehlte selbst die Kraft um die Fußsohle vom Boden zu lösen.
Aber Hey, es hat extrem viel Spaß gemacht und meine Motivation sprach für sich. Die Schmerzen danach trage ich mit Würde. So gibt es beim Blackroll Training auch wieder kurze Aufschreie wie lang nicht mehr.

Form steigt, Gewicht sinkt

Na das ich diese Zwischenüberschrift mal wieder verwenden darf. Bereits seit zwei Wochen klappt meine Ernährung ziemlich gut. Selbst Experimente mit Kuchen haben geklappt, der war u.a. immer ein Auslöser für Heißhungerattacken. Glutenfrei wie am Sonntag könnte ich beherzt zu schlagen aber ohne danach in einem Fressrausch zu verfallen. Das gibt Selbstvertrauen.

Nicht nur, dass ich keinen Heißhunger mehr verspüre. Viel besser noch. Ich bin nach einer 500kcal Mahlzeit satt. Ein Gefühl, dass ich Anfang April fast gar nicht oder erst nach 3000-4000kcal/Mahlzeit kannte.
So ist das mit der Selbstdisziplin auch wieder einfacher. Und die Kilos purzeln. Mit etwas Glück starte ich mein erstes Rennen der Saison am Donnerstag sub80kg, daran wäre Mitte April mit dem Höchststand von 87kg gar nicht zu denken gewesen. Allerdings ist das Gewicht trügerisch. Denn gerade am Bauch ist der Unfang doch schon ordentlich hoch, bis ich sub80cm Anfang bin, wird es noch eine Weile dauern. Aber ich bin auf dem richtigen Weg!

Volle Fahrt voraus. Du hast alles was du brauchst

In dieser Woche geht es also wieder rund. Volle Fahrt heraus steht hier symbolisch für den Doppelcharakter des Rennens. Voll aus dem Training heraus wie bei einem Aufbaurennen und trotzdem volle Fahrt voraus, um zu sehen wie weit ich komme.
Nach dem Rennen steht im übrigen dann die Regeneration im Vordergrund, denn die Sechs-Stunden werden grenzwertig sein. Drei trainingsfreie Tage mit einer lockeren Laufeinheit nach Gefühl sind ebenso Teil dieser Vorbereitung, die einen anderen Weg eingeschlagen hat als ursprünglich mal geplant.
Nach dieser Woche werde ich definitiv mehr wissen.

#4iiii Precision Powermeter MTB

Knapp vier Wochen benutze ich auch am MTB einen #4iiii Precision Powermeter und anders als am Rennrad tat dieser Precision von Anfang an seine Arbeit unauffällig und gut. Auf dem Rennrad benutze ich bereits seit einem Dreiviertel Jahr den #4iiii Precision Powermeter und nach anfänglichen Schwierigkeiten und geringeren Batterielaufzeiten könnte das Gerät immer mehr überzeugen. Fotos gibt es hier und hier.
Aus diesem Grund gab ich zum Saisonende #4iiii eine zweite Chance, um auch mein Mountainbike mit einem Powermeter auszustatten. Obwohl ich kurz vor der Transalp eigentlich mit dem Thema abgeschlossen hatte.
#4iiii hatte große Probleme von Ende 2014 bis in den Sommer 2015, sowohl was die Auslieferung als auch was die Elektronik betraf. Was man 4iiii aber in dieser Zeit nicht vorwerfen kann ist mangelnde Transparenz, denn alle Kunden wurden immer wieder über die Gründe persönlich informiert und die Friday Files des Uhternehmens beschäftigten sich immer wieder mit der aktuellen Lage.
Ein Firmware Update im Sommer sorgte für eine extreme Verbesserung, was Konnektivität und Batterielaufzeit anging. Auf dem Rennrad hatte ich bis dahin bestimmt 10 CR2032 Batterie verschlissen, ich bekam allerdings als Entschädigung von 4iiii für die Probleme 15 Batterien gratis zugesendet. Seit dem Firmwareupdate habe ich die Batterie bisher nicht wieder gewechselt und es läuft immer noch alles rund. Es gibt ebenfalls keine Verbindungsprobleme zum Garmin Edge mehr und das Kalibirieren funktioniert seitdem auch tadellos.
Deshalb habe ich es drauf ankommen lassen und ein weiteres Mal den 4iiii Powermeter für das MTB bestellt, denn im letzten Quartal des Jahres könnte ich auf mein geliebtes Racebike verzichten und etwaige Verzögerung in der Lieferung in Kauf nehmen. Musste ich aber gar nicht!
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Unboxing 4iiii Precision MTB

Wattmessung fürs Mountainbike oder sag niemals nie wieder. Denn seit vergangenen Montag bin ich endlich im Besitz eines 4iiii Precision Powermeter für mein Mountainbike.
Während ich in der unmittelbaren Transalp Vorbereitung die Nerven und vor allem das Vertrauen in 4iiii und deren Precision Powermeter fürs Mountainbike verloren hatte, konnte mich der 4iiii Precision Powermeter am Rennrad den Sommer über voll überzeugen und zu einem neuen Versuch „Wattmessung am Mountainbike“ verleiten.
Am 25.10.2015 bestellt, am 26.10.2015 bekam ich das Versandetikett für FedEx, um meinen Kurbelarm nach Kanada zu verschicken. Am gleichen Tag brachte ich meinen Kurbelarm zu FedEx, der am 28.10 dann 4iiii erreichte. Am 29.10 wurde der Powermeter zurückgeschickt und erreichte mich am 2.11 – hell yeah. Das ging extrem schnell.
Hier die Bilder vom Unboxing, der erste Test liegt auch schon hinter mir und der Powermeter verhält Sichtweise erwartet unauffällig. Installation und Inbetriebnahme sind wie beim Rennrad.
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CP20 – Try and error

Als Radsportler ist man irgendwie ja Rückschläge gewöhnt. Sie kommen meistens unverhofft und zum falschen Zeitpunkt aber man kann es schlecht verhindern. Nur man kann lernen damit umzugehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Am Montag war so ein Tag. Sowohl bei Stefan als auch bei mir standen CP20 Tests an. Der neue 4iiii Precision Powermeter ermöglicht mir seit ein paar Wochen Watt-genaues Training, dass allerdings nur durch Testergebnisse in der Praxis wertvoll wird. Auf Facebook gab es dazu heute Morgen bereits eine Frage, deswegen werde ich zum Wochenende das Thema Critical Power und die Anwendungsgebiete eines Powermeters in einem Blogbeitrag verarbeiten, um in diesem Artikel nicht zu weit abzuschweifen.
Der CP20 Test bedeutet, dass über zwanzig Minuten das Maximum an Leistung getreten werden soll. Umso mehr, umso besser. Klar! Mit diesem Wert kommt man recht nah an seine theoretische CP60 Zeit. Also die Leistung, die man theoretisch über eine Stunde aufrecht erhalten kann. Auf dieser Grundlage kann man dann die Wattwerte rückwärts auf die anderen Leistungszonen verteilen, ähnlich wie man das mit den Pulswerten bereits kennt.
In der Theorie liest sich das auch alles sehr einfach. Aufwärmen, danach CP5 und weitere zwanzig Minuten regenerieren und dann startet man seinen CP20 Test. Unzählige Tipps findet man im Internet mit dem Hinweis nicht zu überpacen und die Kraft einzuteilen. Alles richtig und gut. Aber in der Praxis ist das alles gar nicht so einfach umzusetzen.
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