Daniels Lebenszeichen nach der EM

Fast zwei Wochen sind seit der wembo 24h MTB Europameisterschaft vergangen und langsam aber stetig nehme ich den Erfolg aus Portugal an und verarbeite ihn. Während ich mich in Schweigen über die EM gehüllt habe, habe ich hinter den Kulissen bereits das nächste Ziel und meinen weiteren Weg geplant.

Ja, die Zeit rennt derzeit. Nach der EM, dem Rückflug und einer harten Arbeitswoche mit vielen weiteren Regenfahrten (darin bin ich jetzt Profi) hat mir ein Infekt den Stecker gezogen. Deswegen sind einige wichtige Dinge liegen geblieben, wie zum Beispiel mein persönlicher Rennbericht sowie das Fazit zur wembo 24h MTB Europameisterschaft. Aber auch meine geplanten Podcast Episoden.

Tut mir Leid! Gebt mir noch eine Woche Zeit, bis ich die aufgestaute Arbeit und meine Gesundheit wieder unter Kontrolle habe und euch über die letzten ereignisreichen und erfolgreichen Wochen informieren kann.

Herr des Regens! Es war ein unbeschreibliches Rennen in Portugal. Ein mega Kurs, mega Wetter und am bin ich nicht nur durchgefahren, sondern habe zusätzlich Platz 6 AK erreicht. YEAH!

Daniels Ziele 2019

Daniel hat in den letzten vier Wochen ein Großteil „seiner“ Crew vorgeschickt, um ihre Ziele zu formulieren. Jetzt ist er selbst dran seine Ziele für dieses Jahr zu formulieren, dass hilft ihm auch selbst zu mehr Verbindlichkeit. Schließlich geht es um nichts geringeres als um die beste Version von ihm.

Was beim ersten Lesen und auch Denken irgendwie abgehoben klingt, ist für Daniel als Idee im letzten halben Jahr gewachsen. Dabei nimmt er den Sport als einen (wichtigen) Teil von ihm und möchte hier das bestmögliche Ergebnis erzielen.

Aber was ist die bestmögliche Version? Mein oberstes Ziel 2019 ist bei meinen Saisonhöhepunkten mit der besten mentalen Stärke, der besten Ausdauerleistung und dem besten Gewicht an den Start zu gehen. Es klingt so einfach, bedeutet aber harte Arbeit und gute Selbstreflexion.

Ein Ziel, dass so oder ähnlich eigentlich jeder für sich formulieren kann aber die Inhalte lasen sich dann doch spezifischer ausfüllen. Grundlage meiner Zielsetzung auf dem Weg zum besten Daniel aller Zeiten bleibt die SMART-Formel. Es geht um spezifische, meßbare, attraktive, realistische und terminierte Ziele. Und damit wird deutlich, dass ich auf dem Weg zum besten Daniel aller Zeiten verschiedene Etappenziele habe. Außerdem bleibt abzuwarten, ob es überhaupt diesen Superlativ gibt oder ob der Weg nicht das Ziel bleibt.

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Saisonrückblick 2018 – aus Fehlern lernt man

Ich würde euch gerne, genauso wie Tim in seinem Saisonrückblick gestern, vom besten Daniel aller Zeiten erzählen. Aber in meiner Saison 2018 überwogen die Tiefen und ich habe viel Lehrgeld bezahlt. 

Als ich am 9.11.2017 in die Saison startete, war ich guter Dinge meinen Lauf im Ultracycling in das neue Jahr mit zu nehmen. Nach dem dritten Platz (AK) in Finale Ligure bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft und dem 6. Platz zum Saisonende bei Gulbergen24-uurs (Niederlande) waren meine Ambitionen gestiegen.

Das harte Training zahlte sich zu Saisonbeginn nicht aus. 

Mit einem Trainerwechsel bei STAPS von Lukas zu Benjamin begann mein Training eigentlich erst Mitte Dezember. Mit der #RoadtoBela stand mein Saisonziel auch fest, die 24h Mountainbike Europameisterschaft in Bela (Slovenien). Es sollte die teuerste Lehrgeldwoche in meiner Renngeschichte sein. Auch meine Teilnahme bei der BIKE Transalp oder diverse belgische Klassiker Rennen verliefen unerwartet schlecht. Mit der Night on Bike platzte der Knoten dann glücklicherweise doch noch. Aber ich fang mal vorne an. 

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wemboFinale 2017 Recap

Der 2. Juni 2017 wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Gemeinsam mit dem besten Team der Welt, habe ich in Finale Ligure bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft überraschend den dritten Platz meiner Altersklasse erreicht und stand von jetzt auf gleich auf dem Podium. 

Seit der 24h Weltmeisterschaft im Juni 2017 ist viel passiert. Mein Team habe ich umgestellt, meine Herangehensweise an Ziele verändert und meine Einstellung zum Sport überdacht. Aber darum geht es heute nicht.

Nach wie vor „mein“ Bild zur WM. Der Moment aus totaler Erschöpfung und absoluter Euphorie. (Foto: Maren Schink)

Während in Fort William (Schottland) heute die 24h Mountainbike Weltmeisterschaften stattfinden, möchte ich an die letzte WM erinnern und der Frage nachgehen wie überraschend mein Podium 2017 wirklich war. Und damit dann den Kreis zum ersten Absatz, den Veränderungen in meinem Sportler-Ich schließen. 

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wembo Festina 24h Mountainbike Europameisterschaft 2018

„Tue etwas Unerwartetes“ war der Slogan zur 24h Mountainbike Europameisterschaft, der als Insider im Vorfeld der EM im Teamlager bei Terchova entstand. Das Daniel das Rennen nach sieben Stunden, aufgrund zwei Gewitter und für ihn nicht mehr fahrbaren Zustand der Strecke, beendete, war damit allerdings nicht gemeint.
Nach einem durchwachsenen Winter mit anhaltenden Problemen im Stoffwechsel stand die Europameisterschaft lange unter einem dunklen Schatten. Doch im Frühjahr wendete sich das Blatt, die Konstanz und einige Umstellungen im Training sorgten für einen großen Sprung vorwärts. Arne Bentin (AB Sportlab) sorgte mit seiner medizinischen Betreuung für Fortschritte im Stoffwechsel.
Was im Januar noch unerreichbar schien, war im Mai Gewissheit: Dsaniel war in Topform. Zwar fehlte es etwas am optimalen Wettkampfgewicht aber Leistungsfähigkeit, mentale Stärke und Selbstvertrauen waren zurück.  Weiterlesen

Road to Bela: Morgen ist 24h Mountainbike Europameisterschaft

Morgen um 10 Uhr startet die 24h Mountainbike Europameisterschaft 2018 in Bela (Slowakei). Mit Startnummer 54 ist Daniel registriert und erwartet voller Vorfreude den Startschuss und die Dinge, die dann folgenden Dinge, die da kommen.
Während Daniel heute bei der Mittagsruhe die French Open verfolgte und mit Alexander Zverev mitfieberte, konnte er auch eine Sache aus dem Tennis Sport mitnehmen. Das Momentum ist so wechselhaft wie schnelllebig. Gerade hast du noch die schlimmste Krise, im nächsten Moment kommt das ersehnte Hoch oder andersherum.
24 Stunden Rennen sind lang, ein Tag lang und es kann so viel passieren. Viele Dinge können nicht beeinflusst werden, andere nicht verändert werden. Daniel muss sie schlichtweg annehmen, egal ob Regen, Gewitter, Hitze oder einen Hungerast. Think positive und die Besinnung auf die eigenen Stärken sind die einzigen probaten Mittel, weiter immer weitermachen. Oft genug schon umgesetzt.  Weiterlesen

Road to Bela: 3 Tage bis zur wembo Festina 24h MTB EM

Die 24h Mountainbike Europameisterschaft 2018 steht kurz bevor, in drei Tagen wird Daniel in Bela (Slowakei) an den Start gehen. Bereits heute ist er in Terchova angekommen und hat den EM-Kurs besichtigt.
Im Vergleich zur wembo 24h MTB WM 2017 in Finale Ligure sind die Veranstalter schon um einiges weiter, die Fahrerlagerparzellen sind eingezeichnet, die Expo im Aufbau und die Strecke ausgeschildert. Hier und da werden bestimmt noch Gatter die Strecke teilen, da einige Abschnitte in beide Richtungen befahren werden bzw. an mehreren Stellen auch abgekürzt werden könnte.
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Alles auf Rausch – Daniels Saisonvorschau 2018

Alles auf Rausch? Und damit möchte ich dir die Frage vorwegnehmen, ob ich meine Saison 2017 überhaupt toppen kann. Mountainbike ist mein liebstes Hobby und in diesem Jahr möchte ich das  intensives Glücksgefühl hervorheben, dass ich (und hoffentlich du auch) beim Radsport erlebst: Alles auf Rausch! 
Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft! Ich weiß nicht, ob ich die Intensität des Glücks, die ich nach der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure gespürt habe, in dieser Saison erreichen kann. Das AK-Podium mag für manchen zu wenig sein, für mich war es das Erreichen eines Traums. Gleichzeitig aber die Gewissheit, dass man mit Training, Motivation, Wille und Ausdauer seine Ziele erreichen und sogar übertreffen kann.
Es wäre vermessen mit dem Ziel in die Saison 2018 zu starten, erneut das Podium bei der 24h Weltmeisterschaft anzugreifen. Die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2018 findet erst im Oktober statt und bis dahin werde ich hoffentlich viele weitere schöne Erfahrungen mit dir geteilt haben.
Wo soll ich anfangen?

Ultracycling

Ein großes Wort und Über die Definition sind sich nicht alle einig. Gehören 24 Stunden Rennen in diese Kategorie oder sind diese Rennen noch zu kurz? Beginnt Ultracycling, wie Torsten Weber sagt, erst nach 24 Stunden? Schwierig.

„As on the road, some of the most popular ultra-distance mountain bike events are 12 and 24 hour time trials, of which there are many all over the world.“ (Wikipedia)

Nach der Wikipedia Definition gehören sowohl 24- als auch 12 Stunden Rennen in die Kategorie Ultra Cycling. Womit wir beim ersten Höhepunkt meines Jahres wären.

wembo 24hr European Championship

Der erste Höhepunkt meiner Saison 2018 wird das Festina 24h wembo European Championship Rennen in Nižné Kamence in der Slowakei. Der 9,5km Rundkurs hat etwa 250hm und ist mit der Herausforderung von Finale Ligure vergleichbar. Am 02. Juni gehts los.

wembo solo 24h World Championship

Am 20/21 Oktober findet die 24h MTB Weltmeisterschaft in Fort William, Schottland statt. Das Relentless 24hr Rennen in Schottland wird seit 2006 ausgetragen, 2014 wurde die Weltmeisterschaft hier ebenfalls ausgetragen.
Noch steht die WM nicht im Fokus, die Teilnahme an der WM wird final im Sommer entschieden.

BIKE Transalp 2018

Nach der 24h MTB EM werde ich gemeinsam mit dem Belgier Maxime Lagny an der BIKE Transalp teilnehmen. Das vegane Schaf Sarah wird uns dabei unterstützen und Gesellschaft leisten.
In Europa gehören die Alpen zum Nonplusultra der Gebirge. Wenn du schon einmal in den Alpen Rad gefahren bist, dann wirst du die Emotionen selbst gespürt haben. Es geht um ein ganz besonderes Gefühl: #cantcopythealps

Ultracycling 2.0

Wie ich eingangs bereits erwähnt habe, gehören 24- und 12 Stunden Rennen bereits in die Kategorie Ultracycling. Aber zwischen einem 24 Stunden Rennen und dem Race across America, dem Inbegriff von Ultracycling, liegen Welten.
Allerdings gibt es im MTB Sport nichts vergleichbares, zumindest wenn du mit einer Supportcrew das Rennen bestreiten möchtest. Um meine Grenzen etwas weiter zu verschieben muss ich also über den Tellerrand schauen und etwas umdenken. Die Herausforderung wird das Ziel.

„Mountain bike races that take more than 24 hours to compete and in which the clock never stops running are where the bikepacking genre began, in which riders are entirely self-supported (see above for road-based bikepacking events). One of the most famous and popular off-road bikepacking events is the Tour Divide, which covers 4,418 kilometres (2,745 mi) across the Rocky Mountains from Canada, through the USA, and finishes at the Mexican border. The Iditarod Trail Invitational in Alaska is run on snow bikes in winter and is 1,000 miles (1,600 km) long. The most popular off-road bikepacking race in Europe is the Tuscany Trail, which covers 530 kilometres (330 mi) in central Italy.“

Bickepacking, Ultracycling, mehrere Tage im Sattel… Mensch gegen Natur. Hier kommt der Abenteuercharakter von Ultracycling noch einmal ganz besonders zum Zug. Aber ich möchte etwas kleiner anfangen.

Trans Hermann MTB Everest Challenge

Die Trans Hermann MTB Everest Challenge ist ein selbst-organisiertes (self-supported) MTB Rennen durch den Teutoburger Wald. Rheine – Externsteine – Rheine lautet die Vorgabe und verspricht 95% Trailanteil durch den Teutoburger Wald.
Für die 290km lange Strecke mit 9.000hm ist ein Zeitlimit von 36 Stunden ausgerufen. Gestartet wird am 22. September. In meinem ersten self-supported Ultracycling Rennen ist die Herausforderung das Ziel. Passend zum Charakter der Veranstaltung, die das Abenteuer in den Vordergrund rücken. Gewinner sind alle, die das Ziel in Rheine erreichen werden.

Fazit

Mit den vier Höhepunkten 24h MTB Europameisterschaft und Weltmeisterschaft, der BIKE Transalp und der Trans Hermann MTB Everest Challenge ist mein Jahr extrem abwechslungsreich aufgebaut.
Ich bleibe damit meinem eingeschlagenen Weg treu und konzentriere mich weiterhin auf Ultracycling Events, auch wenn die BIKE Transalp hier aus der Reihe fällt. Die Hatz über die Alpen bleibt für mich aber etwas ganz besonderes.
In der Vorbereitung setze ich auf alte Bekannte wie den Rocky Mountain BIKE Marathon Willingen und dem SKS Bike Marathon Sondern aber auch ein paar neue Experimente wie das Rad Race in Koblenz.
Nach und nach werde ich euch zu allen Highlights und Vorbereitungsrennen konkretere Informationen mitteilen und auch die Vorzüge der einzelnen Events darstellen. Bis dahin konzentriere ich mich auf mein Training.