wemboFinale 2017 Recap

Der 2. Juni 2017 wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Gemeinsam mit dem besten Team der Welt, habe ich in Finale Ligure bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft überraschend den dritten Platz meiner Altersklasse erreicht und stand von jetzt auf gleich auf dem Podium. 

Seit der 24h Weltmeisterschaft im Juni 2017 ist viel passiert. Mein Team habe ich umgestellt, meine Herangehensweise an Ziele verändert und meine Einstellung zum Sport überdacht. Aber darum geht es heute nicht.

Nach wie vor „mein“ Bild zur WM. Der Moment aus totaler Erschöpfung und absoluter Euphorie. (Foto: Maren Schink)

Während in Fort William (Schottland) heute die 24h Mountainbike Weltmeisterschaften stattfinden, möchte ich an die letzte WM erinnern und der Frage nachgehen wie überraschend mein Podium 2017 wirklich war. Und damit dann den Kreis zum ersten Absatz, den Veränderungen in meinem Sportler-Ich schließen. 

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Das letzte Lied auf der Party – Daniels Saisonrückblick

Saisonrückblicke können eine Befreiung sein und neue Möglichkeiten eröffnen, sie können aber auch mit Wehmut geschrieben werden. Zum Beispiel dann, wenn die Saison einfach in ihrer Ganzheit ein absolutes Highlight war. Das letzte Lied auf der Party, gesungen von Ansgar, war dabei einer der wenigen Träume, der nicht in Erfüllung ging. Ich trage ein Schwert aus purer Euphorie und einen Umhang aus Melancholie und öffne euch die Türen zum einer sensationellen Saison. Meiner bisher besten.
Natürlich wird die wembo 24hr World Championchip 2017 in Finale Ligure ein wesentlicher Bestandteil dieses Rückblicks. Aber es war nicht nur die erfolgreiche WM-Teilnahme, die mit dem Podium endete, die diese Saison zu etwas besonderem machte. Es waren viele unbeschreibliche Momente, sportlicher und menschlicher Natur, die noch heute bei den Beteiligten und mir für Gänsehaut sorgen.

Daniels WM-Tagebuch

Mit meinem WM-Tagebuch habe ich ab Januar 2017 meinen langen Weg der Vorbereitung auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft festgehalten. Wie wichtig dieses WM-Tagebuch für mich persönlich werden sollte, war mir am 2. Januar mit dem Dreh der ersten Folge gar nicht bewusst.
Auch wenn ich mich nie wirklich mit einer Zielsetzung für die Weltmeisterschaft auseinandergesetzt habe, so kann ich doch in den 150 Folgen eine klare Entwicklung meinerseits erkennen. Man merkt wie das Selbstvertrauen von Woche zu Woche steigt und Selbstzweifel, die mir bestimmt auch das Podium in München 2016 gekostet haben, sinken.


Ich habe auch von euch eine Menge Feedback zum WM-Tagebuch bekommen und daraus auch viel Trainingsmotivation herausgezogen. Dafür möchte ich mich hier auch noch bedanken.
Unvergessen bleibt beim WM-Tagebuch die Folge 37, die meine Einstellung zum Training prägend verändert hat und maßgeblichen Anteil am späteren Erfolg bei der Weltmeisterschaft haben sollte.

Aber ohne Gang keine WM und hier wirft Folge 107 ihre Schatten voraus. Schöne Erinnerungen und mentale Stützen, die auch über die Weltmeisterschaft hinaus helfen.

Die ersten Rennen 2017

Mit dem SKS Kellerwald BIKE Marathon und den SKS Bike Marathon Sundern bin ich mit zwei Langstreckenrennen in die Saison gestartet.
Leistungstechnisch habe ich die Rennen im Hinblick auf die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft ordentlich abgeschnitten und mit Leistungen zwischen 200-220 Watt zu Ende gefahren. Im Kellerwald musste ich das Rennen nach 100 von 120km aufgrund eines technischen Defekts beenden, genauso wie sechs Monate später beim letzten Rennen der Saison.
Zwei Wochen später lief es beim SKS Bike Marathon von Sundern besser. Der Mountainbike Marathon liegt mir besser als der Saisonstart in Hessen. Bei 4 Grad beendete ich den MTB Marathon nach 4:45h als 19. AK und 64. Gesamt mit einem ersten Ergebnis.
SKS Kellerwald Bike Marathon 2017
Im Frühjahr 2017 waren aber nicht die beiden Mountainbike Marathons die Höhepunkte, sondern meine epischen Trainings über sieben bzw. neun Stunden. Insbesondere der Coffeechains Ardennen Ride gehört zu meinen besten Tagen 2017. Danke Ansgar und Tim für diese atemberaubende Tour, Danke Muschi für den Zug auf dem Rückweg über die Vennbahn.

Rocky Mountain BIKE Marathon

Das vorletzte Wochenende im Mai sollte der letzte Härtest für die Mountainbike Weltmeisterschaft werden und brachte gleichzeitig die gesamte Vorbereitung in Gefahr. Der Ausflug zum BIKE Festival und zum Schinder(Hannes) MTB Superbike inkl. Wohnmobil und Crew brachte uns alle in WM-Stimmung.
Der Rocky Mountain BIKE Marathon und tagsdarauf der Schinderhannes MTB Superbike sollten die letzten Herausforderungen für die Weltmeisterschaft darstellen, bevor das Tapering beginnt. Die Langstrecke beim BIKE Festival Willingen war dabei als Probe für den ersten Stint beim der Weltmeisterschaft angemacht, während ich in Emmelshausen beim Schinder(Hannes) hätte intensiver fahren dürfen. Aber bekanntlich kam alles anders als geplant…

Laufräderschrott, Gabelschrott, Daniel Schrott… nach einem fast perfekten Ritt über zwei der drei Runden um Willingen, in denen ich sogar im 24h Renntempo Tim am Langenberg abhängen konnte, stürzte ich nach einem Zusammenprall mit anderen Radfahrern auf der letzten Runde schwer. Ein fahrradfahrender Zuschauer übersah mich in einer Abfahrt und zog unabsichtlich in meine Spur.
Ein Schleudertrauma, diverse Prellungen und eine Zerrung der Rückenmuskulatur zwei Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft waren alles andere als perfekte Bedingungen.

Nichtsdestotrotz war der Rocky Mountain BIKE Marathon auch ohne Schinder(Hannes) MTB Superbike der perfekte Abschluss einer langen Weltmeisterschafts Vorbereitung.
Das Rennen verlief, abgesehen von dem Sturz, perfekt. Ich war nach den acht Stunden im Sattel nicht übermäßig müde, meine Beine noch sehr frisch und auch wenn der restliche Körper schmerzte war mir während dieses Rennens bewusst geworden, dass die Weltmeisterschaft gut werden wird. Auch weil meine Crew sich als Volltreffer entpuppte. Maren, Ansgar ihr seid großartig gewesen. Danke.
In der Woche nach Willingen lief die Heilung meiner Verletzung ok, allerdings waren mir Mountainbike Kilometer bis zur Anreise nach Italien untersagt. Mit einer drei stündigen Rennrad Runde war ich 10 Tage vor der Weltmeisterschaft noch einmal länger unterwegs, alle weiteren Einheiten beschränkten sich auf Umfänge unter 2 Stunden.

wemboFinale: Die 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Heute Nacht wird übertrieben – mit Absicht. Morgen bleiben alle liegen – das macht nichts. Menschen und Lieder, die wir lieben – fantastisch. – Fettes Brot

Der Song von Fettes Brot bekam in den Wochen vor der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft große Bedeutung und war nahezu täglich in meiner Playlist. Ansgar reagierte verhalten bis ablehnend auf meine Idee mich mit diesem Song in der Nacht anzufeuern, es sollte einer der wenigen Wünsche bei der WM bleiben, die Ansgar nicht erfüllen konnte.
Innerlich war ich schon in den 2 Wochen vor der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft so angespannt, dass ich jedes Mal einen Adrenalinkick bekam, wenn Fettes Brot das Lied anstimmte. Und was dann am 02. Juni abging, es war unverstellbar und es bleibt ein langer Moment des absoluten Wahnsinns.

Ich bin über die Grenze gefahren, habe gelitten und gleichzeitig die Zeit genossen. Es war ein Kampf auf allen Ebenen: Mental fokussiert und konzentriert zu bleiben war genauso anstrengend, wie die steilen Rampe an der Mittelmeerküste Runde um Runde in Angriff zu nehmen.
Es war schwer während des Rennens auszuhalten irgendwie die eigenen Erwartungen um ein vielfaches zu übertreffen und die entferntesten Träume wahr werden zu lassen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es heute schon wirklich realisiert habe.

Finale Ligure Highlight des Jahres

Es war sportlich gesehen meine bis dahin beste Erfahrung. Sie konnte sogar meinen Auftritt im Westfalenstadion von Dortmund übertrumpfen, wo ich Mitte der 1990er Jahre in der F-Jugend gegen Borussia Dortmund spielte. Unter Fluchtlicht, bevor Dortmund später gegen Dynamo Dresden spielte und Sommer rot sah. Viel mehr ist von der Erinnerung nicht übrig, das Rumgerotze der Dortmund Fans in meine Richtung und die Böller aus der Südkurve habe ich verdrängt.
Finale Ligure 2017 sollte das Highlight des Jahres werden und es wurde noch mehr. Ansgar, ich danke dir von Herzen für deine ganze Arbeit vor Ort und im Vorfeld. Du weißt, dass dein Anteil an diesem Erfolg in Prozent nicht zu messen ist. Maren danke, dass du ein Stück Lockerheit mitgebracht hast, die mir sehr geholfen hat. Marie und Marko – selbst den Titel nur aufgrund der fehlenden Wertungskategorie verpasst – habt mir auf der Strecke immer wieder sehr geholfen.
Johannes & Chrissie hammerhart!


3rd @ wembo 24hr MTB World Championchip 2017

Night on Bike 2er

Eigentlich war die Saison nach der Mountainbike Weltmeisterschaft für mich zu Ende. Meine Spannung hatte ich abgebaut und die restliche Saison habe ich vergeblich versucht die Anspannung neu aufzubauen.
Nach einer Woche Pause nahm ich trotzdem das Training wieder auf. Und Lukas forderte mich direkt heraus, in dem er mir kurze aber intensive Einheiten in den Trainingsplan schrieb. Immerhin wollte ich zwei Wochen später bei der Night on Bike mit Marc im 2er Team wieder voll da sein.
Im Juli kämpfte ich mich mit vielen langen Einheiten zurück. Ich hatte Spaß im Training und genoss die vielen 100+km Rides, allerdings konnte ich vor der Night on Bike keine wirkliche Rennspannung aufbauen.
Und trotzdem war das Rennen ein voller Erfolg. Mit dem vierten Platz verpassten wir das Podium zwar knapp, dafür konnten wir auch bei diesem Rennen unsere Erwartungen übertreffen. Ich war vor allem von der Strecke und dem Event begeistert, denn die Strecke rund um Radevormwald war sehr schön und anspruchsvoller als die meisten deutschen 24h Rundkurse.

Das 24h Rennen zeigte sich wettertechnisch von der widerspenstigen Seite, was mich allerdings wenig beeindruckte. Etwas ärgerlicher war dagegen meine Reifenwahl, denn mit einem Matschreifen wäre ein Angriff aufs Podium machbar gewesen.

Die Night on Bike gehört in jedem Fall auf den zweiten Platz meiner besten Veranstaltungen 2017. Den Rennbericht gibt es hier.

Die Saison zieht sich

Den Sommer verbrachte ich dann mit zahlreichen Trainingskilometern draußen, knapp 1500km kamen nach der Night on Bike und vor dem letzten Saisondrittel zusammen. Mit fünf weiteren Rennen zog sich die Saison immer länger und mental verlor ich immer mehr Boden.
Da half auch keine Unterstützung von Ansgar, der mich bei den ersten drei Vorbereitungsrennen begleitete. Der Sebamed Bike Day sollte für uns beide eine gefühlte Katastrophe werden. Mit etwas Abstand war die Leistung in meinem Rennen nicht ganz so schlecht aber zufrieden fühlte sich anders an.
Beim Vulkanbike Eifel Marathon wechselte ich im September auf die Kurzstrecke, um ein Rennen all-out fahren zu können. Gemeinsam mit dem P-Weg Marathon einen Tag später die letzten beiden Herausforderungen vor dem dritten und letzten 24h Rennen 2017: Gulbergen24-uurs.

Achterbahnfahrt zum Saisonende

Mit dem 9. Platz AK und 250 Watt durchschnittliche Leistung war das Rennen ein Volltreffer und das Selbstvertrauen stieg kurz vor dem letzten Highlight des Jahres. Allerdings sollte der Auftakt beim Vulkanbike Marathon allenfalls der Start einer Achterbahnfahrt zum Saisonende werden, denn bereits beim P-Weg Marathon begann das Desaster mit einem Rennabbruch aufgrund von keine Lust mehr.
Es war der Tiefpunkt der Saison. Ich startete Scheiße, fühlte mich scheiße und brach das Rennen kampflos ab. Es gab kein Aufbäumen mehr und guter Rat war teuer.

2 Wochen vor Gulbergen24-uurs stand das zweite große Highlight der Saison in den Sternen, ähnlich wie bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft aber mit völlig unterschiedlichen Hintergründen.
Ich reduzierte das Training, suchte viele Gespräche und kam am Ende immer auf die eine – alles entscheidende – Frage zurück: Wie sehr willst du es? Denn jeder Zweifel ist eine Erinnerung an diese eine Frage.

Gulbergen24-uurs

Ich biss mich durch. Nahm das Training wieder auf und gab der Crew grünes Licht. Lukas Bedingung an die Teilnahme am 24h Rennen war auf einen Punkt reduziert: Du musst sicher sein, dass du die Distanz schaffst. Dein Kopf muss sicher sein. Denn mein Körper war trotz der langen Saison in Takt.
Und so veränderten wir die Ausrichtung des Rennens und ich nahm mir den Druck, in dem ich meine Podium Ambitionen auf „Ankommen“ herunterschraubte. Die Crew zog mit.

Ich wiederhole mich, aber ich biss mich durch. Verglichen mit allen anderen 24 Stunden Rennen war Gulbergen2e4-uurs 2017 das Schwierigste von allen. Die halbe Nacht pedalierte ich um den Kurs innerlich aufgebend immer weiter, weil ich meinem team keine Aufgabe zumuten konnte.
Obwohl ich mental der Situation nicht gewachsen war und mit dem Rennen fertig war, ehe es richtig ernst wurde, fuhr ich das Rennen zu Ende. Ich weiß nicht einmal wie mir das gelungen ist.
Es war ein Kampf gegen meinen Kopf und ich habe gewonnen und dabei die wichtigste Erkenntnis erfahren, die im Leben eines Ultraausdauersportlers viel wert sein wird: Es geht immer weiter. Wille schlägt alles. Und ich wollte. Ich wollte für mein Team, dass sich während der Nacht den Allerwertesten abgefroren hatte.
Am Ende war es Platz 6 und damit sogar ein versöhnliches Ergebnis, zumal die Abstände nach vorne überschaubar waren.

Desaster bei Hamburg-Berlin?

Die Saison wollte ich danach in Ruhe ausklingen lassen. Mit dem Coffeechains Social Ride und abschließend mit Hamburg-Berlin einem knapp 300km Einzelzeitfahren im RTF Charakter.

Das Hamburg-Berlin mit einem Defekt endet war für mich zum Saisonende schwer auszuhalten, letztendlich schloss sich so aber der Kreis einer insgesamt erfolgreichen und sehr schönen Saison.
Sportlichen Erfolg gab es mit dem Podium bei der Mountainbike Weltmeisterschaft, dem vierten Platz bei der Night on Bike und dem sechsten Platz bei Gulbergen24-uurs in meiner Paradedisziplin. Darüberhinaus war der neunte Platz beim Vulkanbike Eifel Marathon auch erfolgreich.
Mit dem letzten Drittel der Saison habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die man ungerne erfahren möchte. Die mir aber helfen werden. Ich weiß jetzt, dass man immer 24h Rennen fahren kann 🙂

Neue Wege, neue Ziele

2017 war für mein sportliches Dasein ein prägendes Jahr. Mit dem Wechsel zum STAPS Institut hat sich meine Sicht und Einstellung zum Training komplett verändert; ich betrachte meine Entwicklung ganzheitlicher und merke wie mein Niveau steigt.
Ich habe gelernt, dass körperliches Training alleine noch keinen guten Radrennfahrer ausmacht und die mentale Komponente kennengelernt, die viel mehr über Sieg oder Niederlage entscheidet. Mit Arne Bentin von Sportlab AB habe ich endlich eine kompetente Person gefunden, die meine Stoffwechselproblematik diagnostizieren und hoffentlich bald therapieren kann, so dass ich 2018 auch wieder Richtung Idealgewicht arbeiten kann.
Die Quintessenz aus dieser Saison lässt sich plakativ in einen Satz formulieren: Es ist noch nicht vorbei.

Fazit



Zwei Bilder die meine Emotionen 2017 gut visualisieren. Kaffee, Radsport und Liebe. Es war ein tolles Jahr und ich freue mich jetzt schon auf die neuen Abenteuer im kommenden Jahr. Ride hard, ride fast. And don’t forget your coffee.

You are not solo! #wemboFinale

Die wembo 24hr Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 ist Geschichte und ich habe mit dem dritten Platz in meiner Altersklasse persönliche Sportgeschichte geschrieben. Ihr durftet vor dem Rennen bei meinem WM-Tagebuch, während des Rennens im Liveticker und nach dem Rennen in meinem ausführlichen Rennbericht die Weltmeisterschaft hautnah miterleben. Was für euch wie eine wahre Meisterleistung eines Einzelnen anmutet ist in Wahrheit eine fabelhafte Teamleistung, ohne diese kleinen Rädchen wäre der Erfolg niemals möglich gewesen. Und das ist meine persönliche Danksagung an die Coffeechains Gang!
Was war das für ein unglaubliches Rennen. Direkt danach sind alle Emotionen in mir zusammen gefallen. Das Gefühl werde ich so schnell nicht mehr vergessen, wie eine Gänsehaut der nächsten jagte und ich einfach nur das Gefühl des Erfolgs genossen haben.

Emotionen, Emotionen, Emotionen. Bei diesem Bild kommen mir heute noch immer die Freudentränen.

Aber ich habe diesen Erfolg nicht alleine eingefahren. Es war mein Team, dass mir den Weg geebnet hat. Nicht nur das Team vor Ort, um Team Manager Ansgar, Maren, Chrissie, Johannes und meine beide wertvollsten Schätze Hasi und Basi, sondern auch Tina, Sandra, mein Vater sowie Physiotherapeut Jarmo, Fitnesstrainer Torsten und Radcoach Lukas sind wichtige Säulen des Erfolgs. Genauso wie Sponsoren GripGrab, Sponser und die MTB Fahrtechnik Schule Mac Hartmann. Aber der Reihe nach.

Danke Lukas, Jarmo und Thorsten

Lukas traf ich im Dezember 2016 kurzentschlossen, nachdem ich zuerst mein Training selbst in die Hand nehmen wollte aber ziemlich schnell eine methodischen Grenzen erfahren habe. Nach zwei jähriger Stagnation habe ich mir durch eine neue Partnerschaft einen Trainingsschub erhofft.
Ich glaube Lukas war im Dezember nicht allzu hoffnungsvoll was die Weltmeisterschaft anging, denn meine Form war desolat. Wohl auch, weil rückwirkend betrachtet, meine große Schwäche in den vergangenen Jahren zu wenig trainiert wurde. Lukas stellte mein Training auf den Kopf und ich setzte mit Freude die neuen Ziele um. Zuweilen war das Trainingsprogramm bestimmt nicht einfach, aber Lukas fand einen guten Spagat aus gezieltem Schwächetraining und mir spaßbringenden VLaMax Einheiten.
In dem halben Jahr haben wir uns auch immer besser kennengelernt und die letzten Wochen vor der WM waren durch Zuversicht geprägt. Ich bin froh, dass ich mit STAPS im Allgemeinen und Lukas im Besonderen eine perfekte Trainingsbetreuung gefunden habe.
Lukas hat mir eine andere Sicht auf mein Training gezeigt und insbesondere das Zusammenspiel von Training, Belastung und Ernährung neu interpretiert. Zudem konnte er positiven Einfluss auf mein Selbstvertrauen nehmen und führte ich so nicht nur zu einem neuen Vo2Max Bestwert, sondern auch aufs Podium der Weltmeisterschaft!
Jarmo und Thorsten sind nicht minderwichtig. Während mir Jarmo regelmäßig die Problemzone Becken behandelt und nahezu wöchentlich die rechte Beckenseite einrenkt, sorgte Torsten für ordentlich Kraftzuwachs im letzten halben Jahr und ordentlich Stabilität im Rücken und Beckenbereich. Besonders das Abschlusstraining gab mir noch einmal einen Schub, der wichtig für das erfolgreiche Abschneiden bei der WM war!

Insbesondere durch die fast täglichen Termine bei Jarmo, nach dem Sturz in Willingen, verdanke ich überhaupt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Besonders schön ist es, dass die Schmerzen bei Jarmo größer waren als die, die ich bei der Weltmeisterschaft erlitten habe!

Ansgar, der eigentliche Garant für den Erfolg

Ihr alle habt Ansgars Rolle im Hinblick auf meine Motivationsfähigkeit, Trainingsleistung und Engagement glaube ich nie in ihrer Ganzheit bemerkt. Ansgar ist kein Mann der lauten Töne, ordnet sich gerne dem Team und Vorhaben unter aber ist mit einem Engagement bei der Sache, dass bei mir einfach unendliche Dankbarkeit ausgelöst hat.
Während der WM-Vorbereitung hatte ich selten Motivationsprobleme, seit dem 07. Februar eigentlich gar keine mehr. Und das ist Ansgar zu verdanken. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass der 37. Tag meiner WM-Vorbereitung der wohl entschiedenste für den Erfolg in Finale Ligure war.

Ansgar hatte an diesem besagten Dienstag mich an einem Punkt berührt, der mich die nächsten 113 Tage im Training einfach beflügeln sollte. Es war der erste Tag an dem ich wirklich keinerlei Lust verspürte mein Training umzusetzen. Ich war müde, genervt und hatte kein Bock. Im Austausch mit Ansgar versuchte dieser mich zu motivieren, was eine Kunst für sich darstellt, wenn ich erst einmal zur Diva gewandelt bin.
Zu allem Überfluss war der Schaltzug meines Rennrads gerissen, als ich das Training auf der Rolle beginnen wollte. Und mit 53/30 war kein Training denkbar. Und dann kam der entscheidende Moment, Ansgar bot sofort an zu kommen (immerhin 30min Autofahrt), um den defekt zu beheben, damit ich trainieren kann.
Ich war tief berührt, denn Ansgar war bereit alles mögliche für unser Ziel zu unternehmen. Meine Reaktion veränderte mein gesamtes, fortlaufendes Training. Ich zog mich an und trainierte eine ziemlich herausfordernde EB-Intervalleinheit im strömenden Regen mit eisigem Wind und war danach ein neuer Mensch.

Trainieren für dieses eine große Ziel am 02. Juni diesen Jahres, wo ich nicht nur für mich Solo fahre, sondern für mein Team! Alle bringen Opfer, da gibt es kein #mimimi wegen Regen, zu kalt, Rolle kaputt oder was auch immer! (Daniel Lambertz, 07.02.2017)

Ich glaube an diesem 07.02 sind wir noch enger zusammen gerückt. Unvergessen bleiben aber auch diverse Trainingseinheiten, die Ansgar begleitet hat.
Und in Finale Ligure war Ansgar meine zweite Hand. Er kümmerte sich perfekt um meine Belange, war für alles Feuer und Flamme und pushte mich letztendlich in jeder Runde aufs Neue.
Das er vor der WM die Räder perfekt vorbereitet hat, während des Rennens für alles eine Lösung hatte und auch sonst alle wichtigen Rädchen im Auge behalten hat ist ein großer Verdienst.
Ich könnte noch einen ganzen Roman darüber schreiben, wie sehr Ansgar immer geholfen hat. Aber die Coffeechains Gang ist mehr als nur Ansgar. Aber Ansgar hat seine Rolle als Team Manager perfekt angenommen!

Ohne Ansgar kein Podium. Für mich ganz klar. Danke <3

Chrissie, Johannes und die Komplexität der Ernährungslisten

So ein glutenfreier Veganer ist kompliziert. Erst Recht, wenn Coach Lukas detaillierte Ernährungsvorgaben umgesetzt haben will. Eigentlich bedarf es für die Ausführung der Verpflegung des Fahrers eine Ausbildung zum Ernährungsberater.

Aber wir haben Chrissie in der Gang! Ohne jemals zuvor eine Gel-Tüte in der Hand gehalten zu haben oder ohne Kenntnisse der genauen Inhaltsstoffe jonglierte sie mit Sponser Liquid Energy, BCAA, Pea Protein, diversen Riegeln und Flüssignahrung als wäre es das Einfachste auf der Welt.

In der Teambesprechung schaffte es Ansgar meine Vorstellung von Verpflegung soweit runter zu brechen, dass Chrissie das Konzept verstanden hat. Letztendlich geht es für die Betreuer um die Makronährstoffe Kohlenhydrate und Proteine, da ich im Rennen eigentlich mehr lowFat unterwegs bin 😀
Chrissie war perfekt vorbereitet und letztendlich scheiterte das ausgeklügelte Konzept daran, dass der Mann auf dem Rad nicht soviel trinken konnte, wie die Schwester wollte, weil der Bruder das vor dem Rennen so gesagt hat 🙂

Johannes, der vor den Rennen extrem neugierig war, zeigte sich während des Rennens hochkonzentriert und verlinkte sich mit meinem Gehirn und stand – in den wenigen Pausen – ständig mit den richtigen Lebensmitteln auf einem Tablet neben mir. Habt ihr schon mal minutenlang Kilos von Wassermelonen mit gestreckten Arm gehalten? Ich nicht, aber ich weiß wie sich das anfühlt, waren die unkontrollierten Muskelzuckungen bei Thorsten im Training immer Anzeichen für eine drohende Ausbelastung.

Außerdem zeigte sich Johannes das ein oder andere Mal als guter Sprinter, rannte er bei verpassten Übergaben (waren es 2 oder doch nur eine?) hinter mir her. Ansonsten war Johannes der Mann fürs Wasser. Eine Freude in jeder Runde für mich, endlich Abkühlung.
Ihr beiden seid ganz spontan ins Team mit dazu gestoßen und hattet mit Radsport gar nichts am Hut. Und spätestens seit der Siegerehrung weiß ich, dass meine Leistung sogar meine Schwester extrem besprüht hat 😀 DANKE, dass ihr bei dem Abenteuer dabei wart. Danke auch für die Tage davor und für die Rücksichtnahme, dass (leider) nicht alles so klappte wie gedacht und trotzdem alles funktionierte wie es sollte.

Und Johannes, der Mann der Liegestützen, hat natürlich eine Radfahrt auf dem Mountainbike gut. Wir werden in diesem Sommer davon berichten!

1000 Leute verfolgen das Geschehen Dank Maren und dem Liveblog

Noch Platz im Auto und gute Laune kann man immer gebrauchen. Während ich mit Maren hinter den Kulissen über ein Engagement in der Coffeechains Blog Gang verhandelte, reifte auch die Idee eine rheinische Frohnatur mit nach Italien zu nehmen.
Die richtige Entscheidung wie ich spätestens seit Willingen wusste. Maren sorgte für gute Laune, war immer ansprechbar, hilfsbereit und für die Ruhe vor dem Rennen zu haben.
Während des Rennens sorgte Maren dafür, dass wir über 1000 begeisterte LeserInnen mit mehr oder wenigen brandaktuellen Informationen versorgen konnten. keine leichte Arbeit, immerhin musste sie ständig zwischen Coffeechains Team Area und Mediaroom hin und her wandern.
Wer den Media Kram verwaltet, fehlt leider meistens auf den Action Fotos.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Verdacht Maren könnte hinter dem perfiden Plan gesteckt haben, dass man mir nachts eine Falle stellte und alle Stühle versperrte, dass ich ja nicht pausieren kann und weiterfahre, weil der vierte Platz nur 20min hinter mir unterwegs war.
Leider führen meine Rechercheergebnisse nicht zur Klarheit. So oder so ich bin Maren sehr dankbar, dass sie mitgekommen ist. Maren war auch die einzige, die Regel Nummer 1 brechen durfte: Don’t touch the Champ.

Mit ganz viel Liebe, Vertrauen und Verständnis. Meine Hasis


Ein Bild sagt meistens mehr als tausend Worte. Wie immer sind die Hasis da und schauen zu ohne sich in den Prozess einzumischen. Für mich mental so wichtig, sie kurz zu sehen. Der kurze Austausch, zwei Sätze und ein Winken und die Zeit nach dem Rennen dann genießen.

Aber meine beiden Hasis bin ich auch über das WM-Rennen hinaus dankbar. Fulltime Job und WM-Vorbereitung verschlingen eine Menge Zeit, ohne das Verständnis und gegenseitige Vertrauten wäre dieses Vorhaben niemals zu bewerkstelligen gewesen. Es ist nicht immer einfach und leider waren hin und wieder Abstriche notwendig.

Don’t forget your roots: Danke Sandra, Tina und Papa

Nicht mehr dabei aber trotzdem unvergessen. Danke Tina und Papa, dass ihr bei meiner Premiere in Gulbergen 2015 den Grundstein für das gelegt habt, was ich jetzt erreicht habe. Danke Sandra für deine kurzfristige Begleitung 2016 in München und später in Gulbergen.

Coffeechains Gang, München 2016

Bereits damals seid ihr für die erfolgreiche Premiere und den knapp verpassten Podestplatz in München mitverantwortlich gewesen und habt mich angefeixt auf der Ultralangdistanz weiter anzugreifen.

Danke für das Vertrauen an Sponser, GripGrab und Mac Hartmann

Sponser, GripGran und Mac Hartmann gehört genauso der Dank. Mit dem Sponser Competition Ultra habe ich das neue Getränk der Schweizer mit nach Italien nehmen dürfen. Auf Maisstärke Basis für ultralange Distanzen entwickelt schmeckt der Drink weniger süß und kann bis zu 80gr Kohlenhydrate pro Liter liefern. Gemeinsam mit den Sponser Liquid Energy und Liquid Energy BCAA Gels bestand der Großteil meiner Wettkampfnahrung von unserem Co-Sponsor.
Die GripGrab Sacks sorgen für ein angenehmes Fußklima und weniger Reibung im Schuh auch über 24 Stunden. Mit dem GripGrab Racing und Vertical hatte ich zwei Langfinger Handschuhe im Einsatz, die nicht umsonst Eurobike Award 2016 Prämien eingefahren haben.
Bereits 2016 fuhr ich mit dem GripGrab Racing Vorgänger Modell meine 24h Rennen und im Vergleich zu München haben sich die Blasen an den Handinnenflächen reduziert, obwohl der Kurs um einiges fordernder war als das 24h Race München.
Denis, dir gehört ganz besonderer Dank! Das Podium in Finale Ligure habe ich auch aufgrund meiner starken Downhill Performance erreicht. Das ich für meine Verhältnisse richtig schnell die Trails herunter gefahren bin, habe ich dir und deinem individuellen Kurs zu verdanken. Ich war wesentlich gelassener, meine Haltung effizienter und die Kontrolle des Rads besser als vor deinem Fahrtechnik Training.

You are not solo

Nein, ich möchte keine Leistung nicht klein reden. Ich kann eine Leistung gut einordnen und alleine die Müdigkeit zwei Wochen später zeigt mir, wie sehr ich an meine Belastungsgrenze gegangen bin,
Aber um eine perfekte Leistung am Tag X abrufen zu können, bedarf es eben mehr als nur einen trainierten Fahrer. Man braucht ein Team vor, während und nach dem Rennen.
Und wenn ich euch sage, dass wir nach der WM alle zu müde waren für eine Feier, dann zeigt das ebenso wie hoch die Anspannung im Team war. Wie sehr jedeR alles für den Erfolg gegeben hat und wie anstrengend „nur“ die Betreuung eines Fahrers während eines 24h Rennens sein kann.

Danke. Danke. Danke.

3. bei der wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017

Zwei Wochen sind vergangen seit dem ich bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure den dritten Platz erreicht habe und auf dem Podium der Siegerehrung bei der Weltmeisterschaft gestanden habe. Gemeinsam mit Weltmeister Elias van Hoeydonck (Belgien) und dem Vize Weltmeister Peter Piazza (Italien) in meiner Altersklasse. Zeit, um dieses bisher einmalige Erlebnis in einen Rennbericht zu fassen.
Damit ich nicht den Rahmen sprenge, werde ich euch mein Rennen in Häppchen servieren und in den nächsten Tagen vom Rennstart bis zum überqueren der Ziellinie 24 Stunden später in kleineren Artikeln präsentieren. Ich lade euch ein, teilzuhaben an den Emotionen, der Taktik und dem Erfolg des Teams.

wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017

#wemboFinale Der Morgen bis zum Rennstart (Samstag ab 10 Uhr)
Der Morgen vor dem wichtigsten Rennen des Jahres ist ein besonderer Morgen und trotzdem sollte alles wie immer sein. Zwischen Aufregung, Anspannung und Entspannung. Eine zittrige Vorbereitung gefolgt von einer Gänsehaut Atmosphäre und absolutem Race Zustand. Wie ich zum Start geschwebt bin und warum ON Laufschuhe immer die bessere Alternative sind, lest ihr in meinem ersten Teil über die wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017.
#wemboFinale Die WM beginnt mit einem Lauf (Samstag ab 18 Uhr)
Und auf einmal erfolgte der Startschuss und alles ging bzw. lief ganz schnell. Da trainiert man mehr als ein halbes Jahr auf ein Rennen und beinahe ist alles nach 500m laufen vorbei. Warum ich den Lauf überlebte und wieso ich im Nachhinein diesen Le Mans Start total toll finde könnt ihr in meinem Einschub über den Start der wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 lesen.
#wemboFinale Ab aufs Rad und rein in den Rhythmus (Samstag ab 20:15 Uhr)
Mit dem Wechsel aufs Rad begann das eigentliche Rennen um die wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017. Der erste Stimmt, der längste Stint war aufregend und zugleich extrem langweilig. Ein 24h Rennen ist lang, am Anfang gewinnst du nichts. Aber du könntest alles verlieren…
#wemboFinale Eine Nacht voller Unvernunft (Sonntag ab 10 Uhr)
Mit dem Ende des ersten Stints werden Lampen mitgeführt. Die Anspannung wächst, denn mit den Lupinen Scheinwerfer kann man – Dank Bluetooth Fernbedienung – mächtig Spaß haben. Zwischen Ohrwurm und technischen Defekt hilft es nur Ruhe zu bewahren…
#wemboFinale Der Kampf um das Podium (Sonntag ab 18 Uhr)
„Setzt mich doch nicht noch mehr unter Druck!“ war meine spontane Antwort auf die Information, dass ich soeben auf Platz 3 geklettert bin. Das während der Pause Nicolas Pellegrinelli wieder an mir vorbei gefahren ist, sagte man mir zu allem Überfluss dann auch noch. Egal, ich wollte 5. werden und hatte diese Rechnung nicht mit meiner Crew gemacht. Oder die mit mir… Wie die Taktik von außen gelenkt werden kann erfahrt ihr in diesem Artikel.
#wemboFinale Geschafft – Daniel wird WM-Dritter! (Sonntag ab 20:15 Uhr)
Die letzten Stunden des Rennens und wie aus Adrenalin und Anspannung überwältigende Freude wird… Emotionen kommen wie sie wollen, völlig unkontrolliert. Alles über die Freude, die Schmerzen, die Erschöpfung und ein letztes Mal Tobago!
#wemboFinale Ein Fazit zur wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 (24.06.2017)
Für die Zahlenfreunde und Statistiker unter euch. Alle Zahlen, Daten, Fakten zum Rennen inkl. Ernährungsprotokoll. Die Mühen meiner Schwester müssen ja belohnt werden.
#wemboFinale You are not solo! (Sonntag 15:30)
Dritter bei der wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 wird man nicht alleine. Eine Ode an die derbste Gang der Welt: Die Coffeechains Gang. <3 wembo 24h Solo Mountainbike Weltmeisterschaft 2017
Ergebnisliste
24h Finale Ligure

wembo 24h Finale – Eine Runde mit Jason English

Jason English wird auch Thema in meinem Bericht über das Weltmeisterschaftsrennen wembo 24h Finale in der kommenden Woche, dafür benötige ich aber noch etwas mehr Zeit. Jason English gewann bisher jede Weltmeisterschaft in der Elite-Kategorie (Profis) und wurde in diesem Jahr nach hartem Fight erstmals in der Geschichte der wembo vom Kanadier Cory Wallace entthront.
Nichtsdestotrotz ist Jasons Leistung famous und seine Einstellung zum Radfahren wird in der ersten Runde mehr als deutlich. Entspannt und mega gut gelaunt kommentiert ihr den Kurs von Finale Ligure während des Rennens. Besonderes Highlight ist natürlich der vollständige Le Mans Start, also unser Lauf von der Expo Area des Rennens über mehrere Trails bis zur Bike Box.
Holt euch einen Kaffee und genießt in einer halben Stunde einen der härtesten 24 Stunden Rundkurse der Welt von der Couch. Ich bekomme heute, eine Woche nach dem Rennen, noch immer Gänsehaut beim Zugucken.

Wer keine Lust auf 37min Mountainbike Action hat, dem empfehle ich den Start zu sehen und dann die besonderen Highlights zu gucken.

Highlights Kurs Finale Ligure solo 2017

01:05min Tobago RUN
03:55min Coffee & Chainrings Area
05:10min Wechsel aufs Rad
09:15min Teile der Teamstrecke inkl. Sprung im Trail
14:45min Stufen-Downhill
17:18min 180° Kurve mit Blick auf Meer und folgender 20% Uphill
26:50min Extrem verbockter, steiniger Anstieg (Toboga Uphill)
30:10min Ruppiger Downhill, meine Lieblingsstelle im Rennen inkl. Felskante in der Ebene (30:48)
34:30min TOBOGA 😀
36:09min Durch die Verpflegungszelte
36:48min Coffee & Chainrings Team Area

WM Dritter AK 30-34! Ein langer und weiter Weg.

Auf dem Video kann man sehr gut sehen wie unterschiedlich und abwechslungsreich der Kurs war. Im ersten Teil mit Waldboden und engen, kurvenreichen Trails, später dann steinig, felsig und stellenweise ein wenig ausgesetzt. Und zum Ende der Sandboden um Tobago. Zwischendrin gab es auch noch zwei Wiesenstücke. Dazu moderate Anstiege und steile Anstiege und eine Menge Singletrails.

#WMDritter – drei Tage später

Hi! Auch drei Tage nach der Weltmeisterschaft kann ich mein Glück. noch immer nicht in Worte fassen. Wie fühlt man sich als drittbester 24h MTB Fahrer der Welt?
Eine Mischung aus völliger Leere und Müdigkeit gepaart mit immer wieder einbrechenden Momenten des absoluten Wahnsinns. Gänsehaut kann ich euch sagen.

Gerade arbeite ich an dem Filmriss im Rennen und versuche mit Bildern, Rundenzeiten und Erinnerungen das Rennen zu rekapitulieren.
Noch immer erreichen mich Glückwünsche auf allen Kanälen. Ich kann nicht oft genug Danke sagen. Nur mit meinem Team, Sponsoren und unserer #allebekloppt Community war das möglich.
Heute in den frühen Morgenstunden sind wir nach Hause gekommen. Jetzt muss ich zurück in den Alltag. Am Wochenende werde ich mir dann überlegen, wie ich euch in meinen Rennbericht auch emotional auf meine Reise zum drittbesten Fahrer der Welt mitnehmen kann.

Lambertz auf Platz 3 bei der 24h MTB Weltmeisterschaft

Wir sind nicht Weltmeister aber auf dem Treppchen bei der 24h MTB Weltmeisterschaft in Finale Ligure! Daniel kämpfte sich auf dem brutal schwereren Kurs in Finale Ligure mit der Unterstützung seines fantastischen Teams in einem wahnsinnigen Rennen auf den dritten Platz in seiner Altersklasse.
325hm auf 9,7km Streckenlänge und ein Schwierigkeitsgrad, der seines gleichen sucht. Der Kurs in Finale Ligure war einer Weltmeisterschaft würdig, die schweren Trails und toughen Downhills verlangten stetige Aufmerksamkeit. Dazu eine einmalige – bisher im MTB Sport noch nie erlebte – Atmosphäre der Tifosi, mit dem Höhepunkt Runde für Runde bei der Durchfahrt durch das Toboga Stadion.

Traumstart bei der 24h MTB Weltmeisterschaft

Daniel kam gut ins Rennen und konnte die mit Trainer Lukas besprochene Strategie prima umsetzen. Am Streckenrand sorgten Christina und Johannes für die Kontrolle der Ernährungsstrategie, das zweite wichtige Zündlein an der Waage. In den ersten 10 Stunden des Rennens fuhr Daniel konstante Rundenzeiten, soweit der Verkehr auf den vielen Engstellen es erlaubte.

Das Leiden beginnt mit der Dunkelheit

Nach dem ersten Drittel lag Daniel auf Platz 5 und damit wie erhofft im vorher angekündigten Top 10 Ziel. Die Nacht war noch härter und länger als gedacht. Daniel litt Runde um Runde aber blieb in Bewegung. Während bergauf Energie gespart wurde und an den steilen Rampen Toboga Uphill Gnagnagang meistens geschoben wurde, attackierte Daniel Dank der perfekten Lichtanlage um Lupine Wilma und Piko in den Downhills.
Die Taktik ging auf und Daniel konnte sich in der Nacht von 5 auf 4 vorarbeiten. Während Daniel alles daran setzte die Top5 Platzierung abzusichern, hatte das Team andere Pläne und berechnete die Abstände zum Podium. In den Morgenstunden hatte sich Daniel wahrhaftig auf Platz 3 vorgearbeitet, die Botschaft führte aber nicht zum erwartungsgemäßen Push.

Ach lasst mich doch in Ruhe mit so einem Scheiß. Setzt mich doch nicht noch mehr unter Druck.

Das Gehirn eines 24h Extremsportler ist unergründbar und Daniels Reaktion auf die frohe Botschaft von außen unverständlich. Körperlich und mental war Daniel allerdings zu dieser Zeit völlig durch, er benötigte gleich extrem langsame zwei Runden, um wieder halbwegs in den Rhythmus zu kommen. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand zu Rang 4 und 5, denn die anderen Fahrer hatten auf dem schweren Kurs ebenfalls keine Reserven für eine Attacke am frühen Morgen.

Irgendwie überleben. Dem Klassement zum Trotz!

Die letzten Stunden quälte sich Daniel um den Kurs und verteidigte Rang 3 letztendlich souverän. Nach 27 Runden (270km, 7000hm) und einer normierten Leistung von 165 Watt erreichte Daniel überraschend und sensationell das Podium bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft in Finale Ligure.

Ansgar ist der wichtigste Mann am Morgen

Morgen stehe ich bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft im Fokus, heute gebe ich die Hauptrolle gerne an Ansgar ab.
Ansgar hegt und pflegt, checkt und montiert gerade mein Material. Neue Maxxis Reifen kamen gestern Abend ans Lux, heute noch neue Bremsbeläge. Das Grand Canyon würde noch mit dem 30Z KB vormontiert.




Jetzt darf ich gleich beide Räder in der Vorbelastung einsauen, danach wird Ansgar sogar meine Räder noch für die WM zum glitzern bringen.
Ansgar ist definitiv der Mann des Tages! DANKE!

The day before wembo 24h MTB World Champs

Guten Morgen aus Finale Ligure. Nachdem wir gestern viele Probleme mit dem Internet hatten und ich deswegen kaum Zeit hatte das WM-Tagebuch würdig abzuschließen, möchte ich heute mit einem Start in den Tag Post beginnen.
Wir haben es uns gestern im World Camp sehr gemütlich gemacht, über fast 1km Strecke fahren wir im Zickzack Zelt um Zelt bzw. Area um Area an. Alleine auf unserem World Camp+ Ground mit Strom stehen fast 30 Fahrer mit ihrem Fahrerlager. Dafür waren wir einmal auf die Wiese rein, um am Ende im U-Turn wieder die Wiese an der gleichen Stelle zu verlassen.

Mein Fahrerlagers aus der Fahrerperspektive. Die Wiese wird Teil der Strecke sein, meine Crew steht rechts. Perfekt für meine Verpflegungsstrategie.
Vorher machen wir das gleiche bei gefühlt 400 Pavillon Zelten, die auf einem schmalen Trail entlang stellenweise beidseitig aufgestellt wurden.

Weitere Streckendetails sind mir weiter unbekannt, wir sind die Strecke zu Fuß Richtung Tobaga abgelaufen. Ein Fest für Zuschauer und Fahrer dort. Aber wo die fehlenden 3km entlang laufen ist noch nicht klar. Schauen wir mal.

The day before

Mir gehts gut! Die Beine sind etwas faul, nachdem die letzten Tage mit 12000-20000 Schritten echt laufintensiv waren. Zu Hause mache ich höchstens 5000 Schritte am Tag.
Die Blackroll hilft. Auch dem Nacken, der ohne Tape und ohne Belastung Beschwerdefrei ist, inwiefern sich das ohne Tape mit Belastung ändert wird sich später zeigen.
Der heutige Tag ist engmaschig durchgeplant, bereits um 09:30 gehts in die Vorbelastung für morgen. 1-2 Runden auf dem Kurs und dann einmal hinunter ans Meer und entweder den Anstieg von Noli oder von Sportorno hinauf zu Le Manie. Nicht länger als 2:15h aber die Beine wollen bewegt und das Canyon Lux auf dem Kurs getestet werden.
Anschließend gibt es Mittagessen, ehe wir dann gemeinsam als Team zum Strand fahren werden und uns gemeinsam Ruhe gönnen werden.

Teambesprechung bei Pizza und Wein

Hach, ich find es so schön das alle ihre Aufgaben so wichtig nehmen. Maren, im Team für die dauerhafte Fröhlichkeit sorgte mit einer Falsche Wein zur Pizza für einen unterhaltsamen Abend bei der Betreuer Crew. (Angeblich wollte nur ein Glas bestellen…jajaja ist klar.)

Meine Ernährungsstrategie ist komplex aber dem Team jetzt verständlich und ich kann diese wichtige Aufgabe sorgenfrei abtreten. Dafür war der Abend wirklich hervorragend.

Nachtschicht für Ansgar

Während sich dann alle zeitig um 22 Uhr ins Bett verkrümelten brannte in der Coffee & Chainrings Technik Area noch Licht. Ansgar hatte zutun, wollte er unbedingt (meinem Wunsch entsprechend) die Maxxis Ikon noch am Abend aufziehen.
Der trockene, felsige Kurs ohne Asphalt Anteile ist wie gemacht für den Maxxis Ikon, der breiter baut und das schmalere Profil für den Kurs bietet.


Jetzt bereite ich mein Frühstück vor, damit es dann auch gleich pünktlich im Zeitplan losgehen kann 😀

#wemboFinale Twitter Liveticker

Auf Twitter halten wir euch von Donnerstag bis Sonntag über die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft auf dem Laufenden. Auf unserer Sonderseite findet ihr alle Artikel rund um die wembo 24h WM.
Alles ist angerichtet. Wir sind bereit in den kommenden viuer Tagen ein Fest zu feiern mit dem Höhepunkt des wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft am 02. Juni. Begleite uns von der Vorbereitung bis zur Party danach.
Unterstützt Daniel mit einem Kommentar auf unserer Sonderseite zur wembo 24h MTB WM.

#wemboFinale Liveticker

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